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Gelsenkirchen

Wappen Deutschlandkarte
Leitmotiv: Gelsenkirchen: Herz im Revier voll Kraft und Zauber
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Münster
Landschaftsverband: Westfalen-Lippe
Regionalverband Ruhr
Kreis: Kreisfreie Stadt
Fläche: 104,84 km²
Einwohner: 266.772 (31. Dezember 2006)[1]
Bevölkerungsdichte: 2.545 Einwohner je km²
Höhe: 25-95 m ü. NN
Postleitzahlen: 45801-45899
(alt: 4650 und 4660)
Vorwahl: 0209
Geografische Lage: 51° 30′ N, 7° 6′ O Koordinaten: 51° 30′ N, 7° 6′ O
Kfz-Kennzeichen: GE
Gemeindeschlüssel: 05 5 13 000
Stadtgliederung: 5 Stadtbezirke mit
18 Stadtteilen
UN/LOCODE: DE GEK
NUTS-Region:: DEA32 (Gelsenkirchen)
Adresse der
Stadtverwaltung:
Stadt Gelsenkirchen
45875 Gelsenkirchen
Offizielle Website: www.gelsenkirchen.de
Politik
Oberbürgermeister: Frank Baranowski (SPD)
Schulden: 353,6 Mio. € (31. Dezember 2003)
Bevölkerung (31. Dezember 2002)
Arbeitslosenquote: 15,6% (31. März 2008)
Ausländeranteil: 13,4 %
Altersstruktur:
0-18 Jahre: 18,11 %
18-65 Jahre: 61,22 %
ab 65 Jahre: 20,67 %
Lage

Gelsenkirchen (westfälisch: Gelsenkiärken) ist eine Stadt im Ruhrgebiet in Nordrhein-Westfalen. Die kreisfreie Stadt im Regierungsbezirk Münster ist in der Landesplanung als Mittelzentrum ausgewiesen. Sie ist Mitglied im Landschaftsverband Westfalen-Lippe und im Regionalverband Ruhr. In Deutschland und darüber hinaus ist Gelsenkirchen vor allem als Heimat des Fußballklubs Schalke 04 bekannt.

Die Stadt in ihren heutigen Grenzen ist das Ergebnis mehrerer Gebietsreformen. Durch sie wurden umliegende Gemeinden und sogar größere Städte, darunter die ehemalige Großstadt (seit 1926) Buer (seit 1912 Stadtkreis Buer), nach Gelsenkirchen eingegliedert bzw. mit dieser Stadt zusammengelegt. Schon die erste größere Eingemeindung 1903 brachte die Einwohnerzahl Gelsenkirchens über die 100.000-Grenze und machte sie zur Großstadt. Heute liegt Gelsenkirchen mit seinen rund 270.000 Einwohnern auf Platz elf der 30 Großstädte des Bundeslandes. Früher hatte Gelsenkirchen auf Grund der vielen Fackeln, über die der Bergbau das Grubengas abfackelte, den Beinamen „Stadt der 1000 Feuer“.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Gelsenkirchen liegt an den beiden flachen Hängen der breiten Emschermulde mit dem Rhein-Herne-Kanal im Südwesten Westfalens. Die Kernstadt liegt südlich des Flusses bzw. Kanals, während die Stadtteile Horst und Buer nördlich der Gewässer liegen. Ein Großteil des Stadtgebietes liegt infolge von Bergsenkungen unterhalb des Hauptvorfluters Emscher und muss deshalb ständig von der Emschergenossenschaft mit Entwässerungspumpen vor Überflutung geschützt werden. Die größte Ausdehnung des Stadtgebiets beträgt in Nord-Süd-Richtung 17 km und in West-Ost-Richtung 11 km. Die Stadtgrenze misst insgesamt eine Länge von 68 km. In Gelsenkirchen sind etwa 10 % des Stadtgebiets Park- und Freizeitflächen und 25 % Wälder und landwirtschaftliche Flächen. Gelsenkirchen gehört damit zu den Städten mit einem überdurchschnittlichen Grünflächenanteil.

Nachbargemeinden

Karte von Gelsenkirchen (mit Stadtteilen)

Folgende Städte grenzen an die Stadt Gelsenkirchen; sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Osten genannt:

Die kreisfreien Städte Herne, Bochum, Essen, sowie die zum Kreis Recklinghausen gehörenden Städte Gladbeck, Dorsten, Marl und Herten.

Stadtgliederung

Siehe auch: Stadtteile in Gelsenkirchen

Das Stadtgebiet Gelsenkirchens besteht aus 5 Stadtbezirken mit je einer Bezirksvertretung, die sich in Stadtteile unterteilen. Die Stadtbezirke mit zugehörigen Stadtteilen:

Die Grenzen zwischen den Stadtbezirken bilden, mit Ausnahme der Grenze des Bezirkes Nord, verschiedene Elemente der Verkehrsinfrastruktur der Stadt. So trennt die Eisenbahnstrecke Herne-Oberhausen die Bezirke Mitte und Süd, der Rhein-Herne-Kanal Mitte und West bzw. Ost und die Kurt-Schumacher-Straße Ost und West.

Den geringsten Anteil an der industriell und gewerblich genutzten Fläche der Stadt Gelsenkirchen haben heute die Bezirke Süd mit ca. 7,8 % (oder 9,11 % in Bezug zur Bezirksfläche) und Ost mit 8,9 %. Dagegen erkennt man noch im Bezirk Mitte mit einem Anteil von 37 % gemessen an der industriell genutzten Stadtfläche (oder 16 % zum Bezirk), die industrielle Vergangenheit wieder. In den Stadtbezirken Nord und West spiegelt sich in den Zahlen von 31 % und 15 % (in Bezug zur industriell genutzten Stadtfläche) der große Flächenverbrauch der dortigen BP Raffinerieanlagen wider.

Die drei Bezirke Nord, Ost und West werden mit ca. 20 % der jeweiligen Bezirksfläche gleichermaßen stark landwirtschaftlich genutzt, wobei alleine im Bezirk Nord 42 % aller landwirtschaftlich genutzten Flächen der Stadt liegen. Schlusslichter sind die Stadtbezirke Mitte mit nur 5 % und Süd mit 11,9 % Anteil an der Bezirksfläche. Die forstwirtschaftliche Flächennutzung ist mit 14 % im Bezirk Ost (dort liegt das Waldgebiet Resser-Mark) am größten. Bezogen auf das gesamte Stadtgebiet liegen im Bezirk Ost sogar 40 % aller forstwirtschaftlichen Flächen.

Während sich also besonders im Norden und Osten der Stadt, sowie noch im Stadtteil Beckhausen auch eine gewisse land- bzw. forstwirtschaftliche Prägung bemerkbar macht, ist vor allem südlich des Rhein-Herne-Kanals die montanindustrielle Vergangenheit der Stadt mit dazugehöriger Wohnbebauung zu erkennen, auch wenn an die ehemals dort betriebenen Zechen Holland, Rhein-Elbe und Hibernia und an das Gußstahlwerk von Thyssen nur noch wenige Gebäude erinnern.

Datengrundlage: Statistikatlas 2004, Gelsenkirchen

Stadtpanorama Gelsenkirchen: Die Altstadt vom Hamburg-Mannheimer-Gebäude aus.
Stadtpanorama Gelsenkirchen: Von der Arena bis nach Ückendorf

Geschichte

Mittelalter und Frühgeschichte

Obwohl der heutige Stadtteil Buer erst 1003 nach Christus als Puira (vermutlich ein verunglücktes Buira) urkundlich zum ersten Mal von Heribert I. erwähnt wurde, gab es auf dem Hügel nördlich der Emscher schon in der Bronzezeit, also mehr als tausend Jahre vor Christus, einige Jagdvölker (Germanische Brukterer?), die dort zwar nicht in Siedlungen, aber in dicht beieinander liegenden Einzelhöfen lebten. Später drangen die Römer in die Region vor. Um 700 n.Chr. wurde die Region von den Sachsen besiedelt. Auch einige weitere Stadtteile, die heute im nördlichen Gelsenkirchen liegen, wurden bereits im frühen Mittelalter erwähnt; einige Beispiele sind Raedese (heute Stadtteil Resse), Middelvic (Middelich; heute zum Stadtteil Resse gehörend) oder Sutheim (Sutum) und Sculven (heute Stadtteil Scholven). Viele Bauernschaften wurden später mit der Bezeichnung iuxta Bure (bei Buer) näher lokalisiert.

Um 1150 tauchte zum ersten Mal der Name Gelstenkerken oder Geilistirinkirkin auf. Die erste Schreibweise heißt übersetzt soviel wie Kirche bei den Siedlern (-seten) im Bruchland (gel). Die zweite Variante wurde von Franz Darpe mit Kirche (am Bach) der üppigen Stiere und von Paul Derks mit Kirche am Platz, wo sich geile Stiere tummelten übersetzt. Die benannte Kirche bezeichnete vermutlich die Gelsenkirchener Dorfkirche, eine der Vorgängerbauten der Kirche St. Georg. Der Schutzpatron St. Georg hat jedoch nichts mit dem ersten Teil des Stadtnamens zu tun. Etwa gleichzeitig wurde im Norden des heutigen Stadtgebiets im Stadtteil Buer die erste Kirche gebaut; diese ecclesia Buron (Kirche zu Buer) wurde 1160 in einem Verzeichnis von Pfarrkirchen des Deutzer Küsters Theodericus aufgelistet. Diese Siedlung gehörte zum Vest Recklinghausen. Allerdings lebten in der Frühzeit und im Mittelalter nur wenige Dutzend Menschen in den Siedlungen um die Emschermulde. Die südlich der Emscher gelegenen Gebiete der heutigen Stadt Gelsenkirchen gehörten hingegen zur Grafschaft Mark, die seit 1666 (ab 1609 provisorisch) Teil Preußens war.

