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Stroboskop

Ein Stroboskop (griechisch strobos = Drehen, (Herum)wirbeln, skopein - betrachten) ist ein Lichtblitzgerät, das Lichtblitze in sehr regelmäßigen zeitlichen Abständen abgibt, wodurch bei dunkler Umgebung Bewegungen abgehackt als eine Abfolge von stehenden Bildern erscheinen. Das Stroboskop existiert in verschiedenen Ausführungen für verschiedene Anwendungszwecke.

Das Stroboskop ist auf die Entdeckung des stroboskopischen Effekts zurückzuführen. Dieser Effekt verursacht eine optische Täuschung für den Menschen, der gemeinhin auf die Nachbildwirkung im menschlichen Gehirn zurückgeführt wird. Der Effekt ist unter anderem auch für die Bewegungswahrnehmung im Film verantwortlich.

Ursprünglich war das Stroboskop ein 1832 von Simon Ritter von Stampfer erfundenes Gerät, das sich dem stroboskopischen Effekt zur Animation von Bildern bediente. Er selbst bezeichnete es unter anderem als „stroboskopische Scheiben“, womit er letztlich den Begriff „Stroboskop“ in der Wissenschaft etablieren konnte. Der breiten Masse war das Gerät jedoch als „Zauberscheiben“ oder „Lebensrad“ bekannt.

Anwendungen

Funktion

Das Stroboskop gibt Lichtblitze in sehr regelmäßigen zeitlichen Abständen ab. Ist die Umgebung dunkel genug, wird sich das Auge auf die durch das Stroboskop erzeugte Helligkeit einstellen und daher nur Bilder sehen, wenn ein solcher Blitz die Szenerie beleuchtet. Es entstehen abgehackt erscheinende Bewegungen, die als eine Abfolge von stehenden Bildern erscheinen.

Beim Einsatz des Stroboskops zur Geschwindigkeitsmessung ist am zu beobachtenden Gegenstand ein regelmäßiges Raster anzubringen. Bewegt sich dieses in der Zeit zwischen zwei Blitzen um genau eine Rasterweite oder ein ganzzahliges Vielfaches davon weiter, so ist im Licht stets das gleiche Muster zu beobachten das dann stillzustehen scheint. Sind sowohl das Blitzintervall als auch die Rasterweite bekannt, so kann die Drehgeschwindigkeit aus den pro Intervall vorbeiziehenden Rasterpunkten oder -linien errechnet werden.

Für die Justierung eines Plattenspielers wird die Eigenschaft des menschlichen Sehsinnes ausgenutzt, nur eine begrenzte Anzahl von Bildern in der Sekunde wahrnehmen zu können. Dadurch werden Abweichungen der Drehgeschwindigkeit als geringe Verschiebungen des Rasters interpretiert. So lässt sich am Plattenspieler ein Vor- oder Nachlaufen beobachten und durch Nachregulierung bis zum scheinbaren Stillstand der dargestellten Linienmuster die korrekte Abspielgeschwindigkeit erreichen.

Quellen

  1. Beschreibung des Fernschreibers Lo15, Einstellung der Geschwindigkeit, Seite 22 PDF
  2. http://catbull.com/alamut/Lexikon/Mittel/tma.htm