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Pratteln

Pratteln
Basisdaten
Kanton: Basel-Landschaft
Bezirk: Liestal
BFS-Nr.: 2831Vorlage:Infobox Ort in der Schweiz/Gemeinde
PLZ: 4133
UN/LOCODE: CH ATT
Koordinaten: (619296 / 262960)Koordinaten: 47° 31′ 2″ N, 7° 41′ 41″ O; CH1903: (619296 / 262960)
Höhe: 296 m ü. M.
Fläche: 10.70 km²
Einwohner: 15'142Vorlage:Infobox Ort in der Schweiz/Stadt

(31. März 2008)

Website: www.pratteln.ch
Karte

Pratteln (schweizerdeutsch: [ˈb̥ʀɑˑtələ]) ist eine politische Gemeinde im Bezirk Liestal des Kantons Basel-Landschaft in der Schweiz.

Inhaltsverzeichnis

Daten

Lage

Pratteln liegt auf 298 m ü.M., begrenzt im Norden durch den Rhein und im Süden durch die beiden Berge Gempen und Berg Adler. Zur Gemeinde gehört auch das Industriegebiet Schweizerhalle und ein Teil des grossen Rangierbahnhofes Muttenz. Nachbargemeinden von Pratteln sind Augst, Füllinsdorf, Frenkendorf, Muttenz, das solothurnische Gempen, sowie auf der nördlichen Rheinseite das deutsche Grenzach-Wyhlen.

Wappen

Auf goldenem Grund mit schwarzem Schildrand ein schwarzer, nach links gestürzter Adler mit rotem Schnabel und roten Fängen. Der Adler stammt vom Wappen der Eptinger, den ehemaligen Schloss- und Dorfbesitzern.

Geschichte

Reformierte Dorfkirche

Pratteln wurde schon sehr früh besiedelt und man fand Überreste aus der Jungsteinzeit und dem Altertum, beispielsweise Keltische Grabhügel, Grundmauern von römischen Gutshöfen und Grabfunde aus dem Frühmittelalter.

Der Ortsname Pratteln stammt aus dem frühgalloromanischen *pradello, einer Verkleinerungsform zu lat. pratum "Wiese".

Aus der heutigen deutschen Form des Namens ohne eingetretene Zweite Lautverschiebung (es wäre *Pfrasseln zu erwarten) kann man erschliesen, dass der Ort lange Zeit eine romanische Sprachinsel inmitten der einwandernden Alemannen gebildet hat und der Sprachwechsel erst im 7. oder im 8. Jahrhundert stattgefunden haben muss.

1103 erscheint erstmals der Name Brattelo als Hof des Klosters St. Alban in Basel und 1250 fand die Kirche von Bratelle in einem Basler Dokument Erwähnung. Während fast 200 Jahren war Pratteln im Besitz der Familie Eptinger. Beim grossen Basler Erdbeben von 1356 wurden die Burgen der Eptinger auf Madeln und im Dorf zerstört. 1476 erhielt das Dorf vom deutschen Kaiser Friedrich III. eine immerwährende Steuerfreiheit und das Recht, jährlich vom 1.- 3. Oktober einen Markt abzuhalten.

1521 wurde der Eptingerbesitz an die Stadt Basel verkauft und Pratteln wurde eidgenössisch.

Während der kantonalen Trennungswirren, am 3. August 1833, wurde das Dorf von den Basel-Städtern teilweise zerstört, und Pratteln wechselte zum Halbkanton Basel-Landschaft über. Zeugen der Zerstörung sind die dreistöckig wiederaufgebauten Bauernhäuser an der Hauptstrasse gegenüber dem Hotel Engel und im Ausserdorf. Am 7. Juni 1837 startete die Soleförderung der Saline Schweizerhalle, und damit begann für das Dorf die Industrialisierung.

Wirtschaft

Pratteln ist ein typischer Vorort von Basel. Viel Industrie hat sich angesiedelt, jedoch ist die Gemeinde im Dorfkern und auch im südlichen Teil sehr darum bemüht, als Wohngemeinde mit hoher Lebensqualität zu gelten. Sie zählt mit ihren knapp 15.000 Einwohnern bereits als Kleinstadt und hat, insbesondere in den plattenbauartigen Quartieren "Längi" und "Rankacker", eine der grössten Ausländerraten im ganzen Kanton Baselland. Pratteln hat einen Autobahnanschluss an die A2 Richtung Basel (Deutschland / Frankreich) und Mittelland (Luzern, Gotthard, Zürich, Bern). Durch Pratteln führen die SBB-Linien Basel-Olten und Basel-Zürich. In Pratteln halten jedoch fast ausschliesslich S-Bahn-Züge (4-5 Züge pro Stunde nach Basel). Zudem verkehrt die Tramlinie 14 von Basel nach Pratteln. 2004 wurde der Bahnhof behindertengerecht ausgebaut und modernisiert sowie die Anzahl der Schliessfächer erhöht. Ab dem Fahrplanwechsel 2008/2008 bekommt Pratteln einen zweiten Bahnhof: "Pratteln-Salina Raurica".

Sehenswürdigkeiten

Persönlichkeiten