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Mingus Mingus Mingus Mingus Mingus

Charles Mingus – Mingus Mingus Mingus Mingus Mingus
Veröffentlichung

1963

Label

Impulse!

Format(e)

LP, CD

Genre(s)

Jazz

Anzahl der Titel

7

Besetzung
Produktion

Bob Thiele

Chronik
The Black Saint and the Sinner Lady
(1963)
Mingus Mingus Mingus Mingus Mingus Mingus Plays Piano
(1963)

Mingus Mingus Mingus Mingus Mingus ist ein Jazzalbum von Charles Mingus, das 1963 in großer Besetzung in zwei Sessions (Januar und September) aufgenommen und veröffentlicht wurde. Die erste Session fand zeitgleich mit den Aufnahmen zu Mingus´ Meisterwerk The Black Saint and the Sinner Lady statt.


Inhaltsverzeichnis

Die Musik

II B.S. - Mingus meint to B.S. im Sinne von „gewidmet B.S.“ , wobei B.S. für „Bullhshit“ steht. Die Hauptsolisten sind Booker Ervin und Jaki Byard. Das Stück steht musikalisch in enger Beziehung zu Haitian Fight Song von 1955, ist aber in rascherem Tempo verfasst.

I X Love bedeutet sowohl Meine Ex-Liebe als auch eine Liebe, die ich beendete, die ich aus-x-te. Der Titel ist eine Weiterentwicklung von Nouroog (auch Neuroog) von 1957. Er soll Mingus´ Emotionen in Erinnerung an eine junge Frau ausdrücken.

Celia, eine der klassischen Mingus-Kompositionen, ist ein Portrait von Mingus´ Ex-Frau Celia Nielson. Hauptsolist ist Altsaxophonist Charlie Mariano. Er spielt es im Stile von Johnny Hodges: Mingus hat das Porträt im Geiste Duke Ellingtons geschrieben. Quentin Jackson übernimmt in seinem Part die Rolle des Ellington-Posaunisten Lawrence Brown

Mit Mood Indigo (von 1931) drückt Charles Mingus seine tiefe Verehrung für Duke Ellington aus. Er belässt diesen Jazz-Klassiker (Ellingtons erster populärer Song) in der Originalfassung.

Better Get Hit In Yo´ Soul im 6/8-Takt ist ein typisches Beispiel für den Gospel-beeinflussten Mingus Sound: "Das Stück dampft, kocht und zischt regelrecht. Mingus feuert die Band durch Zurufe an, und es ist ein Vergnügen zu hören, wenn die Band zum Schluss in eine Two-Beat-Feeling zurückkehrt." (zit. nach Weber/Filtgen)

Theme For Lester Young, besser bekannt unter dem Namen Goodbye Pork Pie Hat hatte Mingus in der Nacht (während eines Konzertes im New Yorker Half Note-Club) entwickelt, als er vom Tod des von ihm bewunderten Tenorsaxophonisten erfuhr. "Wenn ich nur ein Wort hätte, um ihn zu beschreiben, wäre das Sensibilität. Er thronte über allen anderen Musikern, aber er tat dies nicht wie ein Gorilla", schreibt Mingus in den Liner Notes (zit. nach Nat Hentoff). Diese Sensibiltät soll das Solo von Booker Ervin reflektieren.

Hora Decubitus (lateinisch "Bettzeit") - Die Ursprünge dieser Komposition liegen in Mingus´ Erinnerung an die Musik der Savoy Sultans in den 1940er Jahren. Es enthält Soli von Booker Ervin, Eric Dolphy und Richard Williams. und trägt deutliche Züge der Mingus-Komposition E's Flat, Ah's Flat Too.

Albumstücke

  1. "II B.S." (4:43)
  2. "I X Love" (7:00)
  3. "Celia" (6.10)
  4. "Mood Indigo" (4:37)
  5. "Better Get Hit In Yo´ Soul" (6:30)
  6. "Theme For Lester Young" (5:36)
  7. "Hora Decubitus" (4:40)

Alle Kompositionen stammen von Charles Mingus, außer Mood Indigo von Duke Ellington, Irving Mills und Barney Bigard. Die Arrangements hat Bob Hammer geschaffen.

Die Stücke 2 und 3 wurden am 20. Januar 1963, die restlichen Titel Stücke am 20. September 1963 aufgenommen. Auf der LP wurde fälschlicherweise angegeben, dass Stück 5 auf der Januar-Session aufgenommen wurde.[1]

Auf der CD ist zusätzlich (als 8. Stück) noch eine Fassung von Freedom veröffentlicht, auf der Mingus auch den Text rezitiert. Dieses Stück, ein Teil von Epitaph erschien ursprünglich auf der Impulse!-Sammel-LP "The Definite Jazz Scene" (AS 99) Auf der September-Session wurde zusätzlich auch Ellingtons Take the A-Train aufgenommen, bisher aber nicht veröffentlicht.[2]

Weblinks und Quellen

Einzelnachweise

  1. http://mingus.onttonen.info/details/impulse/impd170.html
  2. vgl. http://www.jazzdisco.org/mingus/dis/c/