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Pontifikalamt

Als Pontifikalamt wird in der katholischen Kirche eine Eucharistiefeier bezeichnet, der ein Priester vorsteht, welcher zum Tragen der Pontifikalien berechtigt ist, gewöhnlich ein Bischof oder Abt. Trägt der Würdenträger nicht die Pontifikalien, obwohl er dazu berechtigt wäre, so handelt es sich nicht um ein Pontifikalamt, sondern um eine sog. Bischofsmesse. Für bestimmte Gottesdienste ist das Pontifikalamt vorgeschrieben. Dazu gehören die Ölweihmesse (Missa chrismatis) am Gründonnerstag, die nur von einem Bischof zelebriert werden kann, alle Messen, bei denen Weihesakramente gespendet werden, sowie Firmgottesdienste, die Jungfrauenweihe, Kirchweihen und ähnliche Feste des Lebensvollzugs der Kirche. Träger der Pontifikalien sind überdies kirchenrechtlich angehalten, zumindest an hohen Feiertagen Pontifikalämter zu zelebrieren.

Besondere Zeremonien

Pontifikalämter zeichneten sich vor allem zu Zeiten vor den Liturgiereformen des Zweiten Vatikanischen Konzils durch besondere Zeremonien aus. Dem Träger wurden dabei besondere Ehrerbietungen wie Thron und Baldachin geboten und er wurde meist von der Gemeinde vor der Messe „eingeholt“ und mit einer feierlichen Prozession in die Kirche geführt. Dort ging häufig das Stundengebet der Terz dem Gottesdienst vorweg. Heute sind viele dieser Riten weggefallen. Neben einer feierlichen Prozessionen zum Auszug, bei der Träger der Pontifikalien die versammelte Gemeinde durch Handzeichen oder die Besprengung mit Weihwasser segnet, werden die Messen mit einer erweiterten Segensformel beendet, die nur Bischöfen und Äbten erlaubt ist.

Eine Messe, welcher der Papst vorsteht, wird auch als Papstmesse (missa papalis) bezeichnet.

Siehe auch