Industrialisierung

Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts war das Gebiet in und um Gelsenkirchen nur dünn besiedelt und fast ausschließlich agrarisch geprägt. 1815 ging das heutige Stadtgebiet Gelsenkirchens, nach vorübergehender Zugehörigkeit zum Großherzogtum Berg, an Preußen, das es der Provinz Westfalen angliederte. Während das damalige Gelsenkirchen dem Amt Wattenscheid im Kreis Bochum des Regierungsbezirks Arnsberg zugeordnet wurde, kam das Amt Buer (mit Horst) zum Kreis Recklinghausen im Regierungsbezirk Münster. Diese Zuordnung zu zwei Regierungsbezirken endete erst 1928.

Nach der Entdeckung der Steinkohle, im Ruhrgebiet liebevoll „Schwarzes Gold“ genannt, im Jahre 1840 und der ihr folgenden Industrialisierung wurden 1847 die Stammstrecke der Köln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft und der erste Gelsenkirchener Bahnhof eröffnet. 1868 wurde Gelsenkirchen Sitz eines eigenen Amtes im Kreis Bochum. Dazu gehörten die Gemeinden Gelsenkirchen, Braubauerschaft (ab 1900 Bismarck), Schalke, Heßler, Bulmke und Hüllen. Friedrich Grillo gründete 1872 in Schalke die „Aktiengesellschaft für Chemische Industrie“ und den „Schalker Gruben- und Hüttenverein“. Ein Jahr später gründete er, ebenfalls in Schalke, die „Glas- und Spiegel-Manufaktur AG“. Nachdem Gelsenkirchen zu einem wichtigen Standort der Schwerindustrie geworden war, erhielt es 1875 das Stadtrecht.

Gelsenkirchen wird Großstadt

1885 wurde Gelsenkirchen, nach der Aufteilung des Kreises Bochum, Sitz eines eigenen Kreises, der bis 1926 bestehen sollte. Dem Kreis Gelsenkirchen gehörten die Städte Gelsenkirchen und Wattenscheid sowie die Ämter Braubauerschaft (ab 1900 Bismarck), Schalke, Ückendorf, Wanne und Wattenscheid an. Wenige Jahre später, am 1. April 1897, schied Gelsenkirchen aus dem Kreis Gelsenkirchen aus und wurde kreisfreie Stadt. Horst schied 1891 aus dem Amt Buer aus. Am 1. Juli 1907 wurde der Hauptbahnhof Gelsenkirchen eröffnet, weil der alte Bahnhof, auf Grund des starken Bevölkerungszuwachses, nicht mehr genügend Kapazitäten hatte. Im Zuge der Industrialisierung waren viele polnischsprachige Arbeitnehmer aus der Provinz Posen zugezogen, die im Jahre 1905 13,9 % der Gelsenkirchener Stadtbevölkerung ausmachten. Buer wurde 1911 zur Stadt erhoben und ein Jahr später kreisfrei; es wurde Sitz eines eigenen Amtes. 1924 kam die Landgemeinde Rotthausen, die bis dahin zum Kreis Essen gehört hatte, zur Stadt Gelsenkirchen. Im Jahre 1928 wurden im Zuge der preußischen Gebietsreform die Städte Gelsenkirchen und Buer mit dem Amt Horst mit Wirkung vom 1. April zur neuen kreisfreien Stadt „Gelsenkirchen-Buer“ zusammengeschlossen. Seither gehört das gesamte Stadtgebiet zum Regierungsbezirk Münster. 1930 wurde der Name Gelsenkirchen-Buer durch den Rat der Stadt mit Wirkung vom 21. Mai in Gelsenkirchen geändert. Die Stadt beheimatete in der neuen Konstellation nun ca. 340.000 Menschen. Die Bergwerksgesellschaft Hibernia gründete 1935 in Scholven die „Hydrierwerk Scholven AG GE-Buer“. 1936 gründete die Gelsenkirchener Bergwerks-Aktien-Gesellschaft in Horst die „Gelsenberg-Benzin-AG“.

Gelsenkirchen zur Zeit des Nationalsozialismus

Während der Zeit des Nationalsozialismus war Gelsenkirchen durch seine Lage im Herzen des Ruhrgebiets eines der Zentren der Kriegswirtschaft. In keiner anderen Zeit war die Produktion der Gelsenkirchener Industrie so hoch. Dies brachte zwar zum einen, nach der Wegrationalisierung vieler Arbeitsplätze in den 1920er Jahren, kurzzeitig wieder mehr Arbeitsplätze im Bergbau und in der Schwerindustrie, zum anderen aber wurde die Stadt dadurch zum Ziel mehrerer schwerer Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg, durch die 3/4 der Stadt zerstört wurden. Noch heute prägen viele ehemalige Hochbunker das Stadtbild. In den Kellern des Hans-Sachs-Hauses und dem Rathaus in Buer sind Luftschutzbunker teilweise noch im Originalzustand erhalten.

Auch in Gelsenkirchen wurde im November 1938 die Synagoge im Stadtteil Buer von den Nationalsozialisten niedergebrannt. Die Synagoge in der Gelsenkirchener Innenstadt wurde ebenfalls zerstört; genau 66 Jahre später wurde dort der Grundstein für die am 1. Februar 2007 eingeweihte neue Synagoge gelegt. Das Institut für Stadtgeschichte unterhält eine Dokumentationsstätte „Gelsenkirchen im Nationalsozialismus“.

In Gelsenkirchen-Horst gab es im Jahre 1944 ein Außenlager des KZ Buchenwald. Im Gelsenberg-Lager auf dem Betriebsgelände der Gelsenberg Benzin AG waren etwa 2000 ungarische Frauen und Mädchen untergebracht, die zur Zwangsarbeit auf dem Hydrierwerk eingesetzt waren. Etwa 150 von diesen ungarischen Jüdinnen kamen bei schweren Bombenangriffen im September 1944 auf das Werk ums Leben. Ihnen war der Zutritt zu Bunkern und Schutzgräben verboten.

Von dem Chirurgen Dr. Rudolf Bertram, der ab 1937 das Krankenhaus in Rotthausen und das St.-Josefs-Hospital in Gelsenkirchen-Horst betreute, ist überliefert, dass er zusammen mit der Krankenhausfürsorgerin Ruth Theobald und der Ordensschwester Epimacha 17 Jüdinnen vor dem Abtransport nach Sömmerda in das dortige Außenlager des KZ Buchenwald rettete. Bei den Bombenangriffen vom 11. September 1944 auf die Gelsenberg Benzin AG in Gelsenkirchen-Horst wurden viele der Zwangsarbeiterinnen, die in das Außenlager des KZ Buchenwald auf dem Betriebsgelände der Gelsenberg Benzin AG verschleppt worden waren, getötet. Von den Schwerstverletzten, die man anschließend in die Gelsenkirchener Krankenhäuser verbrachte, konnten insgesamt 17 Frauen vor der Gestapo gerettet werden. Durch den selbstlosen Einsatz von Dr. Bertram und vielen weiteren Beschäftigten der Krankenhäuser erlebten diese Frauen und Mädchen ihre Befreiung im April 1945 im Rotthauser Marienhospital. Für diesen Akt der Menschlichkeit, wurde Dr. Bernhard Rudolf Bertram im Jahre 1980 posthum von der Israelischen Gedenkstätte Yad Vashem die Auszeichnung „Gerechter unter den Völkern“ zuteil. Dr. Bertram blieb bis zur Pensionierung im Jahr 1965 Chefarzt am St.-Josefs-Hospital und verstarb 1975 in Gelsenkirchen.

1996 wurde ihm zu Ehren vor dem St.-Josefs-Hospital in Gelsenkirchen-Horst eine Stele mit einer Gedenktafel aufgestellt, die an die Ereignisse erinnert. Der Platz vor dem Krankenhaus erhielt den Namen „Rudolf-Bertram-Platz“.

Adolf Hitler besuchte Gelsenkirchen zu den Trauerfeierlichkeiten des Industriellen Emil Kirdorf, die 1938 auf dem Gelände der Zeche Rheinelbe in Gelsenkirchen-Ückendorf stattfanden.

2004 veröffentlichte der Gelsenkirchener Fußballverein FC Schalke 04 aus Anlass seines 100-jährigen Bestehens eine Studie, in der seine Vereinsgeschichte in den Zeiten des dritten Reiches untersucht wurde. Das Ergebnis war, dass der Verein sich zwar den politischen Gegebenheiten angepasst hatte, aber nicht nationalsozialistisch aktiv war.

Nachkriegszeit

Nach der weitreichenden Zerstörung der Stadt und ihrer Industrie im Zweiten Weltkrieg, ging am 17. Dezember 1953 die Kokerei Hassel, als Deutschlands erster Kokereineubau nach dem Krieg, in Betrieb.

