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Quimper

Quimper / Kemper
Staat Frankreich
Region Bretagne
Département Finistère (Präfektur)
Arrondissement Quimper
Kanton Chef-lieu von 3 Kantonen
Geographische Lage 48° 0′ N, 4° 6′ WKoordinaten: 48° 0′ N, 4° 6′ W
Höhe 6 m
(-5 m–151 m)
Fläche 84,45 km²
Einwohner
– mit Hauptwohnsitz
– Bevölkerungsdichte
(1999)
63.238 Einwohner
749 Einw./km²
Postleitzahl 29000
INSEE-Code 29232
Website http://www.mairie-quimper.fr
Quimper - Brücke über den Odet

Quimper (Kemper auf Bretonisch) ist eine Stadt im Westen Frankreichs. Sie ist die préfecture (Hauptstadt) des Départements Finistère (Nr. 29). Die Stadt hatte 1999 67.127 Einwohner (welche frz. quimpérois und bret. Kemperiz genannt werden). Der Name „Quimper“ stammt aus dem Bretonischen kemper und bedeutet Zusammenfluss, da die Stadt am Zusammenfluss von Frout, Steir und Odet erbaut wurde. Die Stadt hieß einst Quimper-Corentin (bret. Kemper-Kaorentin), benannt nach St. Corentin, dem ersten Bischof der Stadt. Während der Französischen Revolution wurde die Stadt in Montagne-sur-Odet umbenannt und heißt jetzt einfach nur noch Quimper. Quimper ist berühmt für seine Porzellan-Manufaktur. Seit vier Jahrhunderten werden hier in den Fayence-Werkstätten nach alter Tradition die Fayencen vollständig per Hand geformt und verziert. Bei einer Besichtigung der Werkstätten kann man sehen, wie aus Ton und Wasser in sechs Schritten (Formung, Endbearbeitung, Brennen, Emailüberzug, Verzierung und wieder Brennen) ein Sammlerstück gefertigt wird. Auch eine Besichtigung des Fayence-Museums mit Ausstellungsstücken aus vier Jahrhunderten lohnt sich. Die deutsche Partnerstadt ist seit 1971 das nordrhein-westfälische Remscheid.

Inhaltsverzeichnis

Sehenswürdigkeiten

Alles beherrschend und weithin sichtbar, ragen die spitzen Türme der „Cathédrale Saint Corentin“ über die Stadt Quimper. Der Bau begann bereits 1240 , konnte aber erst 1856 mit dem Errichten der Kirchturmspitzen abgeschlossen werden. Die Besonderheit dieser Kirche ist der nach links geneigte Chor. Man wollte wohl einer Grabkapelle ausweichen, die durch den Bau nicht abgerissen werden sollte, aber eine richtige Erklärung für den „krummen Chor“ gibt es nicht.

Söhne und Töchter der Stadt

Heilige und Schutzpatrone der Stadt

Viele Geschichten werden vom heiligen Corentinus, Schutzpatron der Stadt, erzählt. Besonders wunderlich ist die berühmte Fischmahlzeit des Corentinus, Symbol für das unerschöpfliche, nahrungsspendende Meer: Täglich schwamm ihm ein Fisch zu, von dem der anspruchslose Heilige so viel verspeiste, bis er satt war. Den angenagten Rest warf er ins Wasser zurück, und am nächsten Tag war der Fisch wieder heil und bot sich erneut zum Verzehr.

Siehe auch

 Commons: Quimper – Bilder, Videos und Audiodateien