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Wolfgang Haber

Wolfgang Haber (* 13. September 1925 in Datteln) ist ein deutscher Biologe.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Wolfgang Haber studierte Botanik, Zoologie, Chemie und Geographie an den Universitäten Münster, München, Basel, Stuttgart und Hohenheim. 1957 bis 1962 war er Wissenschaftlicher Assistent bei Heinrich Walter in Hohenheim, 1962 bis 1966 Kustos und stellvertretender Direktor des Landesmuseums für Naturkunde in Münster. Von 1966 an war er Leiter des neugegründeten Instituts für Landespflege der TU München in Freising-Weihenstephan, das er später in Lehrstuhl für Landschaftsökologie umbenannte. Er war Inhaber dieses Lehrstuhls bis zu seiner Emeritierung im Jahre 1993.

Seine Forschungsgebiete sind Grundfragen der allgemeinen und theoretischen Ökologie; Anwendung der Ökologie in der Landnutzung, insbesondere im Naturschutz, in der landwirtschaftlichen Nutzung und in der Flurbereinigung; Entwicklung, Planung und Betreuung von Naturschutzgebieten, schutzwürdigen Biotopen, Natur- und Nationalparken; Ökosystemforschung und -modellierung; ökologisch orientierte Planung.[1]

Haber hat die wissenschaftliche und umweltpolitische Entwicklung des Naturschutzes in Deutschland und im internationalen Bereich entscheidend mitgeprägt. Er war an der Begründung der Biotopkartierung und der Errichtung der ersten deutschen Nationalparke (Nationalpark Bayerischer Wald, Nationalpark Berchtesgaden) an führender Stelle beteiligt. Mit seiner Lehr- und Forschungstätigkeit seit den 1960er Jahren zu ökologischen Grundlagen des Naturschutzes, der Landes- und Landschaftspflege sowie Landschaftsplanung Pionierarbeit geleistet.[2]


Wolfgang Haber war unter anderem Mitglied des Beirates für Naturschutz und Landschaftspflege beim Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten bzw. seit 1986 beim Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit; 1979 bis 1990 Präsident der Gesellschaft für Ökologie, des Fachverbandes der Ökologen der deutschsprachigen Länder; 1985 Vorsitzender des Rates von Sachverständigen für Umweltfragen der Bundesregierung (SRU), und 1990 bis 1996 Präsident der International Association of Ecology (Intecol), des Dachverbandes der nationalen Fachverbände der Wissenschaft Ökologie.

Haber wurde 1993 als erstem der Umweltpreis der Bundesstiftung Umwelt verliehen. Die Auszeichnung wurde vor allem mit seinem weit über die Lehr- und Forschungstätigkeit hinausgehenden Engagement für den Naturschutz begründet.[3]

Publikationen

Einzelnachweise

  1. http://www.landespflege.de/gremium/haber.html. 20. September 2007.
  2. DBU http://www.dbu.de/584.html. 20. September 2007.
  3. DBU http://www.dbu.de/584.html. 20. September 2007.
Personendaten
Haber, Wolfgang
deutscher Landschaftsökologe
13. September 1925
Datteln