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Sibiu

Dieser Artikel beschreibt die Stadt Hermannstadt in Siebenbürgen, Rumänien. Für den gleichnamigen Ort in Mähren, Tschechien, siehe: Heřmanovice.
Sibiu
Hermannstadt
Nagyszeben
DEC
Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Siebenbürgen
Kreis: Sibiu
Koordinaten: 45° 47′ N, 24° 8′ OKoordinaten: 45° 47′ 0″ N, 24° 8′ 0″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 431 m
Fläche: 121 km²
Einwohner: 154.458 (1. Juli 2007)
Bevölkerungsdichte: 1.277 Einwohner je km²
Postleitzahl: 550000
Telefonvorwahl: (+40) 02 69
Kfz-Kennzeichen: SB
Struktur und Verwaltung (Stand: 2008)
Gemeindeart: Stadt
Bürgermeister: Klaus Johannis (DFDR)
Postanschrift: Str. Samuel von Brukenthal Nr. 2
550178 Sibiu
Webpräsenz:
www.sibiu.ro

Sibiu (deutsch Hermannstadt, ung. Nagyszeben) ist eine Stadt im Kreis Sibiu in Siebenbürgen (Rumänien) und war Kulturhauptstadt Europas 2007.

Inhaltsverzeichnis

Lage und Gliederung

Die Stadt liegt am Zibin (Cibin), einem Nebenfluss des Alt, nahe den Südkarpaten. Weitere Gewässer in der Stadt sind der Bach Pârâul Sapunului und der Binderteich (rum. Lacul Binder). Südlich der Stadt erstreckt sich die Mărginimea Sibiului, eine traditionell auch rumänisch bewohnte Region der Vorkarpaten. Nördlich, nordwestlich, nordöstlich, im Südwesten und östlich der Stadt befindet sich der ehemalige „Königsboden“ - das historisch von Siebenbürger Sachsen besiedelte Gebiet.

Historische Landschaft

Im alten Siebenbürgen bildete Hermannstadt das Oberzentrum im wichtigsten Siedlungsgebiet der Siebenbürger Sachsen. Der Hermannstädter Stuhl war auch flächenmäßig der größte und dehnte sich im Süden bis zu den Karpaten aus. Er wurde begrenzt (von Osten über Norden nach Westen) von den Stühlen Leschkirch, Mediasch und Reußmarkt. Hier trafen die wichtigsten Handelsrouten Siebenbürgens und der Rotenturmpass Richtung Walachei zusammen. Die Lage an diesem Wegekreuz war für die Stadt von herausragender Bedeutung, machte sie aber dadurch auch immer wieder zum Ziel heftiger Angriffe.

Nachbargemeinden

Die kreisangehörigen Nachbarorte sind Heltau (Cisnădie), Großau (Cristian), Poplaca, Rothberg (Roşia), Schellenberg (Şelimbăr), Großscheuern (Şura Mare) und Kleinscheuern (Şura Mică).

Stadtgliederung

Das Stadtgebiet gliedert sich in folgende Viertel:

Oberstadt (Oraşul de Sus) und Unterstadt (Oraşul de Jos), die zusammen die Altstadt bilden; Goldtal (Valea Aurie), Hippodrom I-IV, Vasile Aaron, Konradwiese (Piaţa Cluj), Ştrand und Ţiglari.

Außerdem gehören die Dörfer Neppendorf (Turnişor) und Hammersdorf (Guşteriţa) als Vororte mit zur Stadt.

Geschichte

1143 erreichten die ersten deutschen Siedler die Gegend; sie ließen sich auf dem Hügel über dem Zibin-Fluss, der heutigen Oberstadt, nieder. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahr 1191 unter dem Namen praepositum Cibiniensem; eine Propstei entstand und ab 1223 ist der lateinische Name „Villa Hermanni“ belegt.

1241 wurde die Stadt während des Mongolensturms zerstört, erholte sich jedoch rasch. Im 14. Jahrhundert entwickelte sich Hermannstadt zu einem wichtigen Handelszentrum. Es war eine der wichtigsten deutschen Städte in Siebenbürgen - vielleicht sogar die wichtigste, da sie nicht nur Zentrum von Handel, Verwaltung und Kirche war, sondern auch die größten Befestigungen in ganz Siebenbürgen besaß.

