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Zeche Arenberg-Fortsetzung

Die Zeche Arenberg-Fortsetzung war ein Steinkohlen-Bergwerk in Bottrop.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

In der Mitte des 19. Jahrhunderts mutete die Familie von Arenberg einen umfangreichen Grubenfeldbesitz im heutigen Stadtgebiet von Bottrop.

Ein großer Teil dieses Besitzes wurde unter dem Namen "Prosper" (nach Herzog Prosper-Ludwig von Arenberg) konsolidiert. Dort entstand alsbald die Zeche Prosper. Ein Anschlußfeld mit dem Namen "Arenberg Fortsetzung" war in der Welheimer Mark und in Boy verliehen worden, und befand sich in Besitz der Familie von Arenberg.

Dieser Felderbesitz wurde 1900 von der Rheinische Stahlwerke AG übernommen. Diese erschloss das Feld mit einer eigenständigen Doppelschachtanlage. Die Schächte 1 und 2 wurden 1910 abgeteuft und gingen 1912 in Betrieb. Gleichzeitig wurde auf dem Gelände eine Kokerei in Betrieb genommen. In der Welheimer Mark entstanden Werkssiedlungen.

Gleich von Beginn an war die Schachtanlage "Arenberg Fortsetzung" 1/2 mit den benachbarten Zechen Prosper II und Prosper III untertägig verbunden.

Im Jahre 1927 wurde durch ein Konsortium der Rheinische Stahlwerke AG, der Gewerkschaft Mathias Stinnes und des Mülheimer Bergwerks-Vereins eine Anlage zur Kohleverflüssigung in direkter Nachbarschaft der Förderanlage errichtet. Diese wurde unabhängig weiterbebetrieben.

Die Förderung der Zeche "Arenberg-Fortsetzung" betrug 750.000 Tonnen jährlich bei 2.700 Beschäftigten.

Stilllegung

Die Weltwirtschaftskrise veranlasste die Rheinische Stahlwerke AG zur Zusammenfassung der Steinkohlenförderung. Daher wurde die Förderanlage "Arenberg Fortsetzung" 1/2 nebst Kokerei im Jahre 1930 stillgelegt. Die Schächte wurden als Außenanlage der Zeche Prosper III zugewiesen.

Heutiger Zustand

Nach Abwurf der Arenbergschächte sind keine Förderanlagen mehr erkennbar. Einige denkmalwürdige Nebengebäude im Stil der Zeit um 1910 sind erhalten. Auf dem Zechengelände befinden sich Gewerbeansiedlungen. Die Kohleverflüssigungsanlage wurde 1981 von der Ruhrkohle AG als "Kohleölanlage Bottrop" erneut experimentell in Betrieb genommen. Sie war bis 1992 in Betrieb.

Sonstiges

1958 wurde ein Massengutfrachter der von der Seereederei Frigga für die Rheinische Stahlwerke AG betrieben wurden auf MS Arenberg getauft.

Koordinaten: 51° 31 59" N, 06° 57' 51" O