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Gibson L5

Die Gibson L5 ist eine akustische 17-Zoll Archtop-Jazzgitarre, mit oder ohne Tonabnehmer, der US-amerikanischen Firma Gibson Guitar Corporation. Sie wird nach traditionellen handwerklichen Regeln komplett aus massivem Holz per Hand gefertigt und gehört aufgrund ihres hohen Fertigungsaufwandes und ihrer Qualität, neben der Gibson Super 400, zu den Highend-Instrumenten dieses Unternehmens.

Allgemeines

Als Urform der Jazzgitarre wird das erstmals 1923 hergestellte L5-Modell der Gibson Guitar Corporation angesehen. Für damalige Verhältnisse wartete die Gitarre mit Besonderheiten auf, die den Standard für alle danach gefertigten Instrumente dieses Genres bestimmen sollte. Dies war ein nach Vorbild des Geigenbaus hergestellter Korpus mit massivem gewölbtem Boden und gewölbter Decke.

Anstelle der sonst runden oder manchmal ovalen Schallöcher waren zwei F-Löcher in die Decke eingearbeitet. Die Stahlsaiten waren in einem trapezförmigen Saitenhalter aus Metall am unteren Korpusende verankert, welche über einen zweiteiligen und damit höhenverstellbaren Steg führten. Der Hals, bis dahin in Höhe des zwölften Bundes mit dem Korpus verbunden, gab bei der L5 volle 13 Bünde frei. Um dem Saitenzug des nun längeren Halses entgegenzuwirken, zog Gibson in einer Nut längs des Halses einen Halsspannstab ein, der an seinem Austritt, unter dem Sattel auf der Kopfplatte, über eine Gewindemutter noch zusätzlich verstellbar war. Die Firma hatte lange Zeit ein Patent auf diese Konstruktion.

Gitarristen mit dem Hauptinstrument Gibson L5