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Das Neue Blatt

Das Neue Blatt
Beschreibung Frauenzeitschrift, nationale Verbreitung
Sprache deutsch
Verlag Bauer Verlagsgruppe
Erstausgabe 1950
Erscheinungsweise wöchentlich
(Verkaufte) Auflage
(IVW Q1/2008)
589.355 Exemplare
Chefredakteur Petra Hansen-Blank
Herausgeber Herausgeber::Heinrich Bauer Zeitschriften Verlag KG
Weblink Homepage des Magazins

Das Neue Blatt ist eine wöchentlich erscheinende deutsche Frauenzeitschrift. Sie erschien erstmals 1950 im Verlagshaus Die Welt GmbH, das 1953 vom Verlag Axel Springer aufgekauft wurde. Heute wird sie von der Hamburger Bauer Verlagsgruppe herausgegeben. Wie andere Titel der Regenbogenpresse berichtet Das Neue Blatt vornehmlich über europäische Adelshäuser und andere Prominente. Weitere Themenschwerpunkte sind Gesundheit, Ernährung, Mode, Reisen und Wohnen.

Chefredakteurin ist seit 2007 Petra Hansen-Blank.

Leserschaft

Die Zielgruppe der Zeitschrift sind nach Angabe des Bauer Verlags die so genannten "Best Ager", also Frauen im Alter von 40 bis 59 Jahren. Im Quartal I/08 (IVW) lag die verkaufte Auflage bei 589.355 Exemplaren. Insgesamt erreicht das Blatt rund 1,78 Mio. Leser.

Prozesse um Das Neue Blatt

Das Neue Blatt sorgte 1961 für einen Präzedenzfall im deutschen Medienrecht, als es in seiner Ausgabe vom 29. April des Jahres ein frei erfundenes Interview mit Soraya Esfandiary Bakhtiari abdruckte. Das Landgericht Hamburg gab einer Klage der Prinzessin Soraya statt und verurteilte Das Neue Blatt auf Zahlung von Schadensersatz in Höhe von 15.000 DM wegen Verletzung ihres Persönlichkeitsrechts. Ein Berufungsprozess vor dem Bundesgerichtshof bestätigte das Urteil, das Bundesverfassungsgericht wies ein Verfassungsbeschwerde des Axel Springer Verlags zurück (BVerfGE 34, 269). Der Fall wurde seither in der bundesdeutschen Rechtsprechung häufig herangezogen, wenn das von Medien beanspruchte Grundrecht auf Meinungs- und Pressefreiheit mit den Persönlichkeitsrechten von Prominenten in Konflikt kam.

Ein weiteres Mal wurde die Berichterstattung der Zeitschrift 1998 vor dem Bundesverfassungsgericht verhandelt. Das Neue Blatt hatte über eine angeblich bevorstehende Hochzeit von Caroline von Monaco berichtet und wurde im Caroline-von-Monaco-Urteil I zum Abdruck einer Gegendarstellung verurteilt.

Königin Silvia von Schweden erreichte im Jahre 2003 einen Vergleich mit dem Neuen Blatt, dass am 28. Januar 2004 Gegenvorstellungen "Keine Ehekrise! Keine Untreue! Keine Scheidungsabsichten!" veröffentlicht wurden.