Mit der Einführung der Postleitzahlen erhielt 1961 Gelsenkirchen als eine von wenigen Städten zwei Postleitzahlen, Buer die Zahl 466 und Gelsenkirchen die Zahl 465 (beide bis zum 1. Juli 1993 im Gebrauch). Die erste Gesamtschule in NRW wurde 1969 in Gelsenkirchen eröffnet. Die „Scholven-Chemie AG“ (ehemals Hydrierwerk Scholven) fusionierte 1975 mit der „Gelsenberg-Benzin-AG“ zur „VEBA-Oel AG“.

Bei Gelegenheit seines Besuchs in der Bundesrepublik Deutschland zelebrierte Papst Johannes Paul II. 1987 im Parkstadion vor 85.000 Menschen eine Heilige Messe. Er nahm die ihm angetragene Ehrenmitgliedschaft des FC Schalke 04 an.

Bis weit in die Zeit der Montan- und Stahlkrisen gab und gibt es in Gelsenkirchen große produzierende Unternehmen aus dem Montan-Segment, u. a. die heute weiterhin aktive Schalker Eisenhütte Maschinenfabrik, und das Gussstahlwerk der Thyssen AG.

In den neunziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts wurde in Gelsenkirchen, später als in einigen anderen Ruhrgebietsstädten, die Umstrukturierung der Wirtschaft und der Stadt selbst sichtbar. So fand 1997 auf dem Gelände der stillgelegten Zeche Nordstern die Bundesgartenschau (BUGA) statt, die das ehemalige Zechengelände zum Landschaftspark umgestaltete. Zwei Jahre später fand das Finale der 1989 begonnenen, Städte-übergreifenden IBA Emscher Park statt.

Die Kokerei Hassel produzierte am 29. September 1999 zum letzten Mal Koks. Mit der Stilllegung stellte die letzte Kokerei auf Gelsenkirchener Stadtgebiet ihre Produktion ein. Bis dahin war in Gelsenkirchen über 117 Jahre und 12 Tage Koks produziert worden. Im selben Jahr nahm die Shell Solar Deutschland AG die Produktion von Photovoltaikanlagen auf. Mit der Schließung der letzten Zeche Gelsenkirchens, der Zeche Ewald Hugo, wurden am 28. April 2000 3000 Bergleute entlassen.

2003 feierte der Stadtteil Buer sein 1000-jähriges Bestehen. Der FC Schalke 04 feierte am 4. Mai 2004 sein 100-jähriges Bestehen. Heute ist Gelsenkirchen ein modernes Wissenschafts-, Dienstleistungs- und Produktionszentrum mit guter Infrastruktur.

Religionen

Gelsenkirchen hatte als Gründung von Essen von Anfang an die gleichen kirchlichen Verhältnisse, wie die Mutterkirche in Essen selbst, d. h. die Kirche gehörte zum Erzbistum Köln und war dem Dekanat Essen unterstellt. Mit dem Übergang an die Grafschaft Mark war der Gelsenkirchener Pfarrer dem Dechanten zu Wattenscheid unterstellt. Die Kirchen in Buer und Horst waren dem Dechanten zu Dorsten zugeordnet. In Gelsenkirchen setzte sich zu Beginn des 17. Jahrhunderts die Reformation nach lutherischem Bekenntnis durch, doch konnten die Katholiken noch bis Ende des 19. Jahrhunderts die einzige Kirche der Stadt (St. Georg) mitbenutzen (Simultankirche). Anfang des 17. Jahrhunderts entstand auch eine reformierte Gemeinde. Der Anteil der Protestanten und Katholiken in Gelsenkirchen war relativ ausgewogen. Buer und Horst blieben als Orte des Vests Recklinghausen katholisch. Erst durch Zuzug im 19. Jahrhundert entstanden auch hier evangelische Kirchengemeinden. Doch kam der Anteil an der Gesamtbevölkerung nie über ein Drittel hinaus.

Die evangelischen Kirchengemeinde Gelsenkirchens gehörte bis Ende des 19. Jahrhunderts zur Synode Bochum, doch wurde die Stadt 1892 Sitz eines eigenen Superintendenten bzw. einer Kreissynode für das gesamte Umland. Hieraus entstand später der „Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid“, zu dem heute 22 evangelische Kirchengemeinden der Stadt Gelsenkirchen und dem benachbarten Stadtbezirk Wattenscheid der Stadt Bochum innerhalb der Evangelischen Kirche von Westfalen gehören. Die nördlichen evangelischen Gemeinden bestehen aus Buer mit 8.900 Mitgliedern, Markus-Gemeinde Hassel mit 1.950 und Scholven mit 3.350 Mitgliedern. Sie wollen sich 2007 zu einer Großgemeinde zusammenschließen.

Die Katholiken in Gelsenkirchen konnten bis Mitte des 19. Jahrhundert zusammen mit den Protestanten die Kirche St. Georg nutzen. Infolge des starken Wachstums der Gemeinde war jedoch der Bau einer eigenen Kirche geboten. So wurde 1845 die Augustinuskirche erbaut. Weil sie aber schon bald zu klein war, entstand zwischen 1874 und 1884 die heutige Kirche St. Augustinus, die 1904 durch päpstlichen Erlass zur Propsteikirche erhoben wurde.

Im Jahr 1905 waren in Gelsenkirchen 47,3 % der Bewohner evangelisch und 51,2 % katholisch.

Die Propsteikirche wurde Mutterkirche mehrerer anderer katholischer Kirchen der Stadt. Während des Zweiten Weltkriegs 1944 durch Bomben stark zerstört, wurde die Augustinuskirche 1948 bis 1952 wieder aufgebaut und inzwischen mehrfach restauriert. Die Pfarrgemeinden Gelsenkirchens gehörten ab 1821 zum (Erz-)Bistum Paderborn. Die Stadt wurde Sitz eines Dekanats. Die Pfarrgemeinden in Buer und Horst gehörten ab 1821 zum Bistum Münster. Während Buer Sitz eines eigenen Dekanats wurde, gehörte Horst zum Dekanat Gladbeck. 1955 erfolgte die Ernennung der Pfarrkirche Sankt Urbanus in Buer zur Propsteikirche. Als 1958 das Bistum Essen gegründet wurde, kamen alle Pfarrgemeinden der Stadt Gelsenkirchen zu diesem neuen Bistum. Sie bilden heute das Stadtdekanat Gelsenkirchen.

Sowohl von der evangelischen wie der katholischen Kirche werden in Gelsenkirchen eine Reihe größerer sozialer Einrichtungen, besonders im Gesundheitswesen, betrieben. Dazu zählen u. a. im Zentrum Gelsenkirchens die Evangelischen Kliniken und in Ückendorf die Zentrale der St. Augustinus Gelsenkirchen GmbH, die dort das Marienhospital unterhält, dazu das St.-Vinzenzhaus (Altenpflegeheim) und das St.-Josefsheim (Kinderheim) in Gelsenkirchen-Mitte sowie, im Zentrum Buers gelegen, das katholische St.-Marienhospital.

Daneben gibt es in Gelsenkirchen orthodoxe Gemeinden, zu denen vor allem Gastarbeiter und Aussiedler gehören.

Zu den evangelischen Freikirchen in Gelsenkirchen werden gerechnet: eine Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten), eine Gemeinde der Evangelisch-methodistischen Kirche, ein Korps der Heilsarmee und die zum Mülheimer Verband gehörige Christus-Gemeinde.

Durch die Gemeinschaftsbewegung bildeten sich parallel zu den traditionellen Landeskirchen Ende des 19. Jahrhunderts in vielen Ortsteilen auch zahlreiche Landeskirchliche Gemeinschaften. Diese Gemeinschaften gehören in der Regel der Evangelischen Landeskirche an und halten neben den kirchlichen Gottesdiensten noch eigene Veranstaltungen ab. Hier ist z. B. die Stadtmission zu nennen. Eine besondere Verbreitung erfuhren auch die zur Landeskirche gehörigen, aber ansonsten eigenständigen Evangelisch-Lutherischen Gebetsgemeinschaften (ELG). Viele dieser Gemeinschaften bestehen bis heute.

Auch die Neuapostolische Kirche und die Apostolische Gemeinschaft sind in Gelsenkirchen vertreten. Die Neuapostolische Kirche hat in Gelsenkirchen 15 Gemeinden. Die Apostolische Gemeinschaft bietet eine Gemeinde.

In Gelsenkirchen gibt es eine jüdische Gemeinde, die durch den Zuzug einer größeren Zahl aus der Sowjetunion bzw. der Russischen Föderation Ausgewanderter in den letzten Jahren gewachsen ist. Heute zählt die jüdische Gemeinde Gelsenkirchen etwa 430 Mitglieder. In der Reichspogromnacht zerstörten Nazis überall im Deutschen Reich jüdische Geschäfte, Wohnungen und Friedhöfe, steckten Synagogen in Brand. Auch die Synagoge in Gelsenkirchen, die 1885 eingeweiht worden war, brannte damals bis auf die Grundmauern ab. Seit 1963 erinnerte eine Mahntafel an die Zerstörung der alten Synagoge. 1993 schließlich wurde das Gelände zum „Platz der alten Synagoge“ umbenannt und 66 Jahre später, am 9. November 2004, legte Paul Spiegel den Grundstein für die neue Synagoge. Am 1. Februar 2007 wurde das Haus feierlich eröffnet. Das neue Zentrum der Jüdischen Gemeinde ist an der Stelle entstanden, an der sich auch die 1938 zerstörte alte Synagoge befand. Der Betraum bietet Platz für insgesamt 400 Gläubige, zusätzlich ist ein Gemeindezentrum mit Veranstaltungsraum angeschlossen.

