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Sigmaringen

Wappen Deutschlandkarte
Koordinaten: 48° 5′ N, 9° 13′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: Sigmaringen
Höhe: 578–794 m ü. NN
Fläche: 92,85 km²
Einwohner: 16.582 (31. Dez. 2006)[1]
Bevölkerungsdichte: 179 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 72481–72488
Vorwahl: 07571
Kfz-Kennzeichen: SIG
Gemeindeschlüssel: 08 4 37 104
Stadtgliederung: 6 Stadtteile
Adresse der Stadtverwaltung: Fürst-Wilhelm-Str. 15
72488 Sigmaringen
Webpräsenz:
www.sigmaringen.de
Bürgermeister: Daniel Rapp (CDU)
Lage der Stadt Sigmaringen im Landkreis Sigmaringen

Sigmaringen ist eine baden-württembergische Kreisstadt an der oberen Donau und die zweitgrößte Stadt im Landkreis Sigmaringen.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Geographische Lage

Sigmaringen liegt im Donautal, an der Ferienstraße Hohenzollernstraße, am südlichen Rand der Schwäbischen Alb.

Nachbargemeinden

Sigmaringen grenzt im Norden an Winterlingen (Zollernalbkreis) und Veringenstadt, im Osten an Bingen, Sigmaringendorf und Scheer, im Süden an Mengen, Krauchenwies, Inzigkofen und Meßkirch sowie im Westen an Leibertingen, Beuron und Stetten am kalten Markt (Aufzählung im Uhrzeigersinn).

Stadtgliederung

Die Stadt besteht aus der Kernstadt und den Stadtteilen Gutenstein, Jungnau, Laiz, Oberschmeien und Unterschmeien.

Wappen Ortsteil Einwohner Fläche
Sigmaringen (Kernstadt) 11.758 3.429 ha
Gutenstein 512 1.311 ha
Jungnau 740 2.235 ha
Laiz 2.856 979 ha
Oberschmeien 434 1.059 ha
Unterschmeien 263 490 ha

Geschichte

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Vor- und Frühgeschichte

Mittelalter

Moderne

Religionen

Folgende Kirchen und Glaubensgemeinschaften sind in Sigmaringen vertreten:

Politik

Bürgermeister

Der Bürgermeister wird für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt. Die derzeitige Amtszeit von Dr. Daniel Rapp endet 2014.

Wappen

Das Wappen von Sigmaringen zeigt einen stehenden goldenen Hirsch auf rotem Grund, oben rechts befindet sich ein sechsstrahliger goldener Stern. Der Hirsch ist das Wappentier der Grafschaft Sigmaringen und erscheint bereits auf einem Siegel der Stadt aus dem Jahr 1316. Auch die späteren Wappen und Siegel zeigen einen stehenden oder springenden Hirsch.

Städtepartnerschaften

Städtepartnerschaften bestehen mit

Freundschaftliche Beziehungen bestehen mit

Raumplanung

Die Stadt bildet ein Mittelzentrum in der Region Bodensee-Oberschwaben mit dem Oberzentrum Friedrichshafen-Ravensburg-Weingarten.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museen

Bauwerke

Sigmaringen

Gutenstein

siehe Sehenswürdigkeiten in Gutenstein.

Jungnau

Laiz

Oberschmeien

Nördlich der Ortsteils Oberschmeien auf der rechten Schmeienseite liegt die Ruine der durch Ritter Burkard von Weckenstein erbauten frühmittelalterlichen Burg Burg Weckenstein. Zwischen Ober- und Unterschmeien liegt die Ruine der ehemaligen Burg Schmeien.

Parks

Naturdenkmäler

Sport

Der Turnerbund Sigmaringen ist der größte Sportverein der Stadt und bietet ein breites Angebot von Breitensport, Volleyball, Basketball, Handball, Versehrtensport bis hin zum Leistungsturnen. Die 1. Volleyballmannschaft wurde in der Saison 2007/2008 Meister und steigt in die Bezirksliga auf.

Laiz

Regelmäßige Veranstaltungen

Gesundheitswesen

Krankenhäuser

Sigmaringen ist der Sitz der Kliniken Landkreis Sigmaringen GmbH, dessen Gesellschafter der Landkreis Sigmaringen und der Spitalfonds Pfullendorf sind. Die GmbH ist Trägerin des Kreiskrankenhauses Sigmaringen, des Krankenhauses Pfullendorf und des Kreiskrankenhauses Bad Saulgau sowie des Psychiatrischen Pflegeheims Anna-Haus in Sigmaringen. Mit insgesamt 623 Krankenhausbetten und 66 Pflegeheimplätzen ist die Kliniken Landkreis Sigmaringen GmbH eine der großen Krankenhausträgergesellschaften im Regierungsbezirk Tübingen und mit rund 1.200 Mitarbeitern einer der größten Arbeitgeber in der Region.

Geschichte

Das Kreiskrankenhaus Sigmaringen (heute 380 Planbetten) geht auf eine Stiftung des Sigmaringer Fürstenhauses zurück, die in den Jahren 1841 bis 1846 zur Errichtung des hohenzollerischen Landesspitals führte. Als Fürst-Carl-Landesspital bzw. später Fürst-Carl-Landeskrankenhaus bestand diese Einrichtung bis 1979, allerdings mit wechselnden Verantwortungsträgern. So ging die Verantwortung vom Fürstentum mit dessen staatlichen Anschluss an Preußen 1850 an die preußische Regierung über, die die Verwaltung 1874 an den Landeskommunalverband der Hohenzollerischen Lande übertrug. 1963 übernahm dann der Landkreis Sigmaringen die Verwaltung der Stiftung und errichtete in der Zeit von 1974 bis 1979 das heutige Kreiskrankenhaus Sigmaringen. Im Jahre 1979 erlosch mit der Inbetriebnahme des neuen Kreiskrankenhauses die alte Stiftung.
Mit Gründung der Kliniken Landkreis Sigmaringen GmbH (KLK Sigmaringen) im Jahre 1996 konnte das Ziel verwirklicht werden, alle Krankenhäuser des Landkreises in einer Gesellschaft zu vereinen, der Landkreis Sigmaringen übernahm ab diesem Zeitpunkt gemeinsam mit dem Spitalfonds Pfullendorf die Aufgabe, die akutstationäre Gesundheitsversorgung im Landkreis sicherzustellen. Zum Geschäftsführer wurde Dieter Rehm[4] bestellt, welcher die Leitung der KLK Sigmaringen bis 2004 inne hatte. Sein Nachfolger wurde Hartmut Masanek[4], der zum 1. Januar 2007 in den Landkreis Biberach wechselte, um Geschäftsführer der Kliniken Landkreis Biberach GmbH zu werden[5]. Ihm folgte ab Mai 2007 Fulko Rid als Geschäftsführer der KLK Sigmaringen, der die Kliniken zum 31. Januar 2008 verlassen wird. Die zukünftigen Strukturen der Kliniken Landkreis Sigmaringen GmbH sind damit offen[6]. Übergangsweise leitet der Prokurist Willi Römpp die GmbH.[7][8]

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

In Sigmaringen treffen sich drei Bahnlinien. Sigmaringen ist Station auf der Donautalbahn von Donaueschingen nach Ulm. In Sigmaringen trifft die Donautalbahn auf die Zollernalbbahn von Tübingen nach Aulendorf. Sigmaringen ist ebenfalls Anfangspunkt der Nebenbahn Sigmaringen–GammertingenHechingen. Diese wird von der Hohenzollerischen Landesbahn betrieben. Eine vierte Bahnlinie war die Bahnstrecke Sigmaringen–Krauchenwies, die eine Verbindung zur Hegau-Ablachtal-Bahn herstellte. Die imposante Donaubrücke zwischen Sigmaringendorf und Sigmaringen ist bis heute erhalten.

