Pasing-Obermenzing
Heim

Pasing-Obermenzing

Pasing-Obermenzing ist seit der Neustrukturierung der Bezirke im Jahre 1992 der Stadtbezirk 21 von München, er besteht aus den Stadtteilen Pasing und Obermenzing. Beide Stadtteile zeichnen sich durch ein gewachsenes Selbstbewusstsein aus.

Inhaltsverzeichnis

Lage

Der Bezirk Pasing-Obermenzing liegt im Westen der Stadt. Die Grenzen entsprechen noch der ehemaligen Stadtgrenze Pasings und der ehemaligen Gemeindegrenze Obermenzings, so dass das Gebiet des Bezirkes an die Form eines Schmetterlings erinnert. In Groben sind die Bezirksgrenzen (im Uhrzeigersinn von dem Bahnkörper München-Pasing - München Hbf): die Willibaldstraße zu Laim, Felder und Wiesen zur Blumenau und zu Lochham, die Bahnstrecken München–Starnberg und München–Augsburg bis zur Bergsonstraße zu Lochham und Aubing, über landwirtschaftlich genutzte Fläche die A 8, die Obere Mühlstraße und Menzinger Straße zu Untermenzing, der Schlosspark Nymphenburg bis zum Bahnkörper München-Pasing - München Hbf zu Neuhausen-Nymphenburg.

Politik

Der Bezirksausschuss des Stadtbezirks Pasing-Obermenzing setzt sich nach der Wahl im Jahr 2002 wie folgt zusammen[1]:

Bezirksteile

Pasing

Zu Geschichte, Struktur und Wirtschaft des Stadtteiles Pasing vgl. Hauptartikel Pasing.

Pasing wurde am 29. Juni 763 erstmals als villa Pasingas urkundlich erwähnt. Der Name leitet sich vom Eigennamen eines Poaso/Poso oder Paoso/Paso ab. 1818 wurde Pasing eigenständige Gemeinde mit eigenem Patrimonialgericht. An einer sehr guten Entwicklung wurde Pasing zum 1. Januar 1905 zur Stadt erhoben; zugleich wurde ein eigenes Wappen verliehen. Am 1. April 1938, mit Vertrag vom 8. Januar 1938 wurde Pasing nach München zwangseingemeindet, um die Hauptstadt der Bewegung zu einem der größten Städte des NS-Reiches zu machen. Allerdings erhielt Pasing Sonderrechte, wie eine eigene Bezirksverwaltung, die dem Oberbürgermeister direkt untersteht, die bis 2005 bestanden.

Der Ortskern befindet sich um die Stadtpfarrkirche Mariä Geburt (Am Klostergarten 9) und Planegger, Landsberger, Lortzing-/Pippinger und Gleichmannstraße.

Wappen der ehemaligen Stadt Pasing

Nachdem Pasing 1905 zur Stadt erhoben worden ist, verlieh das kgl. Staatsministerium des Innern am 20. Juli 1908 ein eigenes Stadtwappen.

Beschreibung: In Rot ein silberner Zinnenturm auf einer grünen, von einem silbernen Fluss umfluteten Insel.

Nach der Eingemeindung in die Stadt München 1938 besitzt der Stadtrat der Landeshauptstadt München sämtliche Rechte zur Verwendung und Führung des Wappens. Es ist dennoch in Pasing noch häufig anzutreffen und findet bei vielen Traditionsvereinen Verwendung.

Neue Stadtteile auf dem Gebiet der ehemaligen Stadt Pasing

Obermenzing

Zu Geschichte, Struktur und Wirtschaft des Stadtteiles Obermenzing vgl. Hauptartikel Obermenzing.

Menzing wurde am 6. November 817 bereits als Mezinga erstmals urkundlich genannt. Obermenzing wurde mit den Ortsteilen Pipping und Blutenburg 1818 eigenständige Gemeinde. 1922 wurde Obermenzing ein eigenes Wappen verliehen. Am 1. Dezember 1938, mit Vertrag vom 26. Oktober 1938 wurde Obermenzing nach München zwangseingemeindet, um die Hauptstadt der Bewegung zu einem der größten Städte des NS-Reiches zu machen.

Der alte Ortskern um die Katholische Pfarrkirche St. Georg, Dorfstraße 37a, und entlang der Pippinger Straße.

Wappen der ehemaligen Gemeinde Obermenzing

Nachdem der Gemeinderat am 26. April 1922 beschloss, ein Wappen anzunehmen und vorliegenden Entwurf zur Genehmigung einzureichen, erteilte das Ministerium des Innern am 22. September 1922 die Genehmigung zur Führung des Wappens.

Beschreibung: In silbernen Schild auf grünen Grunde ein rotes Schloss mit zwei sich verjüngenden Flankentürme.

