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Khmer

Dieser Artikel behandelt das Volk der Khmer. Zu deren gleichnamiger Sprache siehe Khmer (Sprache) und der Schrift siehe Khmer-Schrift.

Die Khmer sind das Staatsvolk von Kambodscha und stellen mit mehr als 12 Millionen Einwohnern über 86 Prozent der Bevölkerung dar. In vergangenen Jahrhunderten siedelten sie auch in benachbarten Staaten wie Thailand, Laos und Vietnam. Etwa drei Millionen Khmer leben dort.

Sie errichteten beachtenswerte Tempel und Tempelstädte wie Angkor im heutigen Kambodscha sowie Prasaat Hin Khao-Phnom-Rung und Prasaat Hin Phimai im heutigen Thailand.

Die Khmer sind eng verwandt mit dem Bergvolk der Mon, deren Nachfahren in Thailand im wesentlichen als Reisbauern und Fischer leben. Zahlreiche Minoritäten im Süden von Laos, in Nordostkambodscha und Zentralvietnam sprechen ebenfalls verwandte Sprachen.

Die Khmer haben im Verlauf der Geschichte Kambodschas zahlreiche Höhen und Tiefen erfahren. Ihre Vergangenheit ist sehr eng verknüpft mit der Geschichte der Cham, mit denen sie vom 10. bis zum 15. Jahrhundert regelmäßig im Krieg waren. In der zeitgenössischen Geschichte ist die Barbarei der Roten Khmer zu nennen, die zwischen 1975 und 1979 mehr als drei Millionen Khmer das Leben kostete.

Der Landesname Kambodscha

Die Khmer sprechen die Khmer-Sprache, die zur Familie der Mon-Khmer-Sprachen gehört. Die Khmer-Schrift leitet sich von den indischen Silbenschriften her.