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Leichtathletik

Leichtathletik ist die Sammelbezeichnung für verschiedene Lauf-, Sprung- und Wurf-Disziplinen. Abzugrenzen ist die Leichtathletik von der Schwerathletik, die Sportarten wie Ringen und Gewichtheben umfasst, sowie dem Rasenkraftsport, bei dem das Stoßen und Schleudern von sehr unterschiedlichen, schweren Gewichten im Mittelpunkt steht; auch der Hammerwurf zählt zu diesen Disziplinen. Die Leichtathletik hatte ihre Ursprünge in der Urzeit, als Menschen schon sehr früh begannen, sich im Werfen, Springen und Laufen zu messen.

Inhaltsverzeichnis

Disziplinen

Olympische Disziplinen

Laufwettbewerbe
Strecke Olympischer Wettkampf seit
 Männer Frauen
100 m 1896 1928
200 m 1900 1948
400 m 1896 1964
800 m 1896 1928; danach erst
wieder ab 1960
1500 m 1896 1972
5000 m 1912 1996 (1984 bis
1992: 3000 m)
10.000 m 1912 (1906 und 1908:
5 Meilen = 8047 meter)
1988
Marathon 1896 1984
110 m Hürden;
Frauen: 100 m Hürden
1896 1972
(1932 bis 1968:
80 m Hürden)
400 m Hürden 1900 1984
3000 m Hindernis 1920 (von 1900 bis 1908
andere Streckenlängen)
geplant ab 2008
4x100 m (Staffellauf) 1912 1928
4x400 m (Staffellauf) 1912 1972
Geherwettbewerbe
Strecke Olympischer Wettkampf seit
Männer Frauen
20 km Gehen 1956 (1908 bis
1952: 10 km Gehen)
2000 (1992 bis
1996: 10 km Gehen)
50 km Gehen 1932 -
Sprungwettbewerbe
Disziplin Olympischer Wettkampf seit
Männer Frauen
Hochsprung 1896 1928
Stabhochsprung 1896 2000
Weitsprung 1896 1948
Dreisprung 1896 1996
Wurf- und Stoßwettbewerbe
Disziplin Olympischer Wettkampf seit
Männer Frauen
Kugelstoßen 1896 1948
Diskuswerfen 1896 1928
Hammerwerfen 1900 2000
Speerwerfen 1908 1932
Mehrkampf
Disziplin Olympischer Wettkampf seit
Männer Frauen
Zehnkampf 1896 -
Siebenkampf - 1984 (1964 bis
1980: Fünfkampf)

Bei olympischen Sommerspielen werden in 24 leichtathletischen Disziplinen insgesamt 47 Entscheidungen ausgetragen - 24 bei den Männern und 23 bei den Frauen.

Die 13 Laufdisziplinen werden, abgeleitet von den körperlichen Anforderungen, in folgende Disziplingruppen unterteilt:

Der Marathonlauf und das Gehen werden auf Straßenstrecken ausgetragen und zum Zieleinlauf ins Stadion geführt. Alle anderen Disziplinen werden auf einer oval-ähnlichen 400-Meter-Bahn, bestehend aus zwei 100 m langen Kurven und zwei ebenso langen Geraden, ausgetragen. Die Strecken 100 m, 100 m Hürden und 110 m Hürden werden nur auf einer Geraden ausgetragen, alle anderen Strecken bis 10.000 m unter Einbeziehung der Kurven.

Frauen durften erstmals bei den Olympischen Spielen 1928 in zunächst fünf Leichtathletik-Disziplinen starten (100 m, 800 m, Hochsprung, Diskuswerfen, 4x100 m). Die Laufstrecken wurden nach und nach denen der Männer weitgehend angeglichen. Bei den kommenden Olympischen Spielen (2008) bestreiten Frauen alle Männerdisziplinen mit folgenden Ausnahmen:

Außerdem gibt es Unterschiede bei der Masse der Wurf- und Stoßgeräte sowie bei der Höhe der Hürden.