Gegen die Bedrohung durch die Türken ließ die Stadt 3 Mauerringe (die teils noch erhalten sind) mit Dutzenden von Türmen und mehreren großen Toren errichten. Hermannstadt widerstand mehrfach Belagerungen durch die Türken, denen es nie gelang die Stadt einzunehmen, weswegen die Stadt auch als Bollwerk der Christenheit bezeichnet wurde. Jedoch verheerten die durchziehenden und vor der Stadt lagernden Heere wieder und wieder das gesamte Umland. Nur einmal gelang es durch eine Finte dem ungarischen Fürsten von Siebenbürgen, Gabriel Báthory, die Stadt zu besetzen, zu plündern und alle deutschen Bewohner der festen Mauern zu verweisen - eine bittere Lehre, die danach zu noch größerer Wachsamkeit und Misstrauen der Deutschen führte.

Hermannstadt war das politische Zentrum der Siebenbürger Sachsen und Sitz der Universitas Saxonum, einer Art Siebenbürger Parlament, welches sich bis 1878 um siebenbürgisch-sächsische Belange kümmerte und ein Symbol der politischen Einheit und Unabhängigkeit der Siebenbürger Sachsen war.

Siehe Hauptartikel: Nationsuniversität bzw. Sieben Stühle

Bis ins erste Jahrzehnt des 18. Jahrhunderts war die Stadt rein deutsch. Erst nachdem Siebenbürgen Österreich angegliedert wurde, fielen die alten Gesetze, nach denen sich in der Stadt keine anderen Nationen ansiedeln durften. Im 18. Jahrhundert genoss Hermannstadt unter anderem den Ruf, östlichste Stadt Europas mit Postanbindung zu sein.

Nach dem Ersten Weltkrieg kam das selbst damals noch hauptsächlich von Deutschen bewohnte Hermannstadt, das politisch jahrhundertelang ungarisch bzw. österreichisch gewesen war, durch den Vertrag von Trianon 1920 zu Rumänien. Auch danach blieb die Stadt weiterhin deutsch geprägt. Erst Ende der 30er Jahre verloren die Siebenbürger Sachsen in ihrer Metropole die absolute Mehrheit.

Bevölkerung

Die Einwohnerzahl beträgt aktuell etwa 155.000.

Die ethnische Struktur der Bevölkerung:

18 Prozent der Bevölkerung haben einen Hochschulabschluss.

Deutsche in Sibiu

Am 31. Dezember 2003 wohnten in Hermannstadt 1.464 Deutsche evangelischer Konfession. Damit gibt es hochgerechnet insgesamt etwa 2.000 deutsche Einwohner (1,3 %) in der Stadt.

Bis zum Ende des Kommunismus in Rumänien lebten trotz massiver Auswanderung seit Mitte der 70er Jahre etwa 20.000 Siebenbürger Sachsen in Hermannstadt. Ihr Bevölkerungsanteil sank nach 1990 schnell und stetig, bis er mit etwa 1,6 % hinter den der Ungarn zurückgefallen war. Dennoch ist die Stadt offiziell mittlerweile wieder zweisprachig. Die Ortstafeln und die touristischen Informationen sind rumänisch und deutsch beschriftet. Selbst behördlich wird die Stadt heute als Sibiu/Hermannstadt geführt.

Die deutschsprachige Hermannstädter Zeitung erscheint wöchentlich. Es gibt deutsche Kindergärten, Grundschulen, mehrere Gymnasien mit Deutsch als Unterrichtssprache (Muttersprache), darunter das Brukenthal-Lyzeum, das landesweit höchstes Renommee genießt, an denen ein deutschsprachiges Abitur möglich ist, das auch von deutschen Universitäten anerkannt wird. Des Weiteren gibt es als Ausbildungsstätte für deutschsprachige Erzieherinnen und zukünftige Lehrer das Pädagogische Lyzeum. An insgesamt 4 Oberschulen (Lyzeen) ist Deutsch Unterrichtssprache. An der städtischen Universität sind auch deutschsprachige Studienfächer belegbar. Vorhanden sind außerdem eine evangelisch-theologische deutsche Fakultät, in der die evangelische Kirche A.B. in Rumänien ihre Pfarrer ausbildet. Zudem gibt es eine Akademie der evangelischen Kirche A.B. in Neppendorf, ein evangelisches deutsches Altersheim (Carl-Wolff-Altenheim) und ein reges Gemeindeleben. Daneben findet sich noch ein privater deutschsprachiger Verlag (Hora Verlag), in dem regelmäßig neue Publikationen erscheinen und eine moderne Druckerei (Honterus-Druckerei) im Besitz der deutschen Minderheit, die nach westlichem Standard produziert.

