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Koblenz

Dieser Artikel beschäftigt sich mit der deutschen Großstadt Koblenz; zu weiteren Orten gleichen Namens siehe Koblenz (Begriffsklärung).
Wappen Deutschlandkarte
Koordinaten: 50° 22′ N, 7° 36′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Kreisfreie Stadt
Höhe: 64,7 m ü. NN
Fläche: 105,02 km²
Einwohner: 106.087 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 1010 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 56001–56077
Vorwahlen: 0261 (02606 für Lay)
Kfz-Kennzeichen: KO
Gemeindeschlüssel: 07 1 11 000
Stadtgliederung: 28 Stadtteile,
darunter 6 Ortsbezirke
Adresse der Stadtverwaltung: Gymnasialstr. 2
56068 Koblenz
Webpräsenz:
www.koblenz.de
Oberbürgermeister: Eberhard Schulte-Wissermann (SPD)

Koblenz ist eine kreisfreie Stadt im nördlichen Rheinland-Pfalz. Sie ist nach Mainz und Ludwigshafen die drittgrößte Großstadt dieses Bundeslandes und bildet eines seiner fünf Oberzentren. Koblenz ist Sitz des Campus Koblenz der Universität Koblenz-Landau, der Verwaltung des Landkreises Mayen-Koblenz, der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord (bis 1999 Bezirksregierung Koblenz), eines Oberlandesgerichts und des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz.

Koblenz gehört zu den ältesten Städten Deutschlands; im Jahr 1992 feierte es sein 2000-jähriges Bestehen. Der ursprüngliche lateinische Name Confluentes (dt.: die Zusammenfließenden) leitete sich von der Lage der Stadt an der Mündung der Mosel in den Rhein am so genannten Deutschen Eck ab. Bis 1926 lautete die Schreibweise der Stadt Coblenz. Seit 1962 ist Koblenz eine Großstadt mit mehr als 100.000 Einwohnern.

Teile von Koblenz gehören seit 2002 zum Weltkulturerbe „Oberes Mittelrheintal“. Das Römerkastell in Koblenz-Niederberg gehört zum Obergermanisch-Rätischen Limes, der seit 2005 auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes steht.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geographische Lage

Koblenz liegt am „Deutschen Eck“, einer durch Mosel und Rhein gebildeten Mündungsspitze. Die nächstgelegenen Großstädte sind Bonn (etwa 60 km rheinabwärts) und Mainz (etwa 90 km rheinaufwärts). Koblenz wird begrenzt von den Ausläufern des Hunsrück im Süden und der leicht hügeligen Landschaft des Maifeldes (Ausläufer der Eifel) im Westen. Die rechts des Rheins gelegenen Stadtteile im Osten des Stadtgebietes liegen in den Ausläufern des Westerwaldes und reichen, mit zum Teil mit starkem Gefälle, bis dicht an den Fluss heran.

Die zwischen Mosel und Rhein im Süden gelegenen Stadtteile sind teilweise mit üppigen Mischbaumbestand bewaldet und bilden die „Grüne Lunge“ und das Naherholungsgebiet von Koblenz. Dieser Abschnitt des Rheins gehört zum Mittelrhein.

Koblenz liegt auf 64,7 m Höhe gemessen am Deutschen Eck. Die höchste Erhebung im Stadtgebiet mit 382 m ist der Kühkopf im Stadtwald.

Ausdehnung des Stadtgebiets

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Nachbargemeinden

Die kreisfreie Stadt Koblenz grenzt an drei Kreise:

Im nahen Umfeld der Stadt befinden sich außerdem im Norden der Landkreis Neuwied (Neuwied, Bad Hönningen, Rheinbrohl, Leutesdorf, Waldbreitbach, Rengsdorf, Dierdorf) sowie im Süden der Rhein-Hunsrück-Kreis (Simmern, Boppard, Emmelshausen, St. Goar, Oberwesel, Halsenbach, Dörth)

Stadtgliederung

Das Stadtgebiet von Koblenz ist in 28 Stadtteile gegliedert. Hiervon bilden sieben Stadtteile insgesamt sechs Ortsbezirke, deren Anliegen gegenüber der Stadt durch einen Ortsbeirat und einen Ortsvorsteher vertreten werden. Die übrigen 21 Stadtteile haben keine Ortsbeiräte.

Die 28 Stadtteile von Koblenz sind Altstadt, Arenberg (Ortsbezirk zusammen mit Immendorf), Arzheim (Ortsbezirk), Asterstein, Bubenheim (Ortsbezirk), Ehrenbreitstein, Goldgrube, Güls mit Bisholder (Ortsbezirk), Horchheim, Horchheimer Höhe, Immendorf (Ortsbezirk zusammen mit Arenberg), Karthause, Kesselheim (Ortsbezirk), Lay (Ortsbezirk), Lützel, Metternich, Mitte, Moselweiß, Neuendorf, Niederberg (mit Neudorf), Oberwerth, Pfaffendorf, Pfaffendorfer Höhe, Rauental, Rübenach (Ortsbezirk), Stolzenfels (Ortsbezirk), Süd und Wallersheim.

siehe auch: Liste der Stadtteile von Koblenz

Klima

Koblenz liegt in der sogenannten gemäßigten Zone mit gemäßigt kühlem Klima und vorherrschenden Westwinden. Im westdeutschen Tiefland und im Rheingraben bringen diese Winde vom Atlantik und der Nordsee her jährlich etwa 700 mm Niederschlag. Koblenz ist mit einer jährlichen Durchschnittstemperatur von 10,8 °C und einer jährlichen Niederschlagsmenge von 674 mm ganzjährig humid. Kältester Monat ist mit einer Temperatur von 2,7 °C der Januar, wärmster Monat der Juli mit einem Schnitt von 19,5 °C.

