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Islay

Islay [ˈaɪlə], schottisch-gälisch Ìle, ist die südlichste und fruchtbarste Insel der Inneren Hebriden mit dem Hauptort Bowmore (860 Einwohner – Schätzung 2004[1]). Die Insel hat eine Größe von 619,6 km², ist etwa 40 km lang und hat eine maximale Breite von 32 km. Auf ihr leben 3.457 Einwohner (Stand: 2001) und etwa neunmal soviele Schafe. Die höchste Erhebung ist 491 Meter hoch.

Inhaltsverzeichnis

Sehenswürdigkeiten

An der südwestlichen Küste Islays ragt ein Meeresarm, der Loch Indaal, tief in das Innere der Insel und stellt eine U-förmige Form her. Es gibt zwei Fährhäfen, Port Ellen im Südosten und Port Askaig im Nordosten, die die Insel mit Kennacraig auf der Halbinsel Kintyre verbinden. Das Clyde tomb von Cragabus und der Steinkreis von Cultoon gehören neben der mittelalterlichen Kilchiaran Chapell (St. Ciaran’s Kapelle) mit ihrem Stein mit Cup-and-Ring-Markierungen ebenso zu den Sehenswürdigkeiten wie die Menhire von Ballinaby oder der Broch Dun Nosbridge und die Keltenkreuze von Kildalton und Kilnave. Das stark verwitterte frühchristliche Kreuz von Kilnave aus dem 5. Jahrhundert steht an der Nordküste westlich der Bucht von Gruinard auf der Ardnave-Halbinsel vor der Ruine der gleichnamigen Kapelle. Kreuz und Kapelle sind im nationalen Denkmalregister verzeichnet. Die starke Verwitterung des Kreuzes zeigt sein Alter.

In der Nähe der Bunnahabhain-Destillerie ist das Schiffswrack der Wyre Majestic zu sehen, die dort im Oktober 1974 auf Grund lief.

Wirtschaft

Die Haupteinnahmequelle der Insel ist die Produktion von Whisky und der damit verknüpfte Tourismus. Anders als die anderen Inseln der Hebriden bildet Islay eine eigene Whiskyregion und wird nicht zu den Highlands gerechnet.

Zur Zeit sind acht Brennereien aktiv:

Noch nicht wieder in Betrieb ist Port Charlotte (gehört zu Bruichladdich[2]). Der alte Name der Destillerie war Lochindaal (1829–1929).

Nicht mehr in Betrieb sind[3][4]

Auf Islay befindet sich das älteste Wellenkraftwerk der Welt, das ins öffentliche Stromnetz speist. Die Anlage namens Limpet 500 wurde 2001 von der schottischen Firma Wavegen, einer hundertprozentigen Tochter der deutschen Voith Siemens Hydro Power Generation GmbH & Co. KG, gebaut und leistet 0,5 MW.[5]

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. General Register Office for Scotland: Mid-2004 Population Estimates for Settlements in Scotland
  2. Geplante Wiedereröffnung der Brennerei Port Charlotte (mit Bildern; engl.)
  3. Ehemalige Whiskybrennereien
  4. Misako Udo, The Scottish Whisky Distilleries, Black & White Publishing 2006, ISBN 1-845-021304
  5. Bericht auf 3sat.online

Koordinaten: 55° 47′ N, 6° 14′ W