Über dies wurden nach dem Exodus der Mehrheit der Siebenbürger Sachsen wichtige Kunstgegenstände, Kultgeschirr, Kirchenbücher, Matrikel, Folianten, Papiere u.v.a.m. aus den aufgelösten evangelischen Gemeinden und verlassenen Dörfern in die bischöflichen Archivarien, Lager und Bibliotheken verbracht, zusammengetragen und gesichert. Im Kultur- und Begegnungszentrum "Friedrich Teutsch" befindet sich das Zentralarchiv der deutschen Minderheit mit einem großen Bestand historischer Materialien und Dokumente. Es bildet einen Schatz von unschätzbarem Wert, der seit Jahren - finanzkräftig von der Volkswagenstiftung unterstützt - aufgearbeitet und archiviert wird. Das Landeskirchliche Museum der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien befindet sich ebenfalls dort.

Schließlich ist das Bezirkskonsistorium des Kirchenbezirkes Hermannstadt als wichtige Institution der deutschen Minderheit in der Stadt ansässig, sowie der evangelische Bischof der Siebenbürger Sachsen (D. Dr. Christoph Klein), welcher eine der letzten großen Integrationsfiguren der deutschen Minderheit in Siebenbürgen darstellt.

Nicht zu unterschätzen ist weiterhin die Tatsache, dass die Stadt seit dem Jahr 2000 wieder von einem deutschen Bürgermeister (Klaus Johannis) regiert wird. Die Partei der Deutschen Minderheit DFDR stellt die Mehrheit im Stadtrat (seit 2004 die Absolute Mehrheit) und so haben die verbliebenen Siebenbürger Sachsen wieder Verantwortung für ihre Stadt. Dieser Tatsache wird u.a. zugeschrieben, dass in den vergangenen Jahren derart viele Direktinvestitionen aus dem deutschsprachigen Ausland nach Sibiu gingen.

Religionen und Konfessionen

Multikonfessionelles Sibiu
Konfession 1910 2000
rumänisch-orthodox 18 % 91 %
griechisch-katholisch 8 % 1 %
römisch-katholisch 20 % 2 %
evangelisch A.B. 42 % 2 %
reformiert 7 % 1 %
jüdisch 4 % < 1 %
Sonstige 1 % 4 %

Nach: „Hermannstadt – Portrait einer Stadt in Siebenbürgen“

Politik

Klaus Johannis (Demokratisches Forum der Deutschen in Rumänien - DFDR/FDGR) ist der erste deutsche Bürgermeister einer rumänischen Großstadt seit 55 Jahren. Er wurde bei der Kommunalwahl 2000 erstmals zum Bürgermeister gewählt und 2004 und 2008 wiedergewählt. 2004 erhielt er knapp 90 Prozent, 2008 83 Prozent der abgegebenen Stimmen.

Politik
Mandate im Lokalrat (Wahlen 2008): DFDR (14), PD-L (4),
PSD (3), PNL (2)

Wirtschaft

Aufgrund millionenschwerer Investitionen aus Österreich und Deutschland befindet sich die Wirtschaft der Stadt seit Anfang der 2000er Jahre in einem ungebremsten Aufschwung, der zusätzlich durch den wachsenden Tourismus sowie die Bauinvestitionen in der Altstadt und der öffentlichen Infrastruktur, die nach 40 Jahren Kommunismus sehr marode war, angeheizt wird. Die Arbeitslosenquote befindet sich unter dem rumänischen Durchschnitt (5–6 %), bei etwa 3,3 %.

