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Hirte von Hermas

Hermas war Bruder des Bischofs Pius I. von Rom. Etwa um 140 schrieb er die Schrift Hirte des Hermas, die bis weit in das 4. Jahrhundert hinein in den Gottesdiensten vorgelesen wurde.

Eine besondere Rolle spielt diese Schrift, die hauptsächlich Gleichnisse und Visionen enthält, für die Entwicklung der Lehren von der sakramentalen Buße, d.h. der Buße als Sakrament.

Der Canon Muratori - eine Zusammenfassung der christlichen Bücher von ca. 150 - schreibt über den Hirten des Hermas:

Den Hirten aber hat ganz vor kurzem zu unserer Zeit Hermas aus Rom geschrieben, als auf dem Stuhl der Gemeinde Roms sein Bruder Pius saß. Und darum soll er wohl gelesen werden. Aber in der Gemeinde kann er bis zum Ende der Tage dem Volk weder unter den Propheten, deren Zahl abgeschlossen ist, noch unter den Aposteln vorgelesen werden.

Siehe auch: Kirchenväter, Kirchenlehrer

Literatur

Quellen

  1. Auszug aus dem Buch: Die Wahrnehmung sozialer Wirklichkeit im ‚Hirten des Hermas‘