Heim

Lebring-Sankt Margarethen

Wappen Karte
Basisdaten
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Leibnitz (LB)
Fläche: 7,59 km²
Koordinaten: 46° 52′ N, 15° 32′ OKoordinaten: 46° 51′ 49″ N, 15° 31′ 40″ O
Höhe: 286 m ü. A.
Einwohner: 1974 (1. Jan. 2006)
Bevölkerungsdichte: 260 Einwohner je km²
Postleitzahl: 8403
Vorwahl: 03182
Gemeindekennziffer: 61021
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Grazerstraße 1
8403 Lebring-Sankt Margarethen
Offizielle Website:
lebring-st-margarethen.at
Politik
Bürgermeister: Johann Weinzerl (ÖVP)
Gemeinderat:
(15 Mitglieder)
ÖVP,3 SPÖ, FPÖ

Lebring-Sankt Margarethen ist eine steirische Marktgemeinde mit 1919 Einwohnern (VZ 2001) und liegt im Bezirk Leibnitz.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Lebring ist etwa vier Kilometer von Wildon und acht Kilometer von der Stadt Leibnitz entfernt.

Katastralgemeinden sind Lebring, St. Margarethen bei Lebring und Bachsdorf.

Geschichte

Im Jahr 1066 wird eine Kirche „innerhalb der Hengistburg“ urkundlich erwähnt. Ob es sich dabei um St. Margarethen handelte, ist nicht sicher. In jedem Fall wurde im Jahr 1136 die Kirche zur heiligen Margaretha an das Stift Suben übertragen. Die Pfarre, die die Orte Lebring und St. Margarethen umfasste, wurde bis zu den Reformen Josephs II. (1784) von des Chorherren des Stifts betreut. Im Jahre 1896 wurde die Freiwillige Feuerwehr gegründet. Die Gründung der Raiffeisenkasse St. Margarethen bei Lebring fand 1899 statt. 1902 erfolgte die Errichtung des Elektrizitätswerks Lebring. Im Jahre 1915 wurde ein riesiges Barackenlager gebaut, die großen Baracken wohl hundert an der Zahl wurden in vier quadtratischen Gruppen geteilt und waren für militärische Zwecke bereit. Hauptzweck der Unterkünfte war in erster Linie die Unterbringung des Kaders bzw. des Ersatzbataillons des bosn.-herzogw. Infanterie Regimentes Nr. 2. Ein großer Teil des Lagers diente als Kriegsgefangenenlager. Ein eigener Gendarmerieposten wurde 1919 errichtet. 1973 entstand die Feuerwehrschule Lebring. Bundespräsident Dr. Rudolf Kirschläger eröffnete im Jahre 1974 das Philips-Farbbildröhrenwerk in Lebring. Die feierliche Eröffnung der Hauptschule fand im Jahr 1978 statt. Seit 1992 hat das Landesfeuerwehrkommando für Steiermark seinen Sitz in Lebring. 1994 erfolgte die Markterhebung des Ortes.

Wirtschaft und Infrastruktur

Auf die Gemeinde entfallen zwölf Prozent aller Arbeitsplätze des sekundären Sektors im Bezirk Leibnitz. In der Umgebung bekannt ist Lebring für den Gady-Markt, eine Veranstaltung bei der landwirtschaftliche Maschinen, Traktoren und Autos ausgestellt werden, verbunden mit einem Zeltfest und Rummelplatz-Betrieb. In Lebring befindet sich auch die Feuerwehr- und Zivilschutzschule Steiermark.

Per Bahn kann man Lebring mit den Regionalzügen Richtung SpielfeldStraß in etwa 30 Minuten erreichen. Lebring liegt am Murradweg. An der Mur befindet sich ein Flusskraftwerk, dessen Aulandschaft im leicht aufgestauten Bereich von Wasservögeln als Zuflucht und Brutplatz genutzt wird.

Landschaft

Der langgestreckte Rücken des Buchkogels beherrscht als Wahrzeichen die Ebenen am Mittellauf der Mur (Fluss). Seine höchste Erhebung misst 550 Meter. Erdgeschichtlich ist der Berg ein Riff aus dem Panonischen Meer der Tertiärzeit. An der Ostseite des Berges, am Übergang des Steilabfalles in den flachen Hang, wird die Brandungskehle des urzeitlichen Meeres heute noch sichtbar.

Sonstiges

Lebring hat einen eigenen Fußballverein, den SV Lebring. Im Ort befindet sich der Golfplatz Gut Murstätten. Der Ort verfügt auch über einen traditionellen Musikverein, die Trachtenkapelle Lebring-St. Margarethen.