Unter anderem sind in Sibiu/Hermannstadt folgende Unternehmen vertreten, die sich im Gewerbegebiet "West" in unmittelbarer Nähe des Flughafens angesiedelt haben:

Außerdem finden sich Filialen diverser anderer österreichischer bzw. deutscher Unternehmen in der Stadt (BauMax, Plus, Raiffeisenbank, HVB, Kaufland, Praktiker, PennyMarkt u.a.). Weiter ist Sibiu/Hermannstadt der Sitz des Deutschen Wirtschaftsclubs Siebenbürgen (DWS) und der Hermannstädter Börse.

Bildung

In Sibiu studieren mehr als 12.000 Studenten. Insgesamt gibt es 38 Fakultäten. Zirka 12 % der Einwohner haben einen Hochschulabschluss. Nennenswerte Bildungseinrichtungen sind z. B. die Lucian-Blaga-Universität, die Evangelisch-Theologische Fakultät, das orthodoxe Priesterseminar, das Brukenthal-Lyzeum und das Pädagogische Lyzeum.

Kultur

Sibiu hat von jeher den Ruf eines kulturellen und geistlichen Zentrums. Hier haben der evangelische Bischof der Siebenbürger Sachsen und der orthodoxe Metropolit von Siebenbürgen ihren Sitz. Drei Konfessionen (evangelisch/lutherisch, katholisch, orthodox) bilden hier ihre Geistlichen aus.

Die ersten Theater und Lichtspielhäuser Siebenbürgens fanden sich in Hermannstadt. Schon 1788 wurde in Hermannstadt das erste Theater errichtet. Die erste Filmaufführung fand bereits am 28. März 1898 statt.

Erwähnenswert sind das Astra-Theater und das „Radu-Stanca-Nationaltheater“, welches eine deutschsprachige Abteilung besitzt.

Institutionen im Musikbereich sind heute die Staatsphilharmonie, der Hermannstädter Bachchor sowie der Chor der orthodoxen Theologiestudenten.

Ebenso finden in Sibiu/Hermannstadt jährlich diverse Festivals statt, darunter das „Internationale Theaterfestival“, seit den 70er Jahren auch regelmäßig ein international renommiertes Jazzfestival und ab 1995 der Klavier– und Kompositionswettbewerb „Carl-Filtsch-Festival“.

Bauwerke

Parks

Museen

Sehenswürdigkeiten

Kirchen

Momentan finden an vielen Gebäuden umfangreiche Restaurierungsarbeiten statt.

Kulturhauptstadt Europas 2007

Zusammen mit Luxemburg wurde Sibiu am 26. Mai 2004 von den 25 EU-Kulturministern für das Jahr 2007 zur Kulturhauptstadt Europas ernannt. Versuche, die Altstadt von Sibiu in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes eintragen zu lassen, sind bisher gescheitert. Jedoch unternahm die Stadt größte Anstrengungen, um die Altstadtsanierung voranzutreiben. Die Ergebnisse sind u.a. die völlige Neugestaltung des Großen Rings (des zentralen Platzes der Altstadt), des Kleinen Rings und der Heltauer Gasse. Wichtige historische Gebäude wurden und werden mit Mitteln der EU, bundesdeutschen Fördergeldern und rumänischen Staatsgeldern renoviert.

Medien

Verkehr

Die Stadt verfügt über einen Flughafen, welcher an der Ausfallstraße nach Alba Iulia liegt und von dem aus direkte Flüge nach Wien, München (täglich), Stuttgart (täglich), Düsseldorf (täglich außer Samstag) und Köln/Bonn (ab dem 18. Juli 2008)[1], und in mehrere italienische sowie rumänische Städte möglich sind.

Anfang 2006 fassten der Kreisrat Sibiu und die Stadt Sibiu den Entschluss zum groß angelegten Flughafenausbau. Seitdem hat die Kreisverwaltung den Ausbau des Flughafens energisch vorangetrieben, unter anderem mit der Unterstützung der Europäischen Investmentbank. Diese gewährte einen Kredit in Höhe von 40 Millionen Euro für die Verlängerung der Start- und Landebahn, für die Errichtung eines Terminals und für die Erweiterung der Parkplätze. Die Bauarbeiten haben bereits begonnen, werden aber noch einige Jahre in Anspruch nehmen.

