Heim

Eintracht Trier

SV Eintracht Trier 05
Voller Name SV Eintracht Trier 05
Spitzname(n) SVE
Gegründet 11. März 1905
Stadion Moselstadion
Plätze 10.254
Präsident Alfons Jochem, Ernst Wilhelmi
Trainer Werner Weiss
Liga Regionalliga West (07/08 aufgestiegen)
07/08 4. Platz (Oberliga Südwest)
Heim
Auswärts

Der Sportverein Eintracht Trier 05 e.v. ist ein deutscher Fußballverein aus Trier.

Inhaltsverzeichnis

Stammbaum

Der SV Eintracht Trier 05 entstand am 11. März 1905 durch Fusion der Trierer Vereine SV Westmark 05 und SV Eintracht 06.

Die 05er wurden auf den Tag genau 43 Jahre vor der Fusion von Ernst Vent, der als "Vater des Trierer Fußballs" gilt, als Trierer FC 05 gegründet. 1930 fusionierte der seit 1911 als SV Trier 05 bekannte Verein mit dem FV Kürenz und dem Polizei SV Trier zum SV Westmark 05. Von 1933 an spielten die Trierer drei Jahre lang in der Gauliga. Nach dem Abstieg wurden sie drei Mal in Folge Meister der Bezirksklasse Mittelrhein, scheiterten aber jedes Mal in der Aufstiegsrunde. Nach 1939 spielte der SV Westmark keine Rolle mehr.

Die 06er entstanden aus dem FC Moselland 06 Trier, der 1920 mit dem FV Fortuna 1910 zu den Vereinigten Rasenspielern 1906 und 1921 mit dem SV Alemannia 1909 zum SV Eintracht 06 Trier fusionierte. Dieser Verein spielte ebenfalls von 1933 bis 1936 in der Gauliga, stieg dann ebenfalls ab, kam aber anders als die 05er 1940 zurück und blieb bis 1944 erstklassig.

Erste Fusionsgedanken kamen bereits in den 30er Jahren auf, auch aufgrund eines Spiels zwischen der Trierer Stadtauswahl, die fast ausschließlich aus Spielern des SV Trier 05 und des SV Eintracht 06 bestand, gegen die Luxemburgische Fußballnationalmannschaft, das die Trierer am 3. Mai 1931 8:0 gewannen. Von 1943 bis Kriegsende bildeten beide Vereine schon eine Kriegsspielgemeinschaft. Offiziell vollzogen wurde die Fusion dennoch erst am 11. März 1948.

Sportliche Weiterentwicklung

Der neue Verein SV Eintracht Trier 05 war von Beginn an ein fester Bestandteil des hochklassigen südwestdeutschen Fußballs. Bis 1962 spielten die Trierer in der Oberliga Südwest, in der sie allerdings nie zur Spitzengruppe gehörten. Durch ihren Abstieg verpassten sie die letzte Saison dieser Liga, dennoch wurden sie 1963 in die neue Regionalliga Südwest aufgenommen. Hier begannen sie mit einem fünften und einem dritten Platz, fielen dann aber ins Tabellenmittelfeld zurück und mussten 1973, erneut ein Jahr vor der Auflösung der Liga, in die drittklassige Amateurliga Rheinland absteigen.

Nach der Vizemeisterschaft 1974 und zwei Meisterschaften in den unmittelbar folgenden Jahren stiegen die Trierer 1976 in die zwei Jahre zuvor gegründete Zweite Bundesliga auf. Im ersten Jahr wären sie sportlich abgestiegen, durften aber aufgrund des Rückzugs des SV Röchling Völklingen in der Liga bleiben. 1981 erreichten sie ihre beste Platzierung in der Zweiten Liga, mussten aber aufgrund der Reduzierung der Liga auf eine Staffel dennoch in die Oberliga absteigen. In der Folgesaison war man erstmals in der Nachkriegszeit nur die Nummer Zwei der Region hinter dem FSV Salmrohr.