Leichtathletik-Disziplinen im Vergleich

Wurfdisziplinen

Wurfdisziplinen der Leichtathletik im Vergleich
Kugelstoßen Diskuswerfen Speerwerfen Hammerwerfen
Gerätegewicht, Männer 7,26 kg 2,0 kg 800 g 7,26 kg
Gerätegewicht, Frauen 4,0 kg 1,0 kg 600 g 4,0 kg
Wettkampfanlage Kreis: 2,13 m Kreis: 2,50 m Anlauf: 30 bis 36,5 m Kreis: 2,13 m
Optimaler Abflugwinkel * 38-40° 44° 34-36° 35-37°
Abfluggeschwindigkeit
(mehrere Weiten)
15,5 m: 11,5 m/s
21,5 m: 13,8 m/s
54 m: 22 m/s
65 m: 24 m/s
78 m: 28 m/s
95 m: 32 m/s
55 m: 23 m/s
85 m: 29 m/s

*Im Speer- und Diskuswerfen geringerer Winkel bei Gegenwind, höherer Winkel bei Rückenwind

Ehemalige olympische Disziplinen

Männer

Frauen

Nichtolympische Wettbewerbe

Training

Das Leichtathletik-Training ist sehr vielseitig und kann den individuellen Stärken des einzelnen Athleten angepasst werden. Begonnen wird in den Schülerklassen meist mit dem Mehrkampf, also mit dem Training vieler Disziplinen. Bilden sich dann im Jugendalter eindeutige Stärken aus, so wird mehr und mehr Disziplinen-spezifisch trainiert, ansonsten kann die „Königsdisziplin“, der Zehnkampf bzw. Siebenkampf die erste Wahl sein.

Zum Training gehören Elemente wie Laufschulung, Koordination, allgemeine Kräftigung, Technikschulung, Ausdauertraining, Sprints und Sprungläufe sowie spezifisches Krafttraining. Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit, Koordination und Technik sind für alle Disziplinen wichtig, jedoch in unterschiedlichen Anteilen und Umfängen. Trainingsmethodisch sollten sich die jeweiligen Trainingsanteile in erster Linie nach dem Alter und der individuellen leichtathletischen Erfahrung des Athleten richten.

Wettkämpfe

Wettkampfverlauf

Weit- und Dreisprung sowie Wurf- und Stoßdisziplinen

In großen Wettkämpfen mit vielen Bewerbern findet zunächst eine Qualifikationsrunde mit jeweils höchstens drei Versuchen statt. Um die Wartezeiten zwischen den Versuchen kurz zu halten, finden mitunter zwei Qualifikationsrunden auf verschiedenen Wettkampfanlagen statt.

Wer die vom Veranstalter festgelegte Weite übertrifft, gelangt in die Finalrunde, die in der Regel an einem anderen Tag stattfindet. Wer die geforderte Weite erreicht hat, muss den Qualifikationswettkampf beenden.

Wenn nur wenige die Qualifikationsweite übertreffen, wird die Finalrunde auf zwölf Teilnehmer gemäß der Rangfolge der Qualifikationsrunde aufgefüllt.

In der Finalrunde hat jeder Teilnehmer zunächst drei Versuche. Die Reihenfolge dafür wird ausgelost.

Für die letzten drei Versuche werden nur die acht Besten der Finalrunde zugelassen. Der vierte und fünfte Versuch finden in umgekehrter Folge wie die Platzierung nach den ersten drei Versuchen statt, d. h. der Beste zuletzt. Im letzten Versuch wird nochmals die Reihenfolge der Platzierung angepasst, so dass der nach dem fünften Versuch Beste den letzten Sprung bzw. Wurf des Wettkampfes hat.

Im Mehrkampf (Siebenkampf, Zehnkampf) sind nur drei Versuche vorgesehen.