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte der Stadt Koblenz

Zugehörigkeit von Koblenz:

Die Geschichte der Stadt Koblenz ist sehr wechselhaft und gekennzeichnet von kriegerischen Auseinandersetzungen sowie einem großen baulichen Wandel. Bereits seit der Steinzeit ist das Gebiet von Koblenz besiedelt. Die Römer bauten hier erstmals eine befestigte städtische Siedlung. Es entstanden im heutigen Altstadtkern das Kastell Confluentes zur Sicherung der Rheinstraße Mainz-Köln-Xanten und in Niederberg das Kastell Niederberg zur Sicherung des Limes sowie erste Brücken über Rhein und Mosel. Koblenz gehört somit zu den ältesten Städten Deutschlands. Nach dem Rückzug der römischen Truppen im 5. Jahrhundert wurde Koblenz von den Franken erobert, die hier einen Königshof begründeten. In der 836 geweihten Kastorkirche fanden 842 Verhandlungen zwischen den drei Enkeln Karls des Großen statt, die schließlich zur Teilung des Fränkischen Reichs im Vertrag von Verdun 843 führten.

In der folgenden Herrschaft der Erzbischöfe und Kurfürsten von Trier blühte Koblenz weiter auf und es entstanden eine Vielzahl von kulturellen Schätzen in Form von Kirchen, Schlössern und Festungsanlagen. Aus der auf dem Ehrenbreitstein um 1020 erbauten Burg entstand nach und nach die Festung Ehrenbreitstein. In unsicheren Zeiten wurde in dieser sichersten Burg des Kurstaats die größten Heiligtümer aufbewahrt. Im 12. Jahrhundert erbauten die Erzbischöfe von Trier die Florins- und die Liebfrauenkirche. Im 13. Jahrhundert entstanden die Burg Stolzenfels als kurtrierische Zollburg am Rhein sowie die Alten Burg als eine Zwingburg gegen die nach mehr Unabhängigkeit strebenden Bürger. Im folgenden Jahrhundert wurde mit Bau der Balduinbrücke erstmals wieder seit den Römern ein fester Moselübergang ermöglicht. Im Dreißigjährigen Krieg verlegte Kurfürst Philipp Christoph von Sötern seinen Amtssitz von Trier in das neu erbaute Schloss Philippsburg am Fuße des inzwischen zur Festung ausgebauten Ehrenbreitsteins. Im Jahre 1786 zog Kurfürst Clemens Wenzeslaus von Sachsen in das Kurfürstliche Schloss nach Koblenz um. Von hier regierte er den Kurstaat bis zu seinem Ende 1794 als das Land und Koblenz von der französischen Revolutionsarmee erobert wurden.

Die folgende französische Zeit prägte Koblenz weit über deren Ende hinaus. Es entstand der Begriff des Schängel, mit dem bis heute jeder bezeichnet wird, der in Koblenz geboren ist. Im Frieden von Lunéville fiel Koblenz 1801 auch formal an Frankreich und wurde Hauptstadt des französischen DépartementRhin-et-Moselle“. Das Ende kam 1814 mit Besetzung von Koblenz durch russische Truppen.

Durch den Wiener Kongress 1814/15 gingen die rheinischen Besitztümer des Trierer Kurstaates und damit auch Koblenz auf das Königreich Preußen über. Die Stadt, nun Hauptstadt der preußischen Rheinprovinz, wurde als eines der mächtigsten Festungssysteme in Europa (Festung Koblenz) ausgebaut. Im 19. Jahrhundert entstanden nicht nur mächtige Festungswerke in Koblenz, so wurde auch das Schloss Stolzenfels neu aufgebaut und den Rhein überquerte nun eine Schiffbrücke. Die erste Eisenbahn fuhr 1858 über die neu erbaute Moseleisenbahnbrücke in Koblenz ein. Mit dem folgenden Ausbau des Eisenbahnnetzes entstanden mit Bau der Pfaffendorfer Brücke, der Gülser Eisenbahnbrücke und der Horchheimer Eisenbahnbrücke weitere Überquerungen über Rhein und Mosel. Wegen der fortschreitenden Kriegstechnik verloren die Festungen ab 1890 an Bedeutung. Die Stadtbefestigung wurde vollständig abgerissen und das Siedlungsgebiet der Stadt konnte nun erstmals aus den engen Stadtgrenzen ausbrechen. Nach dem Tode Kaiser Wilhelms I., der mit seiner Gattin Augusta lange in Koblenz lebte, wurde an der Moselmündung 1897 zu seinen Ehren das Kaiser-Wilhelm-Denkmal am Deutschen Eck in Anwesenheit von Kaiser Wilhelm II. eingeweiht.

