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Slide Hampton

Slide Hampton (* 21. April 1932 in Jeannette, Pennsylvania, als Locksley Wellington Hampton) ist ein US-amerikanischer Jazzmusiker (Posaune, Tuba, Arrangements).

Hampton lernte früh Posaune (im wesentlichen als Autodidakt) und spielte zunächst mit Eddie „Cleanhead“ Vinson (1952), Duke Hampton (1953), Bill Dogett (1954) und Buddy Johnson (1955/56), bevor er zwischen 1956 und 1957 bei Lionel Hampton arbeitete. Anschließend war er bis 1959 als Orchestermusiker und Arrangeur für Maynard Ferguson tätig. Zwischen 1959 und 1962 ging er mit Freddie Hubbard auf Tournee und leitete er ein eigenes Oktett, dem neben Hubbard, George Coleman, Bob Zatolla, Jay Cameron, Bill Elton, Pete La Roca und Nabil Totah angehörten. Nachdem er für den Sänger Lloyd Price die Begleitband geleitet, aber auch als freischaffender Arrangeur gearbeitet hatte, schloss er sich 1968 für eine Europatournee dem Orchester von Woody Herman an. Er ließ sich dann in Europa nieder, wo er häufig für Studiobands arrangierte, mit Miriam Klein, aber auch All-Star-Besetzungen und Peter Herbolzheimer arbeitete und gemeinsam mit Joe Haider eine Big Band leitete. 1977 kehrte er in die USA zurück und gründete in New York seine großformatige World of Trombones. Er spielte mit so unterschiedlichen Musikern wie Diana Ross, Clifford Brown, Dizzy Gillespie, Curtis Fuller, Melba Liston, Albert Mangelsdorff, Steve Turré, Monty Alexander, Martial Solal, Joachim Kühn, James Newton, Pharoah Sanders, John Surman, Barre Phillips, Charles Mingus, Philly Joe Jones und Stu Martin. 2005 wurde er (wie zuvor schon 1998 für Arrangements, die er für Dee Dee Bridgewater schrieb) mit einem Grammy ausgezeichnet

Als Arrangeur und Spieler beweist Hampton ein feines melodisches Gespür, als einer der wenigen prominenten linkshändigen Posaunisten verblüfft er mit einer flüssigen Technik.

2005 erhielt er die NEA Jazz Masters Fellowship.

Personendaten
Hampton, Slide
Hampton, Locksley Wellington
US-amerikanischer Jazzposaunist
21. April 1932
Jeannette, Pennsylvania, USA