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Chris Bangle

Christopher Edward Bangle (* 14. Oktober 1956 in Ravenna, Ohio) ist ein US-amerikanischer Fahrzeugdesigner.

Seit seinem Wechsel zum Automobilhersteller BMW im Jahre 1992 gilt er als meistdiskutierter und -kritisierter Automobildesigner der Welt. Kunden und Kollegen kritisieren oft den übertriebenen Futurismus und die mangelnde Harmonie in seiner Formensprache. Besonders die Heckansichten vieler seiner Modelle stoßen auf breite Ablehnung.

Von 1975 bis 1977 studierte Bangle das Fach Liberal Arts an der Universität von Wisconsin. Es folgte die Ausbildung zum Interieur-Designer am Art Center College of Design in Pasadena, USA. 1981 trat er im Alter von 25 Jahren seine erste Stelle in Europa an, als Innenraumgestalter bei der Adam Opel AG in Rüsselsheim. 1985 wechselte er zum Fiat Centro Stile. Dort wurde er 1992 zum Direktor des Designstudios ernannt. Bereits Ende 1992 wurde er vom damaligen Entwicklungsvorstand Wolfgang Reitzle als Designchef zu BMW geholt.

Er gewann 2007 als Leiter des Design Team BMW Group den red dot design award: design team of the year.

Unter Federführung von Chris Bangle entstanden folgende Automobile

Kuriosa

Mit dem 2001 vorgestellten BMW-Modell der 7er Reihe (E65/66) stieß Bangle zum ersten Mal auf breite Ablehnung bei Kunden und Kollegen. In der Folge wurden Ausdrücke wie Bangleheck, Banglekofferraum und Bangledesign zu geflügelten Wörtern und standen als Synonyme für schlechtes Design. Im Internet wurde gar eine Petition initiiert, um Bangle zu stoppen. Spötter übersetzten „BMW“ bereits mit „Bangle muss weg“. Vergessen wird in diesem Zusammenhang gerne die Tatsache, dass der Designchef dem Vorstand mehrere Varianten in Form von Tonmodellen zur Wahl stellt und der gesamte Vorstand sich dann für ein Modell entscheidet. Im Fall des E65/66 standen dem Vorstand 20 Varianten zur Wahl.

Personendaten
Bangle, Chris
Christopher Edward Bangle
US-amerikanischer Fahrzeugdesigner
14. Oktober 1956
Ravanna, Ohio