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Roter Holunder

Roter Holunder

Roter Holunder

Systematik
Klasse: Dreifurchenpollen-
Zweikeimblättrige
(Rosopsida)
Unterklasse: Asternähnliche (Asteridae)
Ordnung: Kardenartige (Dipsacales)
Familie: Moschuskrautgewächse (Adoxaceae)
Gattung: Holunder (Sambucus)
Art: Roter Holunder
Wissenschaftlicher Name
Sambucus racemosa
L.

Der Rote Holunder (Sambucus racemosa), auch Hirsch-, Trauben- oder Berg-Holunder, ist ein Strauch aus der Gattung der Holunder.

Inhaltsverzeichnis

Varietäten

Neben dem Typ existieren

Beschreibung

Dieser Holunder ist ein 1 - 3 m, selten bis zu 8 m hoher Strauch mit früh auftretenden gelblichgrünen Blütenrispen. Die Früchte sind leuchtend rot, werden im Juli bzw. August reif und sind frei von giftigem Sambunigrin (Vorsicht: die Samen allerdings enthalten es!).

S. racemosa hat Früchte, die sich ebenso wie die des Schwarzen Holunders verwerten lassen, allerdings sind die Beeren und Schirmrispen (oft fälschlich als Dolden bezeichnet) deutlich kleiner als die des Schwarzen Holunders. Diese scheinbaren Dolden sind kegelförmig ausgebildet und stehen aufrecht, während die des Schwarzen Holunders aufgrund ihres Eigengewichts in der Regel nach unten hängen.

Die Blätter des Roten Holunders sind gezähnt und unpaarig gefiedert.

Verbreitung

Der Rote Holunder wächst gerne an schattigeren Orten in Wäldern und Waldrändern in Europa und Westasien, auch in Gebüschen und auf Lichtungen ist er zu finden. In Mitteleuropa ist er vorwiegend in höheren Lagen zu finden. Er toleriert zwar Kälte und Wind, aber keine Trockenheit oder Kalk und bevorzugt Standorte mit viel Stickstoff und wenig Salz. Er ist bereits beim Austrieb leicht von Schwarzem Holunder zu unterscheiden, da seine Blätter anfangs bronzefarben bis rot sind und dann erst vergrünen. Außerdem zeigen sich seine Fruchtansätze bereits mit dem Blattaustrieb. Sie sind kegelig-rundlich und nicht wie bei S. nigra tellerförmig-flach.

Verwendung

Wie der Schwarze Holunder lassen sich die Beeren zu Gelee, Marmelade, Saft und ähnlichem verarbeiten. Auch als Heilkraut findet der Rote Holunder Verwendung. Zu beachten ist der hohe Gehalt an Ölen, die auf Saft zu regelrechten gelblichen "Fettaugen" führen können. Darüber hinaus enthält der Rote Holunder deutlich mehr Säure als S. nigra.

Giftigkeit

Roter Holunder enthält in seinen Wurzeln Giftstoffe, darunter das Alkaloid Chelerythrin, während die Früchte aufgrund ihrer Rotfärbung kein Sambunigrin enthalten- wohl aber die Samen.

 Commons: Roter Holunder – Bilder, Videos und Audiodateien