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Embryo

Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem tierischen Embryo; für den pflanzlichen Embryo siehe Embryo (Pflanze);zur gleichnamigen deutschen Rockband siehe Embryo (Band).

Der oder das Embryo (grch. ἔμβρυον émbryon «neugeborenes Lamm», «ungeborene Leibesfrucht» von ἐν en «in» und βρύειν brýein «hervorsprießen lassen», «schwellen» [1]), auch der Keim oder der Keimling, ist ein Lebewesen in der frühen Form der Entwicklung. Die Wissenschaft, die sich mit der embryonalen Entwicklung, der Zelldifferenzierung und Organanlage befasst, ist die Embryologie.

Inhaltsverzeichnis

Juristische Aspekte

In Deutschland und anderen Ländern wird die Leibesfrucht ab der Zeugung schon als Nasciturus bezeichnet, der Träger von Rechten ist. Der Begriff Embryo wird aber in verschiedenen Zusammenhängen und Staaten sehr unterschiedlich definiert.

Tierische und menschliche Embryonen werden von der Wissenschaft oft für experimentelle Zwecke genutzt. Für die medizinische Forschung werden aus im Reagenzglas durch In-vitro-Fertilisation erzeugte Embryonen embryonale Stammzellen gewonnen, wobei der Embryo im Blastozysten-Stadium zerstört, die Zellmasse aus dem Embryoblasten entnommen und die Zellen in einer Nährlösung kultiviert werden. In einigen Ländern ist auch das so genannte therapeutische Klonen zugelassen, bei dem menschliche Embryos für die Entnahme embryonaler Stammzellen durch Klonen hergestellt werden sollen. Zur Rechtfertigung werden meistens folgende Argumente vorgebracht:

Das österreichische Fortpflanzungsmedizingesetz von 1992 und das deutsche Embryonenschutzgesetz von 1990 erlauben das so genannte therapeutische Klonen nicht. In Deutschland ist allerdings die Forschung laut dem Stammzellgesetz mit vor einem Stichtag im Jahr 2001 erzeugten embryonalen Stammzelllinien erlaubt. In Deutschland wird intensiv darüber diskutiert, ob der Stichtag nicht aufgehoben und damit die Herstellung neuer embryonaler Stammzelllinien freigegeben werden sollte.

Siehe auch

Literatur

 Wiktionary: Embryo – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen und Grammatik
 Commons: Embryology – Bilder, Videos und Audiodateien

Quelle

  1. Wilhelm Gemoll, Karl Vretska: „Griechisch-Deutsches Schul- und Handwörterbuch“, Verlag Hölder-Pichler-Tempsky, 9. Auflage, ISBN 3-209-00108-1