In der Saison 1982/83 startete die Eintracht unter dem Trainer Horst Brand mit der zu dieser Zeit jüngsten Oberligamannschaft einen sportlichen Neuanfang. In den folgenden Jahren entwickelte sich die Trierer Mannschaft wieder zu einem der Top-Teams der Oberliga Südwest. 1984 erreichte man nach einer sehr guten Rückrunde den zweiten Platz und qualifizierte sich für die Deutsche Amateurmeisterschaft. Die folgenden beiden Spielzeiten schloss die Mannschaft jeweils als Dritter ab. Im Herbst 1985 schaffte Eintracht Trier mit einem 3:0 Erfolg beim amtierenden Cup-Verteidiger Bayer 05 Uerdingen überraschend den Einzug ins Achtelfinale des DFB-Pokals, wo man jedoch gegen Bayer 04 Leverkusen scheiterte.

1987 und 1993 hatten die Trierer als Südwestmeister die Chance, wieder in die Zweite Liga aufzusteigen, konnten sich aber in der Aufstiegsrunde nicht durchsetzen. 1988 und 1989 wurden sie jeweils durch ein 5:4 im Elfmeterschießen gegen den VfB Oldenburg sowie die SpVgg Bad Homburg Deutscher Amateurmeister.

Nach der dritten Südwestmeisterschaft 1994 hatte die Eintracht erneut die Chance zum Aufstieg in die Zweite Bundesliga. In der Aufstiegsrunde scheiterte Trier mehr oder weniger am Grünen Tisch, wo der DFB einen 1:0 Sieg gegen den SSV Ulm annullierte, da ein Trierer Betreuer angeblich einem Ulmer Spieler den Ball in den Unterleib geschossen haben soll. Als Meister war man jedoch für die neu vom DFB eingeführte Regionalliga West-Südwest qualifiziert. Hier gehörte Eintracht Trier bald zu den Spitzenvereinen und erreichte in der Saison 1998/1999 als Zweiter wieder die Aufstiegsrunde zur Zweiten Liga, musste aber gegen die Offenbacher Kickers den Kürzeren ziehen.

Der bis dato größte Erfolg der Trierer war die DFB-Pokal-Saison 1997/98, in der sie das Halbfinale erreichten. Auf dem Weg dorthin schlug die Eintracht in der zweiten Runde den amtierenden UEFA-Pokal-Sieger FC Schalke 04 und eine Runde später den amtierenden Champions-League-Sieger und späteren Weltpokalsieger Borussia Dortmund. Durch die knappe Halbfinalniederlage im Elfmeterschießen gegen Duisburg verpassten die Kicker von der Mosel nicht nur das Pokalfinale, sondern auch die damit verbundene Teilnahme am Europapokal der Pokalsieger.

Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten unter dem ehemaligen Präsidenten Hans-Joachim Doerfert musste die Eintracht 1999 die Insolvenz beantragen. Das Verfahren konnte erst im Folgejahr erfolgreich abgeschlossen werden. Ebenfalls 1999 konnte der Trierer Jung Paul Linz als Trainer gewonnen werden, was sich für den Verein letztlich als Glücksfall herausstellte: Nachdem 2001 der Wiederaufstieg am letzten Spieltag wieder knapp verpasst wurde, gelang am 11. Mai 2002 endlich die ersehnte Rückkehr in den Profifußball.

Sportlicher Niedergang

Der Niedergang der Eintracht begann mit dem Abstieg in die Regionalliga am 22. Mai 2005. In einem knappen Finale rettete sich Energie Cottbus durch die um ein Tor bessere Tordifferenz. Aufgrund des sportlichen Abstiegs und einer Handgreiflichkeit im Vereinslokal trat Trainer Paul Linz zurück. Neuer Trainer wurde der ehemalige Eintracht-Kapitän Michael Prus. Der Start in die Regionalliga mißlang, auch der Trainerwechsel zu Eugen Hach im Oktober 2005 konnte den erneuten Abstieg der Mannschaft nicht verhindern.