Weiterhin sind islamische Glaubensgemeinschaften vertreten. Im Stadtteil Hassel gibt es seit den 1990er Jahren des 20. Jahrhunderts eine klassische Moschee, inzwischen existieren in Gelsenkirchen mehrere Moscheen. 2001 wurde die Moschee Kesselstr. 25-27 gebaut. Es gab heftige Dispute zwischen dem Stadtteilbüro und dem Moscheeverein mit seinen (2005) 280 Mitgliedern. Dem Verein wurde vorgeworfen mit der islamischen Gemeinschaft Milli Görüs zusammen zu arbeiten. Milli Görüs steht unter Beobachtung des Verfassungsschutzes. Die islamischen Glaubensgemeinschaften sind durch die zugezogenen, vor allem türkischen Gastarbeiterfamilien (in den 1960er Jahren des 20. Jahrhunderts) allmählich entstanden.

Eingemeindungen

Das Stadtgebiet Gelsenkirchens hat sich wie folgt entwickelt:

Einwohnerentwicklung

Siehe Hauptartikel Einwohnerentwicklung von Gelsenkirchen

1903 überschritt die Einwohnerzahl der Stadt Gelsenkirchen nach der Eingemeindung von Schalke (26.077 Einwohner 1900), Ückendorf (21.937), Bismarck (21.169), Bulmke (11.001), Heßler (3.508 Einwohner 1895) und Hüllen (2.969 Einwohner 1895) die Grenze von 100.000 und machte sie zur Großstadt. 1924 erfolgte die Eingliederung von Rotthausen (29.413 Einwohner 1919), wodurch die Einwohnerzahl auf 206.595 stieg.

Am 1. April 1928 wuchs die Bevölkerung der Stadt nach dem Zusammenschluss der Städte Gelsenkirchen (207.153 Einwohner 1925) und Buer (99.307) sowie der Gemeinde Horst-Emscher (23.412) auf 340.077. Im Jahre 1959 erreichte die Einwohnerzahl mit 391.745 ihren historischen Höchststand. Seitdem ist die Bevölkerungszahl um 31 Prozent gesunken. Am 31. Dezember 2005 lebten in der Stadt nach Fortschreibung des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen 268.102 Menschen mit Hauptwohnsitz. Für 2025 geht die Bevölkerungsprognose des Landesamtes von dann nur noch 226.100 Einwohnern aus.

Die extremen Bevölkerungszuwächse seit dem Beginn der Industrialisierung Mitte des 19. Jahrhunderts (hauptsächlich vor dem Ersten und nach dem Zweiten Weltkrieg) sind durch die angeworbenen Arbeiter der Montanindustrie zu erklären. Diese waren oft Polen und stammten vor dem Zweiten Weltkrieg überwiegend aus Ost- und Westpreußen, sowie aus Posen und Schlesien. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam der überwiegende Teil der Arbeiter aus Südeuropa und der Türkei.

Politik

An der Spitze des Dorfes Gelsenkirchen standen 1608 zwei Bürgermeister, die von den Eingesessenen gewählt wurden. Während der Zeit der französischen Besetzung 1807 bis 1813 bildete Gelsenkirchen mit dem benachbarten Wattenscheid eine gemeinsame Munizipalität bzw. ab 1815 das Amt Wattenscheid im Kreis Bochum. Der dortige Amtmann war daher auch für Gelsenkirchen zuständig. 1868 wurde Gelsenkirchen eigene Amtsstadt und 1875 erhielt das Amt die Stadtrechte. An der Spitze stand danach der Bürgermeister, der nach Erlangung der Kreisfreiheit 1896 den Titel Oberbürgermeister erhielt.

Buer und Horst wurden bis 1891 unter dem gemeinsamen Amt Buer verwaltet, dann gab es ein eigenständiges Amt Horst. Jedes Amt wurde von einem Amtmann geleitet. Nach Erlangung der Stadtrechte in Buer 1911 stand an der Spitze Buers ebenfalls ein Bürgermeister, später Oberbürgermeister. Die Stadt Gelsenkirchen-Buer bzw. die neue Stadt Gelsenkirchen (ab 1928) wurde von einem Oberbürgermeister geleitet.

Während der Zeit der Nationalsozialisten wurde der Oberbürgermeister von der NSDAP eingesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte die Militärregierung der Britischen Besatzungszone einen neuen Oberbürgermeister ein und 1946 führte sie die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen vom Volk gewählten „Rat der Stadt“, dessen Mitglieder man als „Stadtverordnete“ bezeichnet. Der Rat wählte anfangs aus seiner Mitte den Oberbürgermeister als Vorsitzenden und Repräsentanten der Stadt, welcher ehrenamtlich tätig war. Des Weiteren wählte der Rat ab 1946 ebenfalls einen hauptamtlichen Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung. 1996 wurde die Doppelspitze in der Stadtverwaltung aufgegeben. Seither gibt es nur noch den hauptamtlichen Oberbürgermeister. Dieser ist Vorsitzender des Rates, Leiter der Stadtverwaltung und Repräsentant der Stadt. Er wurde 1999 erstmals direkt vom Volk gewählt.

Bürgermeister, Oberbürgermeister und Oberstadtdirektoren

Hauptartikel: Liste der Persönlichkeiten der Stadt Gelsenkirchen

Gemeinderat

Dem Rat der Stadt Gelsenkirchen gehören derzeit 66 Mitglieder an. Nach der Kommunalwahl 2004 ergibt sich folgende Sitzverteilung:

PDS und das Wahlbündnis AUF Gelsenkirchen bilden eine Fraktion. Neu im Stadtrat ist Pro NRW mit seinem Kreisverband Pro Gelsenkirchen vertreten. Der Rat der Stadt tagt in der Regel alle 6 Wochen. Hinzu kommen zahlreiche Ausschüsse.

Wappen

Blasonierung: Das Stadtwappen Gelsenkirchens ist geviert von Schwarz und Silber. Im rechten Obereck eine silberne Kirche und im linken Obereck eine bewurzelte grüne Linde. Im linken Untereck Schlägel und Eisen. Und im rechten Untereck ein roter Löwe vor 5 blauen Querbalken.

Die Kirche stammt aus dem alten Gelsenkirchener Stadtwappen, Schlägel und Eisen stehen für die große Bedeutung des Steinkohlenbau und der Eisenindustrie. Die Linde stammt aus dem Buerschen Stadtwappen, der rote Löwe aus dem Familienwappen der Herren von Horst. Das Wappen wurde der Stadt im Jahre 1928 verliehen.

Städtepartnerschaften

Gelsenkirchen unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft:

Wirtschaft und Infrastruktur

Gelsenkirchen war bis in die 1980er stark von der Montanindustrie geprägt. Weil dieser Wirtschaftszweig keine Zukunft mehr hatte und die Zechen in Gelsenkirchen eine nach der anderen schlossen, versuchte die Stadt, sich Ende 1990er vor allem als Zentrum für Solartechnologie zu profilieren.

Unternehmen

Leistung

Gelsenkirchens Bruttoinlandsprodukt betrug 2003 insgesamt 6,074 Milliarden Euro, welches bei etwa 270.000 Einwohnern ein Pro-Kopf-BIP von ca. 22.500 € ergibt und eine Erhöhung um 2,7 % zum Vorjahr darstellt. Am 31. März 2005 gab es in Gelsenkirchen 70.969 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte, rund zwei Drittel davon im Dienstleistungssektor. Weiterhin gab es in Gelsenkirchen am 30. Juni 2005 rund 108.000 Erwerbstätige, zu denen rund 8900 Selbständige und 7000 Unternehmer gehören. Die Arbeitslosenquote betrug am 3. Januar 2007 17,7 %. Die Wirtschaft in Gelsenkirchen hatte im ersten Halbjahr 2005 einen Umsatz von knapp acht Milliarden Euro. Dieses stellt zum Vergleichszeitraum im Vorjahr eine Steigerung um 16,4 % dar. Der Umsatz des Exportes betrug im selben Zeitraum ca. 610 Millionen Euro und stellt zum Vergleichszeitraum im Vorjahr eine Steigerung um 19,4 % dar. Die Stadt Gelsenkirchen ist laut einer Studie der Bertelsmann Stiftung, auf Grund ihrer Infrastruktur und Kommunalpolitik, nach Leipzig, Karlsruhe und Bremen, Deutschlands 4. unternehmensfreundlichste Stadt.

Die beiden größten Einkaufsmeilen in Gelsenkirchen sind die Bahnhofsstraße, die sich direkt an den Hauptbahnhof und dessen Vorplatz anschließt und sich bis zum Neumarkt erstreckt, und die Hochstraße im Stadtteil Buer, wobei die Bahnhofsstraße mit ca. 55.000 täglichen Passanten zu den bedeutendsten Einkaufsmeilen des mittleren Ruhrgebiets und darüber hinaus zu den 30 meistbesuchten Einkaufsstraßen Deutschlands zählt.

Wirtschaftliche Entwicklung

Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts war Gelsenkirchen vor allem landwirtschaftlich geprägt; das Dorf hatte nur wenige Hundert Einwohner.