Klasseneinteilung

Die internationale Leichtathletik-Föderation IAAF führt folgende Altersklassen (IAAF-Regel 141):

Der Deutsche Leichtathletik-Verband DLV führt folgende Altersklassen:

Altersklassen werden weiter in 5-Jahresschritten unterteilt. Wenn der Wettkampf nicht speziell ausgeschrieben ist, werden Junioren und Senioren den Aktiven zugeordnet. Jüngere Wettkämpfer als 8-jährige werden gewöhnlich mit den jüngeren D-Schülern gemeinsam gewertet. In den Schülerklassen wird jeder Jahrgang getrennt gewertet, die Einteilung in A-D findet jedoch für Mannschaftswettbewerbe und Staffeln sowie für die Wettkampforganisation Anwendung.

Der Österreichische Leichtathletik-Verband ÖLV führt seit 2005 folgende Altersklassen [in Klammer die alte Bezeichnung]:

Meisterschaften gibt es für U16, U18, U20, U23, AK, Senioren. Wie in Deutschland werden U23 und Senioren zur Allgemeinen Klasse gezählt, es sei denn, sie werden speziell in der Ausschreibung angeführt.

Wettkampfstätten

Leichtathletik-Wettkämpfe finden in einem Stadion oder in einer Halle statt, Geherwettkämpfe und sehr lange Laufwettbewerbe auf Straßen. Mit einem Großspielfeld zusammengefasste Leichtathletikanlagen mit Rundbahn nennt man Stadion bzw. Wettkampfbahn. Unterschieden werden die Wettkampfbahnen oder Wettkampfanlagen Typ A, Typ B und Typ C.

Stadien haben eine genormte ovale 400-Meter-Laufbahn, auch Rundbahn genannt. Bei frühen Olympischen Spielen wurden davon abweichende Bahnlängen verwendet: 1896 (Athen) - 333,33 Meter; 1900 (Paris) - 500 Meter; 1904 (St. Louis) - 536,45 Meter (eine Drittel-Meile); 1908 (London) - 536,45 Meter; 1912 (Stockholm) - 383 Meter; 1924 (Paris) - 500 Meter. Seit 1960 werden Rekorde in den Laufdisziplinen von der IAAF nur noch anerkannt, wenn sie auf einer 400-Meter-Bahn aufgestellt wurden.

Die Rundbahn hat in der Regel sechs Bahnen, in größeren Stadien acht (Wettkampfanlage Typ A).

In Leichtathletikhallen sind die Rundbahnen von Ort zu Ort unterschiedlich lang, Rekorde werden nur auf 200-Meter-Bahnen anerkannt. In der Regel sind vier Einzelbahnen vorhanden, in einigen Hallen (beispielsweise Leipzig, Birmingham, Budapest) sechs.

Laufwettbewerbe werden fast nur noch auf Kunststoffbelägen (Tartan) ausgetragen, die Mitte der 1960er Jahre eingeführt wurden. Gleiches gilt für die Anlaufbahnen für Weitsprung, Stabhochsprung und Speerwurf sowie für die Hochsprung-Anlauffläche. Die Stoßsektoren sind zumeist Rasenflächen.

Die Sprung- und Wurfwettbewerbe werden in der Regel auf den Segmentflächen, welche von der Laufbahn (Rundbahn) begrenzt werden, ausgetragen. Die Wurf- und Stoßdisziplinen sowie der Hochsprung werden auf den Segmentflächen innerhalb der Rundbahn ausgetragen, der Weitsprung zumeist außerhalb der Bahn neben der Geraden (Kurzstrecke).

Im zielabgewandten Segment befindet sich der Wassergraben für den 3000-Meter-Hindernislauf.

Leichtathletikanlagen für die Sportdisziplinen Gehen, Laufen, Springen, Werfen und Stoßen werden unterteilt in

In Deutschland werden die wichtigsten Leichtathletikstadien auch für Fußballspiele genutzt, so etwa im Berliner Olympiastadion, im Stuttgarter Gottlieb-Daimler-Stadion sowie bis zur Eröffnung der Allianz-Arena auch im Münchner Olympiastadion. Bis 1978 fanden außerdem im Augsburger Rosenaustadion bedeutende Leichtathletik-Länderkämpfe statt.

