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Dong-Son-Kultur

Die Dong-Son-Kultur blühte im ersten vorchristlichen Jahrtausend im nördlichen Vietnam und in Südchina. Sie markiert den Übergang von der Bronzezeit zur Eisenzeit in Südasien. Ihre typischen Artefakte (oft sehr aufwendig gestaltete Gegenstände aus Bronze) finden sich bis weit nach Ozeanien hinein, wohin sie vermutlich eingehandelt wurden.

Die Dong-Son-Kultur hatte ihr Kerngebiet in den Tälern des Hong, Ma und Ca. Im Norden ist sie bis an die Grenze des heutigen Vietnams bezeugt, im Süden bis nach Quảng Bình.

Die Dong-Son-Kultur ist charakterisiert durch eine große Anzahl verschiedener Bronzeobjekte. Es gibt Bronzepflüge, Äxte, Waffen und reich verzierte Bronzegefäße. Besonders typisch sind Bronzetrommeln, von denen bisher über 200 bekannt sind. Eisen war auch bekannt. Es fanden sich Waffen, Werkzeuge und auch Schmuckstücke.

Die Keramik ist eher einfach und zeigt meist ein eingedrücktes Schnurmotiv auf der Außenseite.

Siedlungen liegen meist dicht an Flüßen und sind vergleichsweise klein, von 100 m² bis zu einem Hektar groß. Friedhöfe finden sich getrennt von den Siedlungen. Die Toten sind meist als Körperbestattungen in Holzsärgen ( die oft aus Booten hergestellt waren) mit Beigaben begraben worden.

Reisanbau war die Wirtschaftsgrundlage. Die Bronzen der Dong-Son-Kultur fanden sich im südlichen China und im Gebiet der Sa-Huynh-Kultur. Sie belegen Handelsbeziehungen.

Literatur