Heim

Upanishaden

Schriften des
Hinduismus

Shruti

  1. Rigveda
  2. Samaveda
  3. Yajurveda
  4. Atharvaveda

Smriti

Die Upanishaden (Sanskrit, f., उपनिषद्, upaniṣad, wörtl. „das Sich-in-der-Nähe-Niedersetzen“; gemeint ist damit: „sich zu Füßen eines Lehrers (Guru) setzen“, aber auch geheime, belehrende Sitzung) sind eine Sammlung philosophischer Schriften des Hinduismus und Bestandteil des Veda.

Inhaltsverzeichnis

Schriften und Inhalt

Es existieren rund 150 Upanishaden, wovon 108 offiziell anerkannt werden. Die Texte wurden sowohl in Prosa als auch in Versform verfasst. Es wird angenommen, dass die Upanishaden zwischen 700 v. Chr. und 200 v. Chr. entstanden sind.

Einige sehr frühe Upanishaden sind:

Die Upanishaden beschäftigen sich mit dem Wesen von Brahman, der universellen Weltenseele, von der Atman eine Reflexion in jedem Wesen ist, die innerste Essenz eines jedes Individuums. Brahman – und damit auch Atman – ist unvergänglich, unsterblich, unendlich, ewig, rein, unberührt von äußeren Veränderungen, ohne Anfang, ohne Ende, unbegrenzt durch Zeit, Raum und Kausalität, ist reines Sat-Chit-Ananda (Sac-Cid-Ananda), reines Sein, Existenz an sich (Sat), Bewußtsein, Verstehen (Chit) und Wonne, reines Glück (Ananda)[1].

Charakteristika des Gedankenguts der Upanishaden:

Die Upanishaden haben sich textgeschichtlich aus den Brahmanas (Ritualtexte) entwickelt (und sind teilweise auch Bestandteil von ihnen). Während die Brahmanas sich hauptsächlich mit Opferritualistik beschäftigen, werden in den Upanishaden Zweifel an diesem System des korrekt (und mechanisch) ausgeführten Opfers formuliert. Es ist das Bestreben spürbar, hinter die Dinge zu schauen.

Weitere Themen sind die Essenz und der Sinn des Daseins, verschiedene Arten der Meditation und der Gottesverehrung sowie Eschatologie, Erlösung und die Lehre von der Wiedergeburt Samsara.

Der deutsche Philosoph Arthur Schopenhauer empfand die Upanischaden als „[...] belohnendste und erhebendste Lektüre, die [...] auf der Welt möglich ist: sie ist der Trost meines Lebens gewesen und wird der meines Sterbens seyn.“ (Parerga und Paralipomena II, § 184)

Beispiele

Quellen

  1. siehe Nrsimha-Uttara-Tapaniya Upanishad, IV

Literatur