Die Tendenz geht zur Spezialisierung auf nur eine Sportart, was zum Verzicht auf Leichtathletik-Anlagen in den meisten großen neu gebauten Stadien führt. So haben die neuen (Fußball-)Stadien in Hamburg, Köln, Düsseldorf, Gelsenkirchen und Frankfurt (allesamt Austragungsorte Deutscher Meisterschaften in den letzten 20 Jahren) heute keine Laufbahn mehr.

Geplant werden Wettkampfbahnen und Schulsportanlagen in der Regel von entsprechend spezialisierten Landschaftsarchitekten unter Beachtung der Regeln der Technik (u.a. DIN 18035 Sportplätze), der Internationalen Wettkampfregeln des DLV und der Informationshilfen des Bundesinstitut für Sportwissenschaft.

Wettkämpfe in Deutschland

In Deutschland finden mehrere große Meetings statt. Wettkämpfe von großer internationaler Bedeutung werden in Berlin und Stuttgart ausgetragen. Zudem startet die gesamt deutsche Spitzenklasse alljährlich bei den Deutschen Meisterschaften.

Internationale Wettkämpfe

Traditionell dominieren auf den Sprintstrecken US-amerikanische Sportler, die Mittel- und Langstrecken werden von afrikanischen Läufern dominiert. Bei den Wurf- und Sprungdisziplinen sind die Siegerlisten weniger homogen. Die insgesamt erfolgreichsten Nationen bei internationalen Wettkämpfen sind die USA, Russland (beziehungsweise UdSSR) und Deutschland (beziehungsweise DDR).

Olympische Spiele

Einige Disziplinen der Leichtathletik wurden schon bei den Olympischen Spielen der Antike ausgeübt. Seit Beginn der Spiele der Neuzeit 1896 in Athen ist die Leichtathletik neben dem Schwimmen ein zentraler Bestandteil des olympischen Wettkampfprogramms und wird deshalb auch als olympische Kernsportart bezeichnet. Vor 1983 waren die Spiele sogar die einzige Gelegenheit, bei der Leichtathleten aus verschiedenen Kontinenten in den olympischen Disziplinen um Titel kämpfen konnten.

Weltmeisterschaften

Seit 1983 finden Leichtathletik-Weltmeisterschaften mit dem kompletten olympischen Wettkampfprogramm alle zwei Jahre statt. Zuvor gab es bereits 1976 in Malmö und 1980 in Sittard/NL Weltmeisterschaften. Bei diesen Meisterschaften wurden aber nur Wettkämpfe in einzelnen Disziplinen (1976: 50 km Gehen der Männer; 1980: 3000 m und 400 m Hürden der Frauen) durchgeführt, da diese zu jener Zeit nicht im olympischen Programm standen. Die IAAF veranstaltet sowohl für bestimmte Altersgruppen als auch für nicht olympische Disziplingruppen weitere Titelkämpfe. Die wichtigsten Veranstaltungen sind die

Europameisterschaften

Die Leichtathletik-Europameisterschaften gibt es schon wesentlich länger als die Weltmeisterschaften. Von 1934 bis 1966 wurden sie mit einer Kriegsunterbrechung immer zur „Halbzeit“ einer Olympiade ausgerichtet. Nach Abweichungen (1969, 1971) setzte sich ab 1974 wieder dieser vierjährige Rhythmus durch.

Außerdem gibt es zu fast allen zuvor genannten speziellen Weltmeisterschaften Pedants in Form weiterer Europameisterschaften. Sie finden in den Jahren statt, in denen die entsprechende nur alle 2 Jahre veranstaltete Weltmeisterschaft nicht stattfindet. Die Hallen-EM (seit 1970) besitzt auch nur einen 2-jährigen Rhythmus, wobei sie 2004 ausgefallen ist und 2005 in Madrid stattfand. Die Cross-EM (seit 1994) findet jährlich statt.

