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Bamenda

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Bamenda

Bamenda ist mit etwa 450.000 Einwohnern die viertgrößte Stadt Kameruns. Es ist die Hauptstadt der Nordwest-Provinz und zugleich deren bedeutendste wirtschaftliche und kulturelle Metropole. Sie liegt 366 km nordwestlich der Hauptstadt Yaoundé.

Inhaltsverzeichnis

Bevölkerung

Die früher als "Tikar" klassifizierte einheimische Bevölkerung spricht als Muttersprache Mendankwe-Nkwen. Als wirtschaftliches Oberzentrum zieht Bamenda aber auch zahlreiche Menschen aus anderen Teilen Kameruns an. Verkehrssprache ist Englisch. Damit ist Bamenda die größte Stadt der anglophonen Minderheit im Land. Zugleich ist dies der Grund dafür, dass sich hier ein wichtiges Zentrum der oppositionellen Social Democratic Front entwickelt hat und die Stadt aus Sicht der Regierung Paul Biyas als politischer Unruheherd gilt.

Wirtschaft und Infrastruktur

Die Stadt ist ein bedeutender Handelsplatz und Verkehrsknotenpunkt mit einem (sich seit geraumer Zeit allerdings außer Betrieb befindenden) Flughafen und Straßenverbindungen zu Kameruns bedeutendsten Städten, Yaoundé und Douala. Zahlreiche kaffeeverarbeitende Betriebe sind hier angesiedelt, ebenso mehrere Behörden. Bamenda verfügt über Banken, Postamt, Tankstellen, Kinos und Nachtclubs.

Religion

Bamenda ist Sitz eines katholischen Erzbistums, gegenwärtiger Erzbischof ist Cornelius Fontem Esua. Ferner sind hier eine wichtige Baptisten-Mission und ein Presbyterian Church Center ansässig.

Sehenswürdigkeiten

Indigenes Kunsthandwerk, Masken und Figuren der Graslandethnien, sind in einem kleinen städtischen Museum am Markt zu sehen.

Aus der deutschen Kolonialzeit sind noch zahlreiche Gebäude vorhanden, u. a. das berühmte Fort Bamenda, eine über der Stadt thronende Festungsanlage, und der deutsche Friedhof.

Unweit gelegen ist der Nyos-See und ebenso die Ortschaft Bafut, die ca. 15 km nördlich von Bamenda in Verlängerung zum Flugplatz liegt.

Koordinaten: 5° 57' N, 10° 9' O