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Nortorf

Dieser Artikel befasst sich mit der holsteinischen Stadt Nortorf im Kreis Rendsburg-Eckernförde. Die gleichnamigen Gemeinde im Nachbarkreis Steinburg siehe unter Nortorf (Wilstermarsch).
Wappen Deutschlandkarte
Koordinaten: 54° 10′ N, 9° 52′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Rendsburg-Eckernförde
Amt: Nortorfer Land
Höhe: 32 m ü. NN
Fläche: 12,77 km²
Einwohner: 6352 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 497 Einwohner je km²
Postleitzahl: 24589
Vorwahl: 04392
Kfz-Kennzeichen: RD
Gemeindeschlüssel: 01 0 58 117
Adresse der Amtsverwaltung: Niedernstraße 6
24589 Nortorf
Webpräsenz:
www.amt-nortorfer-
land.de
Bürgermeister: Dirk Kühl (CDU)
Lage der Stadt Nortorf im Kreis Rendsburg-Eckernförde

Nortorf ist eine Stadt nördlich von Neumünster in Schleswig-Holstein.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Nortorf befindet sich im geographischen Mittelpunkt Schleswig-Holsteins. Die Stadt liegt auf der holsteinischen Geest zwischen den Naturparks Westensee und Aukrug zentral in der Region Mittelholstein, im Städtedreieck von Neumünster, Rendsburg und Kiel, an der Bahnstrecke Neumünster–Flensburg unweit der Bundesautobahn 7 (Hamburg–Flensburg).

Geschichte

Nortorf wurde bereits im 10. Jahrhundert urkundlich erwähnt. Am 19. Juli 1909 wurde Nortorf durch ein neues Ortsstatut zur Stadt. Schon vor dem Ersten Weltkrieg gab es zwei Lederfabriken, ein Sägewerk, eine Bierbrauerei (Holsatia Brauerei AG) und eine Fleischwarenfabrik. Durch Bahnanschluss, Dampfkraft und expandierendes Gewerbe wurde Nortorf zu einem Industriestandort. Nach dem Zweiten Weltkrieg bekam Nortorf mit einer großen Schallplattenfabrik Teldec (Telefunken-Decca Schallplatten GmbH), die mehrere 100 Arbeitnehmer beschäftigte, seinen wichtigsten Gewerbebetrieb. Heute hat das Unterzentrum Nortorf besonders als Verwaltungs-, Schul-, Einkaufs- und Dienstleistungszentrum auch eine Bedeutung für 20 Gemeinden der näheren Umgebung.

Am 1. Januar 2007 trat die bis dahin amtsfreie Stadt dem Amt Nortorf-Land bei, dessen Name daraufhin in Amt Nortorfer Land geändert wurde.

Religionen

In Nortorf gibt es zwei Kirchen: die evangelische St. Martin-Kirche, deren neugotischer Bau das Stadtzentrum optisch dominiert, und die katholische St. Konrad-Kirche, die am Stadtpark liegt. Auch die Neuapostolische Kirche besitzt in Nortorf ein Gotteshaus, das mittlerweile allerdings nicht mehr genutzt wird und zum Verkauf steht.

Politik

Bürgermeister

Stadtverordnetenversammlung

Seit der Kommunalwahl 2008 hat die CDU neun Sitze, die SPD sechs Sitze und die FDP und die Grünen haben je zwei Sitze in der 19-köpfigen Stadtverordnetenversammlung.

Wappen

Blasonierung: „Geteilt und oben gespalten. Vorn in Silber ein blaues Zahnrad, hinten in Blau auf goldener Scholle ein Bündel von fünf goldenen Ähren und goldenen Blättern; unten in Rot auf golden gezäumtem silbernen Roß der silbern gekleidete heilige Martin mit Mitra und Schwert, darunter auf silbernem Boden sitzend ein silberner Bettler mit goldener Krücke.“[1]

Städtepartnerschaften

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Parks

Nortorf besitzt seit 1954 in seinem östlichen Ortsteil einen Stadtpark, in dem sich seit 1987 ein Skulpturenpark mit bisher 23 Arbeiten schleswig-holsteinischer Bildhauer befindet.

Sehenswürdigkeiten

Am westlichen Stadtrand von Nortorf, in Thienbüttel, befindet sich der geografische Mittelpunkt Schleswig-Holsteins. Im Stadtzentrum befindet sich der „Peermarkt“. Zwei Pferdestatuen erinnern an einen alten Handelsplatz innerhalb des Ortes.

Wirtschaft und Infrastruktur

Öffentliche Einrichtungen

Die Stadt ist Verwaltungssitz des Amtes Nortorfer Land.

Bildung

In der Stadt gibt es eine Grund-, eine Haupt- und eine Realschule, sowie eine Förderschule für geistig behinderte Jugendliche (Schule an den Eichen) und eine Förderschule für lernschwache Kinder (Hugo-Syring-Schule). Im Rathaus befindet sich die Stadtbücherei von Nortorf.

Unternehmen

Die Discounter-KetteAldi-Nord ist mit einer ihrer Regionalniederlassungen ansässig, zuzüglich eines großflächigen Zentrallagers. Ferner ist Nortorf Sitz der Markus-Stiftung der Gebrüder Albrecht.

Ehrenbürger

Berühmte Persönlichkeiten

Quellen

  1. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein