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U 48 (Kriegsmarine)

U 48
(vorheriges/nächstesalle U-Boote)
Typ:

VII B

Feldpostnummer:

M 27 354

Werft:

Germaniawerft, Kiel

Bauauftrag:

21. November 1936

Baunummer:

583

Kiellegung:

10. März 1937

Stapellauf:

8. März 1938

Indienststellung:

22. April 1939

Kommandanten:
Einsätze:
  • 12 Feindfahrten
Versenkungen:
  • 52 Schiffe (307.935 BRT)
Verbleib: Am 3. Mai 1945 im Rahmen der Operation Regenbogen in Neustadt selbstversenkt

U 48 war ein deutsches U-Boot vom Typ VII B, das im Zweiten Weltkrieg von der deutschen Kriegsmarine eingesetzt wurde.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Der Auftrag für das Boot wurde am 21. November 1936 an die Germaniawerft in Kiel vergeben. Die Kiellegung erfolgte am 10. März 1937, der Stapellauf am 8. März 1938, die Indienststellung unter Kapitänleutnant Herbert Schultze fand schließlich am 22. April 1939 statt.

Das Boot gehörte nach seiner Indienststellung am 22. April 1939 bis zum 31. Dezember 1939 als Einsatz- und Frontboot zur U-Flottille „Wegener“ in Kiel. Nach der Neugliederung der Flottillen kam es als Frontboot vom 1. Januar 1940 bis zum 30. Juni 1941 zur 7. U-Flottille nach Kiel bzw. Saint-Nazaire. Nach seinem Dienst als Frontboot, kam es ab dem 1. Juli 1941 als Ausbildungsboot zur 26. U-Flottille nach Pillau und schließlich vom 1. April 1942 bis zum 31. Oktober 1943 als Schulboot zur 21. U-Flottille ebenfalls in Pillau. Nach der Außerdienststellung am 25. September 1943, diente es noch bis Kriegsende als Schießstandboot bei der 3. U-Lehrdivision.

U 48 gilt als das erfolgreichste U-Boot des Zweiten Weltkrieges. Es versenkte während seiner Dienstzeit auf 12 Feindfahrten den Rekord von 52 Schiffen mit einer Gesamttonnage von 307.935 BRT und beschädigte eine Sloop und zudem noch drei Schiffe mit einer Gesamttonnage von 20.480 BRT.

Einsatzstatistik

Erste Feindfahrt

Das Boot lief am 19. August 1939 um 0.00 Uhr von Kiel aus, und lief am 17. September 1939 um 5.50 Uhr wieder dort ein. Auf dieser 30 Tage dauernden Unternehmung im Nordatlantik, südwestlich von Irland und der Rockall-Bank, wurden drei Schiffe mit 14.777 BRT versenkt.

Zweite Feindfahrt

Das Boot lief am 4. Oktober 1939 um 1.00 Uhr von Kiel aus, und lief am 25. Oktober 1939 um 9.45 Uhr wieder dort ein. Auf dieser 22 Tage dauernden Unternehmung im Nordatlantik, wurden fünf Schiffe mit 37.153 BRT versenkt.


Dritte Feindfahrt

Das Boot lief am 20. November 1939 um 22.00 Uhr von Kiel aus, und lief am 20. Dezember 1939 wieder dort ein. Auf dieser 31 Tage dauernden Unternehmung in den Nordatlantik, den Orkneys und westlich des Ärmelkanals, wurden vier Schiffe mit 25.638 BRT versenkt.

Vierte Feindfahrt

Das Boot lief am 24. Januar 1940 um 22.00 Uhr von Kiel aus, und lief am 26. Februar 1940 um 17.00 Uhr wieder dort ein. Auf dieser 28 Tage dauernden Unternehmung in den Nordatlantik, wurden vier Schiffe mit 31.526 BRT versenkt.

Fünfte Feindfahrt

Das Boot lief am 3. April 1940 um 19.00 Uhr zum Unternehmen Weserübung von Kiel aus, und lief am 20. April 1940 um 9.05 Uhr wieder dort ein. Auf dieser 17 Tage dauernden und zirka 2.700 sm langen Unternehmung östlich der Shetlandinseln und im Westfjord, wurden keine Schiffe versenkt oder beschädigt.

Sechste Feindfahrt

Das Boot lief am 26. Mai 1940 um 0.03 Uhr von Kiel aus, und lief am 29. Juni 1940 um 23.42 Uhr wieder dort ein. Auf dieser 35 Tage dauernden und zirka 6.000 sm langen Unternehmung in den Nordatlantik, der Biscaya und Kap Finisterre, wurden sieben Schiffe mit 31.533 BRT versenkt und ein Schiff mit 5.888 BRT beschädigt.

Siebte Feindfahrt

Das Boot lief am 7. August 1940 um 14.00 Uhr von Kiel aus, und lief am 28. August 1940 um 22.45 Uhr in Lorient ein. Auf dieser 22 Tage dauernden und zirka 4.200 sm langen Unternehmung in den Nordatlantik und dem Nordkanal, wurden fünf Schiffe mit 29.168 BRT versenkt.

Achte Feindfahrt

Das Boot lief am 8. September 1940 um 20.00 Uhr von Lorient aus, und lief am 25. September 1940 um 10.24 Uhr wieder dort ein. Auf dieser 18 Tage dauernden und zirka 3.600 sm langen Unternehmung in den Nordatlantik, westlich der Hebriden und dem Nordkanal, wurden sechs Schiffe mit 33.358 BRT versenkt und zwei Schiffe mit 6.916 BRT beschädigt.

Neunte Feindfahrt

Das Boot lief am 5. Oktober 1940 um 18.30 Uhr von Lorient aus, und lief am 27. Oktober 1940 um 10.45 Uhr in Kiel ein. Auf dieser 22 Tage dauernden und zirka 3.850 sm langen Unternehmung in den Nordatlantik, dem Nordkanal und der Rockall-Bank, wurden sieben Schiffe mit 43.106 BRT versenkt.

Zehnte Feindfahrt

Das Boot lief am 20. Januar 1941 um 10.00 Uhr von Kiel aus, und lief am 27. Februar 1941 in Saint-Nazaire ein. Auf dieser 34 Tage dauernden und zirka 6.100 sm langen Unternehmung in den Nordatlantik, westlich des Nordkanals und Irlands, wurden zwei Schiffe mit 8.640 BRT versenkt.

Elfte Feindfahrt

Das Boot lief am 17. März 1941 um 18.30 Uhr von Saint-Nazaire aus, und lief am 8. April 1941 um 15.00 Uhr wieder dort ein. Auf dieser 22 Tage dauernden und zirka 4.250 sm über und 87 sm unter Wasser langen Unternehmung in den Nordatlantik , westlich von Irland, wurden vier Schiffe mit 22.989 BRT versenkt.

Zwölfte Feindfahrt

Das Boot lief am 22. Mai 1941 um 20.50 Uhr von Saint-Nazaire aus, und lief am 21. Juni 1941 um 20.00 Uhr in Kiel ein. Auf dieser 30 Tage dauernden Unternehmung, wurden vier Schiffe mit 29.006 BRT versenkt und ein Schiff mit 9.456 BRT beschädigt.

Verbleib

Das Boot wurde am 3. Mai 1945 im Rahmen der Operation Regenbogen bei Neustadt im Hafenbereich selbstversenkt. 54° 07' Nord, 10° 50' Ost im Marine-Planquadrat AO 7766.

U 48 verlor während seiner Dienstzeit keine Besatzungsmitglieder.