Das 20. Jahrhundert war von großen baulichen Veränderungen geprägt und der erheblichen Erweiterung des Siedlungsgebiets. So wurde an Stelle des ehemaligen Löhrtors 1903 die Herz-Jesu-Kirche eingeweiht. Bereits ein Jahr zuvor wurde in der neuen südlichen Vorstadt ein prächtiger Hauptbahnhof fertig gestellt. Nach Ende des Ersten Weltkrieges wurde Koblenz erst von amerikanischen und dann von französischen Truppen besetzt. Im Jahre 1932 wurde der völlige Umbau der Pfaffendorfer Brücke begonnen, welches sich zu einem kompletten Neubau zu einer Straßenbrücke entwickelte. Zwei Jahre später folgte die Einweihung einer neuen Moselüberquerung, da die Balduinbrücke dem wachsenden Verkehrsaufkommen nicht mehr genügte.

Einschneidend war die totale Zerstörung von Koblenz im Zweiten Weltkrieg. 1944 legte ein Kampfverband von Lancaster-Bomber der englischen Royal Air Force das Zentrum von Koblenz in Schutt und Asche. Zum Ende des Krieges wurde Koblenz von amerikanischen Truppen eingenommen. Nur langsam erholte sich die Stadt von den Kriegsereignissen, das historische Stadtbild blieb aber für immer verloren. In der Nachkriegszeit war Koblenz erste Hauptstadt des neuen Bundesland Rheinland-Pfalz. Auf der Rittersturz-Konferenz 1948 in Koblenz wurde eine der grundsätzlichen Entscheidungen für den Zusammenschluss der drei westlichen Besatzungszonen zur Bundesrepublik Deutschland und damit für die einstweilige Trennung von der Sowjetzone getroffen. Koblenz überschritt 1962 die Marke von 100.000 Einwohnern und wurde damit Großstadt. Ein großes Brückenbauprojekt wurde mit Vollendung der Südbrücke 1975 abgeschlossen. Beim Bau der Rheinbrücke kam es zu zwei tragischen Unfällen, bei denen 19 Arbeiter den Tod fanden. Im Jahr 1992 konnte die Stadt Koblenz ihre 2000-jährige Stadtgründung feiern.

Religionen

Christentum

Durch die Zugehörigkeit zum Erzstift Trier wurde die Stadt über Jahrhunderte von katholischen Erzbischöfen regiert. Während der Reformationszeit gab es lediglich einige wenige protestantische Gemeindemitglieder in benachbarten Gemeinden. Durch das im Jahr 1784 durch den Trierer Kurfürst Clemens Wenzeslaus von Sachsen erlassene Toleranzedikt wurden reiche Protestanten offiziell geduldet und ihr Zuzug gestattet. 1802 erhielten diese das ehemalige St. Görgenkloster als Gottesdienstraum. Als Koblenz 1815 Hauptstadt der preußischen Rheinprovinz wurde, nahm die Zahl protestantischer Gemeindemitglieder stärker zu. Im Jahre 1902 erbauten sie sich schließlich die Christuskirche. Heute gehören die evangelischen Kirchengemeinden - sofern sie nicht einer Freikirche angehören - zum Kirchenkreis Koblenz der Evangelischen Kirche im Rheinland. Die katholischen Gemeinden gehören zum Dekanat Koblenz innerhalb der Region Koblenz der Diözese Trier.

Im Ortsteil Arenberg steht das Kloster Arenberg, in dem die Arenberger Dominikanerinnen (Schwestern der heiligen Katharina von Siena) zu Hause sind. In einer Parklandschaft zwischen Arenberg und Immendorf wurde von 1845 bis 1860 durch Pfarrer Johann Baptist Kraus die Landschaftsbilderbibel Die heiligen Orte zu Arenberg, genannt Roter Hahn geschaffen, die seit 1987 unter Denkmalschutz steht. In Pfaffendorf steht das Kloster Bethlehem der Klarissen-Kapuzinerinnen von der Ewigen Anbetung. Gegründet 1904 durch Mutter M. Ignatia von Herling wurde es 1944 zu zwei Dritteln zerstört und wird erst seit 1953 von den Schwestern wieder bewohnt.

Judentum

Die Koblenzer Synagoge befand sich seit 1851 im vom Koblenzer Baumeister von Lassaulx umgebauten Bürresheimer Hof, einem Adelshof aus dem Jahre 1660. In der Pogromnacht vom 9. November/10. November 1938 wurde die Einrichtung völlig verwüstet, genau so wie der jüdische Friedhof im Stadtteil Rauental. In der dortigen 1925 errichteten Trauerhalle wurden aber noch bis zur Deportation Gottesdienste gehalten. Nach dem Kriege wurde diese Halle von französischen Soldaten wieder hergerichtet und dient seither als Betsaal der kleinen Gemeinde. Der im Krieg zerstörte Bürresheimer Hof wurde in seiner barocken Form wieder aufgebaut und dient als Bücherei. Innerhalb der Bücherei wurde ein Gedenkraum für die Opfer des Nationalsozialismus eingerichtet. Am Gebäude befindet sich eine Gedenktafel zur Erinnerung an die Synagoge.

Islam

Im Mai 2004 wurde im Stadtteil Lützel die Tahir-Moschee (Moschee des Reinen) von der „Ahmadiyya Muslim Dschamaat“ eröffnet. Dies ist der erste muslimische Sakralbau in Koblenz.

Eingemeindungen

Ehemals selbständige Gemeinden und Gemarkungen, die in die Stadt Koblenz eingegliedert wurden:

Jahr Orte Zuwachs
in ha
Jahr Orte Zuwachs
in ha
1. Juli 1891 Neuendorf mit Lützel 547 7. Juni 1969 Kesselheim  ?
1. April 1902 Moselweiß 382 7. Juni 1969 Kapellen-Stolzenfels  ?
1. Oktober 1923 Wallersheim 229 7. November 1970 Arenberg-Immendorf  ?
1. Juli 1937 Asterstein (Teil von Pfaffendorf)  ? 7. November 1970 Arzheim 487
1. Juli 1937 Ehrenbreitstein 120 7. November 1970 Bubenheim  ?
1. Juli 1937 Horchheim 772 7. November 1970 Güls mit Bisholder  ?
1. Juli 1937 Metternich 483 7. November 1970 Lay  ?
1. Juli 1937 Niederberg 203 7. November 1970 Rübenach  ?
1. Juli 1937 Pfaffendorf mit Asterstein 369

Einwohnerentwicklung

Durch zahlreiche Eingemeindungen verdoppelte sich die Bevölkerung der Stadt von 45.000 im Jahre 1900 auf 91.000 im Jahre 1939. Im Zweiten Weltkrieg verlor Koblenz aufgrund der fast vollständigen Zerstörung der Stadt rund 80 % seiner Einwohner. Im April 1945 wurden im gesamten Stadtgebiet 19.076 Kartenempfänger durch das Ernährungsamt ermittelt. 1958 erreichte die Bevölkerungszahl wieder den Vorkriegsstand. 1961 überschritt die Einwohnerzahl der Stadt die Grenze von 100.000, was sie zur Großstadt machte.

Am 7. November 1970 stieg die Bevölkerungszahl der Stadt durch die Eingemeindung mehrerer Ortschaften um knapp 20.000 Personen auf rund 120.000 Einwohner - historischer Höchststand. 2004 betrug der Anteil der nichtdeutschen Bewohner an der Gesamtbevölkerung nach Angaben der Stadtverwaltung 9,3 % (10.021 Personen). Den größten Anteil daran stellen Mitbürger aus der Türkei (1.963), der Ukraine (872), Serbien und Montenegro (785) sowie Russland (711). Ende Juni 2005 lebten in Koblenz nach Fortschreibung des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz 106.681 Menschen mit Hauptwohnsitz.

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1833 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. Die Angaben beziehen sich ab 1843 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1843 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.

Jahr Einwohner
1469 1.193
1663 1.409
1778 7.475
1800 7.992
1808 11.077
1812 11.793
1820 11.324
1836 13.307
1. Dezember 1840 ¹ 18.387
3. Dezember 1846 ¹ 19.475
3. Dezember 1852 ¹ 22.033
3. Dezember 1861 ¹ 22.175
1. Dezember 1871 ¹ 24.902
1. Dezember 1875 ¹ 29.300
Jahr Einwohner
1. Dezember 1880 ¹ 30.500
1. Dezember 1885 ¹ 31.669
1. Dezember 1890 ¹ 32.664
2. Dezember 1895 ¹ 39.639
1. Dezember 1900 ¹ 45.147
1. Dezember 1905 ¹ 53.897
1. Dezember 1910 ¹ 56.487
1. Dezember 1916 ¹ 49.421
5. Dezember 1917 ¹ 50.067
8. Oktober 1919 ¹ 56.676
16. Juni 1925 ¹ 58.161
16. Juni 1933 ¹ 65.257
17. Mai 1939 ¹ 91.098
31. Dezember 1945 47.982
Jahr Einwohner
29. Oktober 1946 ¹ 52.414
13. September 1950 ¹ 66.444
25. September 1956 ¹ 84.275
6. Juni 1961 ¹ 99.240
31. Dezember 1965 103.425
27. Mai 1970 ¹ 101.374
31. Dezember 1975 118.394
31. Dezember 1980 113.676
31. Dezember 1985 110.843
25. Mai 1987 ¹ 108.246
31. Dezember 1990 108.733
31. Dezember 1995 109.219
31. Dezember 2000 107.950
30. Juni 2005 106.681

¹ Volkszählungsergebnis

Politik

An der Spitze der Stadt Koblenz stand in kurfürstlicher Zeit der Schultheiß, der ab 1253 unmittelbarer landesherrlicher Beamter wurde. Daneben gab es einen Rat der Stadt, der im 16. Jahrhundert einem Amtmann unterstand. Ende des 18. Jahrhunderts, als die Stadt französisch besetzt wurde, erhielt sie die Mairieverfassung mit einem Maire an der Spitze. Koblenz war auch Sitz des Präfekten des Département de Rhin-et-Moselle. Nach dem Übergang an Preußen 1815 leitete ein Oberbürgermeister die Stadtverwaltung. Die Stadt wurde Sitz der Rheinprovinz, an deren Spitze der Oberpräsident stand. Ferner wurde sie Sitz des Landkreises Koblenz. 1856 wurde die preußische Städteordnung eingeführt. Bis zu diesem Zeitpunkt gehörten auch die Gemeinden Neuendorf, Moselweiß und Kapellen-Stolzenfels zur Bürgermeisterei Koblenz an. Zum 1. Oktober 1887 wurde Koblenz eine kreisfreie Stadt, was sie bis heute auch im Land Rheinland-Pfalz ist.

Stadtrat

Der Stadtrat von Koblenz besteht aus 56 Mitgliedern und dem Oberbürgermeister. Die Ratsmitglieder werden alle fünf Jahre neu gewählt. Die nächsten Wahlen finden im Jahr 2009 statt.

Die letzten Stadtratswahlen vom 13. Juni 2004 mit einer Wahlbeteiligung von 48,3 % ergaben folgendes Ergebnis:

Partei Sitze im Stadtrat
Wahlergebnis
CDU 25 (-4) 45,1 % (-4,9 %)
SPD 17 (-3) 34,5% (+3,7 %)
FBG (Freie Bürgergruppe) 5 (+3) 9,5% (+6,0 %)
Bündnis 90/Die Grünen 5 (+2) 8,7 % (+2,2 %)
FDP 4 (+2) 6,0 % (+2,5 %)

In Klammern die Veränderungen zu den Ergebnissen von 1999.

Stadtoberhäupter seit 1801

Maire Oberbürgermeister
  • 1801–1804: Peter Franz Elz
  • 1804–1808: Johann Nikolaus Nebel
  • 1808–1811: Johann Dominik Gayer
  • 1812–1813: Emmerich-Josef von Elz-Rübenach
  • 1813–1818: Johann Josef Mazza

Wappen

Das Wappen der Stadt Koblenz zeigt in Silber ein durchgehendes rotes Kreuz, belegt mit einer goldenen Krone. Die Stadtfarben sind Rot-Weiß.

Das heutige Wappen taucht erstmals im 14. Jahrhundert auf. Das Kreuz auf silbernem Grund steht für das Wappen des Erzbistums Trier, dem Koblenz seit 1018 angehörte und dessen Residenzstadt Koblenz-Ehrenbreitstein etwa 1629 bis 1786 sowie Koblenz von 1786 bis 1794 war. Die auf den Kreuzungspunkt des Kreuzes gelegte goldene Krone ist das lokale Wappensymbol und steht für die Himmelskönigin Maria, die Schutzpatronin der Stadt, der die Stadtpfarrkirche „Unserer lieben Frau“ geweiht ist.

Im Jahr 1810 erhielt die Stadt ein neues Wappen, das jedoch offenbar nie zur Anwendung kam. Ab 1814 führte Koblenz definitiv wieder das vertraute Wappen.

In der Zeit, in der Koblenz eine königlich-preußische Residenzstadt war (1850 bis 1918), fand auch eine Variante des bis heute üblichen Wappens Verwendung; bei ihr war eine zweite, königliche Krone über das Wappen gesetzt.

Partnerstädte

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Theather

Museen

Musik

Koblenz ist bekannt für eine sehr aktive alternative Musikszene, aus der unter anderem Bands und Projekte wie Blackmail, KEN, Scumbucket, Mill und (The Grimes) hervorgingen.

Das international bekannte Festival für klassische Gitarre "Koblenz International Guitar Festival & Academy" findet seit 1993 in Folge statt. Den Besucher erwarten Konzerte, Meisterkurse, Workshops, Vorträge sowie das Gitarrenwettbewerb "Koblenz International Guitar Competition 'Hubert Käppel'". Diesem Festival verdankt die Stadt Koblenz die Bezeichnung "Mekka der Gitarre".

Koblenz ist darüber hinaus Sitz eines der drei Rheinland-Pfälzischen Landesorchester, dem Staatsorchester Rheinische Philharmonie. Das Orchester, dessen Wurzeln bis ins Jahr 1654 zurückreichen, spielt in Koblenz u.a. 8 große Sinfoniekonzerte in der Rhein-Mosel-Halle, die vom Musik-Institut Koblenz veranstaltet werden. Eigene Konzertveranstaltungen finden im Görreshaus in der Koblenzer Altstadt statt. Das Görreshaus ist Proben- und Konzertsaal des Orchesters und es zählt mit seinem historischen Görressaal zu den schönsten Profanbauten am Mittelrhein. Seit 1945 bestreitet die Rheinische Philharmonie alle Opernproduktionen des Theaters der Stadt Koblenz.

Bauwerke

Plätze

Kirchen

817 bis 836 wurde der Gründungsbau errichtet, in seiner heutigen Gestalt zwischen 1150 und 1220 gebaut; diente bis 1802 als Kirche eines bedeutenden Stiftes.

Romanische Pfeilerbasilika, um 1100 erbaut, mit gotischem Chor (ca. 1350) über römischem Stadtturm. Ehemals Kirche eines bedeutenden Stiftes, von dem sich das romanische Kapitelhaus erhalten hat.

Romanische Pfeilerbasilika, etwa 1180 bis 1205 erbaut, mit gotischem Chor (1430 vollendet); die Hauptpfarrkirche der Stadt bis Ende des 18. Jahrhunderts.

1613 bis 1617 erbaut, 1944 zerstört und 1956 wiederaufgebaut.

Einschiffiger gotischer Bau des 14. Jahrhunderts; ehemalige Friedhofskapelle der nahe gelegenen Deutscherrenballei; zerstört.

Neugotische Basilika in wichtiger stadtebaulicher Lage als Zentrum der südlichen Stadterweiterung des 19. Jahrhunderts, 1894 bis 1898 von dem Düsseldorfer Architekten Josef Kleesattel erbaut.

Bedeutende neuromanische Pfeilerbasilika des Architekten Ludwig Becker, erbaut 1900 bis 1903.

1904 vom Berliner Architekten Johannes Vollmer in exponierter stadtebaulicher Lage an der damals neuen Prachtstraße des Kaiser-Wilhelm-Rings (heute Friedrich-Ebert-Ring) erbaute neugotische Kirche; erster evangelischer Kirchenbau in Koblenz.

1902 errichteter neugotischer Bau des heimischen Architekten Erhard Müller nach den evangelischen Architekturleitlinien des so genannten Wiesbadener Programms.

Romanische Pfeilerbasilika mit bedeutender spätgotischer Kanzel

Bemerkenswerter neubarocker Bau von 1918 mit Ausmalung der Erbauungszeit und romanischem Westturm.

Neubau an der Stelle eines kriegszerstörten Barockbaues, 1964 von Martin Ufer konzipiert mit Glasmalereien von Johannes Schreiter.

Einzige auf Koblenzer Stadtgebiet erhaltene Barockkirche; typische Kapuzinerkirche (17.Jahrhundert) mit Loretokapelle und bemerkenswerter Ausstattung des 18. Jahrhunderts teils von Johannes Seiz

1953 bis 1954 nach Plänen von Dominikus und Gottfried Böhm erbaut.

1860 errichtete neuromanische Pfeilerbasilika mit Ausstattung aus mineralogischen Steinen; Mittelpunkt religiöser Anlagen mit Darstellungen biblischer Szenen in einem romantischen Landschaftsgarten vom örtlichen Pfarrer Johann Baptist Kraus zwischen 1844 und 1860 entworfen.

Eine der wenigen Kirchen mit gemauertem Kirchturm.

Friedhöfe

Im Koblenzer Stadtgebiet gibt es 22 Friedhöfe:

Der 1821 begründete zentrale Friedhof in der Goldgrube am Nordhang zur Karthause gelegen hat den Charakter eines Landschaftsparks. Er ist Ruhestätte einiger bedeutender Personen.

Parks

Die deutsche Kaiserin Augusta ließ ab 1856 in Koblenz die Rheinanlagen als Park gestalten. Sie war auch Gönnerin des katholischen Pfarrers Kraus und unterstützte seine Bestrebungen, die heute nach ihm benannten Pfarrer-Kraus-Anlagen, eine Landschaftsbilderbibel, zu schaffen.

Sport

Es gibt rund 150 Koblenzer Sportvereine mit insgesamt 42.000 Mitgliedern; etwa 50 verschiedene Sportarten werden angeboten.

Bedeutendster Klub ist die TuS Koblenz. Der Fußballverein stieg mit Trainerlegende Milan Sasic in den Jahren 2003 bis 2006 von der Oberliga Südwest über die Regionalliga Süd in die 2. Fußball-Bundesliga auf. Heimstätte des Klubs ist das „Stadion Oberwerth“, mit Platz für 15.000 Zuschauer, davon rund 7228 Sitzplätze, die größte Koblenzer Sportstätte. Die Sportschule Oberwerth steht als Ausbildungs- und Tagungszentrum in unmittelbarer Nähe des Stadions Oberwerth Vereinen und anderen Verbänden zur Verfügung.

Übrige große Sportvereine

Die Stadt war mehrfach Etappenstation der Rheinland-Pfalz-Rundfahrt sowie 1992 Etappenziel der Tour de France. Koblenz ist außerdem Ziel des Mittelrhein-Marathon, der von Oberwesel bis ans Deutsche Eck führt. Entlang der rechten Rheinseite führt der Wanderweg Rheinsteig durch Koblenz.

