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Urandioxid

Kristallstruktur
U4+: __ O2-: __
Kristallsystem kubisch
Raumgruppe
Koordinationszahlen U[8], O[4]
Allgemeines
Name Urandioxid
Andere Namen

Uran(IV)-oxid

Verhältnisformel UO2
CAS-Nummer 1344-57-6
Kurzbeschreibung braunes bis schwarzen kristallines Pulver
Eigenschaften
Molare Masse 270,03 g·mol−1
Aggregatzustand fest
Dichte

10,96 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

2878 °C[1]

Löslichkeit

In Wasser unlöslich

Sicherheitshinweise
Gefahrstoffkennzeichnung aus RL 67/548/EWG, Anh. I [2]
R- und S-Sätze R: 26/28-33-51/53
S: (1/2)-20/21-45-61
Radioaktivität

 
Radioaktiv
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Urandioxid UO2 ist ein Oxid des Urans. In der Natur kommt es zusammen mit dem Urantrioxid als Uraninit vor, wobei der ursprünglich aus Urandioxid bestehende Uraninit teilweise zu Urantrioxid weiteroxidiert wird.

Inhaltsverzeichnis

Herstellung

Urandioxid wird durch Reduktion von Urantrioxid mit Wasserstoff hergestellt.

Eigenschaften

Urandioxid-Luft-Gemische (Staubwolken) sind explosionsfähig, als feines Pulver reagiert es heftig mit der Luft unter Freisetzung von Wärme (pyrophor). Hierbei verbrennt es zu Triuranoctoxid U3O8.

Kristallstruktur

Urandioxid weist ein kubisches Kristallsystem auf, hat die Raumgruppe , der Strukturtyp ist der CaF2-Typ (Fluorit) und die Koordinationszahlen sind U[8], O[4].

Anwendungen

Urandioxid ist der wichtigste Kernbrennstoff in Atomreaktoren. Es wird zu sogenannten „Pellets“ verarbeitet, um in Brennstäben genutzt zu werden. Weiterhin wurde es früher als farbgebender Zusatz in diversen Gläsern und Keramiken genutzt.

Quellen

  1. a b Eintrag zu Urandioxid in der GESTIS-Stoffdatenbank des BGIA, abgerufen am 16. November 2007 (JavaScript erforderlich)
  2. Nicht explizit in RL 67/548/EWG, Anh. I gelistet, fällt aber dort mit der angegebenen Kennzeichnung unter den Sammelbegriff „Uranverbindungen“