Heim

Luxem

Wappen Deutschlandkarte
Koordinaten: 50° 19′ N, 7° 6′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Mayen-Koblenz
Verbandsgemeinde: Vordereifel
Höhe: 440 m ü. NN
Fläche: 4,93 km²
Einwohner: 309 (31. Dez. 2006)
Bevölkerungsdichte: 63 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56729 (alt: 5441)
Vorwahl: 02656
Kfz-Kennzeichen: MYK
Gemeindeschlüssel: 07 1 37 066
Adresse der Verbandsverwaltung: Kelberger Straße 26
56727 Mayen
Webpräsenz:
[ ]
Ortsbürgermeister: Johann Gäb
Lage der Gemeinde Luxem im Landkreis Mayen-Koblenz

Luxem ist eine Ortsgemeinde etwa 10 Kilometer westlich von Mayen in der Verbandsgemeinde Vordereifel im Landkreis Mayen-Koblenz. Im Mittelalter hieß sie Luxheim. Aus einem Aussiedlergehöft entstand die heute größere benachbarte Gemeinde Weiler (bei Mayen). Im Mittelalter war das Nachbardorf Weiler Niederluxem.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Luxem wurde im Jahre 1320 erstmalig erwähnt. Funde aus der Römerzeit lassen auf eine Besiedlung in der Antike schließen. Henno von Bürresheim, genannt von Daun, übertrug einen Hof in dem als Lucxheim genannten Ort Erzbischof Balduin von Trier als Burglehen.

Die Ortsbezeichnung Lucsheim entstammt möglicherweise dem lateinischen und bedeutet Licht. Andere Quellen berichten von einer Teilungsurkunde von 1229 und einer Urkunde aus dem Jahre 1336, in der Ruprecht Graf zu Virneburg sich die benachbarten Besitztümer, u. a. auch Luxem angeeignet. In diesem Jahr verkauft Graf Robert die Burg zu Virneburg für 2200 Florentiner Gulden an Erzbischof Balduin.

Kirchengeschichte

Die erste Kapelle entstand im Jahre 1686. Im Inneren der Kapelle befinden sich eine Madonnenfigur mit Kind aus dem frühen 19. Jahrhundert und barocke Holzfiguren von Johannes dem Täufer und dem heiligen Rochus. Bereits 1883 konnte eine kleine Orgel installiert werden, was nicht zuletzt dem Nachtsheimer Pfarrer Conrady zu verdanken war. Die Orgel kostete damals schon den stolzen Preis von 495 Mark. Die alte Kapelle war so baufällig, dass in der Nacht zum 24. März 1966 eine Seitenwand einstürzte, in den nächsten Tagen dann weitere Teile. Glücklicherweise war der kostbare Barockaltar bereits früher abgebaut und in Sicherheit gebracht worden. In der neu errichteten Kapelle wurde der Altar wieder aufgestellt, die Fenster und Türen sowie Teile des Kirchengestühls der alten Kapelle verwendet.

Schulgeschichte

Nachdem im Jahre 1840 die erste Schule im Ort entstand, gründete die Gemeinde im Jahr 1842 ihren eigenen Schulverband. Im Jahr 1885 hatte sich der damalige Lehrer Peter Stein die Mühe gemacht, eine kleine Dorfchronik zu erstellen. Sein Gehalt betrug 60 Taler oder 181 Mark jährlich. Der erste Lehrer in Luxem war sein Vater Jakob Stein, der aus einer Mühle bei Urmersbach stammte.

Geschichte der Wasserversorgung

Im Jahr 1860 wurde eine provisorische Wasserleitung gelegt, die mit dem Wasser aus den in den Kellern eingelassenen Brunnen gespeist wurde. Die eigentliche Wasserleitung wurde durch Erschließung einer Quelle im Frauenborn 1895/96 gelegt. Gleichzeitig errichtete die Gemeinde einen Brandteich in der Nähe der Schule. Im Spritzenhaus, in das manchmal auch lichtscheues Gesindel eingesperrt wurde, stand zur Brandbekämpfung eine Feuerspritze.

Auswanderung

Viele Einwohner verließen in der Mitte des 19. Jahrhunderts ihre Heimat um ihr Glück in Amerika oder Kanada zu suchen.

Feste und Vereine

Luxem verfügt über ein Dorfgemeinschaftshaus, wo u. a. jedes Jahr Ende Juni das Dorffest stattfindet. Ausgerichtet wird das Dorffest von der Schützenkapelle Luxem 1965, dem Musikverein innerhalb des größten Vereins im Dorf, der St. Seb. Schützenbruderschaft 1938 e.V.. Daneben gibt es noch den Junggesellenverein (Neugründung 2003), den Möhnenverein, eine Gymnastikgruppe und den Sportverein SV Weiler/Luxem, der im Jahre 2005 sein 75-jähriges Jubiläum feiern konnte. Jedes dritte Wochenende im Juli findet die Kirmes und gleichzeitig auch das Junggesellenfest statt.

Politik

Ortsbürgermeister ist seit über 30 Jahren Johann Gäb.

Wappen

Die amtliche Beschreibung lautet: Schild von Gold über Blau geteilt. Oben 7 (4:3) rote Rauten Balkenweise, unten 2 gekreuzte silberne Pilgerstäbe.