Landeskrankenhaus
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Landeskrankenhaus

Als Landeskrankenhaus oder Bezirkskrankenhaus oder (Landes-)Zentrum für Psychiatrie bzw. Landesklinik für Psychiatrie bezeichnet man öffentlich-rechtliche Krankenhäuser, deren Träger die Bundesländer Deutschlands beziehungsweise Österreichs oder die Regierungsbezirke beziehungsweise in Österreich die Bezirke sind. Abkürzungen sind „PLK “oder „das Landes“.

Etliche der großen psychiatrischen Fachkrankenhäuser sind heute in andere Rechtsformen überführt, etwa Anstalten öffentlichen Rechts oder Gesellschaften mit beschränkter Haftung oder Betriebe großer Krankenhauskonzerne, die aber weiter großteils durch staatliche Subventionen und Krankenkassenleistungen finanziert werden.

Traditionell werden Fachabteilungen oder Funktionsbereiche für die Gebiete Psychiatrie und Psychotherapie vorgehalten -unterschieden in Aufnahme-/Akutbereiche und Langzeitpflege, häufig auch für Kinder- und Jugendpsychiatrie und für forensische Psychiatrie, also für den Maßregelvollzug bei psychisch oder suchtkranken Straftätern. Neurologische Abteilungen sind gelegentlich damit verknüpft.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Viele Landeskrankenhäuser wurden Ende des 19. Jahrhunderts gegründet, durchliefen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine Entwicklung des Aufbaus und der Reformen. Fast alle waren im Nationalsozialismus nach 1939 in die Tötungsaktionen an psychisch Kranken, etwa die T4-Aktion einbezogen.

Nach dem Krieg benötigte es 30 Jahre und mehr, bis die Psychiatriereform ab 1975, angestoßen durch die Psychiatrie-Enquête des Deutschen Bundestages, begonnen, schrittweise umgesetzt und die alten Anstalten in therapeutische Fachkrankenhäuser umgewandelt wurden.

Neuere Entwicklungen:

Diese sind heute zumeist offen geführt, haben Tageskliniken und Institutsambulanzen, sind fachlich differenziert und regional mit dem ambulanten und rehabilitativen Umfeld vernetzt. Diese Prozesse gingen mit einer Verkürzung der Behandlungszeiten, einem starken Bettenabbau (Enthospitalisierung) und einer Ausrichtung an der klinischen Akutbehandlung einher.

Langfristige Versorgung findet oft "extramural", außerhalb der Anstaltsmauern, in kleineren Wohngruppen statt, die regelmäßig therapeutisch und sozialarbeiterisch betreut werden.

Siehe auch