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Warburg

Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen werden unter Warburg (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Koordinaten: 51° 29′ N, 9° 8′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Detmold
Kreis: Höxter
Höhe: 230 m ü. NN
Fläche: 168,71 km²
Einwohner: 24.056 (30. Juni 2007)[1]
Bevölkerungsdichte: 143 Einwohner je km²
Postleitzahl: 34414
Vorwahlen: 0 56 41
Kfz-Kennzeichen: HX, (alt WAR)
Gemeindeschlüssel: 05 7 62 036
Stadtgliederung: 16 Stadtteile
Adresse der Stadtverwaltung: Bahnhofstraße 28
34414 Warburg
Webpräsenz:
www.warburg.de
Bürgermeister: Michael Stickeln (CDU)
Lage der Stadt Warburg im Kreis Höxter

Warburg ist eine Stadt im ostwestfälischen Kreis Höxter im Osten von Nordrhein-Westfalen (Deutschland). Warburg ist ein Mittelzentrum und mit rund 24.000 Einwohnern die größte Stadt der Warburger Börde. Die Stadt wurde um 1010 erstmals schriftlich erwähnt, die erste Bezeugung der Stadt als geschlossene Ortschaft stammt aus dem Jahr 1036. Zudem gehört Warburg zur historischen und neugegründeten westfälischen Hanse. Das Stadtbild ist durch die historischen Bauten - sowohl Stein- als auch Fachwerkhäuser - und deren Lage auf einem Bergrücken geprägt. Warburg wird daher auch als Rothenburg Westfalens bezeichnet.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Warburg liegt im Osten des deutschen Landes Nordrhein-Westfalen und im Süden des Kreises Höxter. Warburg liegt etwa 27 km südwestlich des Dreiländerecks HessenNiedersachsenNordrhein-Westfalen. Im Süden grenzt das Stadtgebiet an das Land Hessen. Naturräumlich liegt Warburg im Süden der Warburger Börde. Im Südwesten berührt das Stadtgebiet die Ausläufer des Sauerlandes, im Nordwesten die Ausläufer des Eggegebirges. Im Norden und Nordosten schließt sich die eigentliche Warburger Börde an, südlich das Hessische Bergland. Die nächstgelegenen Oberzentren sind Paderborn (ca. 40 km nordwestlich) und Kassel (ca. 35 km südöstlich).

Die wichtigsten Gewässer im Stadtgebiet sind die Diemel, die von Hessen kommend den Südteil des Stadtgebiets von Westen nach Osten durchfließt, sowie die südlich der Stadt in die Diemel mündende Twiste, die zuvor Welda und Wormeln im Süden der Kernstadt durchfließt. In die Twiste mündet der Hörler Bach bei Welda. Die Diemel nimmt den Calenberger Bach auf. Ein weiterer erwähnenswerter Nebenfluss der Diemel im Gebiet der Stadt ist die Eggel, die Warburg im Osten durchfließt und große Teile der Warburger Börde von Daseburg kommend Richtung Süden entwässert. An den Flüssen nutzten einige Mühlen und sogar ein Elektrizitätswerk die Wasserkraft. Es gibt Teiche in den Warburger Ortschaften, die die Bachströmung zur Frischwasserzufuhr für die Fischzucht nutzen. Die Lage an der Diemel prägt das aus Alt- und Neustadt bestehende Warburg. Während sich die Altstadt im Tal der Diemel befindet, liegt die Neustadt in Höhenlage über dem Fluss. Altstadt und Diemel liegen auf einer Höhe von rund 160 m ü. NN, wohingegen die Neustadt eine Höhe von fast 220 m ü. NN erreicht.

Der etwas nordöstlich der Kernstadt gelegene Desenberg ist die markanteste Erhebung der ansonsten relativ ebenen Warburger Börde. Es handelt sich um einen 150 Meter (343,6 m ü. NN) hohen Bergkegel vulkanischen Ursprungs, auf dessen Spitze sich die Ruinen der Burg Desenberg befinden. Der Desenberg ist jedoch nicht die höchste Erhebung des Stadtgebiets. Die höchste Erhebung ist der Humbertsberg mit 423,4 m ü. NN im Warburger Wald westlich von Scherfede. Der 148,7 m ü. NN niedrigste Punkt liegt im Südosten von Warburg im Diemeltal.[2]

Geologie

Von Nordosten nach (Süd-)westen bilden immer ältere Gesteinsschichten den Untergrund. Die Formationen aus Buntsandstein, Muschelkalk und Keuper sind durch Sedimente entstanden, die während der Trias dort abgelagert worden sind.

In zahlreichen von Südost nach Nordwest verlaufenden Hebungs- und Senkungsgebieten, begrenzt durch Gebirgsbruchlinien, wurden ältere Gesteinsschichten neben wesentlich jüngere verschoben. Insbesondere im tief eingeschnittenen Diemeltal, aber auch in der Warburger Börde bedecken Lockergesteine des Eiszeitalters diesen felsigen Untergrund. Die Eiszeit hat das Gebiet um Warburg aber nicht geformt, da die Grenze der Vereisung etwas nördlicher von Warburg verlief. Neben Sand und Kies ist es insbesondere der äolisch abgelagerte Löss, der die Börde zu einer fruchtbaren Landschaft macht und dessen hohe Fruchtbarkeit die landwirtschaftliche Prägung der Region begünstigte.[3] Des Weiteren gibt es Reste von Tschernosemen in bestimmten Bereichen der Warburger Börde, in den meisten Bereichen wurden diese jedoch durch Erosion - begünstigt durch die jahrhundertlange wirtschaftliche Nutzung - abgetragen.[4] Auf den steilen Diemeltalhängen sind flachgründige und austrocknungsgefährdete Böden, die Rendzinen, aus Muschelkalk-Gesteinsschutt entstanden, die als Weideland genutzt werden. Auch im nordwestlichen Stadtgebiet ist der Löss nur noch in einer dünnen Lössdecke und lediglich stellenweise vorhanden. Die Böden sind hier Kalksteinverwitterungsböden wie die bereits erwähnten Rendzinen sowie basenreiche Braunerden. Auf dem Varenberg, westlich Bonenburgs, treten die Unterkreide-Sandsteine des Eggekamms zu Tage. Die hohen Niederschläge in der Egge begünstigte hier die Einwaschung von Eisenoxiden in den Unterboden, wo sie sich zu Orterden verfestigten. Dort entwickelten sich sauergebleichte, nährstoffarme Podsol-Böden.

Der felsige Untergrund besteht zwischen Klingenburg und Hohenwepel aus Ton-, Mergel-, Dolomit- und Sandsteinen aus dem Keuper. Von Herlinghausen über Welda bis Scherfede und weiter nördlich finden sich auch Kalksteine sowie Ton- und Mergelsteine eines ehemaligen Muschelkalk-Meeres. Daneben existieren dort kleinere Vorkommen von Ton-, Schluff- und teilweise Sandsteinen der Buntsandstein-, Keuper- oder Jura-Zeit. Weiter südlich und südöstlich um Bonenburg sowie im Gebiet westlich von Scherfede finden sich ebenfalls Schluff- und Sandsteinen der Buntsandstein-Zeit. Am Schuren- und Humbertsberg im Westen des Stadtgebietes finden sich auch Tonmergel- und Mergelkalksteine des Oberkreide-Meeres. Östlich der Stadtwüstung Blankenrode sowie am Bentenberg kommen auch Sandsteine der Unterkreide-Zeit vor. Die Sandsteinvorkommen sowie die Tonsteinvorkommen werden stellenweise als Putz- und Mauersand bzw. als Ziegelrohstoffe ausgenutzt.

Im Stadtgebiet gibt es mehrere erloschene Vulkane, deren Magma etwa vor 19 Millionen Jahren in engen Schloten das Gebirge durchbrach. Die zwei markantesten Basaltkegel in der Umgebung stellen der Desenberg (Warburg), der Dörenberg (Daseburg) dar sowie die drei nördlich aber außerhalb des Stadtgebietes liegende Basaltkegel Hüssenberg (Eissen), Tannenkopf (auch Wörtenberg genannt, bei Lüdgeneder) und die flache, bewaldete Kuppe des Weißholzes.[5]

Flächennutzung

Das Gebiet der Stadt Warburg, insbesondere die Börde, wird überwiegend landwirtschaftlich genutzt. Daneben existieren vor allem Richtung Eggegebirge noch verhältnismäßig große Waldgebiete. Eine Übersicht über die Flächennutzung gibt folgende Tabelle:

Fläche
nach Nutzungsart
Landwirt-
schaftsfläche
Wald-
fläche
Siedlungs-
und Verkehrsfläche
Wasser-
fläche
sonstige
Nutzung
Fläche in ha 9.705 4.907 1.959 156 144
Anteil an Gesamtfläche 57,5 % 29,1% 11,6 % 0,9 % 0,8 %

Quelle: LDS[6]

Klima

Warburg liegt wie ganz Ostwestfalen im Übergangsbereich vom überwiegend vorherrschenden maritimen Klima sowie dem schwächer ausgeprägten Kontinentalklima. Daher sind die Temperaturen und Niederschläge im Jahresverlauf relativ ausgeglichen. Die Sommer sind im Vergleich zum hochkontinentalen Klima eher kühl, die Winter eher warm. Neben dieser großklimatischen Einordnung wird das lokale Klima aber auch maßgeblich durch die besondere Lage Warburgs beeinflusst. Warburg liegt zwischen dem Eggegebirge und Ausläufern des Sauerlandes. In beiden Gebirgen sind mithin hohe Niederschläge und niedrige Durchschnittstemperaturen zu registrieren. In Warburg hingegen ist das Klima deutlich milder: Der durchschnittliche Jahresniederschlag ist mit unter 700 mm deutlich geringer. Diese relativ geringen Niederschläge sind vor allem durch die Lage an der Leeseite des Eggegebirges zu erklären. Warburg wird durch dieses sich in südnördlicher Richtung erstreckende Gebirge weitgehend von der feuchten Luft abgeschirmt, die zumeist aus Westen Richtung Zentraldeutschland vordringt und dann bereits auf der Luvseite im Paderborner Land abregnet. Zusätzlich ist Warburg gemessen an anderen Gebieten Nordrhein-Westfalens bereits verhältnismäßig weit vom Meer entfernt. Damit zählt Warburg noch vor dem nördlichen Ostwestfalen (Mindener Land) zur niederschlagsärmsten Gegend Westfalens. Die vor allem durch die Höhenlage beeinflusste Jahresdurchschnittstemperatur liegt um 8 °C und ist damit zwar niedriger als in der geschützten Wesertalung weiter östlich bei Höxter, aber auch deutlich höher als in den Höhenlagen im westlich gelegenen Eggegebirge und Sauerland. Folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Klimadaten:

Klimadiagramm für Warburg (225 m) (Temperatur für Bad Driburg 195 m)
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 5,2 5,5 6,3 11,2 14,1 17,5 20,6 19,6 16,2 12,3 7,2 4,9 Ø 11,7
Min. Temperatur (°C) -3,3 -2,3 1,4 6,0 10,5 13,6 14,5 14,9 10,6 5,4 2,0 -2,2 Ø 5,9
Temperatur (°C) -0,1 0,5 3,4 7,2 11,7 14,9 16,4 15,9 12,8 9,0 4,3 1,3 Ø 8,1
Niederschlag (mm) 51,3 41,1 51,8 51,1 71,9 75,4 69,3 64,0 52,0 42,9 54,7 63,4 Σ 688,9
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
5,2
-3,3
5,5
-2,3
6,3
1,4
11,2
6,0
14,1
10,5
17,5
13,6
20,6
14,5
19,6
14,9
16,2
10,6
12,3
5,4
7,2
2,0
4,9
-2,2
N
i
e
d
e
r
s
c
h
l
a
g
51,3
41,1
51,8
51,1
71,9
75,4
69,3
64,0
52,0
42,9
54,7
63,4


Quelle: Niederschlag: DWD[7]; Temperatur: Klima Bad Driburg[8]

Hinweis: In Ermangelung der Temperaturdaten von Warburg wurden die Daten des nahen (Entfernung 30 km Luftlinie) Bad Driburg verwandt. Bad Driburg liegt in ähnlicher Höhenlage und vergleichbarer naturräumlicher Lage wie Warburg an der Ostseite des Eggegebirges. Daher ist die Temperatur vergleichbar. Die Niederschläge in Bad Driburg sind aber nicht vergleichbar sondern liegen regelmäßig deutlich über denen von Warburg.

Siehe auch: Klima in Ostwestfalen-Lippe

Ausdehnung des Stadtgebiets

Das Gebiet der Stadt erstreckt sich auf eine Fläche von 168,71 km². In Nord-Süd Richtung dehnt sich das Stadtgebiet 12,40 km und in West-Ost Richtung 25,4 km aus.[9]

Nachbargemeinden

Lichtenau Willebadessen Borgentreich
Marsberg Liebenau
Diemelstadt Volkmarsen Breuna

Beginnend im Norden im Uhrzeigersinn grenzen an Warburg die Gemeinden bzw. Städte Willebadessen, Borgentreich (beide im Kreis Höxter), Liebenau, Breuna (beide im Landkreis Kassel), Volkmarsen, Diemelstadt (beide im Landkreis Waldeck-Frankenberg), Marsberg (Hochsauerlandkreis) und Lichtenau (Kreis Paderborn).

Stadtgliederung

Nach § 3 Abs. 1 ihrer Hauptsatzung gliedert sich die Stadt Warburg in folgende 7 Bezirke und 9 Ortschaften,[10] die vor 1975 eigenständige Gemeinden waren und gemeinhin im normalen Sprachgebrauch auch ausnahmslos als Stadtteile bezeichnet werden:

In Klammern angegeben sind die Einwohnerzahlen nach Angabe der Stadt Warburg.[11] Mit * sind die Bezirke gekennzeichnet. Die jeweils nicht gekennzeichneten sind Ortschaften.

Geschichte

Etymologie

Der Ortsname Warburg wird von Wardo (Warte) und -berga (Burg), etymologisch abgeleitet und bedeutet vermutlich Wachtberg. Die Neustadt Warburg liegt auf einem großen Felssporn (230m über NN), welche in der Geschichte wegen seinem natürlichen Schutz und seiner Übersicht über das umliegenden Land als Wachtstellung genutzt wurde.

Ur- und Frühgeschichte

Aus dem 4. Jahrtausend v. Chr. existieren Spuren einer Megalithkultur im Raum Warburg. Ein Ausgrabungsfund von Großsteingräbern aus dieser Epoche, entdeckt in der Nähe des Lüdtkenfelds (nördliches Stadtgebiet), befindet sich im Westfälischen Museum für Archäologie in Herne.

Seit frühgeschichtlicher Zeit gab es auf dem Gebiet der späteren Stadt schon Siedlungen, was Bodenfunde beweisen. Im 1. Jahrhundert n. Chr. siedelten Germanen südlich des Desenbergs. Münzfunde deuten darauf hin, dass in der Nähe der Warburger Diemelfurt bereits im 2. bis 4. Jahrhundert eine alte Handelsstraße bestanden haben muss.

Mittelalter

Im 8. Jahrhundert n. Chr. lag westlich der Stadt ein sächsischer Adelssitz. Im 8. und 9. Jahrhundert erreichte die Christianisierung unter Karl dem Großen die Sachsen im Diemelgebiet. Nach der Unterwerfung des sächsischen Hessengau nördlich und südlich der Diemel im Jahr 772, wurde das Gebiet in Grafschaften eingeteilt. Der Wartberg (heutiger Burgberg mit dem Burgfriedhof) wurde im Laufe der Zeit zu einem Grafensitz und gab der Stadt ihren Namen. Der Name Warburg wird etwa 1010 zum ersten Mal in einer Urkunde erwähnt, dies gilt als erster historischer Nachweis der Stadt.

Die Burg auf dem Wartberg

In der Vita Meinwerci, der Lebensbeschreibung des Bischofs Bischofs Meinwerk von Paderborn, beschreibt er den Grafen Dodiko als um das Jahr 1000 vom Wartberg aus über große Teile des Hessengau, Ittergau und Nethegau regierenden Herrscher und bietet auch eine Darstellung über dessen Burg. Im 11. Jahrhundert nämlich existierte auf dem Warburger Burgberg die „Wartburg“, in deren Schutze sich dort Menschen ansiedelten. Die Burg soll - nach Meinwerks Bericht - schon zu Dodikos Zeiten von eindrucksvoller Größe und starker Befestigung gewesen sein. Zur Versorgung der Burg wurden drei Wirtschaftshöfe in unmittelbarer Reichweite angelegt, nämlich südöstlich die curia inferior (lateinisch für unterer Hof), nördlich die curia superior (oberer Hof) und östlich vermutlich später die curia media (mittlerer Hof), die für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt und die Ansiedlung von großer Bedeutung waren.


Vom Wartberg und seiner Burg aus hatte man einen guten Überblick über das Diemeltal und so konnte von hier aus die Furt überwacht werden, welche die nach Warburg und Paderborn ziehenden Kaufleute überqueren mussten. Diese Diemelfurt war ein Schnittpunkt vieler uralter Fernhandelsstraßen und war mit ausschlaggebend für die Entstehung und Entwicklung der Stadt zu einem zentralen Ort. Auf dem späteren Stadtgebiet entstanden mit der Zeit die Vorsiedlungen Berna an der Diemelfurt, Molhusen an der Diemel, Bußdorf in Richtung des heutigen Stadtteils Dössel und Papenheim in Richtung des heutigen Menne.

Burggrafen waren bis zur Besetzung der Stadt durch preußische Truppen 1802 die Rabe von Pappenheim bzw. die von Canstein.

Übergabe der grafschäftlichen Rechte an Paderborn

Die Warburger Burg war zunächst im Besitz des Grafen Dodiko, dessen Besitztümer laut Urkunde 1020 dem Bischof von Paderborn zufielen. Die vorteilhafte Lage der Burg und deren eindrucksvolle Größe hatten schon einige Zeit zuvor das Auge des Paderborner Bischofs Meinwerk auf sich gezogen, der diesen Besitz der Paderborner Kirche einzuverleiben wünschte. Der eigentliche von Dodiko auserwählte Erbe war sein unehelicher Sohn, der von seiner Geliebten, einer Nonne, stammte. Dieser jedoch verunglückte tödlich beim Reiten, woraufhin der Graf bereit war, seine Güter und den Besitz an den Bischof zu übertragen. In einem Prekarievertrag gewährte der Bischof dem Grafen die Nutzung seines früheren Privatbesitzes und zusätzlichem Kirchenbesitz bis zu dessen Tod, der am 29. August 1020 eintrat. Kaiser Heinrich II. (HRR) übertrug 1021 auch die gräflichen Rechte an Bischof Meinwerk. Diese entzog ihm der spätere Nachfolger des Kaisers, Konrad II., nach einer vom Erzbistum Mainz ausgehenden Intrige wieder, gab sie ihm jedoch 1033 aufgrund seiner treuen Unterstützung endgültig zurück. Ab diesem Zeitpunkt hatte die Burg lange Zeit eine Schutzfunktion zur Sicherung der Grenze des Paderborner Territoriums gegen Mainz.

Entwicklung der Stadt und Entstehung der Altstadt

Die vorteilhafte Lage Warburgs in der Nähe der Diemelfurt und die stark befestigte, in Kriegszeiten Schutz bietende Burg waren ausschlaggebende Voraussetzungen für die Entwicklung einer Vorstadt und damit Ausdehnung des Stadtgebietes. Im Jahr 1036 wurde Warburg durch den Bischof Meinwerk erstmals als geschlossene Ortschaft bezeugt. Südöstlich der Burg lag eine Siedlung, die den gleichen Namen wie die Stadt - Wartberch - trug. Hier lebten die Ministerialen und die Arbeiterfrauen. Zusätzlich siedelten sich Bewohner der umliegenden Dörfer in der Nähe der Burg an, sodass hier eine Vorstadt (Suburbium) entstand, die zusammen mit der Burg den Ortskern ausmachte. Gegen Ende des 11. Jahrhunderts bildete sich Im Sack auf beiden Seiten der alten Handelsstraße eine Straße für Kaufleute und Handwerker aus, deren Mittelpunkt der Marktbereich auf dem Plateau des Ikenberges war. Die schnelle Ansiedlung am Fuß des Berges zwang den Bischof von Paderborn dazu, eine Stadt anzulegen, um einerseits der großen Anzahl von Siedlern weiterhin Schutz gewähren zu können und andererseits seine politische Stellung gegen die benachbarten Herrschaftsräume zu sichern. So entstand die Warburger Altstadt von 1168 bis 1187 als Plananlage des Stadtherrn auf einem gleichmäßigen Geländestreifen unterhalb des beschriebenen südöstlichen Suburbiums und der curia inferior (unterer Hof). Die Leitung der neuentstandenen Altstadt übernahm der Stadtgraf, der die Besiedlung, den Handel und die Bauarbeiten beaufsichtigte.

Entstehung der Neustadt

Auch im nördlichen Teil, in der Nähe der curia superior (oberer Hof) ließen sich Siedler nieder, die vor allem aus den Warburger Bauernsiedlungen Molhusen, Bußdorf und Papenheim kamen. Unter Einbeziehung der curia superior und dem umliegenden Gebiet wurde die Neustadt Warburg im Jahre 1228/1229 von Bernhard IV. zur Lippe, Bischof von Paderborn, gegründet, um seine politische Stellung im Diemelraum gegen das Vordringen des Kölner Erzbischofs zu sichern. Wie die Altstadt war auch die Neustadt eine Planstadt, sie wurde jedoch nicht auf rechteckiger Fläche, sondern auf Grundlage eines spindelförmigen Drei-Straßen-Systems angelegt.

Die Besiedelung des Neustadtgebietes erfolgte durch Zuwanderer aus dem nördlich der Diemel gelegenen Bördeland und dem Nethegau sowie von Kaufleuten aus weiter entfernter Umgebung wie aus Horhusen (heute Niedermarsberg). Die Bauernsiedlungen Molhusen, Bußdorf und Papenheim verschmolzen mit der Neustadt bzw. gingen in ihr auf. Um 1239 war die Neustadt als städtisches Gemeinwesen voll ausgebaut, die Bewohner besaßen volle bürgerliche Rechte nach Dortmunder und Marsberger Muster. Der Bischof bevorzugte die Neustadt gegenüber der Altstadt und sie erhielt damit mehr Rechte, die Altstadt erreichte die Rechtsgleichheit im Jahr 1256. 1260 wird der Neustadt das Recht erteilt, eine Stadtmauer zu bauen, ausdrücklich auch gegen die Altstadt.

Im Jahr 1364 traten beide Städte in die deutsche Hanse ein und erlebten damit einen wirtschaftlichen Aufschwung.[12]

Der Erzbischof von Köln und Bistumsverweser von Paderborn Dietrich von Moers schien der Stadt Warburg gewogen zu sein. Er veranstaltete im Dominkanerkloster in Warburg eine Versammlung der Stiftsräte des Fürstbistums Paderborn am 26. September 1430. Ferner erweiterte er das System der Warburger Feldwarten um einen wichtigen Wachtturm und ließ mehrere Landwehren rund um Warburg bauen. Grund für die Bevorzugung Warburgs war wohl der Konflikt Dietrichs mit dem Paderborner Domkapitel.[13]

Vereinigung der beiden Städte

Die beiden Städte, Altstadt und Neustadt, schlossen sich im Jahre 1436 zu einer Stadt zusammen. Im Groten Breff (Großen Brief)[14] wurde die Verfassung genau festgelegt und besiegelt. Unter dem Brief sind die Siegel der beiden Städte Wartberg zu finden. Auf dem abgegossenen Siegel (siehe Bild) sind zwei Wehrtürme mit Doppelmauer sichtbar, unter dem Stadttor steht der Paderborner Bischof mit Stab, die Umschrift lautet: „Sigillium burgensium in wartborch“. Der Brief ist in mittelniederdeutscher Sprache verfasst, der Sprache der deutschen Hanse, und bildet ein besonders umfangreiches Rechtsdokument. Bisher fanden die Räte der Neu- und Altstadt im jeweiligen selbstständigen Rathaus mit Standpunkt am Marktplatz statt, nun gab es zwei Bürgermeister, die jeweils die Hälfte des Jahres Vorsitz führten. Das gemeinsame Rathaus „Zwischen den Städten“ wurde erst 1568, also 132 Jahre nach dem Zusammenschluss der Städte, erbaut, weshalb der Rat bis dahin halbjährig im Altstadtrathaus und halbjährig im Neustadtrathaus tagte.

Neben den politischen Beziehungen wurden im Groten Breff auch Regelungen zur Ökonomie getroffen. So hatten die Zunftmeister der Warburger Gilden (wie Kaufmänner, Wollweber, Bäcker etc.) Mitspracherecht bei der Erlassung neuer Satzungen.

Frühe Neuzeit

Am Anfang des 17. Jahrhunderts war Warburg eine bekannte und reiche Handelsstadt. Außerhalb der Stadtmauer entstand die Hüffert als neuer Stadtteil. Beginnend 1621 wurden im Dreißigjährigen Krieg große Teile der Hüffert und andere Dörfer in der Umgebung geplündert und zerstört und die Stadt verarmte. Die Einwohnerzahl verringerte sich durch den Krieg von etwa 16,000 (vor 1618) auf etwa 2,000 Bewohner (nach 1648). Warburg wurde 1622 vom Herzog von Braunschweig, Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel (Der tolle Christian) eingenommen. Ab 1628 wechselte die Stadt mehrmals Herren und Besatzung - Hessen, Kaiserliche, Schweden - und war 1648, am Ende des Krieges, in der Hand der Kaiserlichen. Warburg wurde, bedingt durch die schwere Zerstörung, zu einer Ackerbürgerstadt und die Mitgliedschaft in der Hanse endete. Die Stadt Warburg wurde hoch verschuldet durch den Krieg, die letzten Schuldenraten wurden erst im Jahr 1892 getilgt.

Während des Siebenjährigen Krieges kam es am 31. Juli 1760 zur Schlacht bei Warburg, bei der Verbündete Preußens und britische Truppen rund um Warburg gegen die französische Armee kämpften.

19. Jahrhundert

Preußische Truppen rückten im Vorgriff auf die Entscheidungen des Reichsdeputationshauptschlusses am 3. August 1802 in Warburg ein. Von 1807 bis 1813 gehörte die Stadt zum Königreich Westphalen. Nach dem Wiener Kongress fiel Warburg 1815 wieder an Preußen. Ein Jahr später, 1816, wurde Warburg Kreisstadt. Im Zuge der Industrialisierung erhielt die Stadt 1849 Anschluss an das Bahnnetz. 1892 hatte Warburg die Schulden des dreißigjährigen Krieges abgezahlt.

Warburg im Dritten Reich (1933–1945)

Bei den Wahlen im März 1933 erhielt die Zentrumspartei in Warburg 67,2 %, die NSDAP 21,8 %. Die NSDAP hat somit keine Mehrheit erreicht, die Ratsherren traten aber später mehrheitlich in die Partei ein.

In Warburg wohnten im Jahre 1933 von insgesamt 6814 Bürgern 160 mit jüdischem Glaubensbekenntnis, im Jahr 1939 waren es von insgesamt 6584 Bürgern nur noch 96. Einige von ihnen wanderten vor 1939 nach Israel, Amerika oder England aus. Während der NS-Zeit wurden mindestens 148 Mitglieder der Warburger jüdischen Großgemeinde bzw. in Warburg geborene Juden deportiert, von denen 136 in Konzentrationslagern ermordet wurden. In der Altstadt gab es eine Synagoge der Warburger jüdischen Großgemeinde und eine Synagoge stand in Rimbeck. Beide wurden in der Reichspogromnacht in November 1938 zerstört. Nach dem Zusammenbruch des Dritten Reiches kamen fünf Warburger und sieben Rimbecker Juden wieder zurück. Drei von ihnen bauten sich wieder eine Existenz in Warburg auf, die anderen wanderten nach Nordamerika und Israel aus.[15]

Im Jahr 1936 wurde das 900-jährige Jubiläum der Stadt gefeiert. Es wurde unter anderem eine großangelegte Lichtshow in der Warburger Altstadt veranstaltet.

Während des Zweiten Weltkrieges wurden französische und osteuropäische Kriegsgefangene meist in der Landwirtschaft zur Zwangsarbeit verpflichtet. Durch Bombenangriffe und Kampfhandlungen wurden im Altkreis Warburg (meist im nördlichen Teil) 441 Wohngebäude, 5 Geschäftshäuser, 25 gewerbliche Betriebsgebäude und 236 meist landwirtschaftliche Wirtschaftsgebäude sowie 2 Feuerwehrgerätehäuser zerstört. In Warburg selbst gab es nur am 27. März 1945 einen Bombenangriff, bei dem es zu zwei Todesopfern und zur Zerstörung von drei Wohnhäusern und jeweils einem Geschäftshaus, einem Gewerbebetrieb sowie einem landwirtschaftliches Gebäude kam. Jeweils zwei Bombenangriffe gab es auf Ossendorf und Rimbeck bei denen respektive neun und vier Wohngebäude zerstört wurden und in beiden Orten kamen drei Menschen ums Leben. Die Ziele der Bombenangriffe waren in der Regel die Bahnhöfe. Die Stadt wurde am Karsamstag, den 21. April 1945, weitgehend kampflos an US-amerikanischen Truppen übergeben, welche unerwartet aus südwestlicher Richtung vordrangen, während die Verteidigungslinie im nördlichen Kreisgebiet errichtet wurde.[16] Die US-amerikanische Stadtkommendatur wurde aufgrund der alliierten Gebietsregelung später durch britische Soldaten übernommen.

Warburg nach 1945

Am 1. April 1945 wurde Warburg von amerikanischen Verbänden eingenommen und der Landkreis Warburg der britischen Besatzungszone zugeteilt. Als die britische Militärregierung 1946 neue Länder bildete, wurde der Landkreis Warburg Teil des Landes Nordrhein-Westfalen, das aus dem nördlichen Teil der preußischen Rheinprovinz und der Provinz Westfalen entstand. Mit In-Kraft-Treten des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland im Jahr 1949 wurde NRW zu einem Land der Bundesrepublik Deutschland und Warburg Teil dieses Staates.[17]

1983 war Warburg Gründungsmitglied des Westfälischen Hansebundes.

Sprache

In Warburg und Umgebung wird Hochdeutsch gesprochen. Warburg liegt an der südlichen Grenze des Niederdeutschen Sprachgebietes. Die Mundart ist geprägt durch den südostwestfälischen Dialekt bzw. durch Plattdeutsch (Niederdeutsche Sprache im ehemaligen Hochstift Paderborn). Die plattdeutsche Sprache wird in der Warburger Börde nur noch von einigen älteren Menschen gesprochen. Die junge Generation lernt das Plattdeutsche nicht mehr von den Eltern. Zudem gibt es nur wenige Unterrichtsangebote. Vereinzelt werden plattdeutsche Veranstaltungen organisiert, bei denen sich die plattdeusch Sprechenden unterhalten. Es wurden von einigen Autoren einige plattdeutsche Texte verfasst und auch ein Wörterbuch [18] erstellt. Für das Warburger Platt ist die mäßige Diphthongierung des alten langen î charakteristisch. Meist ist das a in einer Silbe (im Hochdeutschen) durch ein o in der Plattdeutschen Sprache ersetzt.

Religion

Christentum

Durch die Sachsenkriege Karls des Großen wird die Region an der Diemel dem Frankenreich unterworfen. Warburg gilt als möglicher Standort (neben anderen Standorten) der Irminsul, einer altsächsischen Hauptheiligtumssäule. Im Auftrag Karls des Großen missioniert der österreichische Abt Sturmius und Gründer des Klosters in Fulda das Gebiet um Diemel und Weser im Jahre 774. Die Gegend um Warburg wurde somit ab 774 christianisiert. Im Jahre 805/6 wird als erster Bischof Hathumar für das in dem Gebiet neuerhobene Bistum Paderborn eingesetzt, welches zu Beginn noch unter der Oberhoheit des Bistums Würzburg steht. Erst langsam wird das Bistum Paderborn rechtlich aufgewertet, ab 822 erhält es Gerichtsbefugnisse im Territorium und Immunität, ab 885 erhält es das Recht der freien Bischofswahl durch den Domklerus. Im Jahre 822 wird die Benediktinerabtei Corvey in der Nähe (bei Höxter) gegründet, welches im Jahre 1802 säkularisiert wird. Warburg gehörte von 1321 bis 1806 zum Fürstbistum Paderborn, in dem die Stadt eine wichtige Rolle spielte. Sie stellte unter anderem die Hälfte der Mitglieder im ständischen Rat der Fürstbistums.

Katholische Kirche

Das älteste erhaltene Baudenkmal ist die frühere romanische St. Andreas Kirche. Die Krypta dieser Kirche unterhalb der Erasmuskapelle befindet sich auf dem Burgberg (heute Burgfriedhof). Die erste Kirche Warburgs (erbaut im 8. Jahrhundert) befand sich auf der Hüffert, einem Stadtteil, welcher während des dreißigjährigen Krieges vollständig zerstört wurde. Um 1020 fiel das Erbe von Graf Dodiko, aufgrund eines fehlenden Erbfolgers, an das 779 errichtete Bistum Paderborn, welches 1321 zum Fürstbistum (Dies existierte bis zum Ende des HRR im Jahre 1806) und 1929 zum Erzbistum Paderborn erhoben wurde. Der Paderborner Bischof gründete im Jahre 1228-1230 die Warburger Neustadt, um seinen Gebietsanspruch gegenüber dem Kölner Erzbischof zu verteidigen (siehe oben, Entstehung der Neustadt).

Die heutigen Hauptkirchen sind die katholische Neustadtkirche St. Johannes Baptist (erbaut 1264) und die katholische Altstadtkirche St. Mariä Heimsuchung (erbaut 1299). Die Dominikaner kamen 1281 nach Warburg. Der Dominikanerkonvent Warburg war zwischen den Städten angesiedelt. Die ehemalige Pfarrkirche der Altstadt wurde ab 1283 die Dominikanerkirche Maria in vinea. Im Jahre 1628 wurde von dem aus Warburg stammenden Mainzer Kanoniker H. Thöne eine städtische höhere Schule - das Gymnasium Marianum - in dem Dominikanerkloster gegründet und eingerichtet. Der Dominkanerkonvent wurde 1810 von der unter Napoleons Einfluss stehenden Regierung des Königreichs Westfalen supprimiert, die Schule wurde aber danach weiter von den Dominikanern geleitet. Der Dominikanerkonvent wurde im Jahre 1826 endgültig von der Preußischen Regierung aufgehoben. Die Dominikaner zogen nach dem Bau (1906-1915) des neugotischen Dominikanerklosters St.-Maria-Himmelfahrt in das in der Nähe am Bahnhof errichtete neue Klostergebäude. Die Dominikaner gaben ihren Konvent in Warburg Anfang der 1990er Jahre auf. Neben den Dominikanern gab es andere Ordensgemeinschaften. Der katholische Frauenorden Arme Schulschwestern leitete die mittlere Mädchenschule (ab 1900 und seit 1955 Gymnasium, heutiges Hüffertgymnasium) auf der Hüffert. In der Altstadt gab es den Orden der Vinzenzschwestern, die Kindergarten, Kranken- und Altenpflege und eine Nähschule unterhielten. In der Altstadt und in der Neustadt gab es jeweils ein Beginenhaus.

Die Katholische Kirche war Trägerin des Krankenhauses St. Petri Hospital, welches zuerst in der Innenstadt (in dem ehemaligen Krankenhaus ist heute das Corvinus-Haus der Evangelischen Gemeinde) und später auf der Hüffert angesiedelt wurde. Ein katholischer Schwestern-Vinzenziusorden betreute die Krankenpflege in dem Krankenhaus. Die Kirche gründete und ist Träger des St. Laurentius-Heims für Heranwachsende mit körperlicher oder geistiger Behinderungen.

Warburg zählt mit seinen mehrheitlich katholischen Bewohnern zum Kerngebiet des Paderborner Bistums. Warburg hat einige Theologen (Otto Beckmann, Anton Corvinus, Julius Dammann) und kirchliche Amtsträger (Manfred Grothe, Heinrich Emmerich, Kanoniker H. Thöne) sowie Kirchenbaumeister (Johann Conrad Schlaun, Arnold Güldenpfennig) und Kirchenkünstler (Josef Kohlschein) hervorgebracht. Kardinal Christoph Schönborn und Dominikanerpater Gordian Landwehr traten in Warburg in den Dominikanerorden ein und Bischof Wilhelm Weskamm wirkte als Kaplan in dem Stadtteil Daseburg. Während der Reformation war Warburg immer katholisch geblieben. Im Ortsteil Bonenburg wurde der Kreuzweg Bonenburg angelegt.

Evangelische Kirche

Nach der Eroberung Westfalens 1802 durch die Preußen kamen auch Protestanten nach Warburg. Die Dominikanerkirche Maria-in-vinea / Maria-im-Weinberg wurde im Jahre 1824 zur Simultankirche, die sowohl von der evangelische Gemeinde als auch für katholische Schulmessen des Gymnasiums Marianum genutzt wird. Die Protestanten blieben in der Minderheit. Die Gemeinde Warburg-Herlinghausen gehört zum Kirchenkreis Paderborn der evangelischen Landeskirche Westfalens. Herlinghausen war der einzige Ort im damaligen Fürstbistum Paderborn, der nach der Reformation mehrheitlich evangelisch blieb.

Syrisch-orthodoxes Kloster

Das Erzbistum Deutschland der syrisch-orthodoxen Kirche wurde 1997 gegründet und hat seinen Bischofssitz im ehemaligen Dominikanerkloster in Warburg. Das Kloster trägt nun den Namen St. Jakob von Sarug. Es ist der Sitz des amtierenden Bischofs Mor Julius Hanna Aydin, welcher auch schon als Abt des Klosters sowie Leiter des ehemaligen angegliederten Priesterseminars tätig war. Nach der Renovierung des Klosters dient dieses nun als syrisch-orthodoxes Zentrum in Westfalen.

Jüdisches Leben in Warburg

Warburg hatte in der Geschichte eine bedeutende jüdische Gemeinde. Um 1800 waren von 2000 Einwohner Warburgs etwa 200 jüdischen Glaubens sowie um 1900 von 5000 Einwohner etwa 300 jüdischen Glaubens. Der starke Zuwachs der Gesamtbevölkerung ist auf die Landflucht bzw. die Ansiedlung von Industriebetrieben sowie den Bahnbetrieb zurückzuführen. Im Fürstbistum Paderborn hatte die Stadt Warburg den höchsten jüdischen Bevölkerungsanteil. Im 19. Jahrhundert hatte das jüdische Landesrabbinat seinen Sitz in Warburg. Es gab auch eine jüdische Schule in der Stadt, die ab 1861 eine öffentliche Einrichtung war und ab 1909 ein eigenes Schulgebäude besaß. In Warburg gibt es heute noch einen jüdischen Friedhof ebenso wie in Rimbeck. Die Synagoge, die in der Altstadt lag, wurde während der Novemberpogrome 1938 weitestgehend zerstört und dient heute als Wohnhaus.

Ein weiterer Grund für den erhöhten jüdischen Bevölkerungsanteil mag sein, dass Warburg auf Missionierungsauflagen verzichtete, anders als z.B. Kassel, wo jüdische Bürger sich nach der Reformation regelmäßig Missionsvorträge von Geistlichen anhören mussten. So begab sich eine jüdische Familie aus Hessen nach Warburg, welche den Namen der Stadt im 16. Jahrhundert angenommen hat und in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts nach Altona (Hamburg) weitergezogen ist, wo die Gebrüder Moses Marcus und Gerson Warburg 1798 das Bankinstitut M.M. Warburg aufbauten. Aus dieser Warburg-Familie stammen auch die Naturwissenschaftler Emil Warburg und dessen Sohn, der Nobelpreisträger Otto Heinrich Warburg sowie der berühmte Kunsthistoriker Aby Warburg. Eine andere bekannte jüdische Warburger Familie sind die Oppenheims, mit Hermann Oppenheim als bekanntem deutschem Neurologen.

Ein weiterer bekannter Warburger ist Emil Herz, früherer Verlagsleiter des Berliner Ullstein-Verlages, der in seinem Buch auch etwas über das jüdische Leben in Warburg beschreibt. Ihm zu Ehren wurde im Jahr 2007 in direkter Nähe zum jüdischen Friedhof in Warburg der Emil-Herz-Platz eingeweiht. Des Weiteren soll dieser Platz an die ehemalige bedeutende jüdische Warburger Gemeinde erinnern. Zur gestalterischen Betonung des Platzes hat der Landschaftsarchitekt Christof Neuhann dort rund um einen Natursteinquader mehrere Gabionen aufgestellt, deren Drahtgeflechte die beengende Ideologie des Nationalsozialismus symbolisieren sollen. [19]

Eingemeindungen

Zum 1. Januar 1975 wurden im Rahmen der nordrhein-westfälischen Gebietsreform mit dem Sauerland/Paderborn-Gesetz vom 5. November 1974 unter anderem der Altkreis Höxter und der Kreis Warburg zum neuen Kreis Höxter zusammengeschlossen und die Städte und Gemeinden des Kreises Warburg auf kommunaler Ebene neu gegliedert. Aufgrund § 31 des Gesetzes wurden die Stadt Warburg, die 14 Gemeinden Bonenburg, Calenberg, Dalheim, Dössel, Germete, Herlinghausen, Hohenwepel, Menne, Nörde, Ossendorf, Rimbeck, Scherfede, Welda und Wormeln aus dem Amt Warburg-Land sowie die Gemeinde Daseburg aus dem Amt Borgentreich zur neuen Stadt Warburg zusammengeschlossen. Die Ämter wurden aufgelöst; Rechtsnachfolgerin des Amtes Warburg-Land ist die Stadt Warburg. Die eingegliederten Gemeinden entsprechen den heutigen Stadtteilen.

Nach Zusammenlegung der Stadt mit den Gemeinden des Amtes Warburg-Land gab es zusätzlich zum Rathaus Zwischen den Städten die Amtsverwaltung Warburg-Land an der Kasseler Straße, die nach Abzug der Kreisbehörden aufgegeben wurde. Stattdessen wurde das Behördenhaus an der Bahnhofstraße bezogen.

Einwohnerentwicklung

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen der Stadt Warburg nach dem jeweiligen Gebietsstand, bei einigen Zahlen zusätzlich nach heutigem Gebietsstand. Bei den Zahlen handelt es sich bis 1970 und für 1987 um Volkszählungsergebnisse[20][21][22][23] und ab 1975 um amtliche Fortschreibungen des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik.[24] Die Zahlen von 1975 bis 1985 sind geschätzte Werte, die Zahlen ab 1990 Fortschreibungen auf Basis der Ergebnisse der Volkszählung von 1987. Die Angaben beziehen sich ab 1871 sowie für 1946 auf die Ortsanwesende Bevölkerung, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und ab 1985 auf die Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung. Vor 1871 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.

Jahr Einwohner
1818 2.171
1831 3.260
1837 3.255
1843 3.504
1849 3.915
1852 3.862
1858 3.938
1867 (3. Dez.) 3.957
Jahr Einwohner
1871 (1. Dez.) 4.408
1880 (1. Dez.) 4.592
1885 (1. Dez.) 4.883
1895 (1. Dez.) 5.256
1900 (1. Dez.) 5.132
1905 (1. Dez.) 5.301
1910 (1. Dez.) 5.682
1925 (16. Juni) 6.281
1933 (16. Juni) 6.806
Jahr Einwohner
1939 (17. Mai) 6.591
17.285 1
1946 (29. Okt.) 10.373
1950 (13. Sep.) 10.850
25.998 1
1961 (6. Juni) 9.236
22.182 1
1970 (27. Mai) 9.360
22.859 1
1975 (31. Dez.) 22.142
Jahr Einwohner
1980 (31. Dez.) 21.919
1985 (31. Dez.) 21.818
1987 (25. Mai) 21.887
1990 (31. Dez.) 22.562
1995 (31. Dez.) 24.178
2000 (31. Dez.) 24.204
2005 (31. Dez.) 24.294
2006 (31. Dez.) 24.160

1 heutiger Gebietsstand

Politik

Die letzte Kommunalwahl fand am 26. September 2004 statt. Wahlgewinner war mit dem Erreichen der absoluten Mehrheit die CDU. Die nächsten Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen finden im Jahre 2009 statt.

Bürgermeister

Bis 1803 wurde der Rat und der Bürgermeister jährlich gewählt.

  • 1803–1830: Wilhelm von Hidddesen
  • 1831–1842: Adam Rinteln
  • 1843–1879: Heinrich Fischer
  • 1880–1884: Wilhelm Schmidt
  • 1884–1896: Leopold Wiegand
  • 1896–1900: Ewald Röper
  • 1901–1914: Franz Wilhelm von Schildt
  • 1915–1919: Dr. Paul Heinrich Lipps
  • 1919–1933: August Dissen
  • 1933–1945: Otto Schlötel (eingesetzt, nicht gewählt)
  • 1945–1948: August Peters (Robert Peters u. König (zwei Bürgermeister von den Amerikanern eingesetzt))
  • 1948–1952: Friedrich Becker
  • 1952–1964: Anton Böhlen
  • 1964–1969: Dr. Franz Mürmann
  • 1969–1974: Dr. Heribert Schlinker
  • 1975–1989: Josef Dierkes aus Menne, CDU
  • 1989–1999: Paul Mohr aus Dössel, CDU
  • 1999–2004: Walter Hellmuth (Warburg), CDU
  • 2004 bis heute: Michael Stickeln aus Dössel, CDU

Der gegenwärtige Bürgermeister Warburgs ist Michael Stickeln (CDU), 1. Stellvertretende Bürgermeisterin ist Elisabeth Müntefering, 2. Stellvertretender Bürgermeister ist Heinz Josef Bodemann, beide ebenfalls von der CDU.

Stadtrat

Der Rat der Stadt Warburg besteht zurzeit aus 38 Sitzen. Die aktuelle Sitzverteilung nach der Kommunalwahl am 26. September 2004 sowie die Sitzverteilungen nach den Kommunalwahlen 1999 und 1994 zeigt die folgende Tabelle (in Klammern prozentuale Stimmverteilung):

Partei 2004 1999 1994
CDU 22 (58,5%) 23 20
SPD 8 (21,5%) 10 12
Bürger-Union 4 (10,3%) 1 *
GRÜNE 3 (6,5%) 2 2
FDP 1 - -
Sonstige - - 5*

Quelle: Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik NRW [25]; Landeswahlleiterin[26]
(Sonstige: evtl. auch Bürger-Union)

Fraktionsvorsitzende:

Stadtratssitzungen finden in Sitzungssälen der Banken statt.

Wappen

Das Wappen zeigt eine weiße (silberne) Lilie auf blauem Schild. Die Lilie besteht aus drei stilisierten Blättern, die von einem Band zusammengehalten werden. Das Recht zur Führung dieses Wappens wurde der Stadt am 30. Juni 1977 durch die Regierungspräsidenten Detmold verliehen. Die Lilie taucht erstmalig auf den Münzen der Stadt seit 1227 auf. Im Mittelalter wurde Warburg auch als Liliengrund bezeichnet.

Daneben existierte zunächst ein weiteres Wappen neben dem beschriebenen. Dieses Wappen zeigt ein Stadttor, die Stadtmauer, einen breiten Torturm und zwei schmale Seitentürme. In dem offenen Stadttor steht ein Bischof. Vermutlich soll dies den Bischof von Paderborn darstellen. Die ältesten Darstellungen dieses Wappens tauchen erstmalig 1254 and 1257 auf. Das Stadttorwappen wurde für große Siegel verwendet - die kleinen Siegel zeigten immer nur die Lilie. Es ist auf dem Gipsabdruck des Siegels (s. Abbildung oben) zu sehen.

Vor 1977 war auch eine Kombination der beiden Wappen gebräuchlich. Der Bischof ist hier durch die Liliendarstellung auf blauen Grund, der den gesamten Torbogen ausfüllt, ersetzt. Außerdem sind kleinere Lilien auf den Turmdächern abgebildet. Mit der Umschrift Stadt Warburg - Kreis Höxter wird dieses Wappen als Teil des Dienstsiegels der Stadt verwendet. Seit 1977 wird als eigentliches Stadtwappen nur noch die Lillie auf blauen Grund ohne Stadtbefestigung verwendet.[27][28]

Städtefreundschaften

Städtepartnerschaften

Kultur

Theater

Theater in Warburg findet saisonal im Pädagogischen Zentrum (kurz PZ) statt. Hier stehen 550 Plätze zur Verfügung. Es werden sowohl Stücke mit professionellen Darstellern aufgeführt, z.B. gastierten in Warburg schon Ralf Bauer, Klaus Nierhoff und Katerina Jacob, als auch Laienstücke beispielsweise von Schülern der ansässigen Schulen. Die Theatersaison 2006/2007 zählte vier ausverkaufte Theaterstücke mit 2200 Besuchern.[29]

Kino

Warburg hat ein Cineplex-Kino (Oberer Hilgenstock 30) mit fünf Kinosälen und insgesamt 800 Plätzen.

Museen

Das Museum im Stern, Sternstraße 35, ist das Stadtmuseum mit einer Sammlung aus der Ur- und Frühgeschichte, Stadtgeschichte, Wirtschafts- und Kunstgeschichte. In der Regel finden Wechselausstellungen statt. In der stadtgeschichtlichen Sammlung werden Urkunden und Briefe sowie die „Grüninger-Bibel“ von 1485 aus dem Besitz des ehemaligen Dominikanerklosters gezeigt. In der kunstgeschichtlichen Abteilung befinden sich Werke von Antonius Eisenhoit und die künstlerische und architektonische Entwicklung in den Bauwerken Johann Conrad Schlauns. In dem Museum ist auch das Stadtarchiv untergebracht. Ferner gibt es noch eine Artothek, in der eine Sammlung von Kunstwerken von Künstlern wie Marcel Marceau, Günter Grass zusammengetragen ist. [30]

Das Bäckereimuseum, Lange Straße 6, war ein privat betriebenes Museum und wurde im Jahre 2007 geschlossen.

In den umliegenden Ortschaften gibt es einige heimatkundliche Sammlungen. Die meisten Kirchen in und um Warburg besitzen kunsthistorisch interessante Exponate. Hervorzuheben ist der Nebenraum in der Altstädter Kirche, in dem einige Exponate des Warburger Künstlers Antonius Eisenhoit ausgestellt sind.

Musik

Orchester

Das Warburger Stadt- und Jugendorchester wurde am 12. September 1979 vom Heimat- und Verkehrsverein Warburg als eigener Verein gegründet. Seitdem hat sich das Orchester mit 150 Mitgliedern zum größten Verein dieser Art im Kreis Höxter entwickelt.[31]

Des Weiteren existieren über die Warburger Stadtteile verteilt diverse Musikvereine und Dorforchester.

Konzerte und Festivals

Unter dem Titel Warburger Meisterkonzerte wird ein über das ganze Jahr verteiltes Angebot an Konzerten angeboten, welches unter anderem einige bekannte Solo-Künstler, aber auch Orchester und Konzerte präsentiert. Die Konzerte finden in der Aula und im Innenhof des Gymnasium Marianum statt.

Das Art of Darkness ist ein seit 1994 jährlich in Warburg-Scherfede und Warburg-Germete stattfindendes Metal-Festival, welches von der Melodic-Death-Metal-Band Burden of Grief präsentiert wird. Headliner der vergangenen Jahre waren unter anderem Tankard, Hatesphere, End of Green und Disillusion.[32]

Das Festival Rock gegen Regen wurde seit 1995 zunächst in Warburg selbst, dann in Warburg-Scherfede veranstaltet. Seit 2006 findet es in Grebenstein statt. Der musikalische Schwerpunkt des Festivals liegt auf Rock, Punk und Ska, neben angesagten nationalen Acts, treten auch lokale Nachwuchsbands auf. [33]

Das 1983 gegründete Kulturforum Warburg e.V. hat zum Ziel Kultur im ländlichen Raum zu verbreiten und organisiert Konzerte, Auftritte von Künstlern, Ausstellungen etc.[34]

Bauwerke

Burgen, Schlösser und Gutshäuser

Die Burg Desenberg ist eine Burgruine auf dem Desenberg, die vermutlich bereits im 8. Jahrhundert entstanden ist. Erhalten ist unter anderem ein begehbarer Turm. Das Schloss Welda wurde 1734 als repräsentatives Barockschloss errichtet. Ein Vorgängerbau wurde eventuell bereits um 1588 errichtet. 1754 wurde das Barockschloss um eine Orangerie ergänzt. Das Schloss Dalheim (auch: Gut Dalheim) wurde 1698 erbaut. In Daseburg ist eine gründerzeitliche Villa (Villa Rothenburg) von 1896 erhalten, die auf eine Vorgängerbau von um 1520 zurückgeht. Das Gut Rothehaus in Daseburg unterhalb des Desenbergs wurde vermutlich im 16. Jahrhundert erbaut und im 19. Jahrhundert in seine heutige Form umgebaut. In Dössel ist ein Gutshaus (Haus Riepen) aus dem Jahr 1667 erhalten, das 1896 in seine heutige Form überführt wurde. Das Gut Übelngönne in Daseburg weist als ältesten erhaltenen Teil ein Herrenhaus von 1703 auf.

Die Burganlage des Grafen Dodiko auf dem Warburger Burgberg (Wartberg) ist nicht als geschlossene Burganlage erhalten bzw. überbaut und in die Befestigungswerke „integriert“. Von der ursprünglichen Höhenburg von 1299 und 1880 im Barockstil umgebauten Schloss Calenberg (auch: Burg Calenberg) in Calenberg sind nur noch der Palas und das Zehnthaus erhalten. In Ossendorf sind nur noch kleine Reste der Asselerburg aus dem 12. bis frühen 14. Jahrhundert erhalten, wohingegen von der Asler Brug nur noch der Standort nachweisbar ist, jedoch nichts mehr erhalten ist. Die Burg Rozdehusen bei Bonenburg, eine Wallburg am Gaulskopf in Ossendorf (nur rudimentäre Reste), sowie eine weitere Burg am Gaulskopf sind nicht mehr vorhanden.

Mittelalterliche Befestigungsanlagen

Die im 14. Jahrhundert errichtete Stadtbefestigung ist mit umfassenden Resten der mittelalterlichen Stadtmauer beider Städte, fünf Wehrtürmen und zwei Stadttoren teilweise erhalten und bildet damit eine der Hauptattraktionen für Touristen. Im Mittelalter war Warburg zum größten Teil von einem doppelten Mauerring umgeben, durch dessen Bruchstein die Stadttore der Alt- und Neustadt führten.

Die Altstädter Bürger errichteten zunächst die Verbindungsmauer von der Burg zum Johannistor-Turm. In halber Höhe des Burgberges baute man den Chattenturm. Der runde Sackturm (Sachsenturm) neben dem Sacktor wurde erst 1443 errichtet, während das Sacktor schon um 1300 erbaut wurde. Dieser Turm ist der massivste und höchste Turm und war das Wahrzeichen Alt-Warburgs. Ab 1446 hatte er auch die Funktion eines Gefängnisses. Das Sacktor befand sich in der Nähe des westlichen Zuganges der bischöflichen Burg und zugleich auf dem Höhepunkt der Sackstraße. Hier trafen sich und konkurrierten somit bischöfliche mit bürgerlichen Interessen von Alt- und Neustadtbürgern.

Bis zum Jahre 1830 hatte die Stadt Warburg etwa zehn Stadttürme und neun Stadttore. In den Mauern der Altstadt befanden sich fünf und in der Neustadt vier Stadttore, von denen jedoch nur das Sacktor und das Johannistor erhalten geblieben sind. Zwischen 1801 und 1840 brach man die anderen Tore ab, deren Gestalt aber teilweise überliefert wurde. Die Form der Toranlage war bedingt durch den „Stadtzwinger“ (den Raum zwischen Innen- und Außenmauer). Das Sacktor oder Petritor wurde zu einem typischen Zwillingstor ausgebaut, dessen äußerer Torbogen nach Verfall nicht wieder aufgebaut, sondern beseitigt worden ist. Heute ist im Sackturm eine Gedenkstätte für Opfer des zweiten Weltkriegs eingerichtet, die über den Burgfriedhof besucht werden kann. Ursprünglich waren über zwanzig Wehrtürme im Kranz der mittelalterlichen Befestigungsanlage vorhanden. Hiervon sind nur nach fünf erhalten geblieben: Biermanns-, Chatten-, Johannis-, und Sackturm in der Altstadt und der Frankenturm in der Neustadt. Eine sechseckige Dachhaube zeigen die Rundbauten Sackturm und Biermannsturm, die Türme mit quadratischem Grundriss, Johannis- und Frankenturm, haben eine viereckige Dachabdeckung. Der Chattenturm am Burgfriedhof hat einen offenen Turmabschluss, der einen weiten Ausblick über das Diemeltal in das benachbarte Hessenland bietet.

Kirchen und Klöster

Die katholische Neustadtkirche St. Johannes Baptist ist eine um 1230 erbaute frühgotische Kirche. Sie wurde 1264 eingeweiht.

Die evangelische Kirche St. Maria in vinea (Maria im Weinberg) war bis 1283 die Pfarrkirche der Warburger Altstadt. Nach einem längeren Streit mit den Bürgern der Altstadt, als der Paderborner Bischof Otto von Rietberg den in Warburg ansässigen Dominikanern übertragen wollte, übernahmen diese die Kirche 1286 in ihren Besitz. Bis zur Säkularisation 1803 war sie damit die frühgotische Kirche des ersten Dominikanerklosters. Seit 1824 ist sie die Kirche der evangelischen Gemeinde.

Die katholische Altstadtkirche St. Mariä Heimsuchung ist die zweite Altstädter Pfarrkirche, die 1288 bis 1297 nach Übernahme der Kirche St. Maria in vinea durch die Dominikaner erbaut wurde. 1299 wurde die Kirche eingeweiht. Im Inneren der Kirche befinden sich viele Kunstwerke aus diversen Epochen wie z.B. ein barocker Kreuzaltar.

Das heutige Gymnasium Marianum befindet sich seit 1628 im früheren, ersten Dominikanerkloster. Damals stand es unter der Leitung der Dominikaner. Nachdem das Kloster durch die preußische Regierung im Jahr 1826 endgültig aufgelöst wurde, wurde es zum preußischen Progymnasium. 1874 wurde es vollständig zum Gymnasium ausgebaut. Es ist zusammen mit dem Rathaus und der evangelischen Kirche ein das Stadtbild der Altstadt besonders prägendes Bauwerk. Der im Marianum erhaltene gotische Kreuzgang ist neben der Altstadtkirche die bedeutendste künstlerische Hinterlassenschaft der Dominikaner.

Das zweite neugotische Dominikanerkloster St. Maria Himmelfahrt wurde von 1906 bis 1915 erbaut. Es dient nach dem erneuten Weggang der Dominikaner im Jahr 1995 als Kloster der syrisch-orthodoxen Kirche in Deutschland mit Sitz eines Erzbischofs.

Die Erasmuskapelle (auch Burgkapelle) auf dem Gelände der früheren Wartburg auf dem Burgberg, dem heutigen Burgfriedhof, wurde im 11. Jahrhundert erbaut und enthält mit dem in ihrem Untergeschoss befindlichen romanischen Krypta der früheren St.-Andreas-Kirche das älteste erhaltene Baudenkmal der Stadt. Die Kapelle wurde 1681 als Wallfahrtskirche erneuert.

In Warburg selbst existierten sowohl in der Altstadt als auch in der Neustadt jeweils ein Beginenhaus. Das Haus in der Altstadt wurde 1357 erstmals erwähnt und ist vermutlich Ende des 15. Jahrhunderts untergegangen. Es lag in der Beginenstraße. Im Jahr 1474 wurde das Neustädter Beginenhaus erstmals erwähnt, dieses ging vermutlich Ende des 16. Jahrhunderts unter. Das Gebäude lag in der Papengasse neben dem Pfarrhaus.

