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Carl David Anderson

Carl David Anderson (* 3. September 1905 in New York; † 11. Januar 1991 in San Marino, Kalifornien), war ein US-amerikanischer Physiker.

Anderson studierte am California Institute of Technology (Caltech) im kalifornischen Pasadena und erwarb dort 1930 seinen Doktortitel mit einer Arbeit über die Verteilung der Elektronenemission in kosmischen Gasen unter Einwirkung von Röntgenstrahlung. Bereits zwei Jahre später gelang dem nun als Research Fellow und Mitarbeiter von Robert Andrews Millikan am Caltech arbeitenden Anderson die Nachweis des von Paul Dirac 1929 postulierten Positrons mit Hilfe der Wilson-Kammer. Gemeinsam mit Seth Neddermeyer wies er 1933 nach, dass hochenergetische Gammastrahlung bei der Durchdringung von Materie die Emission von Positronen bewirkt. Damit war das erste Beispiel von Antimaterie gefunden worden. Für seine Entdeckung des Positrons erhielt er 1936 den Nobelpreis für Physik, zusammen mit Victor Franz Hess für dessen Arbeiten, die 1912 in Wien zur Entdeckung der kosmischen Strahlung geführt hatten.

Gemeinsam mit Neddermeyer entdeckte Anderson 1937 die Myonen, kurzlebige ladungstragende Teilchen mit der 207-fachen Masse von Elektronen. 1939 wurde Anderson zum Professor für Physik am Caltech berufen, das Angebot einer leitenden Stelle beim amerikanischen Uranprojekt, dem späteren Manhattan-Projekt, lehnte er ab. Während des Krieges arbeitete er an verschiedenen staatlichen Forschungsprojekten mit, insbesondere auf dem Gebiet der Raketenforschung und -entwicklung. Die am Caltech entwickelten Raketen mit Feststoffantrieb wurden in der Endphase des Krieges erstmals eingesetzt.

Anderson blieb bis 1970 Professor am Caltech und war Mitglied in mehreren wissenschaftlichen Gesellschaften. Er starb 1991 im Alter von 85 Jahren und ist in Los Angeles begraben.

Personendaten
Anderson, Carl David
US-amerikanischer Physiker
3. September 1905
New York
11. Januar 1991
San Marino