Der Öffentliche Nahverkehr wird durch den Verkehrsverbund Neckar-Alb-Donau (NALDO) organisiert. Sigmaringen war 1992 eine der ersten Kleinstädte mit eigenem Stadtbussystem. Mit rund 775.000 Fahrgästen im Jahr gilt es als eines der erfolgreichsten Stadtbusnetze in einer Kleinstadt in Deutschland überhaupt.[9] Noch heute kommen jährlich etliche Delegationen aus anderen Städten um sich das Sigmaringer Stadtbussystem anzusehen.

Bei Sigmaringen kreuzen sich die Bundesstraßen B 32 von Hechingen nach Ravensburg und die B 313 von Reutlingen zum Bodensee.

Öffentliche Einrichtungen

Sigmaringen beherbergt als Behördenstadt ein Verwaltungsgericht, ein Amtsgericht, das zum Landgerichtsbezirk Hechingen gehört, ein Staatsarchiv, ein Finanzamt, das Bildungs- und Wissenschaftszentrum der Bundesfinanzverwaltung Dienstsitz Sigmaringen (Zollschule), ein Chemisches Untersuchungsamt und ein Veterinäruntersuchungsamt (CVUA, früher Chemische Landesuntersuchungsanstalt).

Bundeswehr (von-Stauffenberg-Kaserne): Sigmaringen ist Divisionsstadt mit dem Stab der 10. Panzerdivision, dem Führungsunterstützungsbataillon 291 und einer Ausbildungskompanie des Artilleriebataillons 295.

Die Stadt ist Sitz des Dekanats Sigmaringen des Erzbistums Freiburg.

Bildung

Sigmaringen bietet als Schulstadt vielfältige Ausbildungsmöglichkeiten:

Hochschule, Fachhochschule und Erwachsenenbildung

Berufsausbildung:

Allgemeinbildende Schulen:

Einstiger Rundfunksender

Von 1946 bis 1964 betrieb der Südwestfunk auf dem Gelände der Graf-Stauffenberg-Kaserne bei 48° 5′ 27″ N, 9° 14′ 45″ O einen Rundfunksender für Mittelwelle, der als Sendeantenne einen 38 Meter hohen, gegen Erde isolierten abgespannten Sendemasten verwendete. Mit der Inbetriebnahme des Bodenseesenders bei Meßkirch wurde der Sigmaringer Sender überflüssig.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

Söhne und Töchter der Stadt

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben

Anmerkungen

  1. Einwohnerzahlen
  2. Römische Brücke. Zeitungsausschnitt Nr. 197. Bestand N 1/53: Albert Waldenspul (1885-1979). Staatsarchiv Sigmaringen
  3. Bericht in der Chronik des Klosters Petershausen: Von dort zog König Rudolf von Schwaben nach Burg Sigimaringin und belagerte sie. Als er aber erfuhr, dass König Heinrich IV. mit einem Heer über die Alpenpässe herannahte, um die Festung zu entsetzen, zog er ab und ging nach Sachsen.
  4. a b Dieter Rehm verlässt Kommandobrücke. In: Schwäbische Zeitung vom 24. September 2004
  5. Ein Zentrum für Gesundheit. In: Wochenblatt vom 8. November 2007
  6. Klinik trennt sich von Geschäftsführer. In: Schwäbische Zeitung vom 8. November 2007
  7. Kliniken-Chef muss gehen. In: Wochenblatt vom 15. November 2007
  8. Krankenhausleitung
  9. Stadtbus feierte 15. Geburtstag. In: Stadt-Spiegel. Amtliches Mitteilungsblatt der Kreisstadt Sigmaringen. Nummer 4, 1. März 2007.

Literatur

 Commons: Sigmaringen – Bilder, Videos und Audiodateien