Außerhalb des Stadtkerns liegen drei Klöster:

Das Kloster Hardehausen liegt im Ortsteil Scherfede. Es wurde im 12. Jahrhundert gegründet. Heute wird es für die Bildungsarbeit des Erzbistums Paderborn genutzt.

Das Kloster Wormeln in Wormeln wurde im 13. Jahrhundert als Frauenkloster gestiftet.

Zudem gibt es das Mutterhaus der Schwesterngemeinschaft „Serviam“ in Germete, welche im Jahre 1922 gegründet wurde. Zu dem Haus gehört auch ein Gebäude, welches in Richtung Ossendorf liegt und als Familienerholungsstätte genutzt wird.

Profanbauten

Das Rathaus „Zwischen den Städten“ wurde 1568 als gemeinsames Rathaus der vereinigten Alt- und Neustadt mit zwei getrennten Eingängen für Alt- und Neustädter auf der Grenze der beiden Städte gebaut. Das in Form eines Renaissancebaus erhaltene Gebäude wurde 1902/03 um ein Fachwerkgeschoss erweitert. Es steht an der Stelle des früheren Liebfrauentores, der einzigen Innenverbindung zwischen den Städten. Das Rathaus dient als Standesamt sowie für Feierlichkeiten wie Eintrag in das Goldene Buch.

Das ehemalige Altstädter Rathaus ist ein großer Steinbau aus Kalkbruchstein mit dreistufigen Staffelgiebeln aus dem Jahr 1336/37 und liegt am Markt der Warburger Altstadt. Heute dient das 1973 renovierte Gebäude Gastronomie- und Wohnzwecken.

Bürgerliche Wohnbauten

In Warburg existieren einige gut erhaltene Fachwerkbauten, die teilweise zu den ältesten in in Nordrhein-Westfalen zählen.

Das Eckmänneken-Haus, Lange Straße 2, in der Altstadt wurde 1471 erbaut und ist damit das älteste inschriftlich datierte Fachwerkgebäude Westfalens. Seinen Namen trägt das Haus aufgrund der Figuren an den Eckpfeilern. Das ehemalige Zunfthaus der Bäcker ist heute ein Restaurant.

Das Altstädter Arnoldihaus ist ein spätgotisches Fachwerkhaus, welches 1513 erbaut und 1970 erneuert wurde. Es ist benannt nach dem in Warburg geborenen Johannes Arnoldi und bildet das stattlichste spätgotische Bürgerhaus in Warburg. Heute wird das Gebäude von der katholischen Gemeinde der Altstadt als Pfarrzentrum genutzt.

Das Haus Böttrich in der Sternstraße 13, das heutige Pfarrzentrum der Neustadt, ist ebenfalls ein Fachwerkhaus der Spätgotik und wurde von 1558 bis 1560 erbaut. Erneuert wurde es 1980 bis 1982.

Die Hirsch-Apotheke befindet sich in einem gotischen Steinbau, dessen ursprüngliche Staffelgiebel durch einen barocken Umbau 1705 verändert wurden.

Das Corvinushaus in der Sternstraße 19 stammt aus dem 15. Jahrhundert. Ursprünglich war es ein niedrigeres Saalhaus aus Stein mit zweistufigen Staffelgiebeln, welches in den Jahren 1488/89 um ein Hinterhaus erweitert wurde und 1490/91 über die Staffelgiebeln hinweg durch Fachwerk erhöht wurde.

Parks, Friedhöfe, Naturschutzgebiete, Naturdenkmäler

Parks

In den Ortschaften außerhalb des Stadtkerns Warburg gibt es acht Parks, die um Klöster, Schloss und Burgen sowie Guthäuser angelegt sind. Der einzige öffentliche Park ist der des Kurortes Germete, die anderen Parkanlagen sind für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.

Der Kurpark Germete (2 ha) ist ein moderner Kurpark, zusammen mit dem Bau des Kur- und Badehauses wurden in den 1970er Jahre der kleine Kurpark im Tal des Kälberbaches angelegt worden. Der Park liegt in nördlichen Ortsteil und ist mit Stauden und einheimischen Bäumen gepflanzt, zudem gibt es ein Wassertretbecken und einen Teich.

Der Gutspark Haus Riepen (Dössel) (1 ha) ist ein historischer Landschaftspark, wahrscheinlich am Ende des 19. Jahrhunderts errichtet mit fremdländischen Gehölz (eventuell als Arboretum geplant). Auffällige Solitärbäume sind eine Pyramideneiche, ein Tulpenbaum, eine Platane. Eine Grotte befindet sich unterhalb des ansteigenden Hanges (Richtung Südosten). Man vermutet, dass die historische Parkanlage wesentlich größer war.

Der Gutspark Übelngönne (Daseburg) (historisch 18 ha, heute 4 ha) liegt um das Gutshaus auf einer Anhöhe oberhalb des Gewässers im Talgrund. Die Grünanlage war ein historischer Gutspark mit ehemaliger eigner Gutsgärtnerei. Ein Teil der historischen Fläche wurde in Ackerfläche umgewandelt, Eine Kreisstraße teilt heute das Gelände. Am Teich gibt es ein historisches Teehaus. Es existiert noch eine Sandstein-Stützmauer mit Eiskeller (Portal und Wappen).

Der Burggarten Calenberg (ca. 1,5 ha), auf herausragender Bergkuppe gelegen, ist ein historischer Landschaftsgarten. Heute sind noch einige Altbaumbestände, ein Wasserbecken, eine Grotte sowie ein Pavillon erhalten. Im 19 Jahrhundert wurde ein aufwendige Gartenanlage geschaffen, die heute wesentlich vereinfacht wurde.

Das Forsthaus Calenberg (ca. 4 ha) ist ein historischer Landschaftspark, wahrscheinlich in der zweiten Hälfte des 19 Jahrhunderts entstanden. Das Forsthaus liegt südlich des Parks. Wiesen und viele alte Solitärbäume. Zum Park gehört ein altes Gartentor, das Gelände ist von einem Bach und Zäunen begrenzt.

Der Schlosspark Welda (ca. 1 ha) ist ein historischer Barock- und Landschaftsgarten. Der Garten wurde zwischen 1738 und 1758 angelegt, als Gartenkünstler wurde Carl Hatzel verpflichtet. Zur Gesamtanlage des Schlosses gehört auch die Orangerie. Auf dem südlichen Zufahrtsweg zum Schloss gibt es eine Lindenallee mit einem Rondell vor dem Schlosseingang. Eine barocke Gartenmauer im nördlichen Teil des Gartens ist teilweise verstürzt.

Zum Kloster Hardehausen (ca. 18 ha) gehörte ein historischer Barockgarten, Nutzgarten und Landschaftspark. Die Parkanlage ist von einer Gartenmauer umschlossen. Im Hofgarten sind ein Teich (ehemals mit vier Fontainen) und alten Baumbestand erhalten. Der barocke Prälatengarten lässt auch wenn nicht in ursprünglicher Form mehr vorhanden die gartenkünstlerische Pracht erahnen.

Der Park Klostergut Wormeln war ein historischer Landschaftsgarten. Er wurde wahrscheinlich um 1887 mit dem Bau der Villa angelegt. Es wird vermutet, dass das Areal vorher als Nutzgarten genutzt wurde. Das Äbtissinnenhaus war das Gartenhaus. Der Park wird größtenteils von einer hohen Mauer umgeben.

Friedhöfe

Der Burgfriedhof von Warburg ist zwischen den Städten auf dem Gelände der alten Burganlage wie ein Park angelegt. Die Zugänge zum Friedhof sind von der Altstadt (bergaufwärts) sowie von der Neustadt zu erreichen. Von dem Friedhof hat man auch eine Aussicht auf die südöstlichen Stadtteile und -gebiete und bis Hessen. In direkter Nachbarschaft des städtischen Friedhofs liegt der jüdische Friedhof außerhalb der ehemaligen Stadtmauer. Im Ortsteil Rimbeck gibt es ebenfalls einen jüdischen Friedhof.

Jeder Ortsteil besitzt einige Friedhöfe. Meist existierten historische Friedhöfe rund um die Ortskirchen, später wurden in der Regel neue Friedhöfe am Ortsrand erschlossen. Friedhöfe sind unter anderem zu finden in Calenberg, Germete, Ossendorf, Menne, Scherfede, Rimbeck, Welda und Wormeln.

Natur

Das Stadtgebiet hat Anteil am Naturpark Teutoburger Wald / Eggegebirge. Auf dem Stadtgebiet befinden sich 21 Naturschutzgebiete. Geschützt werden rund 1600 Hektar (grenzüberschreitende Gebiete vollständig mitgezählt), was rund 10% der Stadtfläche entspricht. Damit liegen rund 25% der Naturschutzgebiete des Kreises Höxter in der Stadt Warburg. Einige Gebiete (z.B. der Weldaer Berg) sind schon in den 1950er Jahre unter Naturschtz gestellt worden. Am 22. September 1983 wurde der Desenberg erstmals durch die Bezirksregierung Detmold unter Naturschutz gestellt. Am 3. Dezember 2003 wurde das Naturschutzgebiet neu verordnet. Es handelt sich um ein Gebiet der Größe von 32 ha mit Halbtrockenrasen und Ruderalfluren, das diversen geschützten Tierarten als Biotop dient.[35]

Die weiteren Naturschutzgebiete sind:

  • Hellberg-Scheffelberg
  • Hoppenberg
  • Kalkmagerrasen bei Calenberg und Dalheim
  • Kalkmagerrasen bei Ossendorf
  • Klingelbachtal
  • Klippen und Felsenmeer bei Hardehausen
  • Menner Seihe
  • Nausenberg
  • Pölinxer Grund
  • Schalkstal

Siehe auch: Liste der Naturschutzgebiete

Bei Hardehausen richtete die Landesforstverwaltung NRW 1958 ein Wisentgehege als Nachzucht- und Erhaltungsgatter ein. Außerdem wurde ein Wildschweingehege angelegt. 2003 wurde der Park zum „Walderlebnisgebiet“ ausgebaut.

Naturdenkmäler

Der Altkreis Warburg hat die obere Bergkuppe des Desenbergs im Oktober 1974 zum Naturdenkmal erklärt.[36]. Weitere Naturdenkmäler befinden sich in den Ortsteilen z.B. als Gedenken an die Wüstung Altwelda und auf dem Donnersberg in Wormeln als Gedenken an das ehemalige Femegericht.

Denkmäler und Mahnmale

Ein Baudenkmal ist das Fachwerkhaus Eckmännecken in der Altstadt, welches nicht nur das älteste Gebäude dieser Art in Westfalen ist, sondern auch bedeutend für die Fachwerkbauentwicklung überhaupt ist. Durch die damals neue Bauweise als Vierständerbau erreichte man eine höhere Stabilität, was erstmals den Bau eines Obergeschosses und eines Speichers ermöglichte. Diese Bauweise stammt aus der Warburger Region und hat die Fachwerkbauentwicklung Norddeutschlands bis zur Nordseeküste beeinflusst.

In der Warburger Altstadt vor dem Johannisturm erichtete der Heimat- und Verkehrsverein Warburg im Jahr 2005 das Gerberdenkmal. Es zeigt einen Warburger Gerber bei der Arbeit und erinnert damit an den früher in der Altstadt ansässigen Handwerksberuf.

Geschichtsdenkmale

Ein Mahnmal für die gefallenen Schüler des Gymnasiums Marianum (auch als Marianer bezeichnet) und Opfer des Nationalsozialismus ist an der Außenwand des Marianums angebracht. Der Entwurf und die Ausführung stammen von Prof Kurt Lehmann.

Auf dem Brüderkirchhof (Schulgelände des Gymnasiums Marianum) steht an der Mauer zur Altstadt ein Ehrendenkmal zur Erinnerung an die beiden ehemaligen Marianer und Opfer des Nationalsozialismus Josef Wirmer und Wilhelm Freiherr von Ketteler.

Juedische Friedhof an der alten Stadtmauer.