Dann begann in Gelsenkirchen, wie auch in der übrigen Region, mit dem Abbau der Steinkohle im Ruhrgebiet der wirtschaftliche Umschwung von der Landwirtschaft zur Schwerindustrie. Die Entwicklung der Industrie verlangte nach Verkehrsverbindungen; sie gab den Anstoß zum Bau der Stammstrecke der Köln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft. Von der wachsenden Industrie angezogen kamen immer mehr Menschen, häufig aus Ostpreußen, das heute zu Polen und zu Russland gehört, in das Ruhrgebiet, um dort zu arbeiten. Bis um die Wende zum 20. Jahrhundert vervierfachte sich die Zahl der Einwohner Gelsenkirchens innerhalb weniger Jahre auf knapp 150.000.

Die Schwerindustrie entwickelte sich über die Jahre zu dem wichtigsten Wirtschaftszweig in Gelsenkirchen. Nachdem in den 1920ern viele Arbeitsplätze wegrationalisiert worden waren, gab es in Gelsenkirchen in den 1930ern wieder einen kräftigen wirtschaftlichen Aufschwung, der Gelsenkirchen zu Europas Steinkohlestandort Nummer 1 machte. Zu diesem Aufschwung trug die beginnende Kriegsproduktion bei. Auf Grund der hohen wirtschaftlichen Bedeutung Gelsenkirchens wurden im Zweiten Weltkrieg mehr als drei Viertel der Stadt zerstört.

Seit den 1960er Jahren verlor die Montanindustrie auch in Gelsenkirchen ihre einstige Bedeutung. Mit einigem Zögern und unter erheblichen strukturellen Problemen begab sich Gelsenkirchen auf neue Wege und versucht, sich als Standort für Zukunftstechnologien zu profilieren. Zum einen hat sich Gelsenkirchen als Solarstadt einen Namen gemacht (unter anderem wurden die Solarzellen für den neuen Berliner Hauptbahnhof in Gelsenkirchen produziert), zum anderem gibt es einen deutlich gewachsenen Dienstleistungssektor.

Verkehr

Gelsenkirchen liegt an den Bundesautobahnen A 2, A 40, A 42 und A 52 sowie an den Bundesstraßen B 224, B 226 und B 227. Die Stadt hat 1500 Straßen mit einer Gesamtlänge einschließlich Autobahnen von 763,93 km. Der Gelsenkirchener Hauptbahnhof liegt am Schnittpunkt der Bahnstrecken Oberhausen-Gelsenkirchen-Herne-Dortmund und Essen-Gelsenkirchen-Recklinghausen-Münster. Hier fahren auf 6 Gleisen jeweils Züge des Regional- und Fernverkehrs. Mit Wasserwegen ist die Stadt über den Rhein-Herne-Kanal verbunden, an dem ein Industrie- und Handelshafen liegt. Der Hafen Gelsenkirchen ist mit einem Jahresumschlag von 2 Millionen Tonnen und einer Wasserfläche von rund 120 ha einer der größten und wichtigsten Kanalhäfen Deutschlands und ist zudem an das Schienennetz der DB Netz AG angebunden.

Den Nahverkehr in Gelsenkirchen bedienen Straßenbahnen und Busse der Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahn AG BOGESTRA, sowie im Norden Gelsenkirchens die Vestische Straßenbahnen GmbH (das Unternehmen heißt zwar Vestische Straßenbahnen GmbH, betreibt heute aber nur noch Omnibusse). Ferner verkehren in den Randgebieten der Stadt sowie auf einigen CE- und SB-Linien Busse und Straßenbahnen der STOAG, EVAG sowie des BVR. Alle Linien sind in das Tarifsystem des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr integriert. Es verkehren 3 Straßenbahnlinien (107, 301, 302), eine Stadtbahnlinie (U17, als oberirdische Stadtbahn verbindet sie den Stadtteil Horst mit der Essener Innenstadt und Universität) sowie ca. 50 Buslinien in Gelsenkirchen. Etwa neunzig Prozent der Gelsenkirchener U-Bahn-Tunnel sind, auf Grund ihrer speziellen Bauweise, senkungs- und erdbebensicher. Die Senkungssicherheit war der ausschließliche Grund für die neu entwickelte Bauweise, die Bergschäden, die vor allem durch nicht (ordentlich) verfüllte Schächte des Raubbergbaus entstehen, vorbeugen soll. Der Nachteil dieser Bauweise liegt jedoch in den Kosten, die etwa doppelt so hoch sind wie für einen Standardtunnel. Längere Zeiten war auch eine Linie U21 geplant die vom Bf Buer Nord über Buer Mitte, Erle, Bismarck, Schalke, Gelsenkirchen Hbf, Ückendorf nach Witten führen sollte. Diese Planung wurde allerdings verworfen. In der Landesplanung 1998 war die Verlängerung der Linie 302 bis zum Bf Buer Nord enthalten. Diese wurde bis heute (Mai 2007) noch nicht verwirklicht.

Medien

Gelsenkirchen ist Sitz des 1987 gegründeten Verbands Lokaler Rundfunk in Nordrhein-Westfalen e. V. (VLR), der die Interessen der Veranstaltergemeinschaften im nordrhein-westfälischen Lokalfunk vertritt. In Gelsenkirchen-Buer ist auf der Hochstraße der Radiosender REL Radio Emscher-Lippe beheimatet.

Einzig verbliebene Tageszeitung ist die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ (WAZ). Die „Buersche Zeitung“ erschien nach 125 Jahren letztmalig am 30. September 2006 als dicke Ausgabe. Sie wird jedoch als Beilage der „Hertener Allgemeinen“ weitergeführt. Am 1. April 2006 hatten die „Ruhr Nachrichten“ die Lokalausgabe für Gelsenkirchen eingestellt. Weiterhin wird wöchentlich mittwochs das Anzeigenblatt „Stadtspiegel Gelsenkirchen“ im Stadtgebiet verteilt. Daneben erscheinen die monatlichen bzw. unregelmäßigen lokalen Ausgaben der „Familienpost“ des „Beckhausener Kuriers“ und „Wochenblick“ für Gelsenkirchen.

Forschung

Gelsenkirchen ist Standort vieler forschenden Einrichtungen, die sich mit den verschiedensten Fachbereichen beschäftigen. Der Wissenschaftspark Rheinelbe ist ein Forschungszentrum im Stadtteil Ückendorf. Es werden dort unter anderem Solartechnologien verschiedener Unternehmen erforscht; das Institut für Stadtgeschichte erforscht die Vergangenheit der Stadt und das Institut für Arbeit und Technik erforscht neue Methoden, Techniken und Technologien rund um die Arbeitswelt. Das ebenfalls im Stadtteil Ückendorf beheimatete Institut für Unterirdische Infrastruktur entwickelt innovative Technologien für die Kanalisationstechnik.

Einige weitere forschende Institutionen sind die Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in NRW (u. a. Institut für Verwaltungswissenschaften), das Hygieneinstitut des Ruhrgebiets, die Fachhochschule Gelsenkirchen (u. a. Forschungsschwerpunkt Komponentenbasierte Softwareentwicklung (CombaSoft), Institut für Internet-Sicherheit, Institut zur Förderung von Innovation und Existenzgründung, Institut für biologische und chemische Informatik, Institut für demand logistics), das Labor und Servicecenter des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme und das Pathologische und Gewebepathologische Institut.

Sonstiges

Anlässlich der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2006 ist die Verkehrsinfrastruktur in Gelsenkirchen zur VELTINS-Arena hin ausgebaut worden. Seit Anfang 2005 wurde der Gelsenkirchener Hauptbahnhof großzügig umgebaut und am 8. Juni 2006, also einen Tag vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft 2006, fertig gestellt. Das Deutsche-Bahn-Reisezentrum wurde deutlich näher zu den Bahnsteigen gelegt, das alte Reisezentrum abgerissen und dort ein neuer bahnhofsnaher Taxistand gebaut. Zudem erhielten U-Bahn-Abgang und Taxistand eine Überdachung mit einer Photovoltaikanlage. Weiterhin wurde zu jedem Bahnsteig ein Aufzug gebaut und es wurde ein Blindenleitsystem (weiße Bodenplatten mit Rillen) in den Bahnhof integriert, sodass der Bahnhof nun barrierefrei ist. Im U-Bahnhof wurden die Bahnsteige abgesenkt und die Stromversorgung der Linie 302 wurde zudem so ausgebaut, dass sie nun von zwei aneinander gekoppelten Fahrzeugen (Doppeltraktion) befahren werden kann. Die Straßenbahn-Haltestelle „VELTINS-Arena“ hat durch eine großzügige Überdachung den Charakter eines Bahnhofs erhalten.

Die Bauarbeiten im unmittelbaren Bahnhofsumfeld und an der Infrastruktur von und zur Arena werden durch ein Redesign der Gelsenkirchener Einkaufspassage – der Bahnhofsstraße – ergänzt. Weitere Großbauprojekte waren unter anderem die Komplettsanierung der Uferstraße (wichtige Ost-West-Verbindung parallel zum Rhein-Herne-Kanal), die neue Anschlussstelle der A 42 mit der Bezeichnung „Gelsenkirchen-Schalke“, sowie weitere Baumaßnahmen, wie Verlängerung von Abbiegespuren.

Bildung

In Gelsenkirchen gibt es 51 Grundschulen (36 Gemeinschaftsgrundschulen, zwölf katholische Grundschulen, drei evangelische Grundschulen), acht Hauptschulen, sechs Realschulen, sieben Gymnasien (vier altstadtnah, drei in Buer; das heutige Schalker Gymnasium ist mit seiner Gründung im Jahre 1876 das Älteste der Stadt) und vier Gesamtschulen, von denen die evangelische Gesamtschule Bismarck als einzige Gesamtschule in der Trägerschaft der Westfälischen Landeskirche und einzige Schule in freier Trägerschaft in Gelsenkirchen besondere Erwähnung verdient. Zudem gibt es hier für Schülerinnen und Schüler mit besonderen Förderbedarfen 14 Förderschulen (Förderschwerpunkte: Lernen, Geistige Entwicklung, Sprache, Emotionale und Soziale Entwicklung, Hören und Kommunikation, Sehen und Motorische Entwicklung, sowie eine Schule für Kranke).

Die 1992 gegründete Fachhochschule Gelsenkirchen mit Abteilungen in Bocholt und Recklinghausen unterhält folgende Fachbereiche: Wirtschaft, Informatik, physikalische Technik, Elektrotechnik, Maschinenbau, Journalismus & Public Relations und Versorgungs- und Entsorgungstechnik. Gelsenkirchen ist außerdem einer von sieben Standorten der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW (Fachbereiche: Kommunaler Verwaltungsdienst, Polizeivollzugsdienst, Modellstudiengang Verwaltungsbetriebswirtschaftslehre).

In Sutum wird im FloristPark International an der Theodor-Otte-Straße auf einem früheren Bauernhof, der unter Denkmalschutz steht, die deutschlandweit einzige Fachschule des Fachverbandes Deutscher Floristen e. V. betrieben, wo regelmäßig Meisterkurse zum Beruf des Floristmeisters und Fortbildungsveranstaltungen für Floristen stattfinden.

In der Virchowstraße in GE-Ückendorf unterhalten christliche Krankenhäuser aus Gelsenkirchen und Umgebung für die Ausbildung in der Altenpflege, der Krankenpflege und der Kinderkrankenpflege das „Kirchliche Bildungszentrum für Gesundheitsberufe im Revier“.

Die Stadtverwaltung Gelsenkirchen betreibt eine Volkshochschule sowie eine Stadtbibliothek mit drei Zweigstellen in den Stadtteilen Horst, Buer und Erle mit mehr als 100.000 Büchern, Filmen und CDs. Sowie gibt es den fahrenden Bücherbus, der an Straßen überall im Stadtgebiet hält.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Besondere kulturelle Einrichtungen sind die ZOOM Erlebniswelt (ehemaliger Ruhr Zoo), der Wissenschaftspark Rheinelbe, das Sport-Paradies, die „Kaue“ (sozio-kulturelles Zentrum) und das Kulturzentrum „die Flora“. Auf dem ehemaligen Gelände der Zeche Nordstern (BUGA 97) befindet sich die Modellbahndauerausstellung Der Deutschlandexpress, bis 2001 die größte digitale Dreileiter-Modellbahnanlage der Welt; heute sind nur das Miniatur-Wunderland in Hamburg und die LOXX MiniaturWelten in Berlin größer.

Weiterhin gibt es in Gelsenkirchen einige Siedlungen, Aussichts- und Ankerpunkte der Route der Industriekultur. Die Gelsenkirchener Aussichtspunkte der Route sind die Halde Rungenberg und Halde Rheinelbe. Ebenfalls in die Route wurden die Siedlungen Flöz Dickebank und Schüngelberg aufgenommen, und der Nordsternpark bietet Informationen über das ehemalige Zechengelände, sowie über die industrielle Vergangenheit der Region. Er wird deshalb als einer der Ankerpunkte der Route bezeichnet.

In der Kultur wurde wegen des Haushaltssicherungsgesetzes weitläufigst eingespart.

Theater

In Gelsenkirchen gibt es mehrere Theater mit verschiedenen Schwerpunkten. Das Musiktheater im Revier, kurz MiR, beherbergt zwei Bühnen, das große und kleine Haus. Das Programm des MiR besteht vor allem aus Oper, Operette, Musical, Ballett, Schauspiel (Gastspiele) und Kinder- und Jugendtheater.

Die Neue Philharmonie Westfalen, die unter anderem im MiR spielt, entstand 1996 aus der Fusion der Orchester von Recklinghausen und Gelsenkirchen und spielt heute als eines von drei Landesorchestern in ganz Nordrhein-Westfalen. Des Weiteren hat auch das europaweit renommierte Ballet Schindowski von Bernd Schindowski seine feste Spielstätte im MiR.

Das im Nordsternpark gelegene Amphitheater Gelsenkirchen wurde 1997 zur Bundesgartenschau am Rhein-Herne-Kanal errichtet. Im Frühjahr und Sommer finden im Amphitheater unter anderem das Rock Hard Festival, verschiedene andere Musikevents und Freilichtkinoaufführungen statt.

Das Consol-Theater in Bismarck war einst das Lüftermaschinengebäude mit den Ventilationsmaschinen der Zeche Consolidation. Seit 2001 finden im Consol-Theater regelmäßig Aufführungen mit dem Programmschwerpunkt Kinder- und Jugendtheater statt.

Das Emscher-Lippe-Theater ist ein Ensemble junger Künstler der Emscher-Lippe-Region rund um Gelsenkirchen. Die Aufführungen finden in städtischen Schulen der Region statt.

Weiterhin finden in der Veltins-Arena verschiedene Musikevents mit internationalen Künstlern und Musicals in unregelmäßigen Abständen statt, bisher wurden zum Beispiel die Opern Aida, Carmen oder Turandot aufgeführt.

Museen

Im Zentrum des Stadtteils Buer liegt an der Horster Straße 5-7 das Städtische Museum. Das Museum wurde 1984 nach zweijähriger Bauzeit eröffnet. Die Sammlung des Museums umfasst etwa 1.300 Exponate der klassischen Moderne, des Konstruktivismus, der Kinetik und der zeitgenössischen Kunst, eine Graphiksammlung und die Sammlung von Anton Stankowski. Jährlich werden 6–8 Wechselausstellungen durchgeführt.

Das kleine Museum Der Treudank an der Vattmannstraße beherbergt Dokumente der ehemaligen Stadt Allenstein.

Daneben gibt es einige private Museen.

Das Motorradmuseum an der Wallstraße verfügt über 90 Oldtimer und wird von dem 1932 geborenen Karl Rebuschat geleitet. Die älteste Maschine ist eine „DKW-Blutblase“ von 1925. Angeschlossen ist ein Teilemarkt mit seltenen Stücken, der jeden 2. Sonntag im Monat geöffnet ist und Tausende von Motorradinteressenten anzieht.

Im Kleinen Museum in der Eschweiler Straße 11 wird die Geschichte des Bergbaus in Gelsenkirchen und die der Zeche Hugo gezeigt.

Das Schalke-Museum berichtet über die erfolgreiche Vereinsgeschichte in der Veltins-Arena.

Bibliotheken

Galerien

Bauwerke

Nach Angaben der unteren Denkmalbehörde gibt es in der Stadt 343 Baudenkmäler.

Hans-Sachs-Haus

Ein charakteristisches Gebäude in der Gelsenkirchener Innenstadt ist das Hans-Sachs-Haus, ein 1927 von dem Essener Architekten Prof. Alfred Fischer erbautes Büro- und Geschäftshaus mit Konzertsaal. Besonderes Stilmerkmal sind seine abgerundeten Ecken sowie ein expressionistischer Turm. Stilistisch stellt das Haus ein Bindeglied zwischen Backsteinexpressionismus und der neu-sachlichen Architektur des Bauhauses dar. Das Hans-Sachs-Haus diente jahrzehntelang als Rathaus und beherbergte im Konzertsaal die größte weltliche Saal-Orgel Europas, einer Walcker-Orgel mit 92 Registern. In den Fluren des Hauses befand sich das mutmaßlich erste Farbleitsystem der Welt.

Das Vorhaben, das (laut Gutachten) teilweise baufällige Hans-Sachs-Haus denkmalgerecht zu sanieren, scheiterte an ungünstig abgeschlossenen Verträgen und der desolaten finanziellen Lage der Stadt Gelsenkirchen. Die ursprünglich für 2007 vorgesehene Wiedereröffnung wird es aufgrund der Kostenexplosion und des langen Baustopps nicht geben. Aktuell läuft ein Architektenwettbewerb. Die Fassade des Gebäudes soll erhalten bleiben.

Musiktheater

Das 1956–1959 von Werner Ruhnau, Harald Deilmann, Ortwin Rave und Max von Hausen erbaute Musiktheater im Revier ist eines der bedeutendsten Bauwerke der deutschen Nachkriegsarchitektur und bietet 1005 Besuchern Platz. Besonders bei Nacht strahlt das an der Florastraße gelegene MiR ein besonderes Flair aus. Im Foyer des MiR befinden sich große blaue Schwammreliefs des französischen Künstlers Yves Klein. Das angegliederte kleine Haus (für 347 Besucher) beherbergt eine frühe kinetische Arbeit von Jean Tinguely.

Backsteinexpressionismus

Der Architekt Josef Franke prägte in den 1920er Jahren das Stadtbild Gelsenkirchens mit mehreren repräsentativen Bauten, die man dem Backstein-Expressionismus zurechnet. Hierzu gehören unter anderem das Ricarda-Huch-Gymnasium (früher „Lyzeum Aloysianum“), das Wohn- und Geschäftshaus „Ring-Eck“, das Straßenbahndepot an der Wanner Straße und die Heilig-Kreuz-Kirche (Bochumer Straße 115) in Ückendorf, eine kath. Parabelkirche von 1927 bis 1929. Über drei Portale wurde ein 41 m hoher Turm errichtet, der in der Mitte zwei Glockentürme verbindet. Ganz oben wurde eine Christusfigur aus Backsteinen gemauert. 1993 bekam die Kirche die Auszeichnung „Europa Nostra“ und steht seit den 1990er Jahren unter Denkmalschutz. Trotzdem soll sie geschlossen werden. Eine neue Nutzung wird gesucht.

