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Paul Egeling

Paul Egeling (* 3. September 1856 in Ottersleben; † 8. August 1937 in Berlin) war Architekt und Stadtbaurat in Schöneberg.

Egeling war der Sohn eines Maurers und studierte an der Technischen Hochschule Charlottenburg. Zu seinen ersten Bauten zählte um 1890 die Kapelle des Neuen Zwölf-Apostel-Kirchhofs in Schöneberg, auf dem er später auch begraben wurde. 1892 erhielt der aufstrebende Nachwuchsarchitekt den renommierten Schinkelpreis. In der Folge wirkte er in Schöneberg, bis zur Eingemeindung nach Berlin im Jahre 1920 eine wohlhabende, schnell wachsende Vorortgemeinde und seit der Jahrhundertwende auch Großstadt, in der ein hoher Bedarf an öffentlichen Bauten bestand.

Kapelle von P. Egeling auf dem II. Städtischen Friedhof Eythstraße

Am 16. Mai 1895 wurde Egeling zum Stadtbauinspektor von Schöneberg und im März 1900 zum Magistratsmitglied gewählt, sodass der Bau neuer Gebäude in Schöneberg in seine Zuständigkeit fiel. Zu den insgesamt 26 Großbauten dieser Zeit zählen unter anderem das 1906 eröffnete Auguste-Viktoria-Krankenhaus zwischen Rubensstraße und Grazer Damm, die denkmalgeschützte Kapelle auf dem II. Städtischen Friedhof Eythstraße aus den Jahren 1910/1912 sowie die Gewerbehöfe der Optischen Anstalt C.P. Goerz (später Zeiss-Ikon) in der Friedenauer Rheinstraße.

Neben dem Bau von Gebäuden war Egeling an infrastrukturellen Maßnahmen beteiligt. So plante er beispielsweise den 1902 eröffneten Wartburgplatz. Auch das Wappen von Schöneberg, das dann als Wappen des Bezirks Schöneberg geführt wurde, stammt von Egeling, wobei der von ihm als Wappentier gewählte Hirsch auch im heutigen Wappen des Bezirks Tempelhof-Schöneberg enthalten ist. Egeling war Teilnehmer des Internationalen Wohnungskongresses von 1905 in Liège. 1914 schied Egeling aus dem Amt des Stadtbaurats aus. 1924 erhielt er die Würde eines Stadtältesten von Berlin.

Personendaten
Egeling, Paul
Architekt, Stadtbaurat
3. September 1856
Ottersleben
8. August 1937
Berlin