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Tenor (Stimmlage)

Stimmlagen
Frauenstimmen Männerstimmen

Sopran (S)

Tenor (T)

Mezzosopran

Bariton

Alt (A)

Bass (B)

Als Tenor (Betonung auf der zweiten Silbe, Pl. Tenöre) wird sowohl die hohe männliche Gesangs-Stimmlage als auch ein Sänger (früher auch: Tenorist) mit dieser Stimmlage bezeichnet. Die Bezeichnung bildete sich mit der beginnenden Mehrstimmigkeit heraus, als man die Stimme, die den Cantus firmus hielt, Tenor (lat. tenere „halten“) nannte, während die umspielenden Gegenstimmen Contratenor hießen. Die Notation der Tenorstimme erfolgt im Normalfall oktavierend im Violinschlüssel.

Inhaltsverzeichnis

Tonumfang

Der Tonumfang der Tenorstimme reicht ungefähr von c bis a'. Das als besondere Leistung und Fähigkeit geltende sprichwörtliche hohe C liegt eine kleine Terz darüber. Der höchste Ton, der in der Opernliteratur für einen Tenor vorkommt, ist das hohe F (eine weitere Quart über dem hohen C), jedoch nur sehr wenige Tenöre waren und sind in der Lage, diese Note zu singen.

Stimmfächer

Die Stimmlage des Tenors lässt sich grob in Stimmfächer unterteilen, die die Stimme hinsichtlich ihrer Qualität, ihres Umfangs, ihres Volumens und im Hinblick auf die gesanglichen und darstellerischen Anforderungen charakterisieren. Diese Einteilung ergab sich vor allem aus bühnenpraktischen Gewohnheiten, um Sängern geeignete Rollen zuzuweisen.

Kaum ein Sänger hat während seiner Karriere nur Partien aus einem Stimmfach gesungen. Fritz Wunderlich etwa war ursprünglich ein reiner lyrischer Tenor, der gegen Ende seines Lebens immer mehr Partien aus dem Fach des tenore lirico spinto und sogar des jugendlichen Heldentenors sang. Placido Domingo, eigentlich ein tenore spinto, hat während seiner Laufbahn auch Partien aus allen anderen Kategorien gesungen: vom Nemorino (Liebestrank, tenore di grazia) über Don Ottavio (Don Giovanni, lyrischer Tenor), Max (Freischütz) und Lohengrin (jugendlicher Heldentenor) bis Parsifal und Tannhäuser (Heldentenor).

Siehe auch