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Magnum (Band)

Magnum

Genre Rock, Metal
Website http://www.magnumonline.co.uk/
Gründungsmitglieder
Gesang Bob Catley
Gitarre Tony Clarkin
Aktuelle Besetzung
Gesang Bob Catley
Bass Al Barrow
Gitarre Tony Clarkin
Schlagzeug Jimmy Copley
Keyboard Mark Stanway

Magnum ist eine englische Hardrock-Band. Sie wurde 1972 von Bob Catley und Tony Clarkin gegründet.

Inhaltsverzeichnis

Bandgeschichte

Bis 1979

Der eigentliche Durchbruch gelang Magnum erst 1976 als Support-Act für die Metal-Band Judas Priest. Zuvor spielten sie nur Background für Del Shannon und andere amerikanische Sänger bei deren Konzerten in England. Der Erfolg war jedoch mäßig, die Konzerte eher kleinerer Natur.

Trotz der kontroversen Mischung von Judas Priests Heavy Metal und dem eher „normalen“ Rock von Magnum wurde Jet Records - die seinerzeit auch das Electric Light Orchestra unter Vertrag hatten - auf die Gruppe aufmerksam und bot ihnen einen Platten-Vertrag an.

Die ersten beiden Alben, Kingdom Of Madness (dessen gleichnamiger Song über 10 Jahre im Live-Set erhalten bleiben sollte) und Magnum II erschienen im Abstand von weniger als einem Jahr.

Obwohl sich Catley sogar von David Coverdale - dem Frontsänger von Whitesnake - in Sachen Stage-Performance beraten ließ, blieben Gigs eher die Ausnahme. So gab es vor dem Release von Magnum II lediglich acht Live-Auftritte.

1980 bis 1985

1980 kam das dritte Werk Marauder als Live-Album heraus. Zu dieser Zeit wurden mit Keyboarder Mark Stanway (für Richard Bailey), Drummer Kex Gorin und Bassist Colin „Wally“ Lowe das lange Zeit geltende Magnum Line-Up ausgearbeitet. Support-Acts für Bands wie Blue Öyster Cult, Def Leppard, Tygers of Pan Tang, Krokus und Ozzy Osbourne erwiesen sich als Sprungbrett in die amerikanische Musik-Szene.

Im vierten Album Chase the Dragon waren die amerikanischen Einflüsse – nicht zuletzt durch den Producer Jeff Glixman und den Supporting-Act für Kansas - nicht mehr zu überhören, was Magnum eine Top20-Platzierung einbrachte.

1983 hatte Magnum zunächst schwer zu kämpfen. Nicht nur dass sich auf den Festivals Auflösungserscheinungen bemerkbar machten, das neue Album The Eleventh Hour verkaufte sich weit schlechter als die Plattenfirma dies nach Chase The Dragon erwartet hatte.

Als jedoch Mark Stanway zur Band zurück kehrte und Bob Catley keine andere Sängerrolle fand, stieg der Optimismus wieder. Mit den letzten eigenen Geldern wurde bei FM Records das famose On A Storyteller's Night aufgenommen. Dieses Album kam wieder in die Top 30 und brachte neben besten Kritiken für die Band auch einen Vertrag bei Polydor und die Eröffnung des Monsters-Of-Rock-Festivals ein.

1986 bis 1994

1986 kam das von Roger Taylor (Drummer, Queen) und Dave Richards produzierte Vigilante heraus.

Wings of Heaven schaffte es 1988 mit einer Mischung der auf Vigilante und On a Storyteller's Night zu hörenden Stilrichtungen sogar in die Top 5. Der Titel "Pray for the day" forderte die Zuhörer auf, für einen Fall der Berliner Mauer zu beten. Zitat: "Pray for the day this city's wall, concrete for chains, will crumble and fall …"

1988 war mit drei vollkommen ausverkauften Konzerten in Londons berühmtem Hammersmith Odeon eines der erfolgreichsten Jahre von Magnum. Das Spektakel wurde auf Video und als Radiokonzert festgehalten.

1990 erreichte das Album Goodnight L. A. weder die Platzierungen noch die Kritiken des Vorgängers. Die darauffolgende Tour wurde im Album The Spirit verewigt.

1992 folgte Sleepwalking beim Label Music for Nations.

Das 1993 bei FM Records erschienene Keeping the Nite Light Burning entsprach ganz dem damaligen Trend des MTV-Unplugged-Geistes. In diesem Jahr kam auch die erste Compilation mit dem Titel Archive heraus. In dieser wurden, zum einen, Songs aus der frühen Zeit von Magnum, aufgenommen in den Nest-Studios in Birmingham 1974, wie z. B. Sea Bird, Slipping away, zum anderen bearbeitete bzw. alternative/ursprüngliche Versionen altbekannter Songs wie Kingdom of Madness, The Word, Lights burned out erstmals veröffentlicht.

1994 erschien bei EMI mit Rock Art die erste Platte seit Kingdom of Madness, die keine Top 40-Platzierung erreichte.

1995 bis 2007

Ende 1995 löste sich die Band nach einem letzten Live-Auftritt in Wolverhampton auf. Clarkin und Catley machten als Duo Hard Rain weiter, mit neuen Sounds und anderen Musikstilen. Zeitgleich kam auch noch ein Doppel-Album namens Stronghold heraus, das die letzten Live-Auftritte von Magnum eindrucksvoll dokumentiert.

Als Catley 2001 eine Solo-Gesangskarriere einschlug, kamen Gerüchte auf, dass Magnum ein neues Album herausbringen wollte.

Im neuen Jahrtausend erschienen dann Breath Of Life und das Studio-Album Brand New Morning, das eine auffällige und doch interessante Stil-Änderung zum Melodic Hard-Rock aufweist. Mit diesem Album knüpften Magnum wieder an den glorreichen Zeiten der 80er Jahre an, ohne sich selbst zu kopieren. Eine sehr erfolgreiche Tour im Jahre 2005 feierte das 20-jährige Jubiläum des On A Storyteller's Night-Albums. Das Konzert aus dem Londoner Astoria wurde auf einer Live-DVD unter dem Titel Living' The Dream veröffentlicht. Am 23. März 2007 erschien das neue Album Princess Alice And The Broken Arrow. Darauf konzentrieren sich Magnum eher auf die ruhigeren Seiten der Rockmusik und kehren mit Titeln wie Dragons Are Real wieder zu fantastischen Themen zurück.

Diskografie

Studioalben

Livealben

Sampler

Videos / DVDs

Sonstiges

Als Intro, sowohl bei den Konzerten als auch auf den Livealben, verwendet Magnum Troika aus der Lieutenant Kije Suite von Sergei S. Prokofjew.