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Schloss Chaumont

Das Schloss Chaumont ist eine Schlossanlage oberhalb des französischen Ortes Chaumont-sur-Loire im Tal der Loire, das in seiner ursprünglichen Form als mittelalterliche Burganlage bereits im 10. Jahrhundert erbaut wurde.

1510 erhielt es durch Ausbau zum Kastell seine bis heute weitgehend erhaltene Gestalt im Renaissance-Stil, der besonders im Südflügel deutlich erkennbar ist.

Um 1560 erwarb die verwitwete französische Königin Katharina von Medici das Schloss, um ihre langjährige Rivalin Diane de Poitiers, die einflussreiche Mätresse des verstorbenen Königs Heinrich II., dorthin zu verbannen. Im Gegenzug forderte Katharina das komfortablere Loireschloss Chenonceau zurück, das der König seiner Geliebten zu Lebzeiten geschenkt hatte.

Im Jahre 1810 diente das Anwesen kurzzeitig als Refugium für die Schriftstellerin Madame de Stael, die wegen regimekritischer Veröffentlichungen aus Paris flüchten musste und von Chaumont aus nach Coppet bei Genf reiste, um dort bis 1812 in Hausarrest zu leben.

Das Schloss befindet sich heute im Besitz des französischen Staates.

Der Park in seiner heutigen Form wurde 1875 angelegt. Internationale Gartenkünstler verwandeln den Garten alljährlich im Spätsommer mit wechselnden Themen in ein farbenprächtiges Blumenmeer.

Literatur

 Commons: Schloss Chaumont – Bilder, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 47° 28' 45" N, 1° 10' 55" O