Brunnen

Auf dem Marktplatz in der Neustadt wurde der Eisenhoit-Brunnen im Jahre 1912/13 als Künstlerdenkmal errichtet. Dieses Monument ist in seiner Ausgestaltung - der plastischen Darstellung einer Künstlerpersönlichkeit als Sockeldenkmal und Motivwahl - in Westfalen einzigartig. Es stellt den Sohn der Stadt während der Arbeitspause dar.[37]

Auf dem Altstädter Marktplatz befindet sich ein Marien-Brunnen. Das Brunnenbecken ist vieleckig und in der Mitte sitzt auf einem Quadersockel eine Kugel, auf der eine große Marienfigur mit Jesus-Kind steht. Aus den Stützen der Kugel ergießt sich das Wasser in den Brunnen.[38]

Regelmäßige Veranstaltungen und Brauchtum

Das Maifest wird jedes Jahr am Anfang Mai rund um den Warburger Neustadt-Marktplatz in der Innenstadt veranstaltet.

Das traditionelle Kälkenfest (Kalkfest oder Tünchfest) findet jährlich im August in der Warburger Altstadt statt. Seinen Namen hat es von den früheren Gerbern der Altstadt, welche die Tierheute vor dem Gerben mit Kalk vorbereiteten. Dieser Prozess wurde als „Kälken“, also „mit Kalk behandeln“, bezeichnet. Den Kalk gewann man in Kalksteingruben nahe der Stadt. Während des Festes werden von Bürgern Theaterstücke mit Bezug auf die Geschichte der Stadt Warburg aufgeführt. Ein Höhepunkt dieser Spiele ist die Bestrafung eines gespielten Diebes durch Absenken in einen Wasserbehälter über eine Wasserwippe („Warburger Wasserwippe“.[39]). Dieses Stück spielt auf das historische Gerichtssystem der Stadt an.

Die Warburger Oktoberwoche, die jährlich Ende September/Anfang Oktober veranstaltet wird, ist ein traditionelles Warburger Volksfest und das größte seiner Art in der Region. Die Oktoberwoche wird seit 1948 von der Stadt Warburg veranstaltet und feiert im Jahr 2008 ihr 60-jähriges Jubiläum.[40]

Seit 1999 existiert das Warburger Mittelalter-Spektakel, welches seitdem jährlich an einem Wochenende Anfang April von der Werbegemeinschaft Warburg e.V. veranstaltet wird.

Das Schützenfest in Warburg findet alle zwei Jahre in der Warburger Schützenhalle und auf dem Schützenplatz statt. Auch in den Stadteilen finden regelmäßig Schützenfeste statt. Das Schützenfest erinnert an die Tradition der Bürgerwehr in der Ortsgeschichte.

Zudem gibt es jedes Jahr in der Adventszeit zwei Weihnachtsmärkte auf beiden Warburger Marktplätzen.

In einigen Ortsteilen gibt es den traditionellen Schnadgang, bei dem die Ortsgrenzen jährlich abgewandert werden. In den Ortsteilen gibt es teilweise noch besondere, kirchliche Prozessionen, die meist aus der Zeit stammen, als Dorfbrände und die Pest die Bevölkerung bedrohten, so gibt es z.B. eine Agatha-Prozession. Längst nicht mehr gelebte Bräuche sind der Schwerttanz, der verboten wurde, ebenso wie zwischenzeitlich die Schnadgänge unter Preußischer Herrschaft.

Kulinarische Spezialitäten

Regional sehr bekannt ist das Warburger Bier (Pilsener, dunkler untergäriger Urtyp und bernsteinfarbendes mild gehopftes Landbier), welches seit dem Mittelalter dort gebraut wird, wobei heute die einzig verbliebene Brauerei seit 1721 Brauereirechte besitzt.

Ferner ist das Warburger Brot (dunkeles Kantenbrot) über Warburg hinaus ein Begriff.

Die Westfälische Küche ist in Warburg traditionell verbreitet, typisch Warburger Gerichte sind gefüllte (Schweine-)Rippchen mit trockenen Zwetschken, Äpfeln sowie Blindes Huhn (weiße Bohnen mit Möhren und Kartoffeln) sowie nach der Jagdsaison Wildspezialitäten.

Zum Nachmittagskaffee sind Butter- und Streuselkuchen sehr beliebt. In den beiden Stadtkonditoreien gibt es spezielle Torten und Pralinen, beides handgemacht.

Sport

Wie vielerorts ist Fußball auch in Warburg die beliebteste Sportart. Seit 1908 gibt es den Verein Sportfreunde Warburg 08, welcher verschiedene Fußballmannschaften unterhält.[41] Ferner werden die Sportarten Kanuwandern auf der Diemel, Modellfliegen, Segelfliegen, Radfahren auf der alten Bahntrasse nach Volkmarsen und Reitsport ausgeübt.[42]

Sportanlagen

Für den Schulsport der ansässigen Schulen sowie für Sportveranstaltungen wird das Hüffertstadion mit Kunstrasenplatz sowie der Naturrasenplatz in der Dimelaue genutzt.[43] Zudem existiert in Warburg ein Nordic-Walking-Park mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden.[44] Für den Schwimmsport gibt es einerseits das Warburger Hallenbad und andererseits das Waldbad, ein Freibad.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Straßenverkehr

Bei Warburg kreuzen sich die Bundesstraßen 7 und 252 (Ostwestfalenstraße). Über letztere erreicht man im südlichen Stadtgebiet in der Ortsgemarkung Welda die nahegelegene Anschlussstelle Warburg der A 44 (KasselDortmund), die beim nicht weit entfernten Südkreuz Kassel auf die A7 trifft.

Schienenverkehr

Der Bahnhof Warburg liegt an den Bahnstrecken Ruhrgebiet–Kassel (Bahnstrecke Hamm–Warburg und Friedrich-Wilhelms-Nordbahn, IC-, Regionalzüge) und Hagen–Warburg (Obere Ruhrtalbahn, nur Nahverkehr). Der Bahnhof Warburg von 1852/53 gehört neben dem Bahnhof Minden zu den letzten erhaltenen (ursprünglich) Inselbahnhöfen der frühen Eisenbahngeschichte in Westfalen.

Weiterhin gibt es Bahnhöfe bzw. Haltepunkte in den Ortsteilen:

An der mittlerweile stillgelegten Bahnstrecke Holzminden–Scherfede lagen die Bahnhöfe in den Ortsteilen Nörde und Scherfede. An der mittlerweile teilstillgelegten und im Bereich von Warburg fast völlig aufgelassenen Bahnstrecke Warburg–Sarnau lagen die Bahnhöfe Warburg Altstadt, Wormeln und Welda. Der Bahnhof Warburg liegt streng genommen weiter am Endpunkt dieser Strecke, allerdings kann der Bahnhof durch den Rückbau nicht mehr von Zügen auf dieser Strecke angefahren werden.

Regionallinien sind die Linien RE17 HagenSchwerteBrilon-WaldKassel-Wilhelmshöhe und RB89 RheineMünsterHammPaderborn–Warburg (Ems-Börde-Bahn). In die umliegenden Städte fahren Regiobusse. Die Stadt gehört zum Nahverkehrsverbund Paderborn-Höxter („Hochstift Tarif“). In Richtung Hessen gilt der Tarif des NVV.

Busverkehr

Das Stadtgebiet in Warburg wird von mehreren Stadtbuslinien betrieben. Die umliegenden Ortschaften, sowie Paderborn sind mit Regionalbussen gut erreichbar.

Flugverkehr

Gut erreichbar sind auch die Regionalflughäfen Kassel-Calden und Paderborn-Lippstadt.

Medien

An Tageszeitungen erscheinen in Warburg die Neue Westfälische und das Westfalen-Blatt. Die Neue Westfälische hat in Warburg eine Lokalredaktion, in der die Beilage des Ressorts Lokales für die Städte Warburg, Borgentreich und Willebadessen entsteht. Der weitere Teil der Zeitung ist eine Mantelausgabe, die für ganz Ostwestfalen-Lippe gilt und in Bielefeld entsteht. Die Zeitung hat ihren Schwerpunk auf Lokalnachrichten und erscheint sechs Tage pro Woche in gedruckter Form und seit 2005 auch als kostenpflichtige Onlinezeitung bzw. E-Paper.[45] Ebenso entsteht für das Westfalen-Blatt ein individueller Lokalteil in einer Lokalredaktion in Warburg, der Hauptsitz der Zeitung liegt ebenfalls in Bielefeld.

Zusätzlich erscheint jeden Mittwoch die von der Werbegemeinschaft Warburg e.V. herausgegebene Zeitung Desenberg-Bote. Dieser bietet Nachrichten über die Stadt Warburg, ist aber hauptsächlich ein Anzeigenblatt. Die Auflage ist 28000 Exemplare hoch.[46] Das Veranstaltungsmagazin Wildwechsel gibt Tipps zu Veranstaltungen, Partys und Konzerten in der Region (auch Nord-Hessen und Kassel).[47]

Im ehemaligen Gebiet des Hochstiftes Paderborn, welches das Stadtgebiet von Warburg umfasst, gibt es seit 1991 den Radiosender Radio Hochstift, der insbesondere regionale Themen aufgreift und im Vergleich zu den überregionalen Sendern (z.B. WDR) einen höheren Höreranteil besitzt. Ereignisse in und Veranstaltungen aus Warburg werden von Außerreportern des Senders eigens recherchiert und redaktionell aufgearbeitet.

Tourismus

Mit der Gründung des Fremdenverkehrsverbandes Warburg Südegge e.V.wurde das touristische Angebot an Freizeit- und Sportmöglichkeiten sowie Stadtführungen stetig erweitert. Seit der Ernennung Germetes zum Kurort wurde die touristische Infrastruktur in Germete und Umgebung weiter verbessert. Ferner hat sich mit dem Bau der Autobahn A 44 sowie den Ausbau der Bundesstrassen die Anreise mit dem PKW und mit dem Warburger IC-Bahnhof die Bahnanreise wesentlich vereinfacht.

Es gibt mehrere touristische Schwerpunktthemen, zum einen ist dies die Natur (Radfahren, Wassersport, „moderne Bewegungssportarten“ etc.) und zum anderen die Kultur (Kunst, Schlösser, Baudenkmäler, Kulturveranstaltungen, kulinarisches Angebot etc). Zudem ist Warburg aufgrund seines malerischen Stadtbildes auch Tagesausflugsziel für Gäste aus der Umgebung und den nächsten Ballungszentren (Ruhrgebiet, Hannover, Rhein-Main). Die einheimischen Brauchtumsfeste (Schützenfeste, Kälkenfest, kirchliche Feste, Schnadgänge, Mittelalterspektakel, Oktoberwoche) ziehen Auswärtige, ob ehemalige Bewohner oder externe Touristen, immer wieder in die Region. Die Familienerholung ist ein weiterer touristischer Bereich, der ausgebaut wird.

Öffentliche Einrichtungen

Behörden

In Warburg sind Behörden verschiedener Instanzen vertreten.

Weitere Institutionen

Einer anderen Kategorie der öffentlichen Einrichtungen sind das städtische Krankenhaus St. Petri sowie der Landesbetrieb Wald und Holz NRW, Waldinformationszentrum Hammerhof in Warburg-Scherfede zuzuordnen. Das Informationszentrum besitzt verschiedene Einrichtungen u.a. ein Wildgehege mit verschiedenen heimischen, bzw. einst heimischen Wildtierrassen.[48]

Die 12 öffentlichen Büchereien in Warburg und in den Ortsteilen kooperieren und besitzen einen gemeinsame Internetkatalog. Es gibt keine zentrale Stadtbücherei, sondern eine Gruppe von katholischen, einer kommunalen und einer evangelischen Bücherei, verteilt auf mehrere Stadtteile. Insgesamt gibt es 32,000 Medien zur Ausleihe.

Das St. Petri Krankenhaus liegt an der Hueffertstrasse und wurde 1923/26 an der Stelle erbaut. Später wurde das Gebäude erweitert und ein Neubau kam 1970 hinzu. Das Krankenhaus hat 153 Betten. Der Träger des Krankenhauses war bislang ein Zweckverband (Kreis und Stadt), zukünftige Träger wird die Rhön Klink sein.