Koblenzer Dialekt

Der in Koblenz gesprochene Dialekt, das so genannte Kowelenzer Platt, gehört zum Moselfränkischen. Er unterscheidet sich von anderen rheinischen Dialekten vor allem im Tonfall. Dem singenden, ja melodischen Sprechen der nördlichen Rheinländer steht eine ebene Tonlage mit einer besonderen Vorliebe für breite Laute und Verlängerung der Lautdauer im Koblenzer Dialekt gegenüber ("dau" = du). Die moselfränkischen Mundarten sind dann auch im Gegensatz zum Limburgischen und Ripuarischen keine Tonsprachen. In der Vergangenheit, vor allem aber in der Zeit der Zugehörigkeit zu Frankreich (1794-1814), flossen auch viele französische Dialektwörter mit ein, z.B. Blümo (Federbett), Filou (Lausbub), Monnie (Geld), Drottewaar (Bürgersteig), Fissemadente (Unfug). Interessant ist, dass die Lautverschiebungen von Stadtteil zu Stadtteil verschieden sind, was oft zu einem Mischdialekt führt.

Koblenz verfügt über die älteste Mundart-Wortsammlung im Rheinland. Schon 1787 publizierte der Koblenzer J.H. von Bleul eine Wortliste in mehreren Folgen im „Allgemeinen Churtrierischen Intelligenzblatt“. Hannelore Kraeber veröffentlichte mit dem „Neuen Wörterbuch der Koblenzer Mundart“ eine dokumentierte Koblenzer Sprachsammlung aus über 200 Jahren. Diese gilt als Rarität unter den Mundartaufzeichnungen.

Ein Beispiel für den Koblenzer Dialekt ist das Schängellied, die Hymne von Koblenz.

Koblenzer Karneval

Hauptartikel: Koblenzer Karneval

Seit dem 13. Jahrhundert, verbürgt durch den Zisterziensermönch Caesarius, findet das Karnevalstreiben am Eck statt; in den ersten Jahrhunderten unter den Blicken sittenstrenger Kirchenvertreter, bis der religiös motivierte Karneval mit dem Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges zu Grabe getragen wird. Trotz Zerstörung, Brandschatzung und Tod gelang dem Koblenzer Karneval 1688 die Rückkehr in die Stadt, die nun aber neuzeitlich geprägt war. Prunk und kurfürstliche Pracht bestimmten bis zur Übergabe der Stadt an das napoleonische Frankreich seinen Charakter. Aus dem bisher aristokratischen Karneval wurde nun eine rein bürgerliche Veranstaltung.

Napoleons Niederlage und Preußens Aufstieg ab 1815 kennzeichnen einen weiteren, wahrscheinlich den wichtigsten Abschnitt der Koblenzer Karnevalsgeschichte: die von Köln ausgehende Karnevalsreform von 1823. Die Folge dieser Reform ist eine Institutionalisierung des Koblenzer Karnevals 1824 und damit zahlreiche Vereinsgründungen. Bürgerlicher Eigensinn und der Wille, sich selbst zu organisieren, standen damals schon im Widerspruch zur preußischen Staatsraison, was die weitere Entwicklung der fünften Jahreszeit zu Beginn des 19. Jahrhunderts lähmte. Zwar gelingt es den Koblenzern 1827 einen ersten Fastnachtsumzug zu veranstalten, doch schon bald stoßen die veranstalterischen Freiheiten an ihre bürokratischen Grenzen.

Erst nach 1860 zeichnete sich eine Entspannung zwischen den Narren und der Obrigkeit ab. Immer wieder wird der Koblenzer Karneval durch politische Krisen und das um die Jahrhundertwende aufkommende Desinteresse unterbrochen. Wegen der wirtschaftlichen und touristischen Bedeutung erhielt während der 1920er das närrische Treiben in Koblenz einen zusätzlichen Antrieb. Unterbrochen durch den Zweiter Weltkrieg wächst das Interesse bis in die Gegenwart.

Der Koblenzer Karneval wird heute im Wesentlichen durch die engagierte Gemeinschaftsarbeit der „Arbeitsgemeinschaft Koblenzer Karneval“ (AKK) am Leben gehalten. Einige der bekanntesten Vereine im Koblenzer Karneval sind die Große Koblenzer Karnevalsgesellschaft, die KKG Rot-Weiß-Grün „Kowelenzer Schängelcher“ 1922 e. V., die K.K. Funken „Rot-Weiß“ 1936 e. V., die Narrenzunft „Gelb-Rot“ und das AHC. Das AHC wurde in den 1930er Jahren gegründet und ist damit einer der ältesten Vereine. AHC bedeutet übersetzt Alt-Herren-Corps. Die beliebtesten Stationen des Karnevals sind neben einer Vielzahl von Saalveranstaltungen und Sitzungen, der Rosenmontagszug durch die gesamte Innenstadt, die Ernennung und Wahl des Prinzen und seiner „Dame Confluentia“, sowie die Erstürmung des Rathauses und der Falkenstein-Kaserne durch die Koblenzer Narren unter der Führung des Elferrates und der Totalitäten.

Der nicht-käufliche Grundsatz:

An dem Brauchtum lasst uns halten
eingedenk der Eigenart
dass die Welt nur kann gestalten
wer die Werte sich bewahrt!