Weitere Beispiele für den in Gelsenkirchen weit verbreiteten Backstein-Expressionismus sind das 1928 erbaute Finanzamt Süd, das 1920 erbaute Volkshaus Rotthausen und das Hans-Sachs-Haus (s.o.). Westlich des Finanzamts an der Zeppelinallee 15 hat der Bauherr Hohen-Hinnebusch in den 1930er Jahren ein Mehrfamilienhaus gebaut. Hierin hat er in die Fassade oben einen „Mann mit leeren Taschen“ aus Sandstein einbauen lassen. Die Figur weist noch heute unwidersprochen zum Finanzamt.

Sportarchitektur

Das bekannteste und größte Bauwerk in Gelsenkirchen ist die 2001 erbaute Veltins-Arena (ehemalige „Arena AufSchalke“); es hat einen herausfahrbaren Rasen und ein schließbares Dach. Die Heimspielstätte des FC Schalke 04 bietet bei nationalen Fußballspielen 61.524 Gästen Platz, bei internationalen Spielen gibt es auf Grund des Stehplatzverbotes lediglich 53.574 Plätze in der Arena. Bei Konzerten hat die Arena sogar eine Kapazität von 78.437 Zuschauern. Das offizielle 5-Sterne Stadion der FIFA ist von vielen, selbst weit entfernten Punkten im Ruhrgebiet aus zu sehen.

In unmittelbarer Nachbarschaft der Veltins-Arena befindet sich ihr Vorgänger – das Parkstadion. Es wurde 1973 als Nachfolger der Glückauf-Kampfbahn eröffnet, die sich allerdings noch im Stadtteil Schalke befand, und war ein Jahr später ein Spielort der Fußball-Weltmeisterschaft 1974. Nach dem Abriss einiger Teile der Tribüne wurden dort zur FIFA WM 2006 ein Hotel sowie ein Reha-Zentrum gebaut.

Industriekulturelle Bauwerke und Baudenkmäler

Gelsenkirchen gehörte vom Ende des 19. Jahrhunderts bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts zu den größten Städten mit einer überwiegend montanen Wirtschaft. Aus dieser Zeit sind viele Industrieanlagen der Montanwirtschaft erhalten geblieben. Einige der Anlagen wurden restauriert und zum großen Teil umfunktioniert.

Einige Paradebeispiele für die Umnutzung alter Zechenanlagen sind die Schachthalle der Zeche Nordstern, die heute nach umfassender Restaurierung unter Anderem die Hauptverwaltung der THS GmbH beheimatet, die Maschinenhalle des Schachtes Oberschuir der ehem. Zeche Consolidation im Stadtteil Feldmark ist regelmäßig Ort für Ausstellungen aller Art, die restaurierte Bergbausiedlung Schüngelberg in Buer an der Halde Rungenberg oder das Consol-Theater, das im Lüftermaschinengebäude der Zeche Consolidation beheimatet ist.

Weitere Bauten

Auf einem ausgedehnten Industriegelände in Ückendorf wurde von 1861 bis 1930 in der Zeche Rheinelbe Kohle gefördert, anschließend war das Gussstahlwerk noch bis 1984 in Betrieb. 1989 begannen hier die Planungen für den Wissenschaftspark Rheinelbe, der 1995 anlässlich der IBA Emscher Park errichtet wurde. Er wurde mit dem Deutschen Architekturpreis ausgezeichnet. Die 300 Meter lange Halle mit ihrer schräg gestellten Glasfassade steht im rechten Winkel zu den angeschlossenen Bürotrakten. In der Glashalle befindet sich eine Arbeit des Lichtkünstlers Dan Flavin; sie bietet Platz für wechselnde Ausstellungen. Der Bau trägt eine der größten Dach-Photovoltaikanlagen. Ähnlich futuristisch wie der Wissenschaftspark präsentiert sich das Institut für Kanalisationstechnik, das sich ebenfalls im Stadtteil Ückendorf befindet.

Die Wasserburg Haus Lüttinghof wurde 1308 auf Initiative der Kölner Erzbischöfe zum Schutze des Vests Recklinghausen errichtet. Der Name der Wasserburg ist auf die Familie Luttekenhove zurückzuführen, die sie als Lehen erhielt. Der kunstgeschichtliche Rang der Burg beruht auf ihrer mittelalterlichen Silhouette als Niederungsburg. Das von 1988 bis 1991 aufwendig restaurierte Haus Lüttinghof liegt in einem Naturschutzgebiet im Norden Gelsenkirchens, an der Lüttinghofallee 3.

Ein bedeutendes Renaissance-Schloss im nordwestdeutschen Raum ist das Schloss Horst. Bei Ausgrabungen 2005 am Schloss wurden Fundamente aus der Zeit um 1200 gefunden. Mindestens solange ist der Stadtteil Horst also besiedelt. Zwar wurde schon um 1282 ein erster Bau errichtet, aber der Schlossbau, der heute nach Restaurierung als Standesamt dient, wurde in der Frührenaissance von 1556 bis 1578 errichtet. Neben den restaurierten Teilen entstand auch eine große Glashalle, die den Innenhof des Schlosses überspannt.

Das Schloss Berge, früher auch Haus Berge genannt, steht im Stadtteil Buer auf der Südseite des Buerschen Berges. Erbaut wurde es als Wasserburg zum Schutze des heutigen Gelsenkirchener Stadtteils Erle, wurde aber in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts im späten Barockstil zum Schloss umgestaltet.

Die Hauptverwaltung der Gelsenwasser AG befindet sich direkt an der Kurt-Schumacher-Straße, der Hauptverkehrsachse Gelsenkirchens, in der Nähe der Veltins-Arena. Im Zuge der Erweiterung der Hauptverwaltung wurde um das neue Verwaltungsgebäude ein enormes Wasserbassin angelegt.

Das WEKA-Karrée in der Innenstadt wurde 1912 von den Düsseldorfer Architekten Walter Klose und Georg Schäfer als Kaufpalast des Warenhaus-Unternehmens Gebr. Alsberg AG erbaut. Heute beheimatet das WEKA-Karrée u. a. eine Niederlassung des VRR, das Blutspendezentrum Gelsenkirchen sowie verschiedene Einzelhandelsgeschäfte.

Das Kraftwerk Scholven ist mit einer installierten Leistung von 2300 Megawatt eines der leistungsstärksten Steinkohlekraftwerke Europas. Die 302 Meter hohen Schornsteine, welche zu den höchsten in Deutschland gehören, bilden zusammen mit den 7 Kühltürmen eine beeindruckende Industriekulisse. Von 1981 bis 2003 wurde in Gelsenkirchen-Hassel ein 160 Megawatt leistendes Heizkraftwerk, das Kraftwerk Westerholt betrieben. Dessen Schornstein war mit 337 Metern Höhe der vierthöchste Kamin in Europa und der höchste Deutschlands. Seit der Stilllegung 2003 befindet sich das Kraftwerk im Rückbau, der Schornstein wurde am 3. Dezember 2006 gesprengt.

An der Gildenstraße wird am 1. Februar 2007 eine neue Synagoge auf dem Standort der alten eröffnet, die 1938 in der Reichspogromnacht niedergebrannt wurde. Die Kosten von 5,2 Mio. Euro trugen zu je einem Drittel das Land NRW, die Stadt Gelsenkirchen und die jüdische Gemeinde.

An der Richard-Wagner-Straße erhebt sich die von 1891 bis 1897 erbaute katholische St. Maria Himmelfahrt Kirche. Die von A. Güldenpfennig erbaute Kirche ist eine der seltenen dreitürmigen Gotteshäuser im Bistum. Sie enthält eine qualitätsvolle, künstlerisch gestaltete Innenausstattung. Der Westturm ist reich gegliedert und bildet einen Gegenpol zu den zwei kleineren Osttürmen. Obwohl sie seit 1994 als kulturhistorisches Bauwerk unter Denkmalschutz steht, keine relevanten Bauschäden hat, droht ihr aus Sparmaßnahmen die Schließung.

Das Amphitheater am Rhein-Herne-Kanal im Nordsternpark wurde 1997 anlässlich der Bundesgartenschau erbaut. Die Bühne des Amphitheaters liegt in einer eigens für das Amphitheater ausgehobenen Einbuchtung im Rhein-Herne-Kanal. Es dient seit Ende des Bundesgartenschau 1997 immer wieder für Open-Air-Veranstaltungen, wie Konzerten, Open-Air-Kinovorstellungen und dem jährlich statt findendem Rock Hard Festival.

Die 1998 erbaute Markthalle im Stadtteil Buer beherbergt neben Marktständen auf 2000 Quadratmetern auch eine vielseitige Gastronomie. Die Markthalle wurde dem Stil alter Hallen und Passagen nachempfunden.