Die Saison 2006/07 bestritt der Klub in der Oberliga Südwest. Das Ziel war der direkte Wiederaufstieg in die Regionalliga. Es wurde als sportlicher Leiter Adnan Kevric und als Trainer Roland Seitz verpflichtet. Letzterer verließ den Verein jedoch bereits nach wenigen Spieltagen, um ein Angebot als Trainer beim Zweitligisten SC Paderborn anzunehmen und wurde durch Marco Pezzaiuoli ersetzt. Nach nur 8 Wochen übernahm Adnan Kevric das Amt als Trainer, nachdem Marco Pezzaiuoli 3 von 5 Spielen mit seiner Mannschaft verloren hatte. Vor der Winterpause 2006/07 entschied sich Adnan Kevric das Traineramt bis zum Saisonende zu übernehmen, erklärte allerdings bereits am 03. März 2007 seinen Rücktritt, nachdem Eintracht Trier zu Hause gegen den FV Engers mit 0:2 verlor und somit der sportlich und finanziell dringend benötigte Aufstieg in die Regionalliga Süd in weite Ferne gerückt war. Das Traineramt übernahm vorübergehend Herbert Herres, der bis dahin die A-Junioren von Eintracht Trier trainierte und Co-Trainer der ersten Mannschaft war. Nachdem am 3. April Herres von seinem Amt nach der 1:3 Niederlage gegen Wirges zurückgetreten war wurde bereits am 05. April ein neuer Trainer vorgestellt. Der ehemalige Spieler von Eintracht Trier Werner Kartz übernahm bis Saisonende die 1. Mannschaft. Unter seiner Leitung fand die Mannschaft wieder in die Spur zurück und schaffte am 7. Juni 2007 durch ein 2:1 nach Verlängerung gegen den TuS Oberwinter im Krufter Vulkanstadion den Gewinn des Rheinlandpokals. Damit war die Qualifikation für die 1. Hauptrunde des DFB-Pokals geschafft, in welcher man am 5. August im ausverkauften Moselstadion allerdings gegen den Bundesligisten FC Schalke 04 mit 0:9 unterging.

Sportliche Entwicklung

Zur Saison 2007/08 wurde die Mannschaft neu formiert und Werner Weiss als Trainer verpflichtet. Das Saisonziel ist Platz 1 bis 4, welcher die Qualifikation für die neue Regionalliga West bedeutet. Zu Beginn der aktuellen Saison legte die Eintracht eine Serie mit acht Siegen aus acht Spielen hin. Nach 2 Unentschieden gegen den 1. FC Saarbrücken und die SF Köllerbach musst man im 11. Spiel am 6. Oktober 2007 bei der SpVgg EGC Wirges die erste Saisonniederlage hinnehmen. Die Saison verlief weitgehend positiv. Am Ende konnte die Eintracht letztlich am 24. Mai 2008 durch einen 5:0 Erfolg gegen die SG Eintracht Bad Kreuznach den 2. Tabellenplatz sichern und den Aufstieg in die neu gestaltete vierte Liga perfekt machen. Außerdem gewann Eintracht Trier am 04. Juni 2008 den Rheinlandpokal. Eintracht Trier gewann im Finale gegen die zweite Mannschaft der TuS Koblenz mit 2:0 (n.V.). Trier ist damit nun alleiniger Rekordhalter mit acht Pokalsiegen. Durch die Regelung, dass Zweitmannschaften ab nächster Saison nicht mehr am DFB-Pokal teilnehmen dürfen, war Eintracht Trier schon vor dem Finale erneut für den DFB-Pokal 2008/09 qualifiziert.