Kulinarische Spezialitäten

Regelmäßige Veranstaltungen

Sehenswürdigkeiten in der Umgebung

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft

Maschinen- und Autozulieferindustrie, Softwarefirmen, Versorger, Banken, Versicherungen und diverse Bundes- und Landesbehörden sind in Koblenz beheimatet:

Verkehr

Straßenverkehr

Im Westen der Stadt führt die Bundesautobahn A 61 Ludwigshafen-Mönchengladbach vorbei, im Norden die West-Ostverbindung der Autobahn A 48, welche die A 1 Saarbrücken-Köln mit der A 3 Frankfurt-Köln verbindet. Ferner führen die Bundesstraßen B 9, B 42, B 49, B 416, B 258 und B 327 durch das Stadtgebiet. Folgende Brücken überqueren

Bahnverkehr
Der Bahnhof Koblenz Hbf mit ICE-Halt liegt an der Linken Rheinstrecke zwischen Bonn und Mainz, aber auch an der rechtsrheinischen Hauptstrecke WiesbadenKöln. Hier in Koblenz zweigen die Moselstrecke nach Trier (und weiter nach Luxemburg sowie Saarbrücken) ab, ferner die Lahntalbahn nach Limburg und Gießen. Mit Inbetriebnahme der Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main hat Koblenz als Eisenbahnknotenpunkt jedoch an Bedeutung verloren. Zudem gibt es noch die Haltestellen Koblenz-Lützel, Koblenz-Moselweiß, Koblenz-Güls und Koblenz-Ehrenbreitstein. Ein Haltepunkt Koblenz-Mitte ist für 2010, am Löhr-Center geplant. Auch Nebenstreckenbahnen, wie zum Beispiel nach Emmelshausen fahren im 2-Stunden-Takt.

Radwegnetz
Es gibt entlang der Hauptstraßen ein ausgebautes Radwegenetz in Koblenz. Vor allem die Radwege entlang der beiden Flüsse Rhein und Mosel sind gut ausgebaut und erfreuen sich großer Beliebtheit. Von Koblenz aus führen die Radwege in die Eifel, den Hunsrück und in den Westerwald.

Luftverkehr
Luftanbindung erfolgt durch die etwa eine Autostunde entfernten Großflughäfen Köln-Bonn und Frankfurt und durch den relativ nah gelegenen Flughafen Frankfurt-Hahn (Anbindung von Koblenz aus mit dem Shuttle-Bus). Der vor allem von Geschäftsreisenden genutzte Flugplatz Koblenz-Winningen bei Winningen ist moselaufwärts nur einige Autominuten entfernt. Koblenz selbst hatte bis Ende der 1960er Jahre einen eigenen Flugplatz im heutigen Stadtteil Karthause. Der Bezirk der Karthause heißt auch heute noch „Am Flugfeld“.

Schiffsverkehr
Bedingt durch die Lage kann man Koblenz bequem per Schiff über die Bundeswasserstraßen Rhein und Mosel erreichen. Der nächstgelegene Güterhafen im Industriegebiet Rheinhafen ist ein Drehpunkt des Schienen-, Straßen- und Wasserverkehrs.

ÖPNV
Den öffentlichen Personennahverkehr versorgen mehrere Buslinien der Koblenzer Verkehrs-Service GmbH (KVS), Rhein-Mosel Verkehrsgesellschaft mbH (RMV) sowie rhein-hunsrück-bahn (rhb) und weiterer Privatunternehmen. Die Stadt gehört dem Verkehrsverbund Rhein-Mosel (VRM) an.

Von 1899 bis 1967 bestand in Koblenz ein ausgedehntes Netz elektrischer Straßenbahnen. Außerdem verkehrten von 1941 bis 1970 mehrere Obuslinien. Das damalige Unternehmen firmierte als Koblenzer Elektrizitätswerk und Verkehrs-AG.

Medien

Behörden

Bundeswehr

Koblenz war bis Ende der 1980er Jahre die größte Garnisonsstadt Europas. Trotz der Schließung einiger Kasernen befinden sich viele zentrale militärische und zivile Einrichtungen der Bundeswehr auf Koblenzer Gebiet:

Bildung

Hochschulen

Schulen

Gymnasien Berufsbildende Schulen Realschulen Gesamtschulen
  • Berufsbildende Schule Wirtschaft (+ Wirtschafts-Gymnasium)
  • Julius-Wegeler-Schule, Berufsbildende Schule (+ Gymnasium f. Umwelttechnik + Gym. f. Gesundheit/Soziales)
  • Carl-Benz-Schule Koblenz (BBS Technik)
  • Dr. Zimmermannsche Wirtschafts- und EDV-Schule
  • Bischöfliche Realschule
  • Clemens-Brentano Realschule
  • Realschule Karthause
  • IGS Koblenz mit gymnasialer Oberstufe
  • DOS Koblenz (Real- und Hauptschule)

Bibliotheken

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

Für die Ehrenbürger der Stadt, siehe Liste der Ehrenbürger von Koblenz.

Söhne und Töchter der Stadt

Für die Söhne und Töchter der Stadt, siehe Liste der Söhne und Töchter von Koblenz.

Persönlichkeiten, die in Koblenz wirkten

Zu den bedeutenden Militärs, die in Koblenz wirkten, siehe Festung Koblenz.

Literatur

Bücher chronologisch nach Erscheinungsjahr geordnet, ältestes zuerst.

Dokumente

Filme

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