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James Paget

Sir James Paget (* 11. Januar 1814 in Great Yarmouth; † 30. Dezember 1899 in London) war ein englischer Chirurg und Pathologe. Er ist vor allem für die Namensgebung zweier Morbus Paget genannter Erkrankungen, die heute auch als Osteodystrophia deformans und Paget-Karzinom bekannt sind. Zusammen mit Virchow gilt er als Begründer der modernen Pathologie.

Er war einer von 18 Kindern, von denen nur acht das Erwachsenenalter erreichten. Nach dem Besuch der Charterhouse School plante er zunächst zur Marine zu gehen, entschied sich jedoch eine fünfjährige Lehre bei dem Chirurgen Charles Costerton anzunehmen. 1834 wechselte er an das Londoner St. Bartholomew's Hospital, wo er sich mangels finanzieller Mittel sein Wissen durch die Begleitung der Patientenbesuche von Dr. Peter Latham aneignete. Auch lernte er Deutsch um die anatomischen Lehrbücher der deutschsprachigen Anatomen als Hilfsmittel für seine in der Freizeit durchgeführten Autopsien heranziehen zu können.

1834 entdeckte er den Parasiten Trichina spiralis als Verursacher der Trichinose. 1837 erhielt er eine Anstellung, die ihm jährlich £100 einbrachte und begann seine ersten wissenschaftlichen Artikel zu schreiben. An einer Leiche infizierte er sich mit Typhus und verstarb beinahe daran. 1844 heiratete er seine Frau Lydia. Seine bekanntesten Werke sind Lectures on Tumours (1851) und Lectures on Surgical Pathology (1853). 1858 wurde er zum Surgeon-in-Ordinary für den Prinzen von Wales bestellt, 1875 übernahm er den Vorsitz des Royal College of Surgeons.

Die Begräbnisfeier im Westminster Abbey wurde von seinem Sohn, Bischof von Oxford gehalten. Nach ihm ist der James Paget Healthcare NHS Trust und das James Paget Hospital in Norfolk benannt.

Literatur

Personendaten
Paget, James
Englischer Chirurg und Pathologe
11. Januar 1814
Great Yarmouth
30. Dezember 1899
London