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Luigi Dallapiccola

Luigi Dallapiccola (* 3. Februar 1904 in Mitterburg (heute Pazin in Istrien); † 19. Februar 1975 in Florenz) war einer der bedeutendsten italienischen Komponisten des 20. Jahrhunderts.

Seine Opern gelten heute als Klassiker der Moderne. Zu seinen Verdiensten zählt unter anderem die Einführung der Zwölftontechnik in Italien. Allerdings folgt diese Zwölftontechnik nicht den „traditionellen“ Regeln nach Arnold Schönberg, sondern ist eher motivisch zu verstehen. Sein Kompositionsstil zeichnet sich außerdem durch einen beeindruckenden Kontrapunkt aus, der sich an Johann Sebastian Bach und anderen italienischen Vorbildern orientiert. (Tartiniana) Bekannt wurde Dallapiccola vor allem durch die Uraufführung des Orchesterwerks mit Sopransolo Partita (1933). In seinem gesamten Œuvre, welches ungefähr vier dutzend Werke umfasst, nimmt die Vokalmusik die bedeutendste Stellung ein.

Dallapiccola zeichnete sich außerdem durch klare Positionierungen zu politischen und gesellschaftlichen Themen in seinen Werken aus. Beispielhaft dafür sind die antifaschistischen Canti di prigionia (1938-1941, Gesänge der Gefangenschaft) und die Canti di liberazione (1951-1955, Gesänge der Befreiung).

Schwerpunkt von Dallapiccolas Schaffen war jedoch die Gattung der Oper, die er in einem sehr italienischen Sinne pflegte, indem er sich in ihr nicht von dem Brauch des Belcanto verabschiedete, sondern diesen im Lichte der Zwölftontechnik und des Kontrapunkts auf eine Weise verwendete, die lyrischer als jene Alban Bergs und Schönbergs anmutet.

Werke (Auswahl)

Personendaten
Dallapiccola, Luigi
italienischer Komponist
3. Februar 1904
Mitterburg, heute Pazin in Istrien
19. Februar 1975
Florenz