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Mikojan-Gurewitsch MiG-31

Mikojan-Gurewitsch MiG-31 Foxhound

Sowjetische MiG-31 im Jahr 1989
Beschreibung
Typ Abfangjäger
Hersteller Mikojan-Gurewitsch
Erstflug 16. September 1975
Indienststellung 1981
Status aktiv

Die MiG-31 (NATO-Codename: Foxhound) ist ein Abfangjäger, der in der Sowjetunion vom Konstruktionsbüro Mikojan-Gurewitsch ab 1967 entwickelt, ab 1981 in Dienst gestellt und 1983 für einsatzbereit erklärt wurde.[1]

Inhaltsverzeichnis

Vorgeschichte

Die MiG-31 sieht der MiG-25 zwar sehr ähnlich, ist aber ein weitgehend neues Flugzeug mit anderer Struktur, verbesserten Flugleistungen und neu definierter Aufgabenstellung. In den siebziger Jahren befand sich die sowjetische Luftverteidigung in einem schlechten Zustand. Das Radarverteidigungsnetz hatte große Lücken. Das einzige Flugzeug für Luftfrühwarnung, die Tupolew Tu-126 (auf Basis der Tu-114), war nur in geringer Zahl verfügbar und von beschränkter Kapazität. Es bestand wenig Aussicht, niedrigfliegende Ziele, wie die zur gleichen Zeit entstandene Rockwell B-1 der US Air Force abfangen zu können. Auch die Einführung neuer Abfangjäger verbesserte die Lage nicht.

Bei den sowjetischen Luftstreitkräften kam eine große Zahl von Flugzeugen verschiedener Muster für die Abfangjagd zum Einsatz, die diese Aufgabe allesamt aber unzureichend erfüllten, vor allem, weil sie vom Bodenradar und -leitstellen abhängig waren. Die MiG-25, die Vorgängerversion der MiG-31, war in der Datenverarbeitung durch ihre analogen Systeme zu eingeschränkt.

Der Westen erfuhr von der Entwicklung der MiG-31 erstmals, als am 6. September 1976 der sowjetische Leutnant Viktor Belenko mit seiner MiG-25 nach Hakodate in Japan absetzte. Er berichtete von einer "Super-MiG-25", welche selbst in geringer Höhe Überschall fliegen könne. Diese sollte über starke Triebwerke, modernere Avionik und mindestens sechs Langstreckenraketen verfügen. 1977 begann die NATO diese Flugzeug auch als MiG-31 zu bezeichnen und gab ihr 1982 den Codenamen "Foxhound". 1985 wurden erstmals MiG-31 von norwegischen Jägern abgefangen und fotografiert.

Entwicklung

Die MiG-31 wurde als Abfangjäger gegen strategische Bomber, Marschflugkörper und Tarnkappenbomber entwickelt. Für diese Aufgabe wurde bei ihr kaum Wert auf Wendigkeit gelegt, sodass sie keine Kurvenkampfeignung besitzt. Als Prototyp für die MiG-31 wurde schließlich das Projekt 518-22 aus dem Jahr 1971 mit seinen Spezifikationen übernommen: trapezförmige, nicht verstellbare Flügel, ein zweisitziges Cockpit und konform aufgehängte Raketen großer Reichweite. Als Triebwerk wurde das TRDDF D-30F-36 des Permer Konstruktionsbüros Solowjow eingesetzt.

Die maßstabsgerechte Projektierung des Abfangjägers begann 1972 unter der Leitung des Generalkonstrukteurs R. A. Beljakow.

Aus Desinformationsgründen wurde das Flugzeug zunächst als MiG-25MP bezeichnet. Äußerlich ähnelt es der MiG-25-Serie, doch gibt es zahlreiche Verbesserungen vor allem was Aerodynamik, die Triebwerke sowie den Aufbau der Bordgeräte betrifft. Der Rumpf ist tragend und liefert in bestimmten Fluglagen bis zu 25 Prozent des Auftriebs. Auch haben die Flügel anders als die MiG-25 nicht zwei, sondern drei Holme. Das Flugzeug bekam eine verstärkte Struktur, wobei diese auch für Überschallgeschwindigkeit in geringer Höhe ausgelegt wurde. Die Vorderkantenklappen sind in vier Abschnitte geteilt und haben einen maximalen Ausfahrwinkel von 10 Grad. Außer zur Auftriebserhöhung werden diese auch als Manöverklappen verwendet. Die Ruder der MiG-31 sind wie bei der MiG-25 relativ klein gehalten, was eine geringe Manövrierfähigkeit bei hohen Geschwindigkeiten nach sich zieht. Beidseitig unter den Treibwerkseinläufen wurden Bremsklappen angebracht und zur Geschwindigkeitsreduzierung nach dem Aufsetzten verfügt die MiG-31 über zwei Bremsschirme.

Das Vorderrad des Fahrwerks ist in jeder Fahrwerksgondel von der Längsachse des Hauptfahrwerkbeins nach innen versetzt und das hintere nach außen. Ein solcher Aufbau verbessert das Rollverhalten auf Feldflugplätzen und auf vereisten Start- und Landebahnen.

Die Entwicklung des Antriebes erfolgte in zwei Stufen. Zunächst wurde das Triebwerk R-15BF-2-300 mit einem Schub von 135 Kilonewton verwendet. Dieses steigerte die Dienstgipfelhöhe auf 24.200 Meter und die Reichweite auf 1920 Kilometer oder 2510 Kilometer mit einem 5300-Liter-Außentank. Das unter Leitung von P. A. Solowjow in der zweiten Phase entwickelte Turbofantriebwerk D-30F-6 erhöhte diese Leistungsmerkmale. Dessen Ursprungsversionen werden auch im Passagierflugzeug Tu-134 eingesetzt. Die Version für die MiG-31 liefert 15.000 Kilopond Schub. Neben einem geringeren Verbrauch sorgten auch strukturelle Änderung für einen höhere Treibstoffkapazität, mit der die Reichweite auf 2135 Kilometer im Überschallbereich und 3310 Kilometer im Unterschallbereich gesteigert wurde.

Erprobung

Der erste Prototyp der MiG-31 (Codenummer 831) flog am 16. September 1975 unter dem Namen Je-155MP, mit Mikojan-Cheftestpilot Alexander Fedotow am Steuer. Die zweite Maschine folgte am 22. April 1976 und war bereits mit dem Zaslon Radar mit passiver elektronischer Strahlschwenkung ausgerüstet.[1] 1977 begann die Vorserienproduktion im Werk Sokol in Gorki (heute Nischni Nowgorod). Insgesamt wurden elf Vorserienmaschinen gebaut, die einige Unterschiede aufwiesen. Die Maschine mit der Nummer 831 wurde als aerodynamisches Versuchsmuster für die Serie genutzt, die 012 war mit den Bordgeräten bestückt, während die 305 als Muster für die Serienproduktion mit allen Systemen bestückt war. Das allgemeine Einfliegen der MiG-31 wurde im Dezember 1978 abgeschlossen. Dabei wurden die Flugparameter ermittelt und die Radarstation erprobt. Die Arbeit des Navigationssystems wurde bei Flügen in hohen Breiten überprüft. Zunächst wurde eine MiG-25PU mit dem neuen Komplex bestückt und auf Polarflugplätzen gestartet. Die ersten Flüge der MiG-31 mit der eingebauten phasengesteuerten Antenne fanden 1976 statt. Am 15. Februar 1978 wurden erstmals zehn Ziele gleichzeitig während des Fluges erfasst. Im Oktober 1978 stellte die National Security Agency das erfolgreiche Abfangen eines niedrigfliegenden Zieles durch ein sowjetisches Flugzeug fest.

Das Einfliegen der MiG-31 verlief ohne Zwischenfälle, doch während der weiteren Erprobungen gab es einige Probleme. Eine Maschine zerschellte am 20. September 1979 bei Wladimirowka wegen eines Triebwerksbrandes. Bei einem anderen Zwischenfall gelang es einem Testpiloten, den Abfangjäger mit nur einem Triebwerk aufzusetzen. Ein Pilot setze das Flugzeug im Schwebeflug auf, da 25 Kilometer vor der Landung wegen falscher Berechnungen der Treibstoff ausging. Die Maschine landete sehr hart, das Fahrwerk brach und das Flugzeug rutschte auf seinem Rumpf fast 500 Meter weit. Am 4. April 1984 ereignete sich der vermutlich schwerste Unfall während der Erprobung, bei welchem auch der Cheftestpilot des Konstruktionsbüros, A.W. Fedotow, ums Leben kam: Sofort nach dem Start eines Flugzeugs wurde ein falsches Signal über den Treibstoffverbrauch gesendet. Der Pilot entschied sich, sofort wieder zu landen. Jedoch geriet die vollgetankte und schwere MiG-31 in geringer Höhe ins Trudeln und schlug auf. Die Insassen konnten sich nicht mehr aus der Maschine katapultieren und starben.

Um Langzeitpatrouillenflüge zu absolvieren führten einige Piloten Testflüge von bis zu 5h Dauer durch. So z.B. flog Anatol Kwotschur diese Zeit in Maximalhöhe im Druckanzug. Tachtar Aubakriow flog zur Überprüfung des Navigationssystems mehrere Flüge in der Nähe des Polarkreises und Roman Taskajew überflog mit seiner Maschine den Nordpol.

Das staatliche Erprobungsprogramm wurde im Herbst 1980 abgeschlossen und die MiG-31 wurde 1981 in die Bewaffnung der fliegenden Luftverteidigungskräfte aufgenommen.

Rekorde

Unter der Bezeichnung E-155M entwickelte Mikojan eine Variante der MiG-25 zur Steigerung von Geschwindigkeit und Reichweite. Die spätere, auch als E-266M bezeichnete Variante zur Erprobung der D30-F Triebwerke stellte einige Weltrekorde auf. Alexander Fedotow erreichte mit ihr am 17. Mai 1975 in 2:34:28 Minuten eine Höhe von 25000m und in 4:11:78 Minuten, dann noch 4000 Meter. Pjotr Ostapenko erreichte 30000 Meter in 3:09:80 Minuten. Am 31. August 1977 erreichte die E-266M mit 37650 Metern den bisherigen Höhenweltrekord für Luftfahrzeuge mit luftatmenden Antrieb.

Im Sommer 2003 wurden mit einem Einsatzflugzeug der russischen Luftstreitkräfte 22 Weltrekorde aufgestellt. Die mit vier Raketen R-33S und einsatzfähiger Bordkanone ausgerüstete MiG-31B stieg ohne besondere Trainingsvorbereitung der Besatzung bis auf 21000 Meter Höhe.

Einsatz

Die Jagdfliegerregimente der Luftverteidigungskräfte erhielten 1980 die ersten MiG-31 für Ausbildung und Truppenerprobungen. Das 786. IAP in Prawdinsk und das 148. GLITs in Sawaslejka bekamen die MiG-31 als erste.

Der zweite Kampfverband mit MiG-31 wurde das 174. Garde-IAP Boris Safonow in Montshegorsk. Ab September 1983 wurde ein Regiment MiG-31 auf Sachalin stationiert. Schließlich wurde auf den Kurilen ein Regiment MiG-31 stationiert und ab Frühjahr 1984 trafen Flugzeuge der JSDF und der US Air Force regelmäßig auf MiG-31.

1987 begleiteten MiG-31 des 174. IAP 203 Mal ausländische Flugzeuge, die entlang der Grenze der UdSSR flogen, darunter 69 Mal Aufklärer SR-71. 1988 gab es 825 Flüge gegen SR-71, P-3 und RC-135.

Nach dem Zusammenbruch der UdSSR wurde der Bestand der Flugzeuge gesenkt, die Flugstundenzahl der Piloten nahm rapide ab, so dass es zu Unfällen kam. 2000 ereigneten sich 35 Unfälle mit zwölf Totalverlusten des Flugzeuges und zehn Toten. In 19 Fällen war die Ursache auf Pilotenfehler, bedingt durch mangelhafte Ausbildung, zurückzuführen. Inzwischen fliegen Abfangjägerpiloten 80 bis 120 Stunden pro Jahr und die Zahl der Unfälle mit Totalverlusten ging auf einen Unfall 2004 zurück, bei dem es keine Toten gab.

Russland

2007 befinden sich 212 MiG-31B und MiG-31BS im aktiven Dienst. 30 dieser Maschinen sind der Pazifikflotte zugeteilt und operieren von Petropawlowsk aus. 40 Maschinen sollen zur MiG-31BM umgerüstet werden. Etwa 50 weitere Maschinen gehören der Reserve an und sind flugfähig eingelagert. 100 weitere stehen im Depot. Teilweise wird die MiG-31 auf Anfrage nachgefertigt, um abgestürzte oder ausgemusterte Maschinen zu ersetzen.

Bestandszahlen 2005:

Kasachstan

Kasachstan erhielt 1993 im Austausch gegen Bomber Tu-95MS von Russland 32 MiG-31BS, die in die Luftverteidigung eingegliedert sind. Derzeit sind 23 Maschinen einsatzbereit, neun werden überholt. Am 16. Februar 2007 stürzte eine MiG-31BS im Gebiet Karaganda ab. Beide Piloten starben. Im August 2007 wurde bekannt, das Kasachstan seine MiG-31BS intensiven Upgrades unterziehen will.

Syrien

Syrien soll nach russischen Zeitungsberichten von Russland vier bis acht überholte und modernisierte Abfangjäger MiG-31E im Wert von 400 Millionen Dollar erhalten. Allerdings sei ein entsprechender Vertrag noch nicht in Kraft getreten. Syrien will mit den neuen Maschinen seine älteren MiG-25 ersetzen.

China

Die VR China bestellte 1995 24 MiG-31M, die nachgefertigt werden sollten, da diese Version nur mit sieben Maschinen umgesetzt wurde. Der Kreml gab zunächst grünes Licht, zog dann jedoch das Einverständnis zurück, da die MiG-31M zu viele technische Neuerungen aufwies, die man nicht verkaufen wollte. Stattdessen bot man China die abgespeckte MiG-31E an, die jedoch noch nicht bestellt wurde.

Iran

Der Iran zeigt schon seit geraumer Zeit großes Interesse an der MiG-31E. Die vorhandenen F-14A, von denen etwa 40 mit enormem Aufwand einsatzbereit gehalten werden, müssen abgelöst werden. Derzeit (2006) scheinen die Kaufverhandlungen eher festgefahren, nicht zuletzt wegen Druckes seitens der USA, die die Lieferung von Luftabwehrsystemen Tor-M1 an den Iran missbilligen.

Avionik

Im Unterschied zur MiG-25 hat sie ein 2-Mann-Cockpit. Kernstück der Zielerfassung ist der Radar- und Waffenleitkomplex SBI-16 Zaslon (Nato-Bezeichnung: Flash Dance) und später das Zaslon-A, die erste Radaranlage der Welt mit einer passiv phasengelenkten Radarantenne (PESA), die in einem serienmäßigen Kampfflugzeug eingesetzt wurde. Das Radar kann zehn Ziele gleichzeitig verfolgen und vier davon in rascher Folge mit Raketen angreifen, wobei die vier bedrohlichsten Ziele automatisch vom Bordcomputer Argon-15[2] ausgewählt werden. Der Durchmesser der 300 kg schweren Antennenanlage beträgt 1,1 Meter, der gesamte Komplex wiegt eine Tonne[3]. Das Radar arbeitet im Frequenzbereich von 9 bis 9,5 GHz[4] und besitzt eine durchschnittliche Abstrahlleistung von 2,5 kW[3]. Bei einem Ziel-RCS von 19 m² beträgt die Erfassungsreichweite maximal 200 km, eine Zielverfolgung kann ab 150 km gewährleistet werden[5][3]. Der kleinste erfassbare Radarquerschnitt beträgt 0,3 m² und kann unter günstigen Bedingungen auf bis zu 65 km aufgefasst werden [3]. Die Schwenkwinkel der Antenne beträgt +/- 70 Grad gegenüber dem Azimut und von +70/-60 Grad in der Elevation [5], wobei die Ausrichtung durch die Ferrit-Phasenschieber ca. 1,28 ms in Anspruch nimmt [6]. Das Radarsystem weist einen MTBF von nur 55 Stunden auf und ist damit nach heutigen Maßstäben als fehleranfällig und wartungsintensiv einzustufen[3].

Mit der Hilfe der digitalen Datenübertragungsanlagen RK-RLDN und APD-518 ist es möglich, Informationen über die von Zaslon entdeckten Ziele in Echtzeit mit Bodenleitstellen und anderen Flugzeugen auszutauschen, wobei der Bordcomputer es ermöglicht, durch Störeinwirkung noch nicht erfasste Ziele aus einzelnen kleinen Teilchen wieder zu reproduzieren, in dem vom Radar gewonnene Informationen zusammengesetzt werden. Die MiGs fliegen dabei oftmals in Vier- oder Achtergruppen, um so einen Streifen von 900km Breite kontrollieren zu können.

Für die passive Zielerfassung wurde auf dem Abfangjäger ein Infrarot-Such- und Verfolgungssystem auf der Grundlage des Wärmepeilgerätes 8TP eingesetzt. Das Wärmepeilgerät wird unter dem Bugteil des Rumpfes installiert und im passiven Zustand in einer speziellen Rumpfsektion aufbewahrt. Im Kampfeinsatz wird das Wärmepeilgerät vom Radar begleitet, mit dessen Hilfe die Zielzuweisungen an die Raketen R-40TD, R-60 oder R-73 (bei den modernisierten Varianten) weitergegeben werden. Unter günstigen Bedingungen beträgt die Reichweite von 8TP bis zu 50 Kilometer.

Die für Flugzeugführung des Abfangjägers notwendigen Geräte umfassen das System für automatische Steuerung SAU-155MP und den Navigationkomplex KN-25. Der Komplex umfasst zwei Trägheitssysteme IS-1-72A, einen Digitalrechner Manöver, ein funktechnisches System für Kurzstreckennavigation A-312 Radikal-MP, ein funktechnisches System für Fernstreckennavigation A-723 Kwitok-2 und die Apparatur zur globalen Funknavigation Tropik.

Es sind außerdem Radarwarnempfänger, ein Infrarotsensor und ein Laserwarner gegen Angriffe vorhanden. Für elektronische Kriegführung können EloKA-Behälter unter dem Rumpf angebracht werden.

Bewaffnung

Die MiG-31 sollte Ziele auf große Distanz bekämpfen. Mit der Entwicklung einer weitreichenden Rakete wurde das Konstruktionsbüro Vympel beauftragt. Daraus entwickelte sich als Hauptbewaffnung die Luft-Luft-Rakete R-33. Vier dieser Raketen werden halb eingezogen unter dem Rumpf an den Pylonen befestigt, die zum Abschuss mittels hydraulischer Trapeze abgesenkt werden. Die Rakete hat eine Reichweite von 120 Kilometer und besitzt einen halbaktiven Radarsuchkopf. Nach dem Abschuss wird die Rakete erst durch das Waffenleitsystem der MiG-31 geführt und schaltet für endgültige Zielerfassung auf das semi-aktive Radar um, welches weiterhin auf eine Zielbeleuchtung durch das Zaslon-Radar angewiesen ist. Auch hatte sie als erste sowjetische Luft-Luft-Rakete die Fähigkeit, tieffliegende Ziele wie Marschflugkörper, Drohnen oder Bomber F-111 oder B-1B zu bekämpfen. Allerdings kann die Rakete nur gegen langsam manövrierende Ziele eingesetzt werden, da sie auf Grund ihrer Größe träge manövriert. Die Geschwindigkeit bei Zielerfassung liegt bei mehr als Mach 3,5. Der Nachfolger R-37 mit gut 300 Kilometer Reichweite wurde auf der MiG-31M erprobt und soll auf der MiG-31BM in den Truppendienst übernommen werden. Weitere Daten sind derzeit unbekannt. Beide Raketen haben einen hochexplosiven Splittergefechtskopf.

Als Alternativbewaffnung für den Bereich auf mittlere Entfernung können an den inneren Pylonen unter den Flügeln zwei Luft-Luft-Raketen R-40TD mit Infrarotsuchkopf mitgeführt werden. Es handelt sich um ältere Raketen, die ursprünglich für die MiG-25 entwickelt worden waren und eine Reichweite von bis zu 80 Kilometern besitzen. Sie lassen sich verhältnismäßig schwer stören und können auch gegen Jäger eingesetzt werden.

Bei der modernsten Variante MiG-31BM kann außerdem die R-77 eingesetzt werden, eine Mittelstrecken-Luft-Luft-Rakete mit halbaktivem Radarsuchkopf. Neben der Radarsuche kann sie Kurskorrekturen bis 50 Kilometer vornehmen, gegen große und langsame Ziele liegt die Reichweite bei 80 Kilometern. Sie kann auch Ziele bekämpfen, die mit Lastvielfachen von 9g manövrieren. Ihre gitterartigen Steuerflächen erlauben eine höhere Wendigkeit gegen Jäger.

Für den Kampf im Nahbereich können Raketen R-60 oder R-73 mitgeführt werden. Die R-60 wurde Ende der 60er Jahre vom Konstruktionsbüro Molnija entwickelt. Ihre Reichweite liegt bei 0,5 bis 10 Kilometer. Es wird ein Splittergefechtskopf aus abgereichertem Uran verwendet. Der Suchkopf kann bei günstigen Bedingungen sein Ziel aus allen Richtungen erfassen (engl. „all aspect“). Ihr Nachfolger, die R-73, die vor allem auf MiG-29, Su-27 und MiG-31B im Einsatz ist, ist speziell auf den Kurvenkampf ausgelegt, wobei sie genug Reserven hat, um Ziele auf bis zu 40 Kilometer Distanz zu bekämpfen. Gesteuert wird die R-73 durch kleine Steuerflächen vorne und hinten und eine Schubvektorsteuerung. Sie besitzt einen Weitwinkel-Infrarotsuchkopf, der ein "Blickfeld" von 75 Grad aufweist. Die Rakete wird in Verbindung mit dem Helmvisier des Piloten durch Kopfbewegungen auf ihr Ziel eingewiesen. Damit ist es möglich, Ziele aufzuschalten und zu bekämpfen, die sich 60 Grad abseits der Hauptachse befinden.

Die sechsläufige 23-mm-Bordkanone Gsh-6-23 ist auf der rechten äußeren Seite des Lufteinlaufs hinter dem Hauptfahrwerk angebracht, wobei das Schießen durch eine spezielle Schießscharte in normaler Lage mit geschlossener Klappe ermöglicht wird.

Versionen

MiG-31DS

Die ersten Erfahrungen beim Einsatz der MiG-31 zeigten, dass die Reichweite der Maschine unzureichend war. Um Luftbetankungen zu ermöglichen, wurde vor der Cockpitabdeckung ein ausfahrbarer Betankungsstutzen installiert.

MiG-31B/MiG-31BS

Das Erscheinen der MiG-31B ist ebenso wie das Erscheinen der MiG-25PD mit einer Spionageaffäre verbunden. 1985 wurde Adolf Tolkatschew vom KGB verhaftet, der durch seine Tätigkeit Zugang zu geheimen Informationen hatte, die er an die USA verkaufte. Bis zu seiner Inhaftierung hatte er den Amerikanern Angaben über die Lenksysteme von MiG-29 und MiG-31 sowie der Rakete R-33 übergeben. Die MiG-31 erhielt deshalb beschleunigt das verbesserte Lenkwaffensystem, das für die breite Modifizierung der MiG-31M vorgesehen war, wie die modernisierte Rakete R-33S. Die funkelektronische Abwehreinrichtung wurde ebenfalls verbessert. Die Serienproduktion der MiG-31B begann 1991. Im Verlauf der planmäßigen Reparaturen wurden alle früher gebauten MiG-31 auf den Stand der MiG-31B gebracht. Das umgebaute Flugzeug erhielt die Bezeichnung MiG-31BS, wobei S für Strojewoj, also in den Truppenteilen vorhanden, steht.

MiG-31M

Die MiG-31M war eine verbesserte Version, von der nur sieben Exemplare gebaut wurden. Sie hat größere Flügelansatzerweiterungen gegenüber der MiG-31. Der Tunnel hat ein größeres Volumen, wodurch sich das Fassungsvermögen auf 300 Liter erhöhte. Die Cockpitabdeckung für den Platz des Waffensystemoffiziers wurde verkleinert, um den Effekt einer verdunkelten Kabine zu erzeugen und das Arbeiten an den Sichgeräten zu verbessern. Das Cockpit des Piloten bekam durch Einbau einer einteiligen Abdeckplatte eine größere verglaste Fläche. Die Bugabdeckung der Radarantenne wurde gegenüber der Längsachse des Flugzeuges um sieben Grad nach unten geneigt. Dadurch verbesserte sich der Blick aus der Pilotenkabine nach unten und nach vorn. Die Abdeckeinrichtung hatte einen größeren Durchmesser und auf der unteren Rumpfoberfläche waren für die Unterbringung der Luft-Luft-Raketen nicht mehr vier, sondern sechs Aufhängungen vorhanden. Außerdem verfügt die MiG-31M über 4 Unterflügelträger. Auf die Kanone wurde gänzlich verzichtet; der Betankungsstutzen war auf der rechten Seite angebracht worden. Die Triebwerke wurden in möglichst großer Entfernung zur Längsachse des Flugzeuges angeordnet und die Fläche der Seitenruder wurde vergrößert. Bei der siebenten Vorserienmaschine wurde an den Flügelenden ein zigarrenförmiger Container mit der Apparatur der funktechnischen Abwehr eingebaut, für die Erhöhung der Flugstabilität erhielt das Heckteil des Flugzeuges Container mit einer vertikalen dreieckförmigen Fläche. Die MiG-31M hatte keine doppelte Steuerung. Auf der MiG-31M wurde ein besserer Radar- und Waffenleitkomplex Zaslon-M (mit größerer Antenne) installiert, die andere Kampfflugzeuge bis in eine Entfernung von 360 km orten können sollte. Zur Geräteausstattung der beiden Cockpits gehören weiterhin multifunktionale Anzeigegeräte. In die Waffensteuerung wurde anstelle des einziehbaren Infrarotpfeilgerätes ein optoelektronisches Sichtzielsystem und ein Laserentfernungsmesser eingebaut. Die Bewaffnung umfasst Langstrecken-Luft-Luft-Raketen R-33S und Luft-Luft-Raketen R-37 (150 km Reichweite). Als Mittelstreckenraketen wurden R-77 installiert und für die Nahbereichsverteidigung können R-73 mitgeführt werden. Die Erhöhung der Startmasse des Abfangjägers wurde teilweise durch den Einbau leistungsfähigerer Triebwerke D-30F-6M (mit je 161,8 kN Schub) ausgeglichen. Alle sieben MiG-31M wurden im Werk Sokol in Nischni Nowgorod gebaut. Das erste Flugzeug war nur für statistische Erprobungen vorgesehen. Die zweite Maschine 051 erhob sich am 21. Dezember 1985 zum ersten Mal in die Luft. Das Flugzeug 052 stürzte während der Erprobung ab. Die staatlichen Erprobungen der MiG-31M wurden im April 1994 mit der Vernichtung eines Übungsluftziels auf 300 Kilometer Distanz abgeschlossen. Der Premiereflug der MiG-31M erfolgte im März 1992, auf dem Flugplatz in Matschulistsche unweit von Minsk vor den Regierungschefs der GUS-Staaten. Auch Journalisten wurden zur Demonstration zugelassen und die MiG-31M war nicht mehr geheim. Die Serienproduktion der MiG-31M wurde wegen Geldmangels nie aufgenommen.[1]

MiG-31E

Auf der Grundlage einer Serienmaschine MiG-31 wurde eine Demonstrationsvariante, die Exportmodifikation des Abfangjägers gebaut. Das Flugzeug bekam eine vereinfachte Elektronikausrüstung, wurde dadurch weniger wartungsintensiv und konnte mit Raketen R-33E bewaffnet werden. Die Leistungsfähigkeit wurde dadurch absichtlich vermindert, auch um den Preis zu verringern. Die MiG-31E demonstrierte man erstmals auf der ILA 1992 in Berlin. Interesse am Kauf der MiG-31E äußerten der Iran, Syrien und Libyen zu verschiedenen Zeitpunkten. Syrien hat vier oder acht MiG-31E bestellt. Es handelt sich um gebrauchte Maschinen aus dem Lagerbestand der russischen Luftstreitkräfte, die modernisiert werden sollen.

MiG-31F

Auf dem Pariser Luftfahrtsalon 1995 wurde das Mehrzweckkampfflugzeug MiG-31F vorgestellt. Sie soll in der Lage sein, Bodenziele mit Hochpräzisionswaffen, die funk- oder radargesteuert und mit Laser- oder TV-Lenkung arbeiten, zu bekämpfen. Es können Luft-Luft-Raketen R-37M und R-33S, Luft-Luft-Raketen R-77 und R-40TD sowie R-73M2 mitgeführt werden. Für Angriffe auf Bodenziele stehen Luft-Boden-Raketen Kh-59M, Kh-38, Kh-29T, Antiradarraketen Kh-58UShKB, Kh-31P, Kh-25M und Kh-25MPU sowie Antischiffsraketen Kh-31AD zur Verfügung. Ebenfalls können steuerbare Bomben KAB-1 500 und KAB-500 eingesetzt werden. Es ist vorgesehen, dass Flugzeug mit westlicher Avionik auszurüsten. Bis heute wurde keine der zum Export vorgesehenen Maschinen gebaut.

MiG-31FE

Die Variante MiG-31FE ist auf ausländische Bestellungen orientiert. Die Maschine wurde 1999 in Paris gezeigt. Von der MiG-31F unterscheidet sich die MiG-31FE dadurch, dass nicht die MiG-31 die Basis für die Modernisierung ist, sondern die MiG-31M. Die Maschine kann in den gleichen Bewaffnungsoptionen wie die MiG-31BM eingesetzt werden, es können aber auch westliche Avionik und Waffen installiert werden. Als mögliche Kunden werden Algerien, Libyen, Indien und China angesehen.

MiG-31BM

Die Arbeiten an der MiG-31BM begannen 1997 und die erste Maschine wurde am 11. Januar 1999 vorgestellt. Der Erstflug erfolgte im September 2005 in Nischni Nowgorod. Seit 2007 werden im Dienst stehende MiG-31B schrittweise zur MiG-31BM umgerüstet. Das Zaslon-A-Bordradar erhält einen neuen Computerkomplex, genannt Baget, wobei die gesamte Antennenanlage unverändert bleibt. Das Radar wird nun als Zaslon-AM bezeichnet. Weitere Upgrades sind LCD-MFDs in beiden Cockpits sowie die Luft-Luft-Rakete R-37M mit einer Reichweite von mehr als 200 Kilometern. Statt vier sind nun sechs Unterrumpfstationen für Waffen vorhanden, die durch vier Flügelstationen ergänzt werden. Gleichzeitig soll die Lebensdauer der Zelle auf 3500 Flugstunden erhöht werden.[1] Es können Luft-Luft-Raketen R-37M und R-33S, Mittelstrecken-Luft-Luft-Raketen R-77 und R-40TD sowie R-73M2 mitgeführt werden. Für Angriffe auf Bodenziele stehen Luft-Boden-Raketen Kh-59M, Kh-38, Kh-29T, Antiradarraketen Kh-58UShKB, Kh-31P, Kh-25M und Kh-25MPU sowie Antischiffsraketen Kh-31AD zur Verfügung. Ebenfalls können steuerbare Bomben KAB-1 500 und KAB-500 eingesetzt werden. Nach Tests mit zwei Flugzeugen wird 2007 eine dritte MiG-31 umgerüstet, welche die Erfahrung der Tests berücksichtigen soll.

MiG-31D

1987 wurden zwei MiG-31 als Träger von Antisatellitenwaffen gebaut. Die Flugzeuge wurden auf Grundlage der MiG-31M gebaut, der Radarkomplex wurde jedoch ohne Neigung eingebaut und der Tunnel kleiner dimensioniert. Die Flugzeuge wurden für den Start einer einzigen Rakete gebaut, weshalb keine Aufhängungen für Luft-Luft-Raketen und kein Waffenleitsystem für diese vorhanden waren. Die Flugbahn zum Abschuss einer Antisatellitenwaffe ist ähnlich der Flugbahn, die zum Erreichen von Rekordhöhen geflogen wird. Das Prinzip besteht darin, eine Rakete aus der dynamischen Dienstgipfelhöhe in die Erdumlaufbahn zu schießen. Auf dem Gipfelpunkt der Flugbahn hat der Abfangjäger eine sehr geringe Beschleunigung und eine minimale Flugstabilität. Mit dem Ziel, die Kursstabilität zu verbessern, wurden an den Flügelenden der MiG-31D vertikale dreieckförmige Oberflächen, auch Schwimmflossen genannt, angebracht. Das Projekt wurde wegen Geldmangels und Ungewissheit der Einführung der passenden Raketen eingestellt. Die beiden Maschinen stehen heute eingemottet in Kasachstan und sollen eventuell reaktiviert und für Satellitenstarts eingesetzt werden.

MiG-31I/MiG-31S

Die MiG-31I (Ishim) ist ein Projekt für ein luftgestütztes Satelliten-Trägersystem auf der Basis der MiG-31D zum Start der Feststoffrakete Ishim; beteiligt ist, neben Russland, Kasachstan und die deutsche Firma EADS; erster Einsatz ab 2008 geplant. Die MiG-31S war ein Projekt zum Start von Kleinsatelliten mit der Micron Rakete von Fakel.

MiG-31LL

Die MiG-31LL wird vom Luftfahrtforschungsinstitut zur Erprobung neuer Schleudersitze verwendet. Auf der Stirnseite der Flügel des Flugzuges sind zigarettenförmige Container mit registrierenden Foto- und Videokameras aufgebaut und die Verglasung zwischen den beweglichen Segmenten der Haubenabdeckung des vorderen und hinteren Cockpits fehlt. Das Katapultieren erfolgt aus dem hinteren Cockpit. Die Abkürzung steht daher für Letajutshaja Laboratorija (fliegendes Labor). Die MiG-31LL wurde auf der Moskauer Airshow 1992 gezeigt.

Export der MiG-31

Die MiG-31E wurde Algerien und Libyen angeboten. Im Austausch gegen die alten MiG-25 sollten diese Länder "zum Sonderpreis" MiG-31E erhalten, was wohl eher damit zu begründen ist, dass sich immer noch 40 unfertige konservierte MiG-31 im Werk in Nischni Nowgorod befinden. Der Export der MiG-31E, obwohl offiziell angeboten, scheiterte bisher an Embargos bzw. an politischen Bedenken oder an der unzureichenden Infrastruktur der möglichen Kunden. So ist die MiG-31E im Unterhalt um ein mehrfaches teurer als die MiG-25, ihre Technik ist komplexer. So wollte zum Beispiel China MiG-31E in Lizenz fertigen, jedoch vergibt Russland für solch hochentwickelte Systeme keine Lizenzen. Dadurch wäre man von Ersatzteillieferungen abhängig, die für dieses Flugzeug recht teuer sind. Darüber hinaus ist die MiG-31E zu spezialisiert, und kaum eine Armee benötigt einen reinen Abfangjäger. Das gesamte Konzept ist ferner zu sehr auf die Gegebenheiten in Russland zugeschnitten, z.B. auf große Weiten, breite Flugkorridore, wenig Radarabdeckung. Der Status des Projektes MiG-31FE ist unbekannt.


Technische Daten

Kenngröße Daten
Länge    22,69 m
Spannweite    13,46 m
Höhe    6,15 m
Flügelfläche    61,60 m²
Tragflächenbelastung

Minimal (Leergewicht): 333 kg/m²
Nominal (normales Startgewicht): 665 kg/m²
Maximal (maximales Startgewicht): 750 kg/m²

Leermasse    21.825 kg
Startmasse    normal 41.000 kg
maximal 46.200 kg mit Zusatztanks
Treibstoffvorrat    intern 20.250 l, 2 x 2.500 Liter
in externen Zusatztanks möglich
Triebwerk    Zwei Solowjow D-30F6 der Perm Engine Company, je 151,9 kN Schub mit Nachbrenner
Schub-Gewicht-Verhältnis Maximal (Leergewicht): 1,51
Nominal (normales Startgewicht): 0,76
Minimal (maximales Startgewicht): 0,67
Höchstgeschwindigkeit    3.000 km/h in 17.500 m (2,8 Mach)
1.500 km/h in Bodennähe
Marschgeschwindigkeit    2,35 Mach in großer Höhe
0,85 Mach in Bodennähe
Landegeschwindigkeit    280 km/h
Steiggeschwindigkeit    208 m/s
Lastvielfaches    +5g
Gipfelhöhe    Dienst 20.600 m
praktisch 24.400 m
Startrollstrecke    1.200 m
Landerollstrecke    800 m
Aktionsradius    720 km bei Mach 2,35
1200 km bei Mach 0,85
Reichweite    normal 1.450 km
maximal 3.300 km
Bewaffnung    Luft-Luft Lenkwaffen vom Typ R-33, R-40, R-60 und R-77
Besatzung    2 Mann

Siehe auch

 Commons: Mikojan-Gurewitsch MiG-31 – Bilder, Videos und Audiodateien

Literatur

  1. a b c d FlugRevue 2/2008, MiG-31 Foxhound, S. 49-52
  2. Russian Virtaul Computer Museum - Argon-15 Spezifikationen
  3. a b c d e Overscan's guide to Russian Military Avionics
  4. Jane's Radar an Electronic Warfare Systems 2003
  5. a b Aerospace Systems - export catalogue, Rosoboronexport 2005, S.16
  6. Tikhomirov Scientific-Research Institute of Instrument Design