Weniger vorteilhaft gestaltet sich die Anbindung Sibiu an das Eisenbahnnetz. Die Strecke von Vinţu de Jos nach Braşov, an der Sibiu liegt, ist nicht elektrifiziert. Jene von Sibiu/Hermannstadt nach Mediaş ebenfalls nicht. Eine Schmalspurbahn, die sogenannte „Wusch“ verband Sibiu früher durch das Harbachtal mit Sighişoara. Nachdem sie ab den 60er Jahren nur noch bis Agnita geführt wurde, stellten die Rumänischen Eisenbahnen (CFR) den Betrieb 2001 ein.

Zwischen Sibiu und Răşinari verkehrt täglich mehrmals noch eine Straßenbahn. Diese Linie wird aufgrund der beruflichen Spezialisierung der Einwohner der Mărginimea Sibiului, in der Răşinari liegt, auch liebevoll „Käse-Express“ genannt. Des Weiteren verkehren seitdem 1983 das übrige Straßenbahnnetz stillgelegt wurde, mehrere O-Bus-Linien, u.a. auch zum Flughafen. (Siehe: Liste der Städte mit Straßenbahnen, Liste der Städte mit Obusbetrieben und Tursib.)

Sibiu ist über die Europastraßen E68 (Nationalstraße 1) und E81 (Nationalstraße 7) gut an das internationale Fernstraßennetz angebunden. Diese verlaufen aus Richtung Deva kommend auf einer Trasse durch die Stadt und trennen sich südlich von Sibiu in Richtung Braşov (E68/N1) und in die Walachei (E81/N7). Eine weitere wichtige Straßenverbindung ist die Nationalstraße 14 nach Mediaş und weiter nach Sighişoara.

Derzeit (2006) wird an einer großräumigen Umfahrung gebaut, die in weiterer Folge Teil der Autobahn A1 Arad-Deva-Sibiu-Râmnicu Vâlcea-Bukarest werden soll. Die Streckenteile nach Făgăraş; Richtung Braşov und nach Deva durch den Unterwald (Richtung Arad und Ungarn) sind aber bereits autobahnähnlich ausgebaut und durch den stetig steigenden Transitverkehr stark belastet.

Sport

Da sich die Stadtverwaltung eher auf kulturelle Projekte konzentriert, bleiben für den Sport wenig finanzielle Mittel übrig - die Vereine überleben mit Hilfe von privaten Sponsoren. Sportarten wie Fußball, Handball oder Volleyball sind beliebt, doch nur im Basketball werden regelmäßig Erfolge auf nationaler Ebene gefeiert.

Der Fußball in Sibiu hat eine bewegte Geschichte: Einerseits der Traditionsklub Şoimii Sibiu (gegründet 1910), der aber nur drei Jahre in der ersten Liga spielen konnte, andererseits der erfolgreichere, in den 80er Jahren gegründete FC Inter Sibiu, der mit dem Gewinn des Balkan Cups 1991 den letzten internationalen Pokal nach Rumänien bringen konnte. Beide Mannschaften gingen nach 2000 bankrott. Ein neuer Verein namens FC Sibiu wurde 2003 gegründet, zwei Jahre später verfehlte er jedoch knapp den Aufstieg in die erste Liga und stieg nach der Saison 2005/06 wieder in die dritte (Amateur-)Liga ab.

Größerer Beliebtheit erfreut sich der Basketballverein CSU Sibiu, der eine etwas ruhmreichere Vergangenheit hinter sich hat (zwei Meistertitel). Wegen mangelnder finanzieller Unterstützung gelang es CSU in den letzten Jahren jedoch nicht mehr, im Titelkampf der Nationalliga mitzumischen. Das Basketballteam der Frauen des CSU Magic Sibiu hingegen, spielt, trotz geringer Erfahrung, im Mittelfeld der ersten Liga.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger (Auswahl)

Geboren bzw. gestorben in Hermannstadt/Sibiu

Städtepartnerschaften

Literatur

Siehe auch

 Commons: Sibiu – Bilder, Videos und Audiodateien