Ligenverlauf

Saison Liganiveau Liga Platz Tore Punkte
1948/49 1 Oberliga Südwest (Nord) 7. 46:62 20-28
1949/50 1 Oberliga Südwest 12. 45:72 22-38
1950/51 1 Oberliga Südwest 6. 51:43 31-21
1951/52 1 Oberliga Südwest 6. 58:52 32-28
1952/53 1 Oberliga Südwest 13. 43:66 23-37
1953/54 1 Oberliga Südwest 10. 57:66 26-34
1954/55 1 Oberliga Südwest 11. 45:59 24-36
1955/56 1 Oberliga Südwest 12. 47:57 25-35
1956/57 1 Oberliga Südwest 12. 41:56 26-34
1957/58 1 Oberliga Südwest 14. 39:56 24-36
1958/59 1 Oberliga Südwest 8. 54:61 28-32
1959/60 1 Oberliga Südwest 14. 37:75 22-38
1960/61 1 Oberliga Südwest 13. 39:50 26-36
1961/62 1 Oberliga Südwest 15. 28:78 19-41
1962/63 2 2. Oberliga Südwest 2. 75:41 41-19
1963/64 2 Regionalliga Südwest 5. 72:68 43-33
1964/65 2 Regionalliga Südwest 3. 67:27 48-20
1965/66 2 Regionalliga Südwest 13. 44:49 25-35
1966/67 2 Regionalliga Südwest 5. 67:48 38-22
1967/68 2 Regionalliga Südwest 8. 57:46 32-28
1968/69 2 Regionalliga Südwest 10. 47:45 28-32
1969/70 2 Regionalliga Südwest 10. 36:48 28-32
1970/71 2 Regionalliga Südwest 11. 53:68 24-36
1971/72 2 Regionalliga Südwest 13. 51:71 24-36
1972/73 2 Regionalliga Südwest 15. 34:83 12-48
1973/74 3 Amateurliga Rheinland 2. 86:47 39-21
1974/75 3 Amateurliga Rheinland 1. 63:29 44-20
1975/76 3 Amateurliga Rheinland 1. 84:35 45-15
1976/77 2 2. Bundesliga Süd 17. 46:68 28-48
1977/78 2 2. Bundesliga Süd 12. 58:64 35-41
1978/79 2 2. Bundesliga Süd 10. 58:57 36-40
1979/80 2 2. Bundesliga Süd 15. 60:57 36-44
1980/81 2 2. Bundesliga Süd 8. 56:52 41-35
1981/82 3 Oberliga Südwest 6. 60:42 49-31
1982/83 3 Oberliga Südwest 6. 80:54 48-28
1983/84 3 Oberliga Südwest 2. 71:35 48-20
1984/85 3 Oberliga Südwest 3. 70:38 48-20
1985/86 3 Oberliga Südwest 3. 77:30 52-16
1986/87 3 Oberliga Südwest 1. 81:29 50-18
1987/88 3 Oberliga Südwest 2. 76:24 52-16
1988/89 3 Oberliga Südwest 2. 83:31 52-16
1989/90 3 Oberliga Südwest 5. 63:42 40-28
1990/91 3 Oberliga Südwest 2. 71:27 52-16
1991/92 3 Oberliga Südwest 3. 62:33 44-24
1992/93 3 Oberliga Südwest 1. 92:19 57-11
1993/94 3 Oberliga Südwest 1. 77:26 51-17
1994/95 3 Regionalliga West/Südwest 7. 50:48 38-30
1995/96 3 Regionalliga West/Südwest 15. 38:53 38
1996/97 3 Regionalliga West/Südwest 9. 41:45 43
1997/98 3 Regionalliga West/Südwest 5. 56:41 54
1998/99 3 Regionalliga West/Südwest 2. 62:37 60
1999/2000 3 Regionalliga West/Südwest 5. 54:47 60
2000/01 3 Regionalliga Süd 4. 48:43 57
2001/02 3 Regionalliga Süd 2. 51:34 59
2002/03 2 2. Bundesliga 7. 53:46 48
2003/04 2 2. Bundesliga 11. 46:51 45
2004/05 2 2. Bundesliga 15. 39:53 39
2005/06 3 Regionalliga Süd 16. 41:58 36
2006/07 4 Oberliga Südwest 5. 59:44 53
2007/08 4 Oberliga Südwest 4. 61:30 67
2008/09 4 Regionalliga West

Kader der Saison 2007/2008

Tor

Abwehr

Mittelfeld

Angriff

Trainerstab

Bekannte ehemalige Spieler

Stadion

Das 1934 gebaute Trierer Moselstadion befindet sich inmitten einer Sportanlage mit mehreren Sportplätzen. Es fasst 10.254 Zuschauer, hiervon jeweils ca. 2.000 überdachte Steh- und Sitzplätze. Der Komfort wurde nach und nach verbessert, so erhielt z. B. das Stadion 1998 anlässlich des DFB-Pokal-Halbfinales gegen Duisburg Flutlichtmasten.

Da das Stadion nicht mehr den Lizenzbestimmungen der DFL entspricht, hatte man in Trier den Bau eines neuen und modernen Stadions geplant. Nach dem Abstieg aus dem bezahlten Fußball ist damit aber vorerst nicht mehr zu rechnen.

Die größten Erfolge

In der ewigen Tabelle der 2. Bundesliga belegt die Eintracht mit 294 Spielen den 34. Platz.

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