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Emkendorf

Wappen Deutschlandkarte
Koordinaten: 54° 16′ N, 9° 51′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Rendsburg-Eckernförde
Amt: Nortorfer Land
Höhe: 19 m ü. NN
Fläche: 38,93 km²
Einwohner: 1447 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 37 Einwohner je km²
Postleitzahl: 24802
Vorwahl: 04330
Kfz-Kennzeichen: RD
Gemeindeschlüssel: 01 0 58 049
Adresse der Amtsverwaltung: Niedernstraße 6
24589 Nortorf
Webpräsenz:
www.amt-nortorfer-
land.de
Bürgermeister: Jochen Runge
Lage der Gemeinde Emkendorf im Kreis Rendsburg-Eckernförde

Die amtsangehörige Gemeinde Emkendorf liegt im Kreis Rendsburg-Eckernförde in Schleswig-Holstein.

Inhaltsverzeichnis

Geografie und Verkehr

Emkendorf liegt etwa 13 km südöstlich von Rendsburg im Naturpark Westensee. Westlich verlaufen die Bundesautobahn 7 und die Bahnstrecke von Rendsburg nach Neumünster.

Sie liegt in einer hügeligen, wald- und seereichen Landschaft und enthält drei Naturschutzgebiete.

Geschichte

Der Ort Emkendorf wurde erstmals im Jahr 1190 als Imekenthorp erwähnt, ist jedoch schon um 1600 untergegangen. Die heutige Gemeinde Emkendorf ist die von der Einwohnerzahl und Fläche größte Gemeinde des Amts Nortorf-Land und umschließt den Gutshof sowie die Dörfer Bokelholm und Kleinvollstedt.

Bokelholm wurde 1630 als Meierhof erstmals urkundlich erwähnt und hat heute noch eine freiwillige Ortsfeuerwehr mit über 20 aktiven Mitgliedern.

Kleinvollstedt gehörte ebenfalls zum Gut, ist aber vermutlich älter. Seit 300 Jahren gibt es in Kleinvollstedt eine Schule.

Gut Emkendorf

Herrenhaus und Ehrenhof des Gutes Emkendorf

Hauptartikel: Gut Emkendorf

Ende des 18. Jahrhunderts wurde das Herrenhaus des Guts, das den 1783 gegründeten Emkendorfer Kreis beherbergte, gebaut. Er wurde durch Friedrich Karl Reventlow, der das Gut von seinem Bruder übernommen hatte, gegründet und empfing auf Betreiben seiner Gattin Julia, geborene Schimmelmann und Tochter des dänischen Finanzministers, eine große Zahl berühmter Persönlichkeiten der Epoche, darunter Friedrich Gottlieb Klopstock, Mathias Claudius und Johann Caspar Lavater sowie La Fayette. Diese Debattierkreise haben dem Gut die Bezeichnung Weimar des Nordens eingetragen. Das Gut war insgesamt von 1764 bis 1929 im Besitz der Familie Reventlow, mit einer kurzen Unterbrechung Anfang des 18. Jahrhunderts, als es innerhalb kurzer Zeit mehrfach den Besitzer wechselte. Es war das wohl größte Gut in Schleswig-Holstein und für die Verwaltung vieler umliegender Dörfer, Höfe und Seen zuständig.

Das Gebäude wurde im spätbarocken Stil erbaut und vom sächsischen Baumeister Carl Gottlob Horn (1734–1807) klassizistisch überformt. So wurde unter die barocke Decke eine niedrigere, klassizistische eingezogen und der bis dato barock gestaltete Park dem neuen Zeitgeschmack angepasst. Innen ist das Herrenhaus reich verziert und ausgestattet. Obwohl bis Anfang des 20. Jahrhunderts ein großer Teil der Original-Innenausstattung verloren ging, fanden große bauliche Veränderungen nicht statt, so dass die Anlage in einem relativ originalgetreuen Zustand erhalten ist. Das Gut liegt am Hasensee, der früher mit dem Westensee verbunden war und hat einen weitläufigen Landschaftspark im englischen Stil, also eine Parkanlage, die dem Geschmack der Zeit entsprechend der Natur nachgebildet war. Von ihr sind jedoch nur noch Teile erhalten.

Zum Ende des Zweiten Weltkrieges wurden im Gutshaus Kriegsflüchtlinge einquartiert, nach der Kapitulation am 8. Mai rückte eine britische Garnison in die Gebäude ein.

Heute ist das Herrenhaus in Privatbesitz. Es ist umfassend restauriert und das Gut für seine Konzerte bekannt, unter anderem im Rahmen des Schleswig-Holstein Musik Festivals.

Politik

Von den 13 Sitzen in der Gemeindevertretung hat die Wählergemeinschaft UWE seit der Kommunalwahl 2003 acht Sitze, die CDU hat vier und die SPD einen.

Wappen

Blasonierung: „Unter silbernem Zinnenschildhaupt in Rot ein silbernes, eine Eichel in den Pfoten haltendes Eichhörnchen, begleitet von drei bewurzelten silbernen Lindenbäumen in der Stellung 2 : 1.“[1]

Persönlichkeiten

Quellen

  1. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein