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Waabs

Wappen Deutschlandkarte
Koordinaten: 54° 31′ N, 9° 58′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Rendsburg-Eckernförde
Amt: Schlei-Ostsee
Höhe: 31 m ü. NN
Fläche: 33,27 km²
Einwohner: 1502 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 45 Einwohner je km²
Postleitzahl: 24369
Vorwahlen: 04352, 04358
Kfz-Kennzeichen: RD
Gemeindeschlüssel: 01 0 58 166
Adresse der Amtsverwaltung: Holm 13
24340 Eckernförde
Webpräsenz:
www.amt-schlei-
ostsee.de
Bürgermeister: Udo Steinacker (CDU)
Lage der Gemeinde Waabs im Kreis Rendsburg-Eckernförde

Waabs (dänisch: Vabs) ist eine amtsangehörige Gemeinde im Kreis Rendsburg-Eckernförde in Schleswig Holstein. Sie besteht aus den Dörfern Kleinwaabs, Großwaabs und Langholz und schließt die Ortsteile Aschenberg, Booknis, Hökholz, Hülsenhain, Karlsminde, Lehmberg, Ludwigsburg, Neuschlag, Sophienhof, Ritenrade, Rothensande und Waabshof ein. Sie entstand durch die Auflösung der Gutsbezirke im Jahr 1928.

Inhaltsverzeichnis

Geografie und Verkehr

Waabs liegt etwa 10 km nordöstlich von Eckernförde an der Eckernförder Bucht. Westlich verläuft die Bundesstraße 203 von Kappeln nach Eckernförde. Zur Gemeinde Waabs gehören rund 12 km Naturstrand, an dem sich einige Campingplätze befinden.

Geschichte

Auf die lange Siedlungsgeschichte weisen Hünengräber im Gemeindegebiet hin. Das 1976-78 restaurierte, 56 m lange Langbett von Karlsminde, das in der Jungsteinzeit errichtet wurde, ist als archäologisches Denkmal öffentlich zugänglich.

Waabs wurde 1382 erstmals als groten Wopensee erwähnt, später auch unter den Namen Wapenisse (1462), Wapendsee (1481) und Waabskirch (1641).

Gut Ludwigsburg

Torhaus

Das Herrenhaus des Gutes Kohøved (Dänisch: „Kuhhof“), wie es ursprünglich hieß, liegt in einem Grabensystem, da es auf den Fundamenten einer mittelalterlichen Wasserburg erbaut wurde. Es soll im Mittelalter ein bischöfliches Lehnsgut gewesen sein mit einem Herrensitz und einem Dorf, wird jedoch 1396 erstmals als ritterlicher Besitz erwähnt.

Das heutige barocke Herrenhaus wurde mit seinen Gärten Anfang des 18. Jahrhunderts durch den Baron Ludwig von Dehn ausgeführt, der auch den Hof in Ludwigsburg umbenannte. Besonders erwähnenswert ist die Bunte Kammer mit ihrem barocken Raumschmuck, die besichtigt werden kann. Außerdem können Räume im Herrenhaus, wie der Goldene Saal und der Gewölbekeller für Hochzeiten und andere Feierlichkeiten genutzt werden.

Heute befinden sich ein Reiterhof, auf dem auch Trakehner, Araber, Holsteiner und Deutsche Reitponys gezüchtet werden, ein Hofladen sowie ein Café auf dem Gut.

Marienkirche

Die heutige Kirche in Waabs stammt in ihren ältesten Teilen aus der Gotik und erhielt durch die Errichtung des Turmes am Ende des 16. Jahrhunderts und die Wölbung des Schiffes durch drei querrechteckige Kreuzrippengewölbe im Jahre 1608 ihre heutige Form. Die Kirche beherbergt einige bemerkenswerte Kunstwerke, wie eine Reihe gotischer Holzskulpturen. Sie sind wohl Reste eines um 1460 geschaffenen großen Marienaltars. Der Schnitzaltar ist ein Werk des 17. Jahrhunderts. Neben der hölzernen Taufe aus dem Jahre 1674 ist seit einigen Jahren auch der frühgotische Taufstein aus gotländischem Kalkstein wieder in Benutzung genommen. Die geschnitzte Kanzel wurde im Jahre 1600 geschaffen. Sehenswert sind auch die noch vorhandenen Teile des Rantzaugestühls aus den Jahren 1580/90 und 1608 mit geschnitzten Wappen und Ahnentafeln. Die Kirche erhielt schon zu Beginn des 17. Jahrhunderts eine Orgel.

Politik

Von den 13 Sitzen in der Gemeindevertretung hat die CDU seit der Kommunalwahl 2008 sieben Sitze, die Wählergemeinschaft WGW hat vier und die SPD zwei.

Wappen

Blasonierung: „Gespalten von Blau und Gold, darauf eine bewurzelte, rechts von einer Ähre, links von einem Fisch begleitete Buche in verwechselten Farben.“[1]

Wirtschaft

Für die Gemeinde Waabs ist der Fremdenverkehr eine der Haupteinnahmequellen.

Quellen

  1. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein