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Hans Selye

Hans Selye [ˈʃɛjɛ] (* 26. Januar 1907 in Wien, Österreich; † 16. Oktober 1982 in Montreal, Québec) war ein österreich-kanadischer Mediziner ungarischer Abstammung.

Er entwickelte bereits in den 1930ern die Grundlagen für die Lehre vom Stress und vom allgemeinen Adaptationssyndrom oder Selye-Syndrom. Er wird somit als „Vater der Stressforschung“ beschrieben.1934 wanderte er nach Kanada aus.

Seit der Publikation seiner ersten wissenschaftlichen Arbeit in der er 1936 „Stress“ identifizierte und definierte [1], hat Selye mehr als 1700 Arbeiten und 39 Bücher über das Thema geschrieben."Ich habe allen Sprachen ein neues Wort geschenkt - Stress" so Selye bei der Zusammenfassung seines Lebenswerkes. Zum Zeitpunkt seines Todes (1982) waren seine Arbeiten in mehr als 362,000 wissenschaftlichen Arbeiten und in unzählbaren Geschichten, in den meisten Sprachen und allen Ländern zitiert. Er ist immer noch bei weitem der weltweit meistzitierte Autor zu diesem Thema.

Selye hatte drei Doktorate (M.D., Ph.D., D.Sc.) und 43 Ehrendoktorate. Er war Mitglied von mehreren Dutzend der renommiertesten medizinischen und wissenschaftlichen Vereinigungen. Selye hat seinen internationalen Respekt nicht nur für seine wissenschaftlichen Errungenschaften erhalten, sondern auch durch seinen Einsatz im praktischen Umsetzen seiner Arbeit. Zwei seiner Bücher „The Stress of Life“ und „Stress Without Distress “ waren Bestseller (das letztere Buch gar in 17 Sprachen).

Er besuchte das ungarische Gymnasium in Komárno. Heute trägt diese Schule und die Universität der Stadt Komárno seinen Namen.

Werke

Einzelnachweise

  1. Hans Selya: A Syndrome Produced by Diverse Nocuous Agents. In: Nature. Vol. 138, July 4, 1936, p. 32 (Volltext)
Personendaten
Selye, Hans
kanadischer Mediziner österreichischer Herkunft
26. Januar 1907
Komárno, Österreich-Ungarn
16. Oktober 1982
Montréal