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Dringenberg

Dieser Artikel beschreibt Dringenberg als Stadtteil von Bad Driburg; für den deutschen Pädagogen Ludwig Dringenberg siehe dort.
Dringenberg
Stadt Bad Driburg
Koordinaten: 51° 40′ N, 9° 3′ O7Koordinaten: 51° 40′ 19″ N, 9° 3′ 24″ O
Einwohner: 2024
Eingemeindung: 1. Jan. 1970
Postleitzahl: 33014
Vorwahl: 05259

Dringenberg ist mit Siebenstern ein Stadtteil der Stadt Bad Driburg im Kreis Höxter, Regierungsbezirk Detmold, Nordrhein-Westfalen. Dringenberg war mit seiner Burg über Jahrhunderte hinweg, neben Paderborn und Neuhaus, der wichtigste Verwaltungssitz im Fürstbistum Paderborn.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Höhenburg Dringenberg gehörte seit ihrer Erbauung 1318–1323 zur weltlichen Herrschaft des deutschen Bistums Paderborn, ursprünglich im Herzogtum Sachsen. Begonnen wurde die Burg unter Bischof Dietrich II.. Hinter dem Ausbau stand der weltliche Defensor Dietrichs Bernhard zur Lippe, der schließlich Fürstbischof wurde. 1323 erhielt die Siedlung vor der Burg die Stadtrechte. Ab dem 14. Jahrhundert bildete sich das Territorium Fürstbistum Paderborn (Hochstift) im Heiligen Römischen Reich, darin ab dem 16. Jahrhundert zum niederrheinisch-westfälischen Reichskreis.

1802/03 wurde das Hochstift vom Königreich Preußen besetzt. In napoleonischer Zeit war Dringenberg Teil des Königreiches Westphalen. Seit 1815 gehörte der Ort endgültig zum Königreich Preußen, ab 1871 war es Teil des Deutschen Reiches. 1945–1949 war Dringenberg Teil der britischen Besatzungzone, ab 1946 staatlich regiert vom Land Nordrhein-Westfalen bzw. ab 1949 auch durch die Bundesrepublik Deutschland.

Burg Dringenberg

Die eigentliche Bedeutung des Ortes war immer an seine Burg geknüpft. Vom 15.–17. Jahrhundert war die Burg Sitz der Paderborner Fürstbischöfe. Im 1636 im Dreißigjährigen Krieg vollständig zerstört, baute Fürstbischof Dietrich Adolf die Burg zur Sommerresidenz aus. Innerhalb des Fürstbistums war Dringenberg ein bedeutender Verwaltungssitz. War die Residenz Neuhaus Oberamtsitz für den Unterwaldischen Bezirk, so erfüllte Dringenberg diese Aufgabe für den Oberwaldischen Bezirk. Das Oberamt Dringenberg war in etwa identisch mit dem heutigen Kreis Höxter, ohne das enge Gebiet um Höxter/Corvey. Das Amt Dringenberg-Gehrden nutzte die Burg ab 1825 ebenfalls als Stadt- und Amtsverwaltung, bis es an die Stadt Driburg fiel.

Zum Bad Driburger Ortsteil Dringenberg gehört das kleine Walddorf Siebenstern, um 1300 unter dem Namen Elberinghausen erstmals erwähnt. Bekannt wurde der Ort durch die Glashütte Siebenstern, einer bedeutenden Produktionsstätte des Fürstbistums Paderborn. Den Namen erhielt der Ort gegen 1780 durch ein Markenzeichen der Glashütte.[1]

Bildung

Vereine

Bedeutende Persönlichkeit

Literatur

Einzelnachweise

  1. Siebenstern war die am längsten existierende Glashütte des Hochstiftes, vgl. Alfred Heggen: Staat und Wirtschaft im Fürstentum Paderborn im 18. Jahrhundert. (= Studien und Quellen zur Westfälischen Geschichte; Bd. 17); Paderborn 1978; ISBN 3-87088-217-4; S. 69.