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Hubert Burda Media

Hubert Burda Media ist einer der größten Verlags- und Medienkonzerne Deutschlands, der auch auf dem internationalen Markt von Bedeutung ist. Die rund 7.000 Mitarbeiter der Unternehmensgruppe erwirtschafteten 2006 einen Außenumsatz von 1,6029 Milliarden Euro. Davon entfielen 65,1 % auf das Zeitschriftengeschäft. Hauptstandorte sind Offenburg, München und Hamburg.

Hubert Burda Media Holding GmbH & Co. KG
Unternehmensform GmbH & Co. KG
Gründung 1903
Unternehmenssitz München, Offenburg
Unternehmensleitung
Mitarbeiter 7.084 (2006)
Umsatz 1,602 Mrd. EUR (2006)
Branche Medien
Produkte

Publikumszeitschriften, Druckereien, Hörfunk, Fernsehen, Internet, Corporate-Publishing, Direktmarketing

Website www.burda.de

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Ab 1903 betrieb Franz Burda sen. zunächst in Philippsburg, ab 1908 dann in Offenburg eine kleine Druckerei. Sein Sohn, Senator Dr. Franz Burda, gründete 1927 in Anlehnung an den Namen der Süddeutschen Rundfunk AG (SÜRAG) die Zeitschrift Die Sürag, die sich im Untertitel „die grosse Radio-Zeitschrift“ nannte. 1929, nach dem Tod seines Vaters, übernahm Franz Burda das Unternehmen. Die Sürag erreichte 1933 eine Auflage von 60.000 Exemplaren.

1938 erfolgte während der „Arisierung“ die Übernahme der Tiefdruckerei „Gebrüder Bauer“, (Inhaber Berthold Reiss). Franz Burda und Karl Fritz, Inhaber des Südwestdrucks in Karlsruhe, erwarben die Druckerei für 800.000 Reichsmark.

1942 wurde die Produktion der Sürag wegen des Zweiten Weltkriegs eingestellt. Burda druckte Generalstabskarten von Nordafrika und Frankreich.

Ab 1945 druckte Burda Schulbücher und Briefmarken für die französische Besatzungszone sowie die französische Soldatenzeitung „Revue d'Information“. In den folgenden Jahren baute Franz Burda das Unternehmen zum Verlagskonzern Burda Holding aus und schuf viele der bis heute erscheinenden Zeitschriften.

1948 erschien zum ersten Mal die Zeitschrift „Das Ufer“, die Vorläuferin der Illustrierten Bunte. Parallel dazu baute seine Ehefrau Aenne Burda ab 1949 mit Burda Moden den weltweit größten Verlag für Modepublikationen auf. 1967 erhielt der Sohn Hubert Burda die Einzelprokura im Verlag. 1973 berief Franz Burda sen. seine Söhne zu geschäftsführenden Gesellschaftern.

1986 starb Franz Burda im Alter von 83 Jahren. Die Söhne Franz Burda und Frieder Burda übernahmen die Beteiligungen am Springer Verlag, an amerikanischen Druckereien, an Papierfabriken und an einigen anderen Unternehmen. Dr. Hubert Burda übernahm das Stammgeschäft mit den Verlagen und den Druckereien in Deutschland und Frankreich.

1987 wurde Hubert Burda Vorstandsvorsitzender und Alleingesellschafter; sein Stellvertreter wurde Jürgen Todenhöfer. 1994 übergab Aenne Burda ihm auch die Geschäftsführung von Burda Moden.

1996 wurde die Druckerei in Darmstadt geschlossen, 600 Mitarbeiter entlassen, eine Druckmaschine nach Offenburg und 2 andere nach Bratislawa gebracht, die Drucker in Offenburg mussten das so genannte Burdamodell unterschreiben.

Nach einem erfolglosen Internet-Engagement (Gründung von Europe Online 1994) konzentrierte man sich wieder auf das Kerngeschäft im Printbereich und firmierte die Holding 1999 in Hubert Burda Media um.

Im Jahr 2000 wurde der Burda Medien Park in Offenburg eingeweiht. Die Betriebsleistung von Hubert Burda Media lag erstmals über 3 Milliarden DM.

Im Jahr 2005 wurde ein neues Druckzentrum in Offenburg in Betrieb genommen. Daraufhin wurden 192 Mitarbeiter entlassen.

Unternehmensstruktur

Um zu verdeutlichen wie komplex die Zusammenhänge der Körperschaften der Hubert Burda Media sind, sei das Beispiel der deutschen Ausgabe des Playboy genannt. Im Jahr 2001 startet Playboy.de als Joint Venture der FOCUS Digital AG und der amerikanischen Playboy.com Inc. Später fusionieren FOCUS Digital AG und TOMORROW Internet AG zum größten Internet-Medienkonzern Deutschlands, der TOMORROW FOCUS AG; der Playboy erscheint seit Januar 2003 in einer gemeinsamen Tochtergesellschaft des FOCUS Magazin Verlags und der TOMORROW FOCUS AG, der Playboy Deutschland Publishing GmbH.

Wichtige Körperschaften sind u.a.

Der Burda-Verlag ist seit 1995 in sogenannte Profitcenter gegliedert.

Beteiligungen und Kooperationen

Produkte

Hubert Burda Media bringt mit ihren Verlagspartnern 260 Zeitschriften und Zeitungen in 27 Ländern heraus. Viele Produkte des Burda-Verlages setzen definitionsgemäß auf Massenwirksamkeit und verzichten auf zu komplexe oder umstrittene Themenbereiche. Bei der Finanzierung spielen, wie bei allen großen Verlagen, Werbeeinnahmen eine bedeutende Rolle. Hubert Burda Media ist außerdem an mehreren Radiosendern beteiligt, produziert eigene TV-Formate und betreibt verschiedene Websites.

General-Interest-Zeitschriften und Zeitungen

Zielgruppenzeitschriften

Special-Interest-Zeitschriften

TV- und Radiosender

Burda Broadcast hält folgende direkte Beteiligungen an Radioprogrammen:

Die Studio Gong-Gruppe wiederum hält folgende Beteiligungen:

Über die FOCUS TV Produktions GmbH werden folgenden Fernsehformate produziert (in Klammern die Sender, auf denen die Formate laufen):

Ein weiteres TV-Format ist:

Daneben hält Hubert Burda Media 51% am österreichischen Fernsehsender Austria 9 TV.

Internetpräsenzen

In der STARnetONE GmbH zusammengefasst sind die Internet-Angebote:

Die wichtigsten Internetpräsenzen der Burda Social Brands GmbH:

Wichtige Beteiligungen über die Beteiligungsgesellschaft Burda Digital Ventures:

Siehe auch