Feuerwehr

Die Stadt Warburg verfügte bereits im Mittelalter über organisierte Löschkräfte aus der Bürgerschaft. Mit der „Preußischen Feuerordnung" wurden zu Beginn des 19. Jahrhunderts auch die umliegenden Gemeinden verpflichtet, Grundvoraussetzungen für die Brandbekämpfung zu schaffen. Ab ca. 1850 bildeten sich im heutigen Stadtgebiet Warburg die ersten Strukturen heutiger Feuerwehren in Form von „Lösch- und Spritzenmannschaften“. Diese waren die Anfänge der heutigen Feuerwehren in Ossendorf und Scherfede. Nach dem Krieg 1870/71 waren es ehemalige Soldaten, welche die Idee der französischen Pompiercorps etablierten und Freiwillige Feuerwehren gründeten, so im Stadtteil Wormeln. Im Twistedorf Welda, dem südlichsten Stadtteil, wurde die Feuerwehr erstmalig im Jahre 1882 erwähnt. In der Kernstadt Warburg wurde die Freiwillige Feuerwehr 1889 gegründet. In rascher Folge wurden nun in den Orten des Warburger Landes Freiwillige Feuerwehren gegründet. Nach dem Brand in Hohenwepel, 1912, war dies in Dössel, Hohenwepel und Menne der Fall.

Die heutige Freiwillige Feuerwehr der Stadt Warburg entstand 1975 aus der Feuerwehr Warburg und den Feuerwehren der Orte im Amt Warburg-Land. Die Feuerwehren Scherfede und Warburg wurden hier zu Löschzügen und die übrigen Feuerwehren zu Löschgruppen umstrukturiert.

Bildung

Der erste Schulunterricht wurde wohl in Pfarrschulen gegeben, die mit beiden Pfarrereien entstanden und bis zum 14. Jahrhundert in Stadtschulen überführt worden sind. Frühste belegbare Hinweise für Warburger Schulen gibt es aus dem Jahre 1317. Ab dem 16. Jahrhundert setzte sich die Humanistische Bildung in Warburg durch, insbesondere wurde deren Einführung durch Otto Beckmann bewirkt. Die Ausbildung der Mädchen wurde von der Genossenschaft der Beginen im 14. Jahrhundert begonnen. Erst ab 1665 wurde der öffentliche Unterricht für Mädchen eingeführt. Für die umliegenden Ortschaften ist der öffentliche Schulunterricht erst ab dem 17. Jahrhundert belegt.[49]

Das Gymnasium Marianum (siehe Schulgeschichte im Artikel selbst) war ein überregional bekanntes humanistisches Gymnasium. Die auswärtigen Schüler waren in internatsähnlichen Einrichtungen in der Stadt untergebracht. Die Personen, die in Warburg wohnten (s.a. u. Weitere Persönlichkeiten) waren meist Schüler oder Lehrer auf dieser Schule.

Das heutige Hüffertgymnasium war lange Zeit eine mittlere Mädchenschule und wurde erst nach 1955 ein Mädchengymnasium. Heute ist es ein Gymnasium für Mädchen und Jungen.

Die Graf-Dodiko-Schule, Katholische Grundschule der Stadt Warburg, ist eine Grundschule am Graf-Dodiko-Weg. Unter dem Namen Neustadtschule wurde sie 1894 am ehemaligen Schulweg eröffnet. Mit der 1975 erfolgten kommunalen Neugliederung wurde der Weg in Graf-Dodiko-Weg, nach dem Erbauer der Warburger Burg auf dem Burgberg, umbenannt, an dem seitdem die Katholische Grundschule Warburg lag. Am 7. September 2007 erfolgte die Umbenennung der Schule in den heutigen Namen Graf-Dodiko-Schule. [50]

Weitere Bildungseinrichtungen sind:

Ansässige Unternehmen

Warburg liegt als wirtschaftliches Mittelzentrum in einem von der Landwirtschaft geprägten Raum. Von den ehemals zwei großen Nahrungsmittelproduzenten, Warburger Konservenfabrik und Zuckerfabrik, besteht heute nur noch die Zuckerfabrik. Sie gehört heute zur Südzucker AG[51] und produziert Biozucker. Die größten Industriezweige in Warburg sind heute die Automobiltechnik mit dem Unternehmen Benteler Automobiltechnik GmbH,[52] Stahl- und Maschinenbau, Chemie mit dem Farbenunternehmen Brauns-Heitmann GmbH,[53] Holzverarbeitung sowie die Verpackungsindustrie. Seit 1721 besitzt die Warburger Familie Kohlschein[54] das Braurecht. Ferner gibt es noch die Firma Germeta Heil- und Mineralquellen[55] in Germete.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

In Klammern: das Jahr in dem die Ehrenbürgerrechte verliehen wurden.

Söhne und Töchter der Stadt

Folgende Persönlichkeiten wurden in Warburg geboren:

Weitere Persönlichkeiten

Folgende Persönlichkeiten sind keine gebürtigen Warburger, haben aber in der Stadt gelebt und gewirkt:

Adel

Literatur

Wirtschaftsgeschichte
Periodika
 Commons: Warburg – Bilder, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. LDS NRW: Amtliche Bevölkerungszahlen
  2. Stadt Warburg: Warburg stellt sich vor
  3. Gemeindeforstamt Willebadessen: Unser Wald (Zugriff: 2008-04-07)
  4. Hans Joachim Betzer: Tschernosem-Relikte der Warburger Börde (Nordrhein-Westfalen). In scriptum. Arbeitsergebnisse aus dem Geologischen Dienst Nordrhein-Westfalen. Heft 12. Geologischer Dienst Nordrhein-Westfalen. Krefeld 2004. Bestellformular (Zugriff: 2008-04-07). ISSN 14305267
  5. Geologischer Dienst NRW: Geologie, Grundwasser, lagerstätten, Baugrund der Gemeinden in NRW. Warburg. (Zugriff: 2008-04-22)
  6. Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik NRW: Kommunalprofil Warburg
  7. Deutscher Wetterdienst: Monatliche Niederschlagswerte des Deutschen Wetterdienstes (1961–1990)
  8. Klima Bad Driburg, Monatshöchst- und Monatstiefstwerte der Periode 1996–2007, Mittlere Temperatur Mittel der Periode 1961–1990
  9. FindCity.de: Zahlen/Daten/Fakten zur Stadt Warburg (Zugriff: 2008-04-24)
  10. Hauptsatzung der Stadt Warburg vom 5. November 1999 in der Fassung Änderung vom 26. Januar 2005
  11. Stadt Warburg: Die Warburger Stadtteile (Zugriff 2008-04-25)
  12. Warburg.de: Warburg. lebens- und liebenswert (Zugriff: 2008-05-29)
  13. A. Gottlob: Geschichte der Stadt Warburg. 1936, S. 44ff
  14. Berger.gl: Der „Grote Breff“. Urkunde zur Vereinigung beider Städte Warburg mit hochdeutscher Übersetzung (Zugriff 2008-03-13)
  15. Ausschnitte aus der Geschichte der Juden in Warburg, In: Franz Mürrmann (Hrsg.): Die Stadt Warburg 1036-1986. Beiträge zur Geschichte einer Stadt. 2. Bd. Warburg 1986.
  16. Berthold Zünkler: Warburg - in jenen Tagen. Das Kriegsende 1945 im Altkreis Warburg. Warburg 1982. (Hrsg. Franz Mürrmann)
  17. Verwaltungsgeschichte.de: Landkreis Warburg. (Zugriff 2008-03-13)
  18. Albert Kröger: Warburger Platt, in: Heinrich Gehle (Hrsg.): Wörterbuch der westfälischen Mundarten, Westfälischer Heimatbund, Münster 1977.
  19. Stadt Warburg: Junge aus Warburg bleibt unvergessen. Zur Einweihung des Emil-Herz-Platzes vor dem jüdischen Friedhof. (Zugriff 2008-03-13)
  20. Statistisches Landesamt Nordrhein-Westfalen: Gemeindestatistik des Landes Nordrhein-Westfalen: Bevölkerungsentwicklung 1816–1871. Düsseldorf 1966, S. 209.
  21. Statistisches Landesamt Nordrhein-Westfalen: Gemeindestatistik des Landes Nordrhein-Westfalen: Bevölkerungsentwicklung 1871–1961. Düsseldorf 1964, S. 428–429.
  22. Statistisches Landesamt Nordrhein-Westfalen: Die Wohnbevölkerung in den Gemeinden Nordrhein-Westfalens 1970 : Ergebnisse der Volkszählung am 27. Mai 1970. Düsseldorf 1972, S. 45.
  23. Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen: Sonderreihe zur Volkszählung 1987 in Nordrhein-Westfalen, Band 1.1: Bevölkerung, Privathaushalte und Erwerbstätige. Düsseldorf 1989, S. 110.
  24. Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen: Landesdatenbank Nordrhein-Westfalen
  25. Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik NRW: Kommunalprofil Warburg
  26. Der Landeswahlleiter informiert: Endgültiges Ergebnis für Warburg, Stadt
  27. International Civic Heraldry site: Deutsche Wappen (Gemeindewappen/Kreiswappen). German Civic Heraldry. Warburg., darin s.a. Referenz: K. Stadler: Deutsche Wappen 1964-71
  28. Stadt Warburg: Hauptsatzung der Stadt Warbrug
  29. Stadt Warburg: Theater-Mix in Warburg ist erfolgreich, zur Theatersaison 2007/2008 (Zugriff: 2008-05-22)
  30. Warburg Touristik: Geschichte und Kultur (Zugriff: 2008-04-22)
  31. Warburger Stadt- und Jugendorchester e.V.: Geschichte (Zugriff: 2008-04-01)
  32. Website des Festivals Art of Darkness (Zugriff: 2008-04-01)
  33. Website des Festivals Rock gegen Regen
  34. Webseite des Kulturforums Warburg e.V.
  35. Bezirksregierung Detmold: Naturschutzgebiet "Desenberg" (Zugriff: 2008-04-01)
  36. Bezirksregierung Detmold: Naturschutzgebiet "Desenberg" (Zugriff: 2008-04-01)
  37. Anne Herden-Hubertus: Ein Künstlerdenkmal in Warburg. Der Eisenhoit-Brunnen, In: Denkmalpflege in Westfalen-Lippe, 02/07, LWL. Münster, S. 28ff
  38. Foto vom Altstädter Marien-Brunnen
  39. Webring-Warburg: Bilder von der Wasserwippe auf dem Kälkenfest 2003. (Zugriff: 2008-05-22])
  40. Stadt Warburg: Veranstaltungen - 60. Warburger Oktoberwoche (Zugriff: 2008-04-01)
  41. Sportfreunde Warburg 08: Mannschaften (Zugriff: 2008-04-01)
  42. Stadt Warburg: Sportarten (Zugriff: 2008-05-22)
  43. Sportfreunde Warburg 08: Anreise (Zugriff: 2008-0-01)
  44. Stadt Warburg: Nordic-Walking Park Warburg (Zugriff: 2008-04-01)
  45. Neue Westfälische; NW-News.de: NW-Intern (Zugriff: 2008-04-22)
  46. Werbegemeinschaft Warburg e.V.: Desenberg-Bote (Zugriff: 2008-04-26)
  47. Website des Veranstaltungsmagazins Wildwechsel (Zugriff: 2008-04-26)
  48. Webseite des Waldinformationszentrums Hammerhof, Landesbetrieb Wald und Holz NRW. (Zugriff: 2008-05-08)
  49. A. Wiegard: Das Schulwesen der Stadt Warburg in fürstbischöflicher Zeit. Regensbergsche Buchhandlung, Münster 1913.
  50. Stadt Warburg: Graf Dodiko zieht in die Schule - Offizielle Umbenennung der Katholischen Grundschule mit großer Ausstellung (Zugriff: 20. September 2007)
  51. Südzucker AG: Standorte der Südzucker AG / Standorte des Südzucker Konzerns (Zugriff: 2008-04-26)
  52. Benteler AG: Deutschland. Benteler Automobiltechnik in Deutschland (Zugriff: 2088-04-26)
  53. Brauns-Heitmann GmbH & Co. KG: Über uns (Zugriff: 2008-04-26)
  54. Website der Warburger Brauerei (Zugriff: 2008-04-26)
  55. Website der Heil- und Mineralquellen Germete GmbH (Zugriff: 2008-04-26)