Weitere Bauwerke:

Parks

Gelsenkirchen hat neben kleineren Wäldern, wie dem Buerschen Stadtwald im Stadtteil Buer, auch einige Parks. Der in Gelsenkirchen Horst, nördlich vom Rhein-Herne-Kanal gelegene Nordsternpark und seine Fortsetzung, der Landschaftspark Heßler, der südlich des Kanals im Stadtteil Heßler liegt, war 1997 Ausstellungsgelände der Bundesgartenschau und ist nicht zuletzt wegen des großen Spielplatzes, des Deutschlandexpresses und des Klettergartens ein beliebtes Wochenend-Ausflugsziel. Im süd-westlich gelegenen Revierpark Nienhausen finden viele alljährliche Veranstaltungen wie das Sommerfest oder im Forum die Mineralienbörse statt. Ferner sind im Revierpark ein Minigolfplatz, ein Freibad, mehrere Spielplätze, das Aktivarium (Therme) sowie weitere Einrichtungen beheimatet.

Im Zentrum Gelsenkirchens liegt der etwa 22ha große Stadtgarten, der 1897 unter dem Namen Kaiser-Wilhelm-Park angelegt wurde. In diesem sind unter anderem ein großer Enten- und Schwanenteich sowie weitläufige Wiesen zu finden. Der mit ca. 6ha eher kleine Bulmker Park im Stadtteil Bulmke-Hüllen, der sich auch noch relativ nah am Stadtzentrum befindet, besticht durch seine Einfachheit. Dort ist nur ein See mit umherführendem Fußweg zu finden. In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg galt er als der größte Schwarzmarkt des Ruhrgebietes.

Auf halbem Weg zwischen der Veltins-Arena und der Buerer Innenstadt befindet sich die Parkanlage Schloss Berge. Im Schlosspark, dessen zentraler Punkt ein großer See ist, findet jährlich ein großes Sommerfest statt, dieses hatte 2003 mehr als eine halbe Millionen Besucher.

Ferner sind noch Hoheward - Der Landschaftspark und der Skulpturenwald Rheinelbe zu nennen. Insgesamt ist etwa ein Drittel der Fläche von Gelsenkirchen (das sind ca. 35 km²) Grünfläche.

Sport

Der bekannteste Sportverein aus Gelsenkirchen ist der FC Schalke 04 (voller Name seit 1928: FC Gelsenkirchen Schalke 04), dessen Spielstätte die VELTINS-Arena (ehemalige Arena AufSchalke) ist, die auch durch viele Konzerte, Musicals, Opern und andere Events bekannt ist. Bis 1998 gab es den heute konkursen Eishockeyverein Gelsenkirchner EC Schalker Haie, der als Nachfolger gegründete Verein EHC Gelsenkirchen arbeitete bis Ende der Saison 2005/2006 mit dem im Gelsenkirchner Sport-Paradise spielenden Verein Revierlöwen Oberhausen zusammen und nahm unter dessen Namen am Spielbebtrieb teil. Seit Beginn der Saison 2006/2007 nimmt der EHC Gelsenkirchen wieder mit einer eigenen Mannschaft am Spielbetrieb teil.

In Gelsenkirchen gibt es auch mehrere Basketballvereine; einige von diesen sind City-Basket-Gelsenkirchen (CBG), Hassel, Bulmke-Hüllen und die Basketballabteilung von Schalke 04. Ferner sind in Gelsenkirchen auch drei Badminton-Vereine beheimatet.

In Gelsenkirchen gibt es in jedem Stadtteil mindestens eine städtische Sportanlage mit einem Asche- oder Rasenfußballplatz und einer Laufbahn. Zu jedem dieser Sportplätze gehört meistens auch ein Fußballverein. Einige sind der STV Horst-Emscher (Emscherhusaren), der SC Hassel 1919, der SSV Buer, der SuS Beckhausen 05, SpVgg Erle 1919, der RWW Bismarck 1925 e. V. und der ETuS Gelsenkirchen 34. Insgesamt hat Gelsenkirchen ca. 70 Fußballvereine mit etwa 10.000 Mitgliedern.

Ferner hat Gelsenkirchen eine Trabrennbahn im Stadtteil Feldmark in direkter Nähe des Revierpark Nienhausen (Gelsentrab-Park). Hier finden jeden Donnerstag Trabrennen statt (Beginn: 18.30 Uhr). In Gelsenkirchen gab es eine Galopprennbahn im Stadtteil Horst, die aber schon vor einigen Jahren geschlossen wurde. Inmitten der ehemaligen Galopprennbahn befindet sich eine 9-Loch Golfanlage. Außerdem existiert eine Windhundrennbahn in Gelsenkirchen.

Des Weiteren gibt es Freibäder in Heßler (Jahnstadion), das „Sportparadies“ in Erle, in welchem man im Winter nur dessen drei Hallenschwimmbecken nutzen kann, und im Revierpark Nienhausen (Feldmark). Neben diesen Freibädern gibt es auch Hallenbäder im Zentrum (Zentralbad), in Horst, in Erle („Sportparadies“; beinhaltet auch Kegelbahnen und Schießstände), sowie in Buer.

Der Verein TTC Horst Emscher war Ende der 1980er Jahre mit einer Damenmannschaft in der 2.Tischtennis-Bundesliga vertreten[3].

Ferner hat Gelsenkirchen 25 ansässige Schützenvereine. Der älteste, der Schützenverein Buer, wurde 1769 und der jüngste, die Bürgerschützengilde Sutum, wurde 2001 gegründet. Während 15 dieser 25 Vereine auch heute noch die alte Tradition der Schützen aufrechterhalten, widmen sich die anderen 10 Vereine ausschließlich dem Schiesssport. Bekanntester Schützenverein ist der Luftgewehr-Bundesligist BSV Buer-Bülse 1926 e. V..

Regelmäßige Veranstaltungen

In Gelsenkirchen gibt es, vor allem im Frühling und Sommer, viele Veranstaltungen. Das Sommerfest Schloss Berge lockte durch sein Musikprogramm und nicht zuletzt durch das jährliche Feuerwerk 2003 mehr als 500.000 Besucher an. Auch das Sommerfest im Revierpark Nienhausen (Stadtteil Feldmark) hat jedes Jahr zehntausende Besucher, und bietet ein abwechslungsreiches Liveprogramm, Spielmöglichkeiten für Kinder, sowie ebenfalls ein Feuerwerk. Ferner sind noch das Schlossparkfest am Schloss Horst, das Buersche City Fest und Buer Live zu nennen.

Neben den Festen gibt es auch viele sportliche Veranstaltungen, wie den Karstadt-Ruhrmarathon, dessen „Come-together-Point“ (der Punkt, an dem die zwei Marathonstrecken zusammen kamen) 2005 in Gelsenkirchen lag. Auch die Ruhr-Olympiade, eine weitere regionale Sportveranstaltung im Ruhrgebiet, erfreut sich jedes Jahr großer Beliebtheit bei Teilnehmern und Zuschauern. Weitere Sportveranstaltungen sind der Emscher-Nacht-Triathlon im Nordsternpark, die Buersche Radnacht sowie der Biathlon in der Veltins-Arena, für den jährlich mehrere Dutzend Tonnen Schnee u. a. vom Alpincenter Bottrop herangefahren werden.

Überregional bekannt sind die Jazztage Gelsenkirchen. Als weitere musikalische Veranstaltungen sind die Buersche Musiknacht, die mehrmals im Jahr stattfindet und die Gespaña, ein jährlich stattfindendes spanisches Kulturfest, zu nennen. Im Jahr 2003 veranstaltete das Metal-Magazin „Rock Hard“ anlässlich seines 20. Jubiläums an Pfingsten ein Rockfestival im Amphitheater mit hochkarätigen Headlinern wie z. B. Blind Guardian. Aufgrund des großen Erfolges wurde das „Rock Hard Festival“ im nächsten Jahr wiederholt und ist seit dem zu einem überregionalen Ereignis in Sachen Hardrock und Metal geworden.

Nachtleben

Discotheken und Nachtleben sind in Gelsenkirchen fast über das gesamte Stadtgebiet zu finden. Einige Diskotheken in Gelsenkirchen sind neben der größten der Stadt, der „Alten Hütte“ (Stadtteil Resse) und der „Apfelbaum“ (Stadtteil Erle). Die „Kaue“, die sich in Teilen der Gebäude der ehemaligen Zeche Wilhelmine-Victoria in Gelsenkirchen Heßler befindet, ist regelmäßig Gastgeber für Kabarett, Konzerte und andere Veranstaltungen. Des Weiteren gibt es den in einem nachempfundenen Barock-Ambiente gestalteten Tanzclub Venetian im Alten Schlachthof, sowie die ebenfalls bekannten, im Stadtteil Buer gelegenen Kneipen Kronski, Zutz und Fliegenpils, die gelegentlich DJs für Discoabende engagieren, sowie das „Lokal ohne Namen“, das in Gelsenkirchen auch „Fuck“ (aufgrund eines nie entfernten Graffities an der Häuserfront) genannt wird. 2007 feierten 25.000 Tanzwillige die größte Ü-30-Party Deutschlands in der Veltinsarena.

Filmschauplatz Gelsenkirchen

In Gelsenkirchen wurden mehrere Filme gedreht:

Persönlichkeiten

Hauptartikel: Liste der Persönlichkeiten der Stadt Gelsenkirchen

Sonstiges

Siehe auch

Gelsenkirchener Barock

Literatur

Quellen

  1. archivierte Seite des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen
  2. Herstellerwebseite Bridon
  3. Zeitschrift DTS, 1988/8 S.33
 Wikinews: Gelsenkirchen – Nachrichten
 Commons: Gelsenkirchen – Bilder, Videos und Audiodateien
 Commons: Kategorie Gelsenkirchen – Bilder, Videos und Audiodateien
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