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Gliese 436

Gliese 436
Beobachtungsdaten
Epoche: 2000
Sternbild Löwe
Rektaszension 11h 42m 11s  
Deklination +26° 42′ 23″  
Scheinbare Helligkeit 10,67m 
Typisierung
Spektralklasse M2,5 V 
B-V Farbindex 1,52 
Astrometrie
Entfernung 

33,4 ± 0,8 LJ
(10,2 ± 0,2 pc)

Absolute Helligkeit 10,63 MV
Eigenbewegung 
Physikalische Eigenschaften
Masse 0,41 ± 0,05 M 
Radius 0,42 R 
Oberflächentemperatur 3.350 ± 300 K 
Metallizität - 0,32 
Andere Bezeichnungen

Benutzer:Augiasstallputzer/Linkseiten/InfoSternZiel

Gliese 436 ist ein Sonnensystem, das sich in einer Entfernung von 10,2 Parsec (etwa 33 Lichtjahre) im Sternbild Löwe befindet. Es besteht aus dem Zentralgestirn Gliese 436 a und mindestens zwei Planeten, Gliese 436 b und Gliese 436 c.

Der Stern

Gliese 436 a ist ein Stern der Spektralklasse M2,5 V und gehört damit zu den Roten Zwergen. Trotz seiner relativen Nähe zur Sonne ist Gliese 436 a daher mit einer scheinbaren Helligkeit von nur 10,67 relativ leuchtschwach und kann mit bloßem Auge nicht gesehen werden. Der Stern ist deutlich älter als unsere Sonne, seine Oberflächentemperatur ist mit etwa 3.350 K um einiges geringer; außerdem zeigt der Stern nur eine geringe magnetische Aktivität in seiner Chromosphäre.

Die Planeten

Der Planet Gliese 436 b wurde im Jahr 2004 durch Messung der Radialgeschwindigkeit des Sterns entdeckt. Der Planet umrundet sein Zentralgestirn in einem Abstand von lediglich 0,02872 AE (ca. 4,3 Mio. km) alle 2 Tage, 15 Stunden und 27 Minuten auf einer Bahn mit einer Exzentrizität von 0,15. Er hat eine Masse von 0,072 Jupitermassen und einen Durchmesser von 0,38 Jupiterdurchmessern, also etwa 54.000 km; damit ist er von der Größe her mit den Planeten Uranus und Neptun vergleichbar. Möglicherweise existiert in diesem Planetensystem auch noch ein weiter außen gelegener Planet. Dafür gibt es Hinweise sowohl bei der Auswertung der Radialgeschwindigkeiten des Zentralgestirns als auch durch die Tatsache der für eine so weit innen liegende Planetenbahn eher ungewöhnlichen Exzentrizität; in anderen Fällen werden vergleichbare Planeten durch Gezeitenkräfte meist auf kreisförmige Bahnen gezwungen. Mit Hilfe des Spitzer-Weltraumteleskops konnte bei Gliese 436 b der Durchmesser bei einem Transit des Planeten relativ genau bestimmt werden. In Verbindung mit gängigen Planetenmodellen legen diese Daten einen Aufbau ähnlich dem des Neptun nahe.