Nach der Eingemeindung in die Stadt München 1938 besitzt der Stadtrat der Landeshauptstadt München sämtliche Rechte zur Verwendung und Führung des Wappens. Es ist dennoch in Obermenzing noch häufig anzutreffen und findet bei vielen Traditionsvereinen Verwendung.

Historische Ortsteile der ehemaligen Gemeinde Obermenzing

Neue Stadtteile auf dem Gebiet der ehemaligen Gemeinde Obermenzing

Allgemeines

Sozialstruktur

Die Sozialstruktur im Bezirk Pasing-Obermenzing ist nicht einheitlich. Die ehemals selbständigen Bezirksteile haben ihre eigene Struktur behalten. Während Obermenzing eher durch die gehobene Mittelschicht geprägt ist, ist die Sozialstruktur in Pasing gut durchmischt. Näheres siehe Hauptartikel Pasing und Obermenzing.

Verkehr

Auch hier sind beide Bezirksteile zu unterscheiden. Pasing wird vor allem durch Landsberger Straße - Pasinger Marienplatz - Bodenseestraße ((B2) in Ost-West-Richtung und durch Maria-Eich-Straße - Lortzingstraße [- Pippinger Straße] in Süd-Nord-Richtung gut für den Individualverkehr erschlossen, wobei hier auch der überörtliche Autoverkehr spürbar ist. Der öffentliche Personennahverkehr ist sehr gut vertreten: mehrere MVG-Buslinien bedienen Pasing, mit der Trambahnlinie 19 besitzt Pasing Anschluss an eine der wichtigsten Ost-West-Verbindungen der Münchener Trambahn. Schließlich besitzt Pasing mit dem Bahnhof München-Pasing nicht nur einen S-Bahnhof, an dem mehrere S-Bahnlinien halten; der Kreuzungsbahnhof ist zugleich Fernbahnhof der Deutschen Bahn und ICE-Systemhalt. Geplant ist zudem ein Anschluss Pasings an das Münchner U-Bahn-Netz durch Verlängerung der U5 nach Pasing Bahnhof bzw. der U4 zum S-Bahnhof Westkreuz. Eine Realisierung wird jedoch nicht in naher Zukunft stattfinden.

Obermenzing ist im Individualverkehr ähnlich gut angeschlossen: Die Pippinger Straße in Nord-Süd-Richtung und die Verdistraße in Ost-West-Richtung schließen den Stadtteil an Pasing und Nymphenburg an; gerade die Verdistraße hat aber ein Zubringerfunktion zur A8 Richtung Stuttgart, so dass die Verkehrsbelastung nicht unerheblich ist. Im öffentlichen Personennahverkehr ist der Haltepunkt "Obermenzing" an der Verdistraße Nähe Bauseweinallee die wichtigste Schnittstelle neben manche mehrere Buslinien, die als Zubringer gelten.

Seit Anfang 2006 ist der Bezirk Pasing-Obermenzing vom neuen Teilstück des Autobahnrings München West A 99 umschlossen. Dies bedeutet für Pippinger und Landsberger Straße (B2) eine verkehrstechnische Entlastung, da die Autobahn die in Obermenzing endende A8 München - Stuttgart - Karlsruhe und die A96 München - Lindau miteinander verbindet.

Neuerdings wird die Umwandlung der Landsberger Straße in eine Shoppingmeile diskutiert. Bisher ist aber keine Lösung für ein Verkehrskonzept, das eine Umwandlung zulässt, gefunden worden.

Statistik

(Stand jeweils am 31. Dezember, Einwohner mit Hauptwohnsitz; PDF-Dateien ca. 0,8 bis 2,2 MB)

Jahr Einw. davon Ausländer Fläche ha EW/ha Quelle mit weiteren Daten
2000 59.758 9.729 (16,3%) 1.649,34 36 Statistisches Taschenbuch München 2001 pdf
2001 60.445 10.002 (16,5%) 1.649,34 37 Statistisches Taschenbuch München 2002 pdf
2002 60.616 10.050 (16,6%) 1.649,34 37 Statistisches Taschenbuch München 2003 pdf
2003 61.509 10.394 (16,9%) 1.649,78 37 Statistisches Taschenbuch München 2004 pdf
2004 62.081 10.639 (17,1%) 1.649,81 38 Statistisches Taschenbuch München 2005 pdf
2005 62.724 10.822 (17,3%) 1.649,75 38 Statistisches Taschenbuch München 2006 pdf
2006 65.182  ?  ?  ? Informationen zur Kommunalwahl 2008 Stand 2006 pdf

Literatur

Quellen

  1. muenchen.de: Bezirksausschuss 21

Koordinaten: 48° 8' 45" N, 11° 27' 35" O