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Salzkarawane

Salzkarawanen sind die letzten heute noch üblichen Kamelkarawanen.

In Westafrika ziehen Tuareg mit Dromedaren zu den Oasen mit Salzherstellung (Beispiel: Bilma), um die Oasenprodukte Datteln und Salz, das meist als Viehsalz Verwendung findet, im Tausch gegen Hirse nach Süden zu befördern. Das Salz wird in die Weidegebiete im Niger und in Nigeria wieder gegen Hirse, Mais oder Reis eingetauscht.

Die Salzkarawanen werden vorwiegend von Tuareg durchgeführt, die im Aïr-Gebirge im Niger angesiedelt sind, zum Beispiel in Timia, El Meki oder Iferouane. Sie finden meist in den Wintermonaten von Oktober bis Januar statt. Ein berühmtes Beispiel ist der Salzmarkt von Agadez. Die Salzkarawanen werden mehr und mehr von LKWs verdrängt, so dass die Tuareg das lebensnotwendige Einkommen aus dem Karawanenhandel verlieren. In der Vergangenheit gab es schon Karawanen, an denen bis zu 25.000 Dromedare teilnahmen. Übliche Karawanen bestehen aus 50 bis 300 Tieren. Jeweils sieben bis acht Tiere werden von einem Mann betreut.