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Gollenstein

Der Gollenstein im Saarland bei Blieskastel (Saarpfalz-Kreis) ist ein etwa 4.000 Jahre alter Monolith, der in die späte Kupferzeit datiert wird. Er zählt zu den ältesten Kulturdenkmälern Deutschlands und gilt als der größte Menhir Mitteleuropas. Der Stein wird mit einem prähistorischen Ahnenkult in Verbindung gesehen. Die Höhe des Steines beträgt 6,58 Meter. Ähnliche Vorkommen finden sich in den zentraleuropäischen Landschaften der Steinkistenkultur bis hin zur französischen Bretagne-Küste, ebenso in Spanien und im nördlichen Afrika.

Aufgrund seiner exponierten Stellung sah man im Zweiten Weltkrieg die Gefahr, dass er als „Richtpunkt für die französische Artillerie“ genutzt werden könne. Der Gollenstein wurde daher niedergelegt. Bei dieser Aktion zerbrach er in vier Teile. Erst im November 1951 wurden die Teile wieder zusammengesetzt und der Gollenstein erneut aufgerichtet.

Der Gollenstein ist in die Denkmalliste des Saarlandes eingetragen und steht daher nach dem SDschG unter Denkmalschutz. Dem Gollenstein ähnlich ist der Spellenstein in Rentrisch bei St. Ingbert sowie -in einer anderen Ausformung- der Hinkelstein von Walhausen.

Literatur

Koordinaten: 49° 14' 41" N, 7° 14' 58" E