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Das Denkmal der grauen Busse

Das Denkmal der grauen Busse ist ein zweiteiliges Denkmal, das 2006 für die Opfer der Krankenmorde der nationalsozialistischen „Aktion T4“ (so genannte „Euthanasie“) in der ehemaligen Heilanstalt Weißenau in Ravensburg errichtet wurde.

Das Denkmal nach dem Entwurf von Horst Hoheisel und Andreas Knitz ist „als Transportmittel der Erinnerung“ für die Euthanasie-Opfer des Nationalsozialismus gedacht und soll sowohl Opfer als auch Täter und die Tat reflektieren. Es besteht aus zwei Betonbussen, deren Vorbild die Transportfahrtzeuge der sogenannten „Gemeinnützigen Krankentransport GmbH“ (GEKRAT) sind, mit denen 1940 und 1941 allein 691 Patienten aus Weißenau als „lebensunwert“ in die Vernichtungsanstalt Grafeneck deportiert wurden. In Grafeneck starben 10.654 Männer, Frauen und Kinder. Insgesamt wurden in Deutschland im Rahmen der „Aktion T4“ ca. 70.000 psychisch kranke und geistig behinderte Menschen ermordet.

Das Denkmal besteht aus zwei Teilen:

Das Denkmal der grauen Busse zielt auf gedankliche Auseinandersetzung, die keinen Schlussstrich zieht. Es soll an die Betrachter konkrete Fragen weitergeben und eine öffentliche Diskussion anregen. Einige Künstler haben sich bereits auf den Diskurs eingelassen und ihre Eindrücke verarbeitet. So existieren begleitend einige Kurzfilme, ein Performance-Text von Michael Helming und weitere Beiträge gesellschaftlicher Auseinandersetzung.

Literatur

 Commons: Denkmal der grauen Busse – Bilder, Videos und Audiodateien