Welt- und Europacup

So werden die Titelwettkämpfe der Nationalmannschaften, bei denen die Mannschaftsleistung als Summe der Einzelleistungen aus allen Disziplinwettkämpfen ausgezeichnet wird, genannt. Im Gegensatz zu anderen Sportarten sind sie aber keine Serien- sondern Einzelveranstaltungen. Der Weltcup fand von 1977 bis 1989 und seit 1992 alle vier Jahre statt. Eine Besonderheit des Weltcups als Resultat seiner zeitlichen Straffung (Dauer: 2 Tage) und der damit verbundenen Beschränkung auf 8 Teilnehmer pro Disziplin ist die Nominierung von Erdteilmannschaften neben wenigen Nationalmannschaften. Auch im Mannschaftssport ist die kontinentale Variante älter als ihre globale Entsprechung. Den Europacup gibt es bereits seit 1965. Er fand bis 1993 fast immer (1970 statt 1969 und 1971) alle zwei Jahre und danach jährlich statt. Nicht alle olympischen Disziplinen können im Welt- und Europacup berücksichtigt werden. In den von längerer Wettkampfdauer geprägten Disziplingruppen Mehrkampf, Marathonlauf und Gehen und in weiteren nicht olympischen Disziplinen werden eigene Mannschaftswertungen durchgeführt. Im einzelnen sind dies der

Golden League

Die IAAF Golden League ist eine Serie aus sechs prestigeträchtigen Leichtathletik-Meetings. Gewinnt ein Athlet bei allen sechs Meetings den Wettkampf in seiner Disziplin, so kann er sich am Jackpot von 1 Million Dollar in Gold beteiligen und bekommt einen Blumenstrauß, sowie eine Flasche Wein.

Weltrekorde

Die Internationale Leichtathletik-Föderation IAAF führt 186 Weltrekorde, die sich wie folgt verteilen:

Liste der aktuelle Weltrekorde: Siehe Leichtathletik-Weltrekorde

Doping

Doping ist ein Thema vor allem in Kraft- und Ausdauersportarten. Je mehr Technik und Konzentration Teil des Erfolges sind, umso weniger kann der Erfolg durch leistungssteigernde Mittel beeinflusst werden. In der Leichtathletik sind daher vor allem Kugelstoßen und Laufen anfällig für Doping.

Im Spitzensport in der Leichtathletik werden immer wieder auch Weltmeister und Goldmedaillengewinner des Dopings überführt, beispielsweise Ben Johnson oder Torri Edwards. In den Zeiten des kalten Krieges wurde im Ostblock systematisch gedopt, insbesondere im DDR-Sport, wo den Sportlern teilweise ohne ihr eigenes Wissen Dopingmittel verabreicht wurden. Hiervon war auch die Leichtathletik betroffen. Zu medialer Aufmerksamkeit brachte es der so genannte DDR-Doping-Opfer-Prozess, in dem 160 Sportler und Sportlerinnen aus der ehemaligen DDR gegen das NOK und das Unternehmen Jenapharm klagen. Ein Urteil bzw. eine außergerichtliche Einigung steht noch aus.

In den USA wurde 2003 bekannt, dass dort die Bay Area Laboratory Co-Operative (BALCO) intensiv mit Dopingmitteln handelte und Trainer und Athleten belieferte. Im Verlauf der sogenannten BALCO-Affäre wurde u. a. Marion Jones, Gewinnerin von fünf Medaillen bei den Olympischen Spielen 2000 (die ihr nachträglich aberkannt wurden), schwer belastet.

Erfolgreichste Leichtathleten aller Zeiten

Alle Leichtathleten mit vier und mehr Goldmedaillen bei Olympischen Spielen (einschließlich der Olympischen Zwischenspiele 1906). Siehe auch Liste aller Leichtathletik-Olympiasieger mit zwei und mehr Goldmedaillen

  1. Raymond Clarence Ewry: 10 mal Gold; Stand-Weitsprung, -Hochsprung, Dreisprung; 1900 bis 1908 (einschließlich 1906)
  2. Paavo Nurmi: 9 mal Gold, 3 mal Silber; Mittelstreckenlauf, Langstreckenlauf, Geländelauf; 1920 bis 1928
  3. Carl Lewis: 9 mal Gold, 1 mal Silber; Weitsprung, Sprint; 1984 bis 1996
  4. Martin Sheridan: 5 mal Gold, 3 mal Silber, 1 mal Bronze; Kugelstoßen, Diskuswerfen, Steinwerfen, Standweitsprung, Standhochsprung; 1904 bis 1908 (einschließlich 1906)
  5. Ville Ritola: 5 mal Gold, 3 mal Silber; Langstreckenlauf, Hindernislauf, Crosslauf; 1924 und 1928
  6. Michael Johnson: 5 mal Gold; Sprint; 1996 und 2000
  7. Eric Lemming: 4 mal Gold, 3 mal Bronze; Speerwerfen, Mehrkampf; 1900 bis 1912 (einschließlich 1906)
  8. Jim Lightbody: 4 mal Gold, 1 mal Silber, 2 mal Bronze; Sprint, Mittelstreckenlauf, Hindernislauf; 1904 bis 1908 (einschließlich 1906)
  9. Evelyn Ashford: 4 mal Gold, 1 mal Silber; Sprint; 1984 bis 1992
  10. Hannes Kolehmainen: 4 mal Gold, 1 mal Silber; Langstreckenlauf, Crosslauf; 1912 und 1920
  11. Meyer Prinstein: 4 mal Gold, 1 mal Silber; Weitsprung, Dreisprung, Sprint; 1900 bis 1906
  12. Melvin Sheppard: 4 mal Gold, 1 mal Silber; Sprint, Mittelstreckenlauf; 1908 bis 1912
  13. Emil Zátopek: 4 mal Gold, 1 mal Silber; Langstreckenlauf, Marathon; 1948 und 1952
  14. Fanny Blankers-Koen: 4 mal Gold; Sprint, Hürdenlauf; 1948
  15. Betty Cuthbert: 4 mal Gold; Sprint; 1956 und 1960
  16. Robert Korzeniowski: 4 mal Gold; Gehen; 1996 bis 2004
  17. Alvin Kraenzlein: 4 mal Gold; Sprint, Hürdenlauf, Weitsprung; 1900
  18. Al Oerter: 4 mal Gold; Diskus; 1956 bis 1968
  19. Jesse Owens: 4 mal Gold; Sprint, Weitsprung; 1936
  20. Lasse Virén: 4 mal Gold; Langstreckenlauf; 1972 und 1976
  21. Bärbel Wöckel: 4 mal Gold; Sprint; 1976 und 1980

Organisation

Leichtathletik treibenden Vereine in Deutschland gehören dem 1949 gegründeten Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) an. Die entsprechenden Verbände in Österreich und in der Schweiz sind der Österreichische Leichtathletik-Verband und der Schweizerische Leichtathletik-Verband. Internationaler Dachverband ist die International Association of Athletics Federations (IAAF), die 1912 gegründet wurde und dem derzeit 210 nationale Verbände als Mitglieder angehören. Europäischer Dachverband ist die European Athletic Association (EAA).

Sponsoring und Werbung

Wie kaum eine andere Sportart eignen sich Motive aus der Leichtathletik aufgrund ihrer Vielseitigkeit und Klarheit für den Einsatz in der Werbung. Unterschiedlichste Qualitäten lassen sich auch ohne den Einsatz von Stars ausdrücken, wie folgende Auswahl zeigt:

Siehe auch

Allgemein

Statistiken

Aktuelle Leichtathletik-Nachrichten

Termine

Lesestoff

Wettkampfregeln

Die Wettkampfregeln sind aufgeführt in dem Buch der internationalen Wettkampfregeln (IWR). Kampfrichter und Athleten haben